Westküste USA (Model 3 Long Range von Hertz)

Der eine oder andere hat vielleicht meinen Thread Model Y empfehlenswert für USA-Westküstentour? gesehen.
Hier soll es um meine Erfahrungen mit dem Model 3 an der Westküste (dass es dann statt dem Model Y geworden ist) gehen, aber natürlich auch ein bisschen um die legendäre Westküsten-Tour. Ich war schon das ein oder andere mal dort, immer mit etwas anderen Prioritäten.
Spoiler: Das Model 3 sollte sich als Vorteil gegenüber dem Model Y erweisen, aber dazu später mehr. :slight_smile:
Wir waren vom 10.9. bis zum 28.9. dort und hatten viel Spaß mit dem Model 3.

Gebucht haben wir es bei Hertz für ca. 1092 € als Prepaid-Rate (Prepaid kann im Fall der Fälle gegen eine Stornogebühr von 45$ storniert werden). Man spart ca 50$. Im Vorfeld des Urlaubs war der Preis von von 1450 € auf dieses Niveau gefallen. Ich habe zwar im Voraus gebucht, konnte aber durch hin- und herwechseln von Model 3 zu Y zu 3 von den Preissenkungen profitieren. 20 % Rabatt gab’s über eine Mastercard Gold (egal von welcher Bank - ich habe die von Advanzia). Durch die kostenlose Registrierung als „Hertz Plus Gold Member“ gibt es weiteren Rabatt. Wäre der Dollar nicht so stark, gäbe es hier sicher noch bessere Deals. Zum vergleichbaren Verbrenner, den ich sonst genommen hätte betrug der Preisunterschied ca. 150 €. Die haben wir sicher durch die geringen Stromkosten wieder herausgeholt. Ja, die Mietwagenpreise sind leider alle aktuell sehr hoch - nicht zu vergleichen mit der Vor-Corona-Ära. Das betrifft nicht nur Tesla bei Hertz.

Fazit: Würde ich jederzeit wieder machen und sogar meine Freundin fand’s gut. :smiley:

In LAX ohne Verspätung und ohne Flugdrama angekommen ging es mit dem kostenlosen Shuttlebus zu Hertz. Durch die Registrierung konnte ich dort den Express-Schalter direkt am Eingang nutzen. Um 21:00 war dort allerdings nicht mehr viel los, sodass bestimmt beides keinen Unterscheid gemacht hätte.
Die Mitarbeiter dort waren sehr freundlich. Man hat wohl ne Weile nach meinem Model 3 LR gesucht. Auf dem Parkplatz standen einige M3. Vielleicht waren das SR…
Nach einer Weile lieferte man mir das M3. Guter Zustand, Odometer: ca 24.000 Meilen. SoC ca. 85%. Merkwürdigerweise ist das Handschuhfach mit einer PIN versehen. Ob das Absicht war, keine Ahnung. Ich glaube das kann prinzipiell jeder Mieter gewesen sein? :thinking:
Ich habe dem Fahrzeug eine Valet-PIN spendiert, nach der ich beim Wechsel auf den Valet Mode gefragt wurde. Die konnte ich auch einfach vergeben. Die Software wurde nicht speziell für Mieten angepasst.

Spacig, ohne Kennzeichen vorne. Das ist in Kalifornien eigentlich Pflicht, wird aber wohl meist geduldet. Interessant, dass das Autovermieter auch so durchziehen.

Der J1772-Adapter fürs Level 2 Charging war dem UMC nicht beigelegt, anders als von Hertz beschrieben. Das habe ich allerdings erst später gemerkt. Das heißt es kam nur das SuC-Netzwerk und Destination-Charger in Frage. Der Ladestecker in den USA ist ja proprietär. Vielleicht wurde der irgendwann seitens Tesla nicht mehr mitgeliefert oder aber jemand hat ihn entwendet…

Es gibt CCS Type 1 (zur Nutzung mit den Tesla-Plugs gibt es hier einen Adapter, der aber recht teuer ist und separat bestellt werden muss), J1772 (das Pendant zu unseren Typ-2-Steckern) und mit dem UMC können normale Haushalts-Steckdosen genutzt werden. Die Geschwindigkeit mit dem UMC ist aber aufgrund der technischen Gegebenheiten niedriger als in Europa.

