Wir benötigen die E-Mobilität nicht ... Der optimale Antrieb

spiegel.de/spiegelwissen/aut … 99738.html

Na siehste, alles garnich schlimm …

Denke nur ich mir beim Lesen all dieser aufwändigen Methoden, dass die Verbrenner-Entwicklung in eine Sackgasse steuert? Irrsinsaufwand bei Entwicklung und Produktion und am Ende hat man trotzdem den ganzen Frunk voller lärmender, heizender, stinkender, tropfender, vibrierender Technik mit beschissenem Ansprechverhalten, miesen Kaltstarteigenschaften, unregulierten Feinstaubemissionen (Direkteinspritzer) und immer höherer Defektanfälligkeit. Und für weniger Motor darf ich dann auch noch gleich viel bezahlen.

Der erste Satz sagt doch schon alles: „Die Physik und der Alltag auf den Straßen, sie passen nicht zusammen.“ Bravo, die richtige Erkenntnis ist schon da. Den Rest des Artikels brauche ich dann gar nicht mehr zu lesen.

Der Inhalt ist so in etwa: Wenn wir jeden Motor mit noch mehr Turbos, 5000-bar-Einspritzdüsen mit 8 Auslasskanälen und computergestützter Steuerung, Automatikgetrieben mit 10 Gängen und 2000 Zahnrädern und noch höherer spezifischer Leistung betreiben, dann schaffen wir es vielleicht, den Verbrauch nochmal um 5% zu senken - aber nur, wenn der Fahrer das Gaspedal ausschließlich mit einer Gänsefeder berührt.

Seltsam ist dabei, dass der Autor die wichtigsten Fakten - der Verbrenner ist ungeeignet für den Straßenverkehr und der E-Motor doppelt so effizient bei viel geringerem Aufwand - zwar nennt, aber anscheinend unfähig ist, daraus die offensichtlichen Schlussfolgerungen zu ziehen.

Na also, das Bessere ist des Guten Tod :smiley: Wenn man so etwas schreibt und dann weiter unten, dass eine Verbesserung auf 50% mit … Aufwand möglich erscheint, dann frage ich mich - wozu?
Bei Einführung der Energiesparlampen hat doch auch keiner versucht den Wirkungsgrad der Glühlampe zu verbessern ( na ja , Halogen war ein netter Versuch).

Was immer wieder nicht zur Kenntniss genommen wird: Der enorme Ausbruch des Ölpreis aus dem Preisgefüge der anderen Energieträger.

100 km Premiumautofahren in Deutschland erfordert

6 EUR Ölimporte
2,3 EUR Solarstrom
0,75 EUR Strom zum EEX Strombörsenpreis

Hier treten hochoptimierte Diesel an, Deutschland ist nich übermäßig sonnig

100 km Roller bis 6 kW Motorleistung in einem sonnigen Entwicklungsland erfordert

2,3 EUR Ölimporte
0,32 EUR Solarstrom

Hier ist elektrische Mobilität gegen kleinvolumige Verbrenner mit grottenschlechten Wirkungsgrad.

Viele Länder gehen wirtschaftlch zugrunde, weil das Handelsbilanzdefizit größer als der Wert der Ölimporte ist.

Wo es Not gibt, wo es einen 1: 7.5 Preisunterschied gibt, wäre es die Pflicht von unserer Industrie, von unserer Finanzwirtschaft
all diese Länder vom viel zu teuren Öl zu befreien und durch unsere Produkte vorfinanziert von unserer Finanzwirtschaft zu ersetzen.
Das Geld sollte zu uns kommen, anstatt in die ölexportierenden Länder abzufließen.

Zu diesem Thema plane ich eine Konferenz.

BB21C - Biggest Business 21st Century - Das größte Geschäft des 21. Jahrhunderts

Für dieses Vorhaben suche ich Verbündete.

Im zweiten Absatz steht:

Wenn die physikalischen Grundlagen so sind, dass ein Antrieb mit großem Forschungs- und Geldaufwand maximal 45 % Wirkungsgrad bietet, der andere Antrieb aber ohne diesen Aufwand bereits bei 95 % Wirkungsgrad ist, dann entscheidet man sich als Autohersteller natürlich für …

… die 45 %.

