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Wettereinfluss auf Reichweite

Hallo zusammen,

Ich lese jetzt schon einige Zeit im Forum mit, da ich mich dazu entschlossen habe meinen Verbrenner durch ein E-Fahrzeug zu ersetzen. Ich warte grad gespannt auf das M3.

Die NEFZ Reichweite entspricht bekanntlich nicht der Realität.
Viele Faktoren bestimmen den Energieverbrauch eines Fahrzeugs.
Das Wetter, Topografie, Fahrstil, etc.

Betreffend Wetter wäre ein Worst Case z.B. die Kombination von Winterwetter, Regen, leichtem Gegenwind und Fahrt auf der AB bei 120.
Frieren will ich nicht und irgendwann will ich ja auch ankommen [emoji6]

Wieviel % Reichweite gehen da drauf?
Wie gross ist der Wettereinfluss tatsächlich?
Wie sind da Eure Erfahrungen?

In einem anderen Thread hatte ich von einen i3 Fahrer gelesen der im Winter nur noch 100km weit kommt - das wären etwa 40% weniger Reichweite!

Viele Grüsse
Martin

Frieren musst du um Model S nicht - egal welches Wetter draußen ist. Viel entscheidender ist und bleibt der dem Wetter angepasste Fahrstil. Auf der TESLA Homepage kannst du die Reichweite bei Geschwindigkeiten bis 120km/h und unterschiedlichen Temperaturen vergleichen. Die Werte passen nach meiner Erfahrung sehr gut (für Langstrecken).
Ich habe im Schnitt im ersten Sommer 202wh/km gebraucht und im ersten Winter 209wh/km. Damals gab es noch keine so dichte SUC Infrastruktur und ich bin im Schntt sicher langsamer gefahren als heute. Momentan liegt mein Schnitt im Sommer eher beo 210wh/km und im Winter bei 220wh/hm.
Im reinen Kurzstreckenverkehr kannst du bei -10Grad locker auf 400-450 wh/km kommen - aber da spielt die Reichweite ja auch keine wirklich entscheidende Rolle…

Es kommt drauf an…
Kurzstrecke mit vielem Aufheizen kostet mehr Reichweite als Langstrecke bei gleicher Temperatur.
Ob Du vorheizt oder nicht Schneematsch oder trocken, windig oder nicht spielt alles rein.

Da man aber morgens immer voll starten kann, wird Dir zu 100% das EV reichen :slight_smile:
Beim Verbrenner musst Du irgendwann tanken, das entfällt normalerweise.
Deshalb kommen viele auch mit nem i3 im Winter klar :slight_smile:

Gruss

Mario

Der Wettereinfluss ist gewaltig, von 350km Reichweite bei 140km/h (+40°C, Rückenwind) bis zu 260km Reichweite bei 120km/h (-8°C, Schneematsch) reicht meine persönliche Schwankungsbandbreite.

Das ist bei den Verbrennern übrigens nicht anders, nur kümmert man sich da nicht so drum …

Habe die gleiche Erfahrung gemacht, wie bei " acpacpacp " .

Ich habe mein MS noch nicht so lange, dass ich echte Wintererfahrung vermelden kann.
Als es noch warm und trocken war fuhr ich mit 200-210 Wh/km im Schnitt.
Jetzt, wo es kalt, windig und regnerisch ist, habe ich einen Schnitt von 235 Wh/km.

Spitzenwert lag sogar mal bei 450 Wh/km, als ich abends bei strömenden Regen durch den innerstädtischen Berufsverkehr nach Hause wollte.
Stop-and-Go, meist nur Schrittgeschwindigkeit (Schlange an einer Ampel), max. 25 km/h (zwischen den Ampeln).
Als ich dann endlich die Autobahn erreichte, sank der Verbrauch (seit Fahrtbeginn) rapide auf letztendlich 230 Wh/km.

Auf der Autobahn fahre ich in der Regel mit TACC/AP 130 km/h.
Bei Sauwetter entsprechend langsamer (und manuell), bei optimalen Bedingungen gerne auch mit AP 150 km/h.
Und wenn es mich mal überkommt und die Wetter- sowie Verkehrslage es zulässt: Pedal to the metal :smiling_imp:
(Letzteres ist im Ruhrgebiet leider recht selten möglich.)