Fürs Handy hatte ich mir eine E-Sim von Airalo geholt mit großzügigen 11 GB Datenvolumen. Mein Plan, da das M3 keine Premium Connectivity hat: WLAN-Hotspot wie Zuhause für Netflix und Spotify nutzen. Denkste… Der Hotspot funktioniert im Tesla ohne Probleme, zieht aber Unmengen an Daten. Ich konnte die GB purzeln sehen, obwohl ich bereits vorab bei meinen Bekannten alle Updates runtergeladen und installiert hatte. Das Auto hatte ein erweitertes Kommunikationsbedürfnis… Dann also nur Musik via Bluetooth…

Was nervig war: Man hat keinen Zugriff auf die App. Vorklimatisieren und co ist also nicht. Die Nutzung der Zugangskarte hat in etwa den Komfort eines alten Schlüssels ohne Funkverbindung. Keep Climate On war unser bester Freund.

Die Abrechnung der Ladekosten erfolg 1:1 über die Weiterreichung der von Tesla gemeldeten Kosten auf der Endabrechnung.

Unsere zwei großen Koffer und Rucksäcke passen super in den Kofferraum, Verpflegung etc hatten wir im Fußraum hinten.

Ab geht’s zu unseren Bekannten…

Die einzelnen Legs folgen in den folgenden Beiträgen.

Die Stats der Miete (Verbrauch / Kosten) findet ihr unten in meinem letzten Reisebeitrag.

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Los Angeles und Umgebung:

Ich merke wie gut es sich anfühlt ein gewohntes Auto (auch in einer fremden Umgebung) zu fahren.

Auf der Fahrt zu unseren Bekannten stelle ich fest, dass der Mindestabstand bei 2 liegt, also probierte ich im fließenden Verkehr kurz aus, wie weit ich den Tempomaten hochdrehen kann: 85 mph.
Es ist also ein 2022er M3 mit Tesla Vision. Zu dem Zeitpunkt gab es das Update bei uns glaube ich noch nicht, aber es kam ja kurz darauf auch zu uns.
Witzigerweise konnte man das Fahrzeug auch auf metrische Einheiten umstellen. Dann lag die max. Geschwindigkeit bei 140 km/h, was ja ca. zwei mph mehr sind. Da wir aber imperial units nutzen und alle Angaben auch immer in miles/feet sind, entschied ich mich wieder auf imperial zu stellen. Die höchste zulässige Geschwindigkeit auf dem gesamten Trip liegt ohnehin bei 75 mph (in Nevada und Arizona). Ich fahre immer 5 mph drüber um nicht von den einheimischen getötet zu werden, aber auch kein Ticket zu kriegen.

Erster SuC in Glendale in der Nähe von Bekannten, gegenüber von In n Out Burger - wir sind nicht reingegangen, ist aber wohl zu empfehlen. Der Laden wird sehr gehyped. Unsere Bekannten haben uns aber gut versorgt, also wars nicht nötig. :slight_smile::
Bei 20% gab’s 140kw. Fühlt sich nach einer LG-Ladekurve an.

Zu diesem Zeitpunkt gab’s die zeitbasierten Tarife in Deutschland noch nicht. In Los Angeles halbiert sich der Preis um 22:00 von 0,58$/kWh auf 0,28/kWh. Nach 22:00 ist dann für einige Stunden Rush Hour an den beliebten SuC. Wir waren um 0:30 dort und es war proppevoll. Der halbierte Preis entfaltet seine Wirkung. :sweat_smile: Beim Blick auf die SuC auf der Karte erschließt sich folgendes Konzept:

In den großen Metropolen halbieren sich die Preise. In etwas „kleineren“ Städten manchmal auch früher schon. Das früheste war in Las Vegas. Da war die Happy Hour schon ab 19 Uhr wenn ich mich recht erinnere.