Ab dem Punkt, wo es evident gegen vernunftbegabte Logik verstieß, hat es mich ermüdet weiterzulesen. Genauso wie es mich ermüdet, im Fernsehen ständig über bärtige, kinderfickende und halsabschneidende Zausel Diskussionen sehen zu müssen, Mörder und Vergewaltiger, die ihr anything goes mit der einzig wahren Religion begründen, oder kahlrasierten Vollspacken, die Hitler als genialen Menschen verehren. Wenn man alle Arschlöcher dieser Welt in eine Rakete setzen könnte, dann wär ich für eine bemannte Marsmission.

Aber zurück zu den mehr als 60 Opelingenieuren, die fieberhaft an weiteren Wirkungsgradprozentpünktchen beim Verbrennungsmotor arbeiten. :unamused:

Das ist sachlich mal wieder grenzwertige Manipulation durch Selektion der Information. 45% ist ein idealer Wirkungsgrad in ganz definierten Betriebszuständen. Diese hat ein Motor leider quasi nie in einem Fahrzeug im Straßenverkehr. Dort werden nahezu immer ungünstige Teillasten bedient welche erheblich niedrigere Wirkungsgrade haben. Ich es sachlich gelogen? Nein. Ist es manipulativ die Fakten selektiert: Ja. Wer kann sich schon den Rest dazudenken wenn sie/er kein Experte in dem Themenbereich ist?

Ich habe dazu 2007 Erklärungen zum Wirkungsgrad geschrieben
und dazu einen

Wirkungsgradrechner

Da kann man sein Auto nach Gewicht, Rollwiderstand, Frontfläche und Luftwiderstand eingeben.

Dann ein Geschwindigkeitsprofil einer Strecke, den Verbrauch an Treibstoff, das Ergebnis ist der Wirkungsgrad.
Der ist meist viel geringer als man denkt.

Mit dem C-Zero brauche ich in der Stadt ohne Ladeverluste 9-10kWh. Nehmen wir einen 50% schwereren Wagen und gehen davon aus, dass der auch 50% mehr bräuchte, dann landen wir bei 15kWh ohne Ladeverluste.

Mit dem 550i (=150% Masse des C-Zero) waren es 15l Super Plus mit einem Heizwert von zusammen 165kWh. Für den Vortrieb nötig wären 15kWh. Dieser Verbrennungsmotor hatte also in der Stadt einen Wirkungsgrad von 9%.

Ein kleinvolumiger 1,2l Turbomotor mit 100PS im Opel Corsa Baujahr 2014 (= Masse des C-Zero) braucht laut Spritmonitor 7,1l Super = 78kWh. Für den Vortrieb nötig wären 10kWh (siehe C-Zero). Der Wirkungsgrad beträgt hier also 13%.

Und selbst wenn der C-Zero nur einen Wirkungsgrad von 50% hätte, so wäre es mir möglich, den Treibstoff dafür hier im Land selbst zu produzieren, was weder beim Corsa noch beim 550i klappen will.

10% ist übrigens ein ganz guter Wert um den Teillastbetrieb beim Verbrenner zu bewerten. Im Schnitt über alles sind 20% schon sehr ambitioniert wenn man nicht vorwiegend auf Landstraße ohne Verkehr unterwegs ist.

Ich schaffe von St. Leonhard nach Salzburg, einige Aufenthalte und zurück mit unter 4 Liter Diesel / 100 km.
Dazu sind aber extreme Spartechniken nötig. In meinem Wirkungsgradrechner komme ich trotzedm nur auf 20%.

Ohne spezielle Spartricks, so wie eben die meisten fahren,
sind da leicht 6 Liter / 100 km und nur mehr 13,3% Wirkungsgrad.

Das schätze ich auch so ein, aber hast Du dazu eine Quelle?

Viele, aber das Problem ist wieder die Auswahl. Ich kann jetzt einfach Quellen zitieren wie http://www.kfz.net/lexikon/wirkungsgrad/, http://www.chemie.fu-berlin.de/chemistry/general/kfz-energetisch.html welche das bestätigen. Ich glaube wirklichen Widerspruch wirst Du nicht einmal finden. Auch die Herleitung über den Verbrauch wie von founder ist da denke ich konsistent.

Selbst wenn man es schaffen würde, einen Verbrennungsmotor immer auf 45 % zu betreiben (was unmöglich ist), ist dieser Wert so hoffnungslos dem Wirkungsgrad eines Elektromotors unterlegen, dass jeder Ingenieur, jeder Vorstandsvorsitzende einer Autofirma und jede Regierung, insbesondere wenn die Chefin eine promovierte Physikerin ist, zur Einsicht gelangen könnte, jeder weitere produzierte Verbrennungsmotor ist eine unsinnige und umweltbelastende Energieverschwendung.