Fazit:
Die hier im Forum häufig zitierten 20% Mehrverbrauch passen (im Schnitt) recht gut.
Häufig liegt der Mehrverbrauch etwas niedriger, manchmal kann er aber auch etwas drüber liegen.

Mit der Trip-Anzeige auf dem Main-Screen hat man aber auch als EV-Anfänger immer eine „Beruhigungstablette“ gegen die Reichweitenangst.
Die Reichweitenangst verfliegt mit einem MS jedoch recht schnell, da man mit der Trip-Anzeige sehr genau planen kann.
(„Wow, noch soviel Rest am Ziel? Dann kann ich ja auch richtig Stoff geben!“ :laughing: )

Das sind ca. 25% weniger Reichweite. Also bei einem Verbrenner ist mir das noch nicht aufgefallen. Statt 600 km nur 450 km wegen niedrigerer Temperatur und Schneematsch.

Beim Model S ist mir das klar, auf Grund der fehlenden Abwärme des Motors für die Heizung…aber beim Verbrenner? Ist das nicht sehr subjektiv, Tesla positiv ausgedrückt? [emoji6][emoji8]

Nein, die Geschwindigkeit ist real bei Verbrennern ebenso relevant. Ich habe mal meinen IS-F in Belgien mit max. 110 bei 8,5L bewegt über 200km, normal waren es in DE eher 15L.

Die wirklich hohen Verbräuche bekommt man in der Regel nur auf Kurzstrecke hin wo mich der Verbrauch aber auch nicht wirklich interessiert. Auf Langstrecke ist der Verbrauch bei extremen Wetterbedingungen natürlich höher. Man kann aber jederzeit falls es notwendig ist die Parameter Geschwindigkeit und Heizung soweit reduzieren das das kaum einen Unterschied zum normalen Verbrauch ist. Wie gesagt nur FALLS es notwendig ist. Da die SuC inzwischen so gut plaziert sind ist mir auf Langstrecke der Mehrverbrauch egal. Stehe ich halt 10 Minuten länger am SuC

hallo Martin, hallo Tesla FahrerInnen,

ich fahre ja das ganze Jahr, in Std- Modus habe ich im Sommer 270 bis 300 km Reichweite (ca. 70% Autobahn, seit März 2014 Jahr 64000 km) je nach Fahrweise. Im Winter bei Schnee, Regen, Kälte, Dunkelheit, also Licht, Heizung, Scheibenwischer, bei ca. 100 km Geschwindigkeit komme ich nicht unter 240 km Reichweite, also ca. 15% weniger, bin damit sehr zufrieden, bin aber sehr defensive unterwegs, also keine wilden Überholmanöver, usw.
man gewöhnt sich mit einem E-Auto ohnehin eine andere Fahrweise an, so war es bei mir zumindest, früher bin ich gebolzt, heute will ich mich ständig in der Reichweite übertreffen, für mich gibt es ohnehin nur mehr ein E-Auto, meine Investition in meinen Roadster habe ich noch nie bereut, im Gegenteil, Freude pur

lG und viel Freude mit euren E-Autos
Bernhard

Klar ist die relevant. Aber deine über 15 Liter waren ja bestimmt dann auch nicht bei 20 kmh dauerhaft mehr. [emoji6]

Aktueller Erfahrungswert aus dieser Woche:

Norddeutschland (Hamburg, Bad Bramstedt, Itzehoe…, Temperaturen morgens -8°C, tagsüber um -4°C, Innenraumheizung 20°, Fahrer-Sitzheizung an, kein Range-Modus)

  1. Tag: Hamburg, wenige km Autobahn mit 100km/h, Rest Stadtverkehr, diverse Stopps bei Kunden, Batterie bei Start voll, aber nicht temperiert, Strecke gesamt 85km
  2. Tag: Hartenholm, Bad Bramstedt, Itzehoe, meist Landes- / Bundesstraßen als max. 100km/h, ein paar km Autobahn mit ca. 120 km/h, Batterie bei Start kalt, mit Ladestand vom Vortag (nicht nachgeladen)

Gesamtfahrtstrecke beider Tage = 225km, Akku-Restladung am Ende des zweiten Tages = 15%

Hochgerechnet komme ich also unter diesen Bedingungen noch auf ca. 260km.

