Windenergie - Speichertechnologie

ENERCON - der Vorreiter und Marktführer für Windenergie in Europa hat wieder gezeigt wo es lang geht. Siehe:
enercon.de/p/downloads/WB_04 … al_web.pdf
auf Seite 3.
Speicher für 43 Windräder, Kapazität: 6,5 MWh, Leistung: 20 MW!!
EG
Martin

Es gibt verschiedene Aufgaben für Speicher.

Die Konfiguration 10 MW 6,5 MWh für 43 Windkraftwerke, bei denen leider keine Leistungsangabe steht,
zeigt, dies ist nur zum Regeln kurzfristiger Windschwankungen.

Die nächste Größenordnung der Speicherung wäre Ausgleich von Vorhersagefehlern.

Man versucht Sonne und Wind mögichst genau zu prognostizieren,
damit keine fossilen Kraftwerke unnötig laufen.

Für mögliche Vorhersagefehler, der Wind ist nicht so stark wie man dachte,
müssen fossile Kraftwerke in Einsatzbereitschaft laufen.

Dieser Vorgang wid von Gegner der erneuerbaren immer kritisiert.

Wenn das volle hochlaufen eines trägen Grundlastkrafterks 2 Stunden dauert,
und Vorhersagefehler von 20% ausgeglichen werden sollen,
dann schätzen wir mal die 43 WKA auf 86 MW.
86 MW * 20% Vorhersagefehlt * 2 Stunden = 34,4 MWh,
erfordert also 5 mal mehr Speicherkapazität.

Derzeit größter Akkuspeicher hat 20 MW / 40 MWh

1000 MW / 200 MWh sind bereits in Planung,
das entspicht schon einen mittleren Pumpspeicherkraftwerk.

Nach einer Studie von mir, werden Akkuspeicher unter 300 EUR / kWh wirtschaftlicher als der Neubau von Pumpspeichern.

In USA wird schon ein 400 MWh Speicher gerade gebaut - da für den Einsatzzweck die wirtschaftlichste Option.
greentechmedia.com/articles … California

Und der grösste Stromnetzbetreiber von Texas denkt schon über 5 GW(h) nach… also scher 5 GWh oder 10 GWh 1 bis [email protected] Leistung sind ja „normale“ Auslegung für solche Akkuspeicher.
gigaom.com/2014/11/25/energy-an … y-project/

Aktuelle Nov 2014 Preise
According to a study by the investment banking firm Lazard, the cost of utility-scale solar energy is as low as 5.6 cents a kilowatt-hour, and wind is as low as 1.4 cents. In comparison, natural gas comes at 6.1 cents a kilowatt-hour on the low end and coal at 6.6 cents. Without subsidies, the firm’s analysis shows, solar costs about 7.2 cents a kilowatt-hour at the low end, with wind at 3.7 cents.

Und das sind U$ $ent :wink:

Hmmm jetzt sollte man was sinnvolles mit dem Strom anfangen können…

Zu viel Windenergie: Stromnetzbetreiber rüsten sich für den Sturm

Sturmfront „Billie“ hat große Effekte auf die Energieversorgung. Die Stromnetzbetreiber schätzen, dass deutsche Windturbinen dreimal so viel Strom produzieren wie sonst - in manchen Stunden so viel wie 28 Atomkraftwerke.

Schaun wir doch mal auf’s Agorameter.

Es wird Strom exportiert wie blöd. Was zu erwarten war.
Wind ist außer Rand und Band, Sonne fast nicht zu erkennen. Auch nicht überraschend.
Steinkohle fährt die Tageskurven nach, Braunkohle und Atom bullern 24/7 vor sich hin.
Aber warum fährt GAS mit annähernd konstanten 8 bis 10GW? Ich denke das ist so teuer… :astonished:

agora-201401212.png

Schon interessant, was Drittanbieter mit den Transparency Zahlen so machen…

Originaldaten hier:

transparency.eex.com/de/frei … s-Vortages

(willkürlich gewählt, die 2 h Werte gibt es natürlich auch, z.B.: transparency.eex.com/de/date … ktion-wind )


Zu Deiner Frage: nichts ist schlimmer fürs Netz wie ein Sturm: erst läuft ein Windpark wie blöd und im nächsten Augenblick bringt eine Bö die Turbinen in den Abschaltbereich --> von Maximallast auf null in wenigen Sekunden. Deshalb sind hohe Ersatzkapazitäten im Parallelbetrieb notwendig. Auch sowas, was die Alternativen zwar verursachen, aber nicht bezahlen…

Gruß SRAM

Europäische crossborder flows hier:

entsoe.net/

Gruß SRAM

Lion sind für stationäre Speicher viel zu teuer.

Aber eine kleine Firma, die ich seit Jahren unter Beobachtung habe, weil ich das für den besten technischen Ansatz gehalten habe (schon alleine wegen der hohen inhärenten Sicherheit), hat mich nicht enttäuscht und rollt jetzt die ersten Speicher aus:

aquionenergy.com/energy-storage-systems

youtube.com/watch?v=aANBtotnsLI

Gruß SRAM

Wirkungsgrad? Kosten/kWh?

