Impressum / Datenschutz Forumsregeln
TFF FORUM TFF E.V. SUPERCHARGE-ME
TFF Forum

Wieviel Energiekosten/CO2 spart ein Tesla wirklich?

Ich hab hier mal ein paar Rechnungen angestellt und wenn ich mich nicht total verrechnet habe, sind die Kosten und der (Energie-)Verbrauch im Vergleich zu einem Benziner vielleicht doch nicht so gut, wie man es sich gerne vorstellt.
Klar… wenn man jeden Cent umdrehen will, ist das Model S vielleicht ohnehin nicht die richtige Wahl, aber auf Grund der höheren Effizienz und Strompreisen hätte ich mir doch etwas mehr erwartet:
Wenn ich von 1250km/Monat ausgehe und einem Verbrauch von ca. 250Wh/km (ist das realistisch??) wären das 312,5kWh. Bei meinen derzeitigen Stromkosten sind das ca. €100.
Das ist ziemlich genau das, was das Benzin für meinen Prius für die gleiche Strecke auch kosten würde.

Beim CO2 sieht es natürlich deutlich besser aus. Wenn man seinen Strom nicht gerade aus Kohlekraftwerken bezieht, sollte der monatl. Ausstoß in diesem Beispiel bei unter 10kg liegen. Selbst mein Hybrid wird hier mit mindestens 115kg zu Buche schlagen. Das ist übrigens der Ausstoß laut Werksangabe… ca. 160kg wird wohl realistischer sein!

Leider scheint jedoch der CO2 Footprint eines EV deutlich höher zu sein als das eines normalen Autos. Wenn WSJ glauben darf bis zu 7300kg. Wenn man das in die Rechnung mit einbezieht ist der break-even point nach 4 Jahren erreicht.

Mein Fazit:
Wenn man den heutigen Stand nimmt sind EVs wohl noch nicht die Retter der Umwelt. Dennoch ist es richtig umzusteigen, denn je höher die Stückzahlen desto besser die Effizienz und geringer der Preis. Irgendwer muss den Anfang ja machen!

P.S.:
Ja, ich weiß: Nicht jedes Auto braucht so wenig Sprit wie ein Prius… Und der Prius ist auch nicht in 3.2 Sekunden von 0 auf 100. Aber ich glaube wenn man einen ernsthaften vergleich bzgl. Umweltfreundlichkeit machen will, muss man sich mit den effizientesten Autos messen… Nicht mit dem Porsche Panamera.

P.P.S.:
Wenn man bedenkt, dass das Model S bei der Effizienz mit einem der effizientesten Autos auf dem Markt mithalten kann, ist doch schon beeindruckend.

Quellen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Kraftstoffverbrauch#Berechnung_der_CO2-Emission_auf_Basis_des_Kraftstoffverbrauchs
http://www.wsj.com/articles/SB10001424127887324128504578346913994914472
http://www.co2-emissionen-vergleichen.de/Stromerzeugung/CO2-Vergleich-Stromerzeugung.html

„„Wenn ich von 1250km/Monat ausgehe““

Bei nur 15000 Km im Jahr, lohnt es sich noch nicht. Rechnet man 30000 Km oder gar 50000 Km je Jahr dann wird es Interessant.

Deinen Prius kannst du ja in 3 Jahren nochmal mit dem Model 3 vergleichen, der liegt in deiner Vergleichsklasse.

Im Übrigen kapier ich nicht ganz, wie du auf Basis eines Betriebskostenvergleichs auf die Umweltwirkung schließen kannst. Ist der Tesla die Umweltrettung, wenn der Strom nur noch 10 Cent pro kWh kostet und sich die Betriebskosten damit Dritteln? Elektrische Energie ist in Deutschland wahnsinnig teuer, Benzin nicht. Daher ist der Betrieb eines Elektroautos in Deutschland international gesehen auch relativ teuer.

Die Energie für meinen Tesla erzeugen mit meinem Geld gebaute Wind-, Wasser- und Photovoltaikkraftwerke. Wo kommen die 5,8l Super für deinen Prius her? Russland, Nordsee oder doch Saudi-Arabien?

Entschuldige skahlert, aber Du bist noch relativ neu hier im Forum und ich denke es gibt hier im Forum viele 100 Seiten mit unzähligen Quellenangaben zu dem Thema. Ich bin heute schon zu müde um mich da drauf einzulassen. Aber vielleicht magst Du Dich mal durch das Forum wühlen…ich denke dann kannst Du Dich beruhigter Deiner Vorfreude widmen. Die meisten hier verwenden konsequent Ökostrom, auch Tesla, die meisten hier, für die es nur irgendwie möglich ist, haben eine PV - Anlage. Einige haben sogar Ihre Batteriespeicher im Haus…die wenigsten interessiert dabei eine Kosten / Nutzenrechnung…fast jeder ist bereit ein gewisses „Schmerzensgeld“ zu investieren. Deshalb denke ich auch, dass fast jeder hier sich über dieses Thema hier den Kopf zerbrochen hat…und darauf seine Entscheidungen gründen.

Mein Kopf ist leer, bin wohl zuviel Probefahrten gefahren und habe die letzten Tage wohl schon zuviel erklärt…sorry for that :slight_smile: .

P.S.: Schau mal nach wie viel Prozessenergie in Form von Strom in einem Liter Benzin stecken…mit dieser Strommenge kommt der Tesla bereits die halbe Strecke, und die Wertschöpfung bleibt im Land…dazu brauchen wir kein Fracking, keine Schiefersande, keine Saudis, kein Libyen, keine ISIS, keine Taliban, keine „Deep water horizon - Katastrophe“, keine Ölbohrungen in Alaska…usf. man könnte es endlos aufzählen. Dazu noch Klimawandel, Vernichtung einer endlichen Ressource, Gesundheitsaspekte, Ausbeutung…

…was fehlt noch…tut mir leid, dass ich für all das keine Quellen liefere.

LGH

Nicht schlecht für einen „leeren Kopf“ :wink:

Oder jetzt schon mit einem der verfügbaren Wagen (Leaf,e-Golf,ZOE,i3 usw…). Die liegen doch alle so bei 120-150 Wh/km.

Den praktischen Aspekt darf man auch nicht völlig außen vor lassen - im Prius kriegst du keine 120kg Elchfleisch unter die vordere Haube. Im Gegensatz zum Panamera hat man im Model S ja was von der Größe.

Nunja, damit mich hier keiner falsch versteht:
Ich hab mich für den Tesla entschieden, weil es schlichtweg das beste Auto ist, was ich je gefahren habe.
Die Rechnung habe ich eher für mich gemacht, weil ich davon ausgehe, dass ich mit dieser Frage sicherlich ständig konfrontiert werde und irgendwie muss ich mir ja die Zeit vertreiben bis er vor meiner Tür steht :smiley:

Ein Problem in meiner Rechnung ist mir ohnehin noch aufgefallen: Auch ein Prius wird importiert und hat Akkus im Kofferraum. Der Bilanzvorsprung von dem ich ausgegangen bin, existiert daher nicht wirklich.

Hallo skahlert,
Willkommen!
Der Vergleich mit dem Prius hinkt etwas, das darf ich sagen, bin doch vorher auch über 200.000 km meinen Prius III gefahren.Der Tesla ist eine deutlich höhere Fahrzeugklasse.

Die tatsächlich zu bezahlenden Stromkosten hängen davon ab, wo Du lädst. Hast Du einen Supercharger auf der Strecke kostet das laden dort nichts! Für bestimmte Anbieter gibt es auch Flatrate Tarife, dabei kommt der effektive kWh Preis jetzt auf die geladene Energie an. Die Ladekosten habe ich in meiner Vorabkalkulation deutlich überschätzt.

Schöne Grüße
Ralf

@skahlert…geht doch und was ich an den Leuten hier so liebe, Fehler (in Berechnungen, Meinungen, Irrtümer) werden in der Regel sehr schnell zugegeben…nichts von mir war böse gemeint…ich bin wirklich müde… :slight_smile: .

Gehe jetzt zu meiner Frau und widme mich dem schwachsinnigen Songcontest :nerd: .

LGH

Die haben immerhin die Teilnehmer mit Model S kutschiert :sunglasses:

Apropos Prius… da scheint es eine ineressante (aber nicht besonders überraschende) Schnittmenge von Prius-Fahern und Tesla-Interessenten zu geben.

Gleich 3 davon bei meinem letzen Besuch im Tesla Center :wink:

bei dem Footprint des Fahrzeugs und einer Betrachtung über die Zeit vergisst Du den Gesamtfootprint (und eben nicht nur den Kaufpreis) des sonst verbrauchten Benzins. Well-to-wheel ist dieser nicht mit dem eigentlichen CO2 Ausstoss zu verwechseln!

Das ist nicht richtig, sonst wäre die Reichweite bei diesen Autos höher. Die verbrauchen nicht weniger als das MS, drum kommt der i3 ja auch nicht mehr als reale 120 km weit mit seinen 20 kWh, das MS genauso. Wäre die Aussage korrekt müsste der i3 real bald doppelt so weit kommen wie er es tut.

Me, too. 10 Jahre Prius 2 und ich hoffe, dass ich nur noch 1x tanken muss.

Zum Thema Kosten: Ich weiß nicht, ob das an anderer Stelle schon mal herausgearbeitet worden ist, aber 1 Liter Diesel hat ungefähr einen Energiegehalt von 10 kWh. (Benzin hat deutlich weniger, ca. 8 kWh je Liter, weshalb Dieselfahrzeuge auch nicht so toll sparsam sind, wie es die dt. Automobilindustrie immer gerne darstellt.) Die Vergleichsgrößen sind also, a) was kostet 1 Liter Diesel vs. 10 kWh Strom und b) wie viele kWh verbrauche ich auf 100 km.
1 Liter Diesel kostet so 1,30-1,50 € (in D, weil steuer-subventioniert) – 10 kWh Strom kosten 0,00 € am SC, ca. 1,50 € an einer billigen öffentlichen Ladestation, ca. 3,00 € zuhause.
Verbrauchswerte sind eigentlich auch bekannt: 4-5 l/100km für einen kleinen Pkw, 8-10 l/100km für einen Model-S-ähnlichen Pkw, 1,5-3,0 „l/100km“ beim Model S.

Beim Vergleich Prius vs. Model S mit hohem Verbrauch und teurem Strom wirst Du nichts sparen. Aber das ist a) Äpfel mit Birnen verglichen und b) wenn es auf die Betriebskosten ankommt, dann sollte man sparsam fahren, billig Strom laden und vielleicht erst gar kein 100k€-Auto kaufen.

Das kann ich voll bestätigen, wie ich schon an anderer Stelle schrieb; die Car2Go-Smarts im Stuttgart zeigen auf dem Bordcomputer eigentlich immer einen Durchschnittsverbrauch von über 25 kWh/100km an.

:open_mouth:
Wie bereits im Verbrauchs-Thread geschrieben, liege ich mit meinem MS 85D bei ca. 20 kWh/100 km. Eine Erklärung könnte natürlich der vorwiegende Kurzstreckeneinsatz der Car2Go-Autos sein und das sie von den Mietern immer sehr zügig gefahren werden („ist ja nicht meiner“).

Unser Smart es hat auf den letzten 8.000 km (ein Sommer, ein Winter) bei normaler Fahrweise 19,5 kWh/100km verbraucht. Wahrlich keine Offenbarung. Allerdings ist der kleine auch sooooo schlecht wärmeisoliert, dass es ein Graus ist. Aber auch ohne Klima und bei -Tesla und Smart - gleich gefahren, braucht der Tesla nicht signifikant mehr Strom, oft sogar weniger.

Und meiner zeigt nach nach einer Autobahnfahrt inkl. Stadtverkehr zum Zwischenladen das hier an:

Statistik_HD_Apr.jpg

Der BC gibt außerdem den Wert inkl. pessimistisch gesätzeter Ladeverluste an!

Redet Euch den Teslaverbrauch nur schön günstig, dafür ist dies hier das richtige Forum.
Schaut Euch mal Björns Videos an, in Deutschland kommt der nicht unter 320 Wh/km. Das ist die Realität.

haha, Du bist ja ein Scherzkeks, fährst Du selber Tesla oder wieso meinst Du hier die Weisheit gepachtet zu haben? Die 320Wh/km sind beim regelrechten „heizen“ entstanden, wenn man nicht so oft keine Geschwindigkeitsbeschränkung hat, ist man das nicht gewohnt und will es auch mal ausnutzen.

Außerdem bist Du ja bei Deinen 12.9kWh/100km wohl kaum so schnell gefahren wie Björn und Streckenprofil spielt auch eine Rolle. Ich komme auch mit 140 Wh/km nach Frankfurt, inkl. Autobahn und Stadtverkehr, geht natürlich in weiten Teilen bergab. Und selbst wenn ich auf der Autobahn vmax (also 250km/h!) fahre (was ich nur sehr selten mache), komme ich im Streckenschnitt nicht über 270Wh/km.
Sicher kann man einen Tesla auch mit einem hohen Verbrauch fahren (im Gegensatz zum eSmart zB durch echt schnelles Fahren) bei entsprechend angepasster Fahrweise aber auch echt sparsam (siehe Eberhards Reichweitenrekorde). Kannst ja mal mit einem Tesla-Fahrer hier ein Treffenvereinbaren und dann bei gleicher Strecke und Geschwindigkeit eine Vergleichsfahrt machen. Es würde mich überraschen, wenn der Tesla mehr als 25-30% Mehrverbrauch hat (ist ja schon dem Gewicht und der anderen Fahrzeugkategorie geschuldet)!