Wie weit ist Tesla der Konkurrenz voraus? (Teil 2)

Genaugenommen verdienen Versicherungen am meisten mit der verzerrten Wahrnehmung der Menschen, was Wahrscheinlichkeiten anbelangt!

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…also so ganz stimmt das nicht, eine gute und „schlagfertige“ Finanzsparte kann eine Belastung sein, aber auch ein Asset. Ich sehe im Leasingbereich schon erheblichen Nachholbedarf bei Tesla, wenn mal die Fördersituation etwas anders ist. Momentan sind fast alles Käufer, weil Weiterveräußerungsgewinne oder ein niedriger Wertverlust erwartet werden, aber das muss nicht immer so sein.
Eine gute „Finanzsparte“ kann schon einen Wertbeitrag leisten. Ich sehe hier noch Aufholbedarf bei Tesla, wobei sie da aufholen und man z.B. in der Tesla App tägliche Ablöseangebote bei Leasing einholen kann. Das ist innovativ und da sind sie vorn so wie ich mir das von Tesla wünsche.

Das ist auch kein Cabrio. Der kommt zunächst mit Dach, evtl. irgendwann mal als Targa.
Aber hey, wenn dieses 2020 dann kommt, schaue ich ihn mir mal an.
Tesla sollte anfangen Elon-Zeit-Kalender zu verkaufen…

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Ja nun, irgendwie muss man ja vom Chipmangel profitieren.
Nicht, dass die da am Ende noch ein Geschäftsmodell draus machen. Ich hab immer Angst davor, dass so ein findiger Zahlendreher aus der Finanzabteilung auf die Idee kommt, künstliche Verknappung könnte den Gewinn steigern. Habe schon genug von der Sorte Schüsse ins Knie gesehen, bei Autoherstellern. Ich sag nur „das beste Geschäft, das jemals jemand mit Elektroautos machen wird“…

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Langlaufende Anleihen von VW rentieren eher so um die 3%. Die sind stabil. Die nahe Null sind sehr kurzlaufende Anleihen, die können aber auch sehr schnell steigen, vor allem vor dem Hintergrund der aktuellen Inflationsphantasien.

Und ob die die ganzen Leasingrückläufer in zwei Jahren noch los werden, wird eine spannende Wette.

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Jein: Ab Fruehjahr 2022 kommen die ersten Model 3 aus dem Leasing raus. Und rate mal, wer in seinen Leasing Bedingungen die Uebernahme von Leasing-Fahrzeugen verboten hat? :wink:

Kurz: bei Tesla kommt ab ca. Mitte diesen Jahres eine weitere Einnahmequelle hinzu (die meines Wissens nach niemand eingepreist hat). Aber es ist natuerlich voellig richtig, dass Tesla hier weit weniger Autos verleast hat, als die anderen Autohersteller. Und es ist weiterhin voellig richtig, dass diese Entwicklung niemand vorhersehen konnte. Tesla hat damals den Kauf der Autos verboten, weil sie eine Menge Gebrauchtwagen fuer das autonome Tesla-Network haben wollten…

Ansonsten: Ford & Co. sind gestiegen, weil Ford BEV-Plaene vorgestellt hat, nicht, weil die Leute denken, dass die Leasing-Ruecklaeufer ein bombiger Deal sind…

Das ist natuerlich eine Gefahr. Aber das geht nur, wenn sonst niemand liefern kann. BMW ist schon wieder auf „vor-Corona-Niveau“ - da wird der Druck bei den anderen steigen, auch wieder mehr zu liefern…

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Versicherungen leben davon, dass viel passieren könnte. Je grösser das versicherte „Risiko“ (*), desto grösser das Geschäft. :wink:

(*) Und Versicherungen versichern natürlich nur zu Bedingungen, bei denen sie erwarten, weniger zahlen zu müssen als sie einnehmen.

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Die Versicherungsdebatte ist hier eigentlich OT, daher ist dies mein letzter Beitrag dazu, und ich fasse mich kurz. :slight_smile:

Das Prinzip von Versicherungen ist es, sich gegen schwere Schäden zu versichern, die einen Einzelnen ruinieren würden, die aber nur mit einer geringen Wahrscheinlichkeit tatsächlich eintreffen. Man schafft eine große Solidargemeinschaft, die solche großen Schäden tragen kann und in den seltenen Fällen, wo sie eintreffen, dann auch tatsächlich trägt. Das Versicherungsunternehmen organisiert diesen Apparat nur. Dabei entstehen natürlich Kosten, und na klar will man auch einen Gewinn machen. Kosten und Gewinn sind aber Peanuts im Vergleich zu der Höhe der abgesicherten Risiken.

Versicherungsverträge, die nur geringe Schäden versichern, widersprechen diesem Prinzip. Sie sind unnötig: der Kunde kann solche Risiken auch selbst tragen. Es kann quasi aus Prinzip keine gute Idee sein, so etwas abzuschließen. Leider gibt es trotzdem diverse Produkte dieser Art.

Sind umgekehrt die zu versichernden Schäden so groß, dass die Solidargemeinschaft sie gar nicht schultern kann, so können sie seriöserweise nicht versichert werden - selbst wenn das Eintrittsrisiko minimal ist. In solchen Fällen tritt der Staat auf den Plan, vielleicht flankiert von einer gedeckelten Absicherung durch ein Versicherungsunternehmen. Oder, noch besser, man vermeidet von vorneherein das Risiko an sich, falls möglich. Paradebeispiel für solche prinzipiell unversicherbaren Risiken ist die Kernenergie.

