Impressum / Datenschutz Forumsregeln
TFF FORUM TFF E.V. SUPERCHARGE-ME
TFF Forum

Wie oft/intensiv darf man Supercharger nutzen

Eine Alternative wäre es für TESLA einfach die Autos günstiger und ohne die Tank-Flat zu verkaufen.
Und dann den Strom eben fast zu Selbstkostenverbrauch verkaufen, ich denke das dürften so knapp 10 Cent/KWh sein?
Für den TESLA-Besitzer wäre das günstiger als wenn er Zuhause lädt, und TESLA könnte höhere Umsätze machen und den Strom noch günstiger einkaufen.
Die Idee dass sich TESLA den ganzen Abrechnugs-Verwaltungskram mit der kostenlosen Nutzung spart ist ja super.
Aber ich möchte auch nicht TESLA schädigen weil ich 500 mal im Jahr volllade…Und die Abrechnung könnte einfach per Bankeinzug gehen, ohne dass man irgend eine dämliche Karte am SC benutzen muss…

Schonmal auf die Stromrechnung geschaut?
2,05 Cent /kWh Stromsteuer
6,17 Cent /kWh EEG Umlage
~ 4,63 Cent /kWh Netznutzungsumlage

12,85 Cent /kWh ohne MwSt und ohne das der Preis für den Strom da drin wäre.

Wenn die Erbsenzähler wüssten, dass sie, nur um umsonst statt zu Hause zu laden, ihre Lebenszeit an der SuC-Säule vergeuden :laughing: , dann würden sie auch den Strom zu Hause bezahlen und ihre so gewonnene Zeit glücklich verbringen (denn den Stinker-Tankstellen brauchen sie schon jetzt sich nicht mehr auszusetzten).

Nach 22 Monaten kann ich sagen, dass es bei mir genau 4 Wo (mit Buch im Auto) gedauert hat, um das zu erkennen und nicht stromgierig zu werden. Allerdings bin ich zu 80% auf Langstrecke unterwegs mit 2 bis 3 SuC-Stops, und da lade ich auch nur so viel um großzügig zum nächsten SuC zu kommen. Termine müssen ja auch geschafft werden…
Mein nächster SuC ist 38km oder eine halbe Stunde entfernt, da kommt man auf keinen Extra-Trip-Gedanken :wink:

Deshalb hoffe ich, dass die SuC-Nutzung so bleibt, wie gekauft, nämlich umsonst. Ansonsten hätte Tesla ein riesen Image-Problem und die Schlacht der Presse wäre gigantisch…

Gruß conni

Sehe ich exakt genauso. Sollte aber dennoch jedem selbst überlassen werden. Wichtig finde ich aber, dass alle supercharger mit „maximale Parkzeit 30 Minuten“ Schildern ausgestattet werden, wie ja teilweise schon der Fall.

Das steht nicht für die „ladenden“ da sondern für die Stinker, die dort 30min parkend verbringen dürfen…

laden ist also nicht parken?
maximal 30 min. laden wäre ja auch unter Umständen zu wenig…

laden ist laden
parken ist parken

oder
kein kabel angeschlossen ist parken
oder
kabel angeschlossen aber nicht laden ist parken
oder
fertig geladen ist parken

oder
nur laden ist laden :sunglasses:

Einspruch, denn genau genommen darf ich dann auch keine 40 Minuten dort laden, dafür darf aber jeder Verbrenner dort 30 Minuten die Stalls blockieren.

Die m. M. n. einzig richtige Beschilderung ist die Kombination aus Verkehrszeichen 283 und Zusatzzeichen 1026-60:

Wäre ein feines Bild aber: Hier und da sind die SuCs ja neben Bäckereien etc. Diese müssen soundsoviele Parkplätze vorhalten! Wenn nun aber zb 6 Stalls komplett als Parkplätze wegfallen haben die Geschäfte ein baurechtliches Dilemma. Deswegen ist das 30 Minuten Schild da…

Und genau deshalb gibt es die unterschiedlichsten Varianten an den SuC.
Bei einigen ist es optimal ausgeschildert, bei manchen gar nicht, andere wiederum bis max. 30 Minuten.
Und dann gibt es noch Mischformen, bei denen nur einige Stalls einschränkend ausgeschildert sind.

Tesla muss halt Kompromisse eingehen, um die Eigentümer davon zu überzeugen, dass ein SuC auf deren Gelände eine feine Sache ist.
Notfalls anfangs ganz ohne Exklusivrechte, später dann „teilweise leichte Einschränkung“, und irgendwann dann vielleicht/hoffentlich „exklusiv für ladende EVs“.

Lieber einen uneingeschränkten SuC, der später vielleicht eingeschränkt wird, als dass kein SuC errichtet worden wäre.
Vollständig mit Verbrennern zugeparkte SuC sind zur Zeit glücklicherweise noch die absolute Ausnahme.
Sollte ein SuC häufiger unberechtigt zugeparkt werden, versucht Tesla sich mit dem Grundstückseigentümer zu einigen, so dass zumindest ein paar Stalls „eingeschränkt“ werden, denn es ist ja auch nicht im Interesse von Tesla, dass deren Kunden (und Botschafter) immer öfter an einen zugeparkten SuC ankommen und dann womöglich ohne Strom dort stranden.

Aber jetzt wird es doch zu offtopic.

Stimmt, aber Laden ist eben nicht Laden. Weil bei einem Laden lade ich ja meine Ladung aus oder ein, das andere Mal belade ich meinen Akuu mit Ladung. Ersteres ist Laden, zweiteres leider nicht. Sonst würde ja ein eingeschränktes Halteverbot ohne Zusatzzeichen für Ladesäulen zum beladen des Akkus reichen. Letzteres ist aber natürlich gleichzeitig auch Ersteres, wenn ich gleichzeitig lade und lade. Und auch das mit dem Kabel ist so eine Sache, wenn man das Kabel nämlich nicht mehr zum Laden braucht, also dem „dann-nicht-mehr-Ladung-per-Stecker-in-den-Akku-laden“-Laden: dem induktiven Laden. :stuck_out_tongue: :wink:

Was übrigens ein ganz interessantes anderes Problemfeld aufwerfen könnte: wie erkennt man das aktive induktive Laden eines E-Fahrzeugs? Vermutlich nur an der Säule, wenn überhaupt?

Ich versuche mich des öfteren an Überschlagsrechnungen bezüglich der Supercharger.

Mit den aktuellen Daten sieht es so aus, als ob Tesla allein in Deutschland inzwischen mehr als 2500 Model S verkaufen konnte. Mal willkürlich etwa 100.000 Euro pro Fahrzeug angesetzt, macht das einen Umsatz von etwa 250 Millionen Euro.

Angeblich wirft so ein Fahrzeug eine Menge Gewinn ab, der z.B. in die Supercharger investiert werden könnte. Mal angenommen, der Gewinn wäre ungefähr bei 10%, dann könnte Tesla also 25 Millionen in den Bau und Betrieb des SuC-Netzes in Deutschland direkt reinvestieren. Um mit runden Zahlen zu rechnen, teile ich das dann mal auf ungefähr 50 Standorte auf, so dass pro Standort eine halbe Millione Euro für Bau und Betrieb zustande kommt.

An dieser Stelle verlässt mich nun meine Fähigkeit des Abschätzens, da ich keine Ahnung habe, wieviel der Bau und der Betrieb in der Praxis wirklich kostet. So eine halbe Million pro Standort kann also viel, wenig oder genau richtig sein. Falls es zuwenig sein sollte, könnte man noch den Gewinn von dem ein oder anderen Fahrzeug aus Norwegen dazu zählen, die hier auch mal am SuC anzutreffen sind. Eine ähnliche Überschlagsrechnung mit verkauften Model S und teilen durch die Anzahl der SuC dürfte für Norwegen ohnehin viel zu viel Gewinn ergeben. Aber vielleicht sind die SuC dort auch viel teurer.

Lange Rede, kurzer Sinn: ich sehe bisher keinen Grund für Tesla, irgendetwas bezüglich des kostenlosen SuC-Angebots zu ändern.
Ja klar, ein Teil des Gewinns könnte auch für SeC und Stores gebraucht werden.

MichaMeier: Bau wurde mal mit durchschnittlich 250.000 pro Standort angegeben.

@Kartoffelbrater: Tesla liefert Ökostrom am SuC. Die EWS Schönau geben ihre Einkaufskosten inkl. Steuern, Abgaben und Umlagen an mit 24,87 Cent pro kWh an. Dazu kommen bei den Superchargern noch die Netznutzungskosten, die u.U. deutlich höher sein können als der Preis der geladenen Energie.

@MichaMeier,
für Deine Überschlagsrechnung
die Fahrzeuglebensdauer wird Tesla vermutlich so um die 240.000 km (150 miles) veranschlagen,
für ihre Benzinkostenersparnis rechnet Tesla auf seiner Webseite mit 10% SuC Nutzung
daraus ergibt sich bei realistischen 215Wh/km => 5.160 kWh + Laderverluste und Ruhestrom der SuC sagen wir mal ~5.400kWh
mit den von TeeKay angegebenen 24,87 Cent /kWh + ~5,47 Cent/kwh Netznutzung wären das 1.640 € über die Fahrzeuglebensdauer bei den heutigen Stromkosten.
Hinzu kämmen selbstverständlich die Ladeinfrastruktur selbst (Montage, Wartung, Reparatur).

Bei 100% SuC-Nutzung wären dann also Betriebskosten von rund 20.000 Euro anzusetzen (240.000 km finde ich etwas wenig, wenn die ersten nach 2 Jahren schon 200k geknackt haben).

Da nicht jeder 300.000 km und 100% SuC schaffen wird, sehe ich da auf absehbare Zeit kein Problem mit ausgiebiger SuC-Nutzung. Nur frei machen nachdem die Ladung abgeschlossen ist, wie schon oft erwähnt wurde, wäre sehr nett, um die Infrastruktur verfügbar zu halten.