Dass ein Journalist in einem Artikel zwar den Vergleich mit einem Elektromotor in einem Satz am Anfang zieht, aber dann doch das Hohelied auf deutsche Ingenieurskunst schreibt, ohne der Logik Vorrang zu gewähren, ist vermutlich eigenen monetären Zwängen geschuldet. Die Schuld liegt aber nicht primär beim Journalisten, sondern vielmehr in der weitgehenden Nichtbeachtung von Art. 65 Satz 1 GG. Danach bestimmt der Bundeskanzler die Richtlinien der Politik und trägt dafür die Verantwortung. Diese verfassungsmäßige Aufgabe ist für die Kanzlerin leider ein Greuel. Sie erfordert nämlich nicht Moderation, sondern Führung, bestimmen der Richtung, in der sich die Republik bewegen soll. Dies setzt dann Entscheidung und Leitplankensetzung in Gesetzesform voraus.

Das habe ich bei dieser Frau bisher ein einziges Mal wahrgenommen, als sie nämlich im „Herbst der Entscheidungen“ 2010 eine „Revolution“ ankündigte und den mühsam ausgehandelten Atomausstieg kippte und Laufzeitverlängerungen mit ihrer Mehrheit im Bundestag durchsetzte. Als „Gegenleistung“ für eine Brennelementesteuer, für die das Finanzgericht Hamburg urteilte, dass der Bund dafür keine Gesetzgebungskompetenz hat. Man war also zu dämlich zu prüfen, ob man eine solche Steuer überhaupt verfassungsgemäß einführen kann. Aber was war die Frau stolz, mit Herrn Großmann vom RWE ein Gläschen trinken zu dürfen.

Als wenige Monate später im März 2011 dann ein Erdbeben mit einem Tsunami vier Kraftwerksblöcke in Japan zerstörte, fürchtete die Frau dann die eigene „Revolution“ als den Grund, zukünftig Wahlen zu verlieren, was in Baden-Württemberg 16 Tage später auch prompt geschah.

Da half es auch nichts mehr, dass sie drei Tage nach Fukushima ein weiteres Mal von ihrer Richtlinienkompetenz Gebrauch machte und ohne gesetzgeberische Grundlage ein „Atom-Moratorium“ mit der Abschaltung von sieben Atomkraftwerken verkündete. Kalt lächelnd ließen die vier Betreiber die zuständigen Behörden Bescheide für die Abschaltung schicken, die wegen der fehlenden Ermächtigungsgrundlage rechtswidrig sind. Diese 180° Wende von Frau Merkel wird den deutschen Steuerzahler noch Milliarden Entschädigungszahlungen kosten. Vattenfall verklagt die Bundesrepublik derzeit vor einem Schiedsgericht auf über vier Millarden deshalb.

Da hat die gute Frau also einen mühsam ausgehandelten und schadensersatzfreien Vertrag mit den Atomkonzernen gecancelt, für eine Steuer, die verfassungswidrig ist und somit keine Steuereinnahmen bringen wird, um dann wenige Monate später ihr eigenes gesetzgeberisches Werk über den Haufen zu werfen und ohne Gesetz und damit Ermächtigungsgrundlage wieder aus der Atomkraft auszusteigen. Nur diesmal mit Millarden schweren Schadensersatzklagen.

Danach hat sie von Art. 65 Satz 1 GG die Finger gelassen, zumindest nehme ich sie politisch anwesend nicht mehr wahr. Klar sieht man sie auf Gipfeln, welche Überzeugung sie hat oder wohin die Reise gehen soll, weiß man nicht. Oder wie Volker Pispers mal bei der alten Regierung mit der FDP sagte, in einer Umfrage seien 70 % der Leute mit der Regierung unzufrieden. Dieselben 70 % seien aber mit der Kanzlerin zufrieden. Die Kanzlerin würde mit Politik gar nicht mehr in Verbindung gebracht.