An den nicht so beliebten/ländlicheren SuC auf der Durchreise ist der Preis pro kWh ein Mittelwert zwischen dem Happy Hour-Preis in den Städten der Region. Dort gibt es keine Happy Hour. In der direkten Westküsten-Region war er also 24/7 bei 0,43 / kWh. Uns hat das ganz gut gepasst, da wir meist sehr spät abends angekommen sind und während der Ladezeit noch schnell was gegessen haben. Der Tag war schließlich voll mit Programm und die günstigen kWh konnten wir für den nächsten Tag gut gebrauchen. Auf der längeren Durchreise gab es dann den etwas milderen 24/7-Preis.

Hier ist die SuC-Welt noch in Ordnung, keine Strompreisabzocke.

Es gibt in LA einige SuC in Parkhäusern, wo man zusätzlich noch das Parken zahlen muss. Sollte man wissen, wenn man nur auf der Durchreise ist… Steht aber auch im Kleingedruckten.

Kleiner handlicher Stecker für den Supercharger. So viel handlicher als unser bulky CCS-Stecker. DIe Downside ist natürlich, dass man für alles andere als Tesla einen Adapter braucht. Allerdings munkelt der ein oder andere YouTuber, dass es Probleme mit Überhitzung gibt. Davon haben wir tatsächlich nichts gemerkt. Wir haben uns meist aber nicht im sehr niedrigen SoC-Bereich bewegt. 250 kw haben wir nie gesehen. Könnte aber auch am vermuteten LG-Akku liegen.

Haben zwei Tage in Los Angeles verbracht (Santa Monica, Venice, Hollywood, Griffith Park etc.), nächster Stop: Morro Bay.

PS: Model 3/Y sieht man hier wenig überraschend wie Sand am Meer.

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Los Angeles - Morro Bay

Nochmal eine Runde über den Mulholland Drive und weiter geht’s Richtung Morro Bay. Hier gab’s nen Strandtag an der Malibu State Lagoon. Grüße an Charlie Harper.

Vorbei an den ersten schönen Ansichten des Küstenhighways CA-1:

Über einen Zwischenstopp beim SuC in Goleta. Super SuC, gegenüber die CCS1-Ladepunkte von Electrify America. Viele Restaurants, Shops und ein Kino. Auf dem Platz gab’s Live-Musik.
Bei der Hitzewelle (tagsüber fast 40 °, laue Nächte) konnte man es auch bei Wüstenklima nachts/abends sehr lange gut im Shirt aushalten. Laue Nächte mit Tiefsttemparaturen von 22 - 24 Grad sind hier eigentlich eher nicht die Regel. Auch nicht im Sommer - sagen unsere Bekannten.

Bei uns gab’s zu den 250 kw vom SuC Burger und ein IPA zum Dinner:

Später noch ein Stopp am SuC in San Luis Obispo (Madonna Inn), um in Morro Bay am nächsten Tag noch genug SoC zu haben. Hier gab’s V2 und V3 SuC. Die waren auch entsprechend markiert. Ich glaube die sind dort nicht so einfach zu unterscheiden wie bei uns:

Spät in der Nacht Ankunft in Morro Bay. Beim Hotel gab’s leider (wie bei den meisten Hotels, die wir gebucht haben) keine Lademöglichkeit. Unsere Planung stand schon bevor wir uns für Tesla entschieden haben.

Am nächsten morgen gab’s das typische Ami-Frühstück. Don’t try this at home…

Dori haben wir hier nicht gesehen (Morro Rock):

Vom Ort selbst hatten wir nicht viel - wir sind gleich weiter Richtung Highway #1, da uns noch einiges an Programm erwartet

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Morro Bay - Highway #1 - Salinas - Richmond - San Francisco

Elephant Seal Viewpoint - begleitet von den nie endenden lauten Rufen der Seelöwen

Jetzt nicht zu stark auf’s Gas latschen. Geht ziemlich tief nach unten… 40 % noch übrig, die bringen uns von hier locker nach Salinas.

Kurzer Zwischenhalt am SuC in Big Sur. Hier gibt’s nen SuC-Typ den ich hier zum ersten Mal gesehen habe. Es gibt auch nur 72 kw:

Dann aber gesehen, dass es auch einen freien Platz am DeC gibt.

Also kurz ins dortige (sehr teure/schicke) Hotel/Restaurant für eine Erfrischung. Bei unserem SoC brauchten wir eh nicht viel. 11kw gab’s hier.

So endet der Tag :slight_smile:

Am Ende des Tages noch ein Stopp in Salinas. Hatten noch 20%, also ganz entspannt. Riesiger Platz mit vielen Einkaufsmöglichkeiten. Also haben wir den Ladevorgang für ein bisschen Eigenversorgung im Walmart genutzt. Die typische Styropor-Kühlbox, die wir zur Eis-gestützten Kühlung unserer Lebensmittel nutzen wollten, schien es in keinem Walmart mehr zu geben. :frowning:
Hier rächte sich auch, dass wir die Entfernungen unterschätzt haben. Obwohl es so aussieht, als wäre der Walmart direkt beim SuC, mussten wir doch eine ganze Ecke laufen, sodass wir am Ende fast 100% hatten. RIESIGER Commercial Space.
Angekommen beim AirBnB noch das dortige WLAN genutzt um das berühmt berüchtigte 2022.36.x-Update zu installieren.

Am nächsten Tag gab’s noch Pebble Beach (17 Mile Drive):

Und Monterey - So viele Seals auf einen Haufen habe ich noch nie gesehen:

Angekommen am AirBnB in Richmond (auf der Fahrt dorthin passierten wir das Tesla HQ in Fremont) zeigten sich jeden Abend andere tierische Begleiter:

Und Waschbären… :sweat_smile:

Unser Stamm-SuC in Richmond hatte einen Supermarkt und einen DeC, aber nur 150 kw. Ab 22:00 Happy Hour.

Weiter geht’s mit San Francisco

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San Francisco - Muir Woods - Jamestown - Yosemite

Erster Tag in SFO. Wir haben kurz überlegt in SFO mehr mit den Öffis zu machen und das Auto mal stehen zu lassen. Vom Airbnb in Richmond ist man aber 1,5 - 2 Std unterwegs. Mit dem Auto sind es 30 Minuten. Also leider wenig praktikabel.
Richmond haben wir aus Kostengründen ausgewählt. SFO ist von den Übernachtungskosten her nicht gerade günstig. Parken in SFO ist einfacher und günstiger als man denkt wenn man sich ein bisschen informiert.
Dann wären da noch die Mautbrücken. Eine Überquerung Richtung SFO kostet über die Oakland Bay Bridge 7$. In die andere Richtung wird nichts berechnet. Zurück haben wir gerne die Golden Gate Bridge genutzt. Die Überfahrt ist halt noch mal spektakulärer und aus der Stadt raus ist diese auch kostenfrei.
Fürs Parken kann ich die App „SpotAngels“ oder auch „Parkopedia“ sehr empfehlen. Man bekommt eine Übersicht über alle Parkregulierungen der Stadt und sieht wo und wie lange man kostenlos stehen darf. Es sind natürlich auch die Kosten für „metered parking“ erfasst. Da wir nicht AC laden konnten aufgrund des fehlenden J1772-Adapters haben wir hier nicht weiter geschaut. Es gibt aber auch kaum on street AC charging. Mir ist es zumindest nirgends aufgefallen. Wir haben fürs Parken in SFO tatsächlich nichts gezahlt.

Die Bezahlung der Mautbrücken ist auch mit einem Mietwagen einfach. Es gibt keine Mautstationen, nur Kameras für Kennzeichenerfassung und Transpondererfassung. Als Tourist erstellt man einen „License Plate Account“ bei Fastrak und hinterlegt sein Kennzeichen und seine Kreditkarte. Hier kann man auch gleich ein Enddatum der Registrierung festlegen, damit man es nicht vergisst und sich der nächste freut. Mit der Registrierung lassen sich auch andere Fastrak-Services wie z.B. Fastlanes auf dem Freeway nutzen. Das haben wir aber nicht gemacht.
Die Freeways in den Metropolengebieten haben oft sogenannte HOV-Lanes für „Fahrgemeinschaften“, die man ab 2, manchmal auch ab 3 Personen pro Fahrzeug nutzen darf. Im Stau (und es gibt oft Stau) ist das schon ein Vorteil. Als Pärchen profitiert man hier natürlich. Das Problem ist hier: Hält man sich ans Tempolimit (+5 mph) reagieren die Einheimischen teilweise recht aggressiv. Die Lane wird gerne für 10 - 15 mph mehr genutzt.

Als Amerikaner mit Elektroauto (auch einige andere Antriebsarten) kann man sich auch einen HOV-Sticker bestellen, welcher dann hinten auf das Fahrzeug geklebt wird. Damit darf man die HOV-Lane auch nutzen wenn man alleine fährt. Als Tourist ist das natürlich keine Option. Aber meist ist man ja ohnehin mindestens zu zweit unterwegs. :slight_smile:

Also geht’s über die Oakland Bay Bridge - fünfspurig pro Richtung bewegen wir uns mit der morgentlichen Blechlawine (das Wort ist untertrieben) in die Stadt hinein. Den Verkehr kennen wir ja auch schon aus Los Angeles, aber es ist immer wieder erstaunlich was für ein unfassbares Ausmaß der PKW-Verkehr annehmen kann.

Da wir nicht viel Zeit für die Stadt selbst hatten, haben wir uns am ersten Tag für den beschilderten „Scenic Drive“ entschieden. Solche „Scenic Drives“ gibt es in mehreren großen Städten. Man fährt an einigen Sehenswürdigkeiten vorbei.

Erster Stopp - Twin Peaks

Golden Gate Bridge mit obligatorischer Wolke

Zwei Minuten später war die natürlich Bay-Area-typisch wieder weg, das Bild spar ich mir aber jetzt, das hier ist schöner (Aufnahmeort China Beach):

Ich befinde mich auf den Spuren der „Grand Ruby“, die im Februar 2021 mit meinem M3 genau an diesem Ort vorbeifuhr. :wink:

Kurze Kaffeepause am Strand - am Java Beach Cafe - süßer kleiner Laden. Die Inflation macht auch keinen halt vor Kaffee, 7 - 8 $ für einen Cappucino sind aktuell keine Seltenheit.

Das letzte GGB-Foto, ich schwöre!

Die Lomard Street muss man natürlich auch einmal befahren haben

So sehen die Straßen von SFO oftmals aus, sehr steil runter, sehr steil hoch. Regen macht hier Freude. Auf einer Straße konnte uns Regen aber tatsächlich nicht mehr zum Stillstand bringen. Interessant, auch das hat Grenzen (die man als Hamburger sonst nie zu Gesicht bekommt). :wink:

Ab nach Hause über die GGB (ja okay, noch eins…)

Am nächsten Tag erwartete uns das hier:

Im Vorfeld konnten wir einen der wenigen zeitlich unbegrenzten und kostenlosen Parkplätze an der Straße vorm Pier 33 ergattern, wo das Schiff nach Alcatraz abfährt. Hier hat uns SpotAngels den Arsch gerettet. Sonst hätten wir wahrscheinlich irgendwo ein Vermögen für eine Garage gezahlt.

Nach Alcatraz schlendern wir über die Fishermen’s Wharf.

Für die Nerds unter euch und alle anderen: Unbedingt das Musée Mécanique ansehen. Eine einzigartige Sammlung von Spielautomaten und Konsolen aus vielen Jahrzehnten. Hier konnte ich auch meine inzwischen ggü dem Euro massiv im Wert gestiegenen Dollar-Quarter aus dem letzten Urlaub loswerden. :wink:

Im Anschluss bringt uns das Cable Car zu unserem Sa-Abend-Dinner in der Cheesecake-Factory am Union Square

Meine Freundin wollte sich von den langen Wartezeiten nicht beirren lassen… Wir haben 90 Minuten gewartet.

Am nächsten Tag verließen wir SF wieder (ja, es gibt noch mehr Fotos von Sehenswürdigkeiten - aber die sprengen hier den Rahmen :slight_smile:). Dieser Klassiker hier darf natürlich trotzdem nicht fehlen:

Ab nach Muir Woods. Leider hat uns hier schlechtes Wetter erwischt. Im Wald ist der Regen aber nicht so dramatisch und kreiert zwischen den uralten riesigen Bäumen seine ganz eigene Atmosphäre:

Auf dem reservierungspflichtigen Parkplatz von Muir Woods gibt es einige J1772-AC-Ladepunkte die man ebenfalls gegen einen sehr geringen Aufpreis reservieren kann sofern man natürlich einen Adapter hat. Die waren bei uns aber ohnehin ausgebucht.

Am Abend geht es weiter nach Jamestown, wo uns der einzige Hotel-DeC auf unserer Reise erwartet. Hier konnten wir 11kw kriegen. Dachten wir zumindest. Das wäre uns sehr gelegen gekommen, da wir nur noch 20% SoC hatten. Am nächsten morgen stellten wir leider fest, dass der Ladevorgang nach 3% abgebrochen wurde. :frowning:
Gut, geschenkter Gaul und so - ist dann natürlich aber schon nervig. Das hat uns weitere 45 Minuten Ladezeit am SuC in Groveland beschert. Ich wollte für den Nationalpark 100%, da wir nicht AC laden konnten und ich kein Risiko eingehen wollte.

Schickes Oldschool-Western-Hotel (hieß schlicht Jamestown Hotel). Aktuell aufgrund des Personalmangels als One-Man-Show betrieben. Frühstück gab es daher auch keines. Damit muss man wohl in der aktuellen Zeit rechnen. Immerhin gab’s Kaffee mit Milchersatz yay.

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Yosemite - Bishop - Death Valley - Las Vegas

Vor der Abfahrt nach Yosemite nochmal kurz ABRP gecheckt. Mit dem SuC in Groveland schaffen wir es locker bis zum SuC nach Bishop. Trotzdem wollte ich ihn auf nahe 100% bringen. Man weiß ja nie - und im Park gab es für uns keine Möglichkeit. Wir fahren ja auch nicht straight durch, sondern machen noch die ein oder andere Detour.

Kurz an einer Tanke gestoppt um nochmal Luft und Wasser aufzufüllen und Bekanntschaft mit diesem eigenartigen Gerät gemacht (bisschen unscharf): Ein mechanisches Luftdruckmessgerät der anderen Art (vllt bin ich einfach zu jung dafür). Hat aber gut funktioniert. Die BLE-Sensoren der Reifen liefern ja keine Echtzeitwerte. Die Mitarbeiter dort waren nett und haben mir alles erklärt.

Groveland: Netter kleiner SuC. Max. 120 kw. Anbindung per Starlink-Antenne. Einzig Wifi könnte Tesla den SuC mal spendieren. Es wird zwar immer Wifi angezeigt, ist dann aber ein Hotel oder Restaurant in der Nähe, dessen Wifi nicht bