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Wieso werden die Autobahnen nicht ausgebaut?


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EDIT: Mir geht es weniger darum, wie man Staus verringert, sondern warum da offensichtlich nichts getan wird. Mit der CDU sollten wir doch angeblich eine Auto-freundliche Regierung haben oder hört die Freundlichkeit auf, sobald das Auto einmal verkauft ist?

Du meinst, weil es immer mehr Staus gibt sollte man das Straßennetz ausbauen?
Bis auf Miltärplätze und Naturschutzgebiete gibt es doch in ganz Deutschland alle 5 km ne Straße!
Außerdem ist der Grund eines Staus nicht nur der gleiche Ort sondern auch die gleiche Zeit von vielen Autos.

Nur mit dem Ausbau des Autobahnnetzes ist es nicht getan, man muss auch die Verkehrsströme optimal steuern.

Im Ruhrgebiet sind mittlerweile fast alle Autobahnen durch Verkehrsbeeinflussungsanlagen und elektronischen Hinweistafeln ausgestattet, um den Fernverkehr von einer stark belasteten Autobahn auf eine weniger belastete Strecke umzuleiten (z. B. den Verkehr von der A1 über die A2/A43 umleiten, um den Druck zwischen Kamener Kreuz und dem Kreuz Wuppertal-Nord herauszunehmen).

Zukünftig könnte die Car-To-Car Kommunikation hier eine noch höhere Effizienz bieten, wenn die Fahrzeuge in Echtzeit Livedaten direkt von den anderen Verkehrsteilnehmern erhalten.

Was für eine einfache Sichtweise.
Das ist doch nur die Verwaltung des Mangels.
Ich meide zu bestimmten Zeiten das Ruhrgebiet so gut es geht. Das ist zur Zeit die einzige Möglichkeit Staus zu umgehen.

An vielen Stellen geht das leider überhaupt nicht. So bin ich zu Beispiel auf dem Weg nach Dänemark gezwungen durch Hamburg zu fahren. Was da mit nie fertig werdenden Dauerbaustellen und Umweltbelastung los ist brauch man ja nicht extra erwähnen. Vernünftig drum herum geht es nicht. So ist es bei vielen Ballungsräumen. Der Verkehr wird gezielt durch die Engstellen geleitet.
Dringend benötigte Strecken werden jahrzehntelang verschleppt, dann endgültig verworfen, später dann hintenrum als vierspurige Bundesstraße realisiert. Zum Beispiel die B50 im Hunsrück oder die B255 im Westerwald.
Oder die A49 die mitten im Land endet. Was würde das eine Entlastung für die Aches A7 / A5 und die geplagten Anwohner der B3 bedeuten.

Ich wünsche mir eine transparente und langfristige Planung. Ich wünsche mir dass die Interessen abgewogen und dann entschieden wird. Natürlich hat die Mopsfledermaus ein Anrecht auf Lebensraum, aber auch die Menschen. Leider kann man die Toten durch verfehlte Verkehrspolitik nicht so einfach zählen

Einfach die überbreiten Fahrspuren aller 3-spurigen Autobahnen auf 4 Spuren umzeichnen, und die HG auf 120 km/h reduzieren (mit Knast bei Tempoüberschreitung). Dann gibt es viel mehr Kapazität und viel weniger Staus.

also in den Teilen wo ich rumfahre ist in den letzten Jahren extrem viel passiert. Dauert zwar alles aber das Ergebnis ist schon beeindruckend. Schaut man sich Kölner Ring oder Kaarst/Neusser Kreuze an da ist inzwischen ne Menge fertig und läuft viel besser als früher. Wenn die letzten Baustellen weg sind wird es nochmals besser. Natürlich gibt es immer wieder Stau und wäre auch schön wenn noch mehr ausgebaut wurde. Aber Stillstand sehe ich da nicht.
Was bei uns viel kritischer ist sind die kaputten Brücken, das gibt noch richtig Spass… :sunglasses:

In Restdeutschland offenbar nicht. Meine Grafik ganz oben zeigt doch wie die Zunahme der Staulänge auf Autobahnen zunimmt.

Ich sagte ja nicht, dass man Autobahnen nicht ausbauen bzw. neubauen müsse, sondern nur, dass das alleine nicht das Allheilmittel ist.
Zu dem Ausbau und Neubau muss man aber auch auf intelligente Telematik setzen, um die knappe Ressource „Verkehrskapazität“ so effizient wie möglich zu nutzen.

Wenn man sich den Verkehrswegeplan anschaut, dann sieht man dort einige Projekte, bei denen die Planung und die Gelder bereits genehmigt sind, jedoch noch nicht gestartet werden können, weil irgendwelche militanten Umweltschützer in dem Trassenverlauf eine bedrohte Tierart gesichtet haben wollen.
Da wird dann jahrzehntelang vor Gericht gestritten, bis sich dann herausstellt, dass diese Tierart dort gar nicht leben kann, da die Umgebung keinen Lebensraum für diese Art bietet.
So wurde bis vor ein paar Jahren der Weiterbau einer Autobahn in NRW erfolgreich verhindert.
Es wurden ein oder zwei Exemplare dieser bedrohten Art dort ausgesetzt und direkt fotografiert, so dass man einen Fotobeweis hatte.
Spätere Untersuchungen und Gutachten konnten die Existenz dann aber nicht mehr nachweisen.
Problem: Man kann sehr schnell die Anwesenheit nachweisen, es dauert aber seeehr lange, bis man die Abwesenheit gerichtsfest nachweisen kann.

Und wenn man nicht mit dem Umweltschutz kommen kann, dann nimmt man die guten alten Klassiker „Lärmschutz“ und „Negative Einflüsse auf die Wirtschaft“ als Grund.
So wurde erfolgreich der dringend notwendige Ausbau der B1 in Dortmund (welche dadurch zur A40 heraufgestuft werden sollte) verhindert.
Die Anwohner beklagen sich (zurecht!) seit Jahrzehnten über den Lärm und die Abgase, doch die Wirtschaft befürchtet, dass die geplante Untertunnelung negative Auswirkungen auf ihre Geschäfte habe.
Als ob irgendwer von dem Transitverkehr mal eben beim Rewe anhalten würde. kopfschüttel
Wer zu dem Rewe möchte, der wird auch mit der Tunnellösung dort hinfahren, da die Geschäfte ja nicht von der B1/A40 abgekoppelt werden.
Man muss nur eine Ausfahrt vorher raus und über dem Tunnel zu seinem Ziel fahren.

Ich persönlich freue mich auch wenn die B 50 mit der Megabrücke fertig ist aber im Gegensatz zum Menschen will die Mopsfledermaus nicht immer mehr,mehr,mehr wie ein grossteil der Menschheit.

Eine einfache Erklärung wäre: gerade, weil aktuell viel „getan“ wird, gibt es mehr Staus!

Diese und andere Erklärungen findest Du z.B. in diesem Artikel von heute.de.

Meiner Meinung nach würde es ausreichen wenn die vorhandene Infrastruktur zeitnah gewartet und instandgesetzt wird. Leider ist aber noch nicht einmal das bei uns möglich. Der werden Autobahnabschnitte auf 80 oder gar 60 KM reduziert weil die Strasse beschädigt ist (ohne das eine Baustelle eingerichtet wird um dies zu reparieren) oder Brücken muss ganz oder teilweise gesperrt warden weil sie so baufällig sind das die Traglast nicht mehr gegeben ist.

Wäre unser Strassennetz perfekt würde es aber immer noch Staus geben und hier sind meiner Meinung nach nicht fehlende Strassen die Ursache. Ich sehe da eher Problem wie z.B. die Wohnraumsituation in Ballungsgebieten (wer kann sich eine Wohnung in München leisten?) oder die auf die Strasse ausgelagerten „Lager“ sprich der LKW Verkehr.

Mehr Strassen würden das Problem meiner Meinung nach nur zeitweise reduzieren und nach kurzer Zeit ist der Verkehr wieder so stark gewachsen das auch auf diesen Strassen Staus zur Regel gehören.

Vielleicht sollten wir nicht immer mobile werden sondern z.B. die Arbeit wieder näher an den Wohnort holen und nicht alles dreimal durch die EU transportieren um ein Produkt zu erzeugen.

Also wer meint ohne Ausbau geht es, der musste noch nie in den Sommerferien die A7 nach nach Norden fahren.

Hamburg ist die Hölle.

Und das Ruhrgebiet erwähnt man besser garnicht. Dort werden die Staus im Radio erst ab 10km Länge angesagt, weil sie auch noch was anderes senden wollen. Fast alles nur zweispurige ABs in einem Zustand, der einem die Wirbelsäule zertrümmert.

Genau… Ausbau wäre schön, aber ganz ehrlich mangelt es ja schon an der ERHALTUNG. Letztens hat hier erst wieder jemand so schön treffend beschrieben wie man sich fühlt, wenn man aus Holland auf der BAB nach Deutschland fährt…

Leider konnte ich auf Anhieb keine genauen Zahlen finden, aber der sechsspurige Ausbau der A1 zwischen Hamburg und Bremen hat ca. eine knappe Milliarde € und während der Bauzeit etliche Menschenleben durch Unfälle an den durch die Baustelle verengten Spuren gekostet. Ich frage mich, ob man nicht denselben Verkehrseffekt erzielt und die Menschenleben gerettet hätte, wenn man mit dem Geld den Bahnverkehr zwischen Hamburg und Bremen für X Jahre kostenlos gemacht und die Autobahn unverändert gelassen hätte.

Wer will denn von Bremen HBF nach Hamburg HBF?

Wieso interessiert Dich das?

Weil cko vorgeschlagen hatte statt die Autobahnen in Schuß zu halten und auszubauen lieber mit der Bahn zu fahren und dort zu investieren.

Das ist zumindest für mich keine Alternative. Ich bin der Meinung dass wir Straßen, und auch Fernstraßen grundsätzlich benötigen. Was die Bahn leisten oder auch nicht leisten kann und ob das ökologisch und ökonomisch sinnvoll ist sollte dann vielleicht in einem anderen Faden diskutiert werden.

Kann es sein, dass bei BAB Arbeiten die günstigsten Baufirmen zum Zuge kommen?
Diese sind aber nicht auf Geschwindigkeit getrimmt, sondetn trödeln nach eigenem Ermessen.

Aktuell fahre ich schon das dritte Jahr durch die gleiche Baustrecke. Das hätte innerhalb 6 Monaten erledigt sein können.

Kann da nur von mir sprechen, ich würde nichtmal mit der Bahn fahren wenn ich dafür Geld bekommen würde.
Irgendwo an einem Bahnhof anzukommen ist immer nur die halbe Miete denn selten verbringt man seinen Urlaub am Bahnhof oder hat direkt dort geschäftlich zu tun. Zudem, empfinde ich die Bahn als nach wie vor extrem unpünklich. Die 2x im Jahr die ich mit der Bahn fahre, gibt es immer irgendwo eine Verspätung, beim letzten mal waren es 30 Minuten mit verpassten Anschlußzug.

Ich denke auch Bahn und Auto sind zwei Zielgruppen. Die Argumentation Bahn ausbauen um die Strasse zu entlasten hat noch nie funktioniert. Es sollte beides ausgebaut diskutiert werden ohne zu Lasten des anderen zu gehen