Roundtrip > 80%

Kosten recht niedrig, weil Materialien sehr preiswert. Bei entsprechender Fertigungsstrasse (siehe Video) unter Bleiakkuniveau (Blei ist teuer !). Preis natürlich noch hoch, die R&D Kosten müsse erstmal rein.

Übrigens interessante Kooperationspartner. Download der Präsentationen lohnt, ich kann diese leider nicht hochladen, da zu groß.

Gruß SRAM

Hört sich erst mal vielversprechend an. Mit ein paar GWh Batteriespeicher im deutschen Stromnetz könnte man etliches an „must run“ Reserve abschalten.

In Feldheim wird ein 10MWp 6,5MWh Speicher gebaut. Interessant, man verwendet Inverter von Enercon. Deshalb könnte ich mir auch vorstellen, daß bald an jedem Enercon Windrat ein eigener Speicher stehen könnte. Jedes Enercon Windrad trägt beste Voraussetzungen ins sich. Der Strom vom Windgenerator wird wird zunächst gleichgerichtet, aus dem Gleichspannungs-Zwischenstromkreis formt ein Inverter im Turmfuß den den DC-Strom in 50Hz AC um. Es sollte relativ einfach sein, eine Hochvoltbatterie an den Zwischenkreis anzubinden. Damit kann man Regelleistung anbieten und die Stromabgabe eines gesamten Windparkes über einen längeren Zeitraum (10h?) vergleichmäßigen.
Es fallen also nur Kosten für die elektrische Anbindung, den reinen Speicher sowie einiger Regelkreise an.

Eberhard - Deine Vision geht in die richtige Richtung. Dezentral heisst hier das Zauberwort.
Nicht in jeder WEA - aber kleinere bis mittlere Windparks werden wohl künftig damit ausgerüstet werden. Die Anbindung mit DC ist auch ausserhalb des eigenen Turmes problemlos.
ENERCON ist nicht ohne Grund Marktführer in Europa und noch heute ein Pionier in vielen Details. Leider kann der Gründer und Visionär - Alois Wobben - das Alles nicht mehr aktiv mitgestalten.
EG
Martin

Siemens hat sich ja mit LGChem verbündet um genau in dem Bereich Lösungen anzubieten - die schweizer ABB macht das gleiche mit BYD.

faz.net/agenturmeldungen/unt … 76420.html
abb.com/cawp/seitp202/dce749 … fdf00.aspx

Damit haben ja die „großen“ Energietechnologiekonzerne Europas denke ich ganz kompetente Partner gesucht, die auch weit über das Batteriesystem hinaus Erfahrung mit der Einbindung solcher Systeme in moderne Systeme haben - da sollte dann sicher in den nächsten Jahren auch etwas auf den Markt kommen - zumindest bei ABB bin ich mir da sehr sicher.

Energon braucht nur Batterie + BMS für die Anbindung an den DC-Zwischenkreis, alles andere ist schon da und verursacht keine weiteren Kosten. Eine Energon mit Speicher ist günstiger als eine AC-Mühle mit Lade-/Endladeinverter + Speicher.

Die ersten *-Luft Akkus scheinen nun auch langsam dem Labor zu entspringen.

https://gigaom.com/2014/12/23/battery-startup-eos-energy-is-raising-another-30m

Sehr cool. Ich hoffe, dass wir bald noch mehr in die Richtung sehen werden…exciting times! :slight_smile:

Bei den doch relativ zahlreichen unterschiedlichen Ansätzen, die langsam alle den reinen Laborstatus verlassen steigt ja die Chance dass was dabei ist.

In den USA entstehen die ersten großen Akkuspeicher, Europa ist halt hinterher, aber denke das ja auch ganz normal, dass dort wo eine Technologie erforscht bzw später entscheidend entwickelt wird auch die ersten grösseren Tests laufen.

Irgendwann kommt ja alles dann auch über den Teich nach Europa sei es nun über den Atlantik oder den Pazifik.

EOS Storagesysteme können ab jetzt bestellt werden, Auslieferung erfolgt 2016.

Kleiner Nachteil es gibt das erst mal nur als 4’000 kWh / 1’000 kW Klotz :smiley:

Aber immerhin der Schritt zur Kommerzialisierung scheint wohl soweit gelungen zu sein - in 2015 ist die Produktion in der Anlaufphase wohl schon ausgebucht durch Projekte mit US Versorgern, ist ja auch preislich echt interssant im vergleich zu (nahezu) reinen Peak Kraftwerken.

Ich hänge das mal hier an pnnl.gov/news/release.aspx?id=4182 ganz interessant. Für stationäre Speicherung ist flow ja immer eine gute Option auch weil man damit in der Regel nahezu unbegrenzt lange speichern kann und viele Zyklen hat.