Ich selbst liege so schätzungsweise bei weniger als 1% SuC-Nutzung, wenn ich mal so die letzten fast anderthalb Jahre Revue passieren lasse. Muss mal mit dem Chef reden, ob ich nicht mehr Urlaub bekommen kann. :smiley:

Auch hier wieder: Wer 240.000 oder 300.000km fährt, wird auch mit Unfällen und Defekten konfrontiert werden, an denen Tesla mit relativ hohen Ersatzteilpreisen und absonderlich hohen Stundensätzen (135 Euro + Umsatzsteuer = 160€ = 50-60% teurer als BMW, obwohl Tesla eigentlich keine Leerzeiten mit den Preisen finanzieren muss) profitiert. Sie kommen schon auf ihren Schnitt, egal ob man 100% oder 10% am SuC lädt.

Dazu kommen gesparte Werbeaufwendungen. Während andere ein werbetechnisches Dauerbombardement veranstalten, hat Tesla nur ihren Twitter-, Facebook- und Youtube-Account sowie ihre Kunden. Das gesparte Geld kann auf die SuCs umgebucht werden.

Im 1. Halbjahr 2013 gaben die Autohersteller in Deutschland 1.100 Mio Euro für Werbung aus. Bei 1,5 Mio Neuzulassungen im gleichen Zeitraum entspricht das 733 Euro Werbeausgaben pro Fahrzeug. Meiner Meinung nach fehlen da noch die erheblichen Sponsoring-Aufwendungen. Die sind in der Grafik nicht enthalten, so dass die Ausgaben eher unterschätzt sind.

VW: 200 Euro pro Fahrzeug
Mercedes: 630 Euro
Ford: 720 Euro
Renault: 1380 Euro
Open: 530 Euro

Das Werbebudget war damals aber rückläufig! Na gut, dafür war es nur das erste Halbjahr. :wink:

Du hast ja recht. Ich wollte mit meinen Überschlagsrechnungen nur für mich mal nachvollziehen, wie dunkel die Zukunft für Tesla und ihre kostenlose Ladeinfrastruktur aussieht. Und siehe da, die aufgeblendeten Frontleuchten am Model S scheinen dunkler zu sein, wenn der geneigte Leser versteht, was ich damit ausdrücken will.

Nein, ich meine nicht, dass das Licht am Model S nicht hell genug ist.

  1. Ich finde es sensationell, jemandes kaufmännische Kalkulation in Frage zu stellen, der zu dem Privatvermögen gekommen ist, wie Elon. :smiley:

  2. Wie bereits erwähnt, gibt Tesla gegen 0 für Marketing aus, im Vergleich zu den anderen Konzernen. Die SuC sind als solche aber auch eine Werbung, denn der Name wird bis zu 8 Mal ins Auge fallen, insbesondere ( und das ist das Gute) denen die keinen MS haben.

  3. Ich weiß nicht, wie es Euch geht, aber ich lerne beim Suchargen Leute kennen, die sich an der Tanke nen feuchten für mich interessiert hätten. Denen gegenüber erzähle ich wiederum stolz von meinem Laden (PV Anlagenbau etc) und gleichzeitig werbe ich für das tolle Fahrzeug. Nen günstigeren Vertrieb können die nicht finden! Egal wie oft Du laden gehst. Und unterschätzt nicht die Werbewirksamkeit des zufriedenen Kunden!!! Da muss ein Verkäufer dreimal soviel labern und kostet selbst auf Provisionsbasis Geld für Abrechnung etc.

Also entspannt Euch, Elon hat größeres vor, als SuCStrom zu verkaufen. Ich wette er arbeitet bereits an einem Konzept, wie er die entnommenen kWh zurück liefern kann :wink:

Und vergesst bitte nicht, dass kaum ein anderes Land so bescheuert hohe Strompreise hat wie Deutschland. Nicht nur Fahrer, welche den SuC wenig nutzen, sondern auch Fahrer in anderen Ländern subventionieren die wenigen deutschen Stromsammler. Das Verhältnis jener, die die SuC oberhalb der Kalkulation nutzen, zu allen anderen, dürfte zu Gunsten von Tesla stehen und auch lange so bleiben. Wieso Fahrer von alten Teslas einst fast ausschliesslich an SuC laden werden, leuchtet mir auch nicht ein. Die Zeit eines Gebrauchtwagenfahrers hat vielleicht einen geringeren Stundenansatz als die des Neuwagenkäufers, aber wertlos ist sie deswegen nicht. Auch Gebrauchtwagen werden nach dem Einsetzen der Faulheit (sofern möglich) zu Hause geladen.

Letztens hatte ich mich mit einem Tesla-Fahrer am SuC Kamen unterhalten.
Er sagte mir, dass er zuhause die Möglichkeit hat, an CEE16 zu laden, aber er lädt lieber am SuC, da es kostenlos ist.
Er würde aber nie auf die Idee kommen, am SuC zu „parken“. Sobald er genug im Akku habe, fahre er immer direkt weg (oder parkt um).