Ich finde das nicht schlecht, zumal mein Akku dringend mal wieder balanciert werden müsste, der Wagen zeigt bei 100% nur mehr 452km Reichweite an (was nicht angehen kann…) und ich eben ohne Rücksicht auf den Verbrauch gefahren bin. Außerdem ist zu berücksichtigen, dass ich an beiden Tagen nicht die Strecken nonstop sondern mit Pausen bei meinen Kunden gefahren bin, der Akku also immer wieder abgekühlt ist (wenn auch nicht auf Außentemperatur).

Die Kilometer Anzeige hat nichts mit der tatsächlichen Kapazität zu tun. Wurde im Forum schon ausgiebig diskutiert. [emoji1]

Mal abgesehen von der Heizung sehe ich keine physikalischen Gründe, die beim Verbrenner nicht auch gelten würden.

Aber die Denke ist eine andere, niemand überlegt sich beim losfahren wieviel Reichweite er noch hat aber jeder weiss wieviele Liter auf 100km geschluckt werden.

Beachtet man die Tatsache, dass man im Winter nicht so schnell fahren sollte, ist das Wetter für die Reichweite ein nicht besonders großes Problem. Eher kommt man später an. Dein Titel sollte also eigentlich heißen Wettereinfluss auf die Fahrgeschwindigkeit. Und das trifft dann für Verbrenner und Elektroautos gleichermaßen zu und wir könnten dir nichts neues erzählen

Auch im Winter kann man schnell fahren, denn es hängt nicht von der Jahreszeit ab, sondern von den Witterungs- und Verkehrsbedingungen. :smiling_imp:

Bei kaltem, nassem oder verschneitem Wetter würde ich auch mit 10-30% Mehrverbrauch rechnen gegenüber dem Optimum im Sommer/Frühling/Herbst auf Mittel/Langstrecke. also ca. 220-250 Wh/km.
(bei max. ~130km/h).

Kurzstrecke dann eher 240 - 320 Wh/km, Reichweitenmodus macht viel aus. Wenn Off funktioniert die Heizung aber besser.

Über Silvester fuhren wir in die Berge, Auto mit Familie und Dachbox Thule. Hinweg 230km, Rückweg 280km, ca. 0-5°C, Autobahngeschwindigkeit 120km/h max. Durchschnitts - Verbrauch hin und zurück: 250Wh/km.

Bei ähnlicher Nutzung hatte ich in der warmen Jahreszeit auf 20.000 km einen Verbrauch von 205 Wh/km. Die letzten 4.000 km in der kalten Jahreszeit komme ich auf 234 Wh/km. Meine Garage ist einseitig offen, also kalt, vorwärmen vor Abfahrt mache ich praktisch nie.
LGH
Sorry für die Einmischung, bin erstmals aus Versehen bei den „Roadstern“ gelandet. Ich bitte um die Kontonummer für die Kaffeekasse :blush: .
LGH

Also das wird nun sehr off topic, aber welchen Grund sollte es geben, wieso ein Verbrenner -in dem oben genannten Beispiel - bei geringerer Geschwindigkeit und geringerer Außentemperatur 20-30% Reichweite einbüßen sollte?

Bin jetzt kein Vielfahrer mit 2 Mio Kilometern Erfahrung. Aber 500.000 km werden es schon sein. Da ist es mir noch nie passiert, dass ein Auto soviel weniger Reichweite als üblich hatte. Außer bei Bleifuß auf der AB. Sonntags nachts zum Kreuzfahrtschiff nach Kiel. [emoji317]

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Ich glaube wir müssen alle bezahlen.

Es geht zwar nicht um den Roadster, aber wir sind tatsächlich im Roadster Forum. Ein Dank an den Themenstarter…[emoji6]