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Eigenkapitalquote VW: 21,07 % (Stand Ende 2020)
Eigenkapitalquote Tesla: 42,62 % (ebenfalls Ende 2020)

Drehe und wende es, wie Du willst, Tesla hat einfach mehr Geld in der Kriegskasse und gleichzeitig muss VW einen enormen Transformationsprozess stemmen.

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Das stimmt nicht ganz so: Ein großer Teil der „Schulden“ liegt daran, dass die VW-Bank Fahrzeuge für Kunden finanziert hat. Die VW-Bank ist eher nicht die Bank, bei der Kunden Einlagen halten, sondern wo sie Schulden haben, um Autos zu finanzieren. Ob eine Zinssteigerung für VW ein Problem ist, hängt davon ab, wie sie sich refinanziert haben.

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Google Ausgaben für Forschung und Entwicklung 2020: ca. 27,5 Mrd. $
Apple Ausgaben für Forschung und Entwicklung 2020: ca. 21,9 Mrd. $
VW Ausgaben für Forschung und Entwicklung 2020: ca. 15 Mrd. €
Ford Ausgaben für Forschung und Entwicklung 2020: ca. 7,1 Mrd. $
Tesla Ausgaben für Forschung und Entwicklung 2020: ca. 1,5 Mrd. $

Tesla tut gut daran eine prall gefüllte Kriegskasse zu haben. Um mit den Autokonzernen auch nur annährend mitzuhalten brauchts noch ganz viel Investitionen. Von den Tech-Unternehmen reden wir lieber erst gar nicht, sonst ist die Kriegskasse nach einem Jahr leer :wink:

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Klar, aber 21 % von 10 sind halt in absoluten Zahlen mehr als 42 % von 1.

Sorry, aber ich geb’s auf.
Hier kannst Du dir in kurzer Übersicht die Zahlen anschauen.

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Ford und VW müsen ja auch noch die ganzen Verbrenner weiter entwickeln. Alleine die Umstellung aller Fahrzeuge auf Euro 7 kostet ein Vermögen.

Und dann dutzende Varianten des gleichen Konzepts für die ganzen Marken.

Ob das alles sinnvoll ausgegebene Geld ist, kann man durchaus bezweifeln.

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Und, was nutzt es? :wink:
Die Diskussion hatten wir ja schon ein paar Mal… Das Tesla so extrem kapitaleffizient ist, sollte kein Arguement gegen Tesla sein.

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Für mich ist Dein Beitrag oder die Versicherungsschutzdebatte nicht OT, ich finde den wertvoll.

Ich bin eher dankbar für Erklärungen, die mir jemand aus seinem Fachbereich zur Verfügung stellt.

Zum anderen kann das Thema Versicherungen bei Tesla schon ein Fortschritt sein.
Wenn Beiträge aufgrund personenbezogenen Fahrzeugdaten erhoben werden können, zahle ich in Zukunft nicht mehr die Totalschäden der jugendlichen tiefer, härter, breiter Fraktion.

Die tatsächlich gefahrenen Kilometer, gepaart mit der Umgebung können dazu schon aufschlussreich sein.

Tesla hat da noch viele weitere Werkzeuge im Programm, welche andere Hersteller nicht haben.

A.K

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Oje, den Gaul reitest du aber auch schon eine Weile. Dass man mit den 15Mrd. bei VW vor allem Entwicklung in ICE und teure Prestigeobjekte finanziert, interessiert dich nicht wirklich. Dass Tesla gerade 2 Fabriken für zusammen mind. 10Mrd. hochzieht, auch eher nicht.

Edit sagt: @SebastianR und @MacAxel waren schneller.

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F & E in tote Technik und eine sehr große Bilanzverlängerung sind bei VW Probleme. Dasselbe EK mit weniger Schulden und einer höheren EK Quote wäre eben besser.

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Ja, absolut faszinierend, wie viel mehr Tesla mit 1,5 Milliarden schafft als VW mit dem Zehnfachen.

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Völlig richtig. Im Sinne des Threads konnte man argumentieren: Tesla ist der Konkurrenz voraus, da sie bei Elektrofahrzeugen mit weniger F&E-Ausgaben mehr Return of Investment herausholen. Allerdings weiß ich bei VW nicht genau, wie hoch der Anteil der Ausgaben für die Elektromobilität ist.

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Du hast ja völlig recht, Du argumentierst mit dem absoluten Eigenkapital, und ich kontere mit der Eigenkapitalquote :wink:

VW ist nun mal viel größer als Tesla, also müssen sie mehr Eigenkapital haben, dürfen mehr Schulden haben. Sie können und müssen auch mehr als Tesla investieren, aber sie haben eben auch andere Belastungen (Rückbau der Verbrennerproduktion, aber auch vorläufig noch Weiterentwicklung der Verbrenner).

Ursprünglich war die These mal: VW hat mehr Geld als Tesla, also können sie in der Entwicklung den Vorsprung von Tesla in der Elektromobilität problemlos in kurzer Zeit aufholen. Und da würde ich weiter dabei bleiben, dass dieser Umstand doch etwas komplexer ist und es nicht nur auf das absolut verfügbare Kapital ankommt.

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