Schade eigentlich, richtig angewendet und gesetzgeberisch durchdacht ist Art. 65 Satz 1 GG nämlich die wesentliche Verfassungs- und Handlungsnorm für einen Kanzler. Bei der langfristigen Umstellung der Autoindustrie auf Elektromobilität wäre das Ziehen von Leitplanken notwendig. Genauso wie bei der Energiewende. Aber was tipp ich mir hier die Finger taub, wir alle wissen, dass von dieser Kanzlerin Entscheidungen nicht kommen werden. Und so darf die Autoindustrie weiterhin in energetische Sackgassen entwickeln und forschen. Ich wünsche mir ein sehr sehr gutes Model 3. Gute Reichweite, Beschleunigung und ein für den Massenmarkt attraktiver Preis mit Superchargernutzung. Wenn’s gesetzgeberisch nicht geht, dann muss Elon der übrigen Automobilindustrie eben Beine machen.

@ KlausB: Schön zusammengefasst ! Vorallem der letzte Absatz!
Danke +100

Dazu ein Zitat von Seite in meinem Buch Calculation-ERROR

Politik im Koma

Der Ölpreis hat sich innerhalb eines Jahres verdoppelt. Eine große Gelegenheit für politische Parteien und Politiker Änderungen zu verlangen, neue Ideen voran zu bringen. Der PEGE Volunteer Roland Schneider machte im Mai 2008 eine Umfrage mit 100 deutschen Politikern, die alle als Energie- oder Verkehrsspezialisten ihrer Parteien angeführt sind.

100 Gelegenheiten, um das politische Profil zu schärfen und Kompetenz zu demonstrieren, wie die Ölpreiskrise zu meistern ist. Jetzt haben wir den 9. Juni. Ich begutachte die traurigen Resultate der Umfrage. Nur 5 von 100 für Energie und Verkehr zuständige Politiker haben geantwortet.
Kein einziges Programm für politische Aktionen. Vier Antworten mit herum Gejammere, eine Politikerin antwortete „Das hat nichts mit Politik zu tun, der freie Markt wird das Problem lösen“.

  1. bis 9. Juli 2008, das 34. G8 Gipfeltreffen in Tōyako. Es ist weniger als eine Woche nach dem Ölpreisrekord von US$ 147,27. Was würde ein normal denkender Mensch erwarten, wenn die Führer der acht führenden Nationen in einer solchen Situation zusammen kommen?

Eine große Ankündigung über eine internationale Organisation für den Ölausstieg, wie von mir Ende Juni 2008 publiziert? All die Möglichkeiten der Politik, den Ölpreis durch die Senkung der Nachfrage zu kontrollieren? Eine große Rede von Angela Merkel wie: „Wir verkünden jetzt das Ende des Ölzeitalters. Auf der IAA 2007 in Frankfurt saß ich in einem Plug-in Hybridauto. In 10 Jahren werden wir für die Zulassung verlangen, dass alle neuen Autos mindestens 50 km rein elektrisch fahren können. Auf diese Art werden wir die Ölnachfrage kontrollieren. Auf diese Art werden wir den Ölpreis herrunter bekommen. Wir werden, sobald der Preis sinkt, viel mehr Steuern auf Öl erheben und all dies in den Ölausstieg investieren.“

Erinnern Sie sich an diese historische Rede der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel? Nein, denn es passierte nicht. Sie hat keine große Rede gehalten. Sie hat nur wie ein Junkie mit Entzugs­er­scheinungen gewinselt, der dem Dealer nicht den verdoppelten Preis für das Rauschgift zahlen kann.

Ganz ehrlich, die 15l mit dem 550i in der Stadt nehme ich dir nicht ab. Bei 100% Stadtverkehr im Kurzstreckenbetrieb genehmigt sich mein 320i schon um die 15 (laut BC, und der ist Optimist :wink: ) und der hat nur 2,2l und zwei Pötte weniger. :stuck_out_tongue: Die 9% kommen mir auch zu hoch vor. Für nen V8 (eigentlich auch schon für nen R6-Benziner) gibts einfach keinen ungeeigneteren Lebensraum als den Stadtverkehr, das hat schon was von Düsenjet im Wohnzimmer. :mrgreen:

Ein BMW 760i von BMW selbst wird innerorts mit einem Normverbrauch von 19,6l/100km angegeben.

http://www.bmw.de/de/neufahrzeuge/7er/limousine/2012/technische-daten.html

ein 550i xDrive immerhin noch mit 12,7l/100km

http://www.bmw.de/de/neufahrzeuge/5er/limousine/2013/technische-daten.html

Jaja wieder mal so ein bezahlter Artikel. Die werden garnix erreichen.
Der Verbrennungsmotor hat lange genug gedient. Es wird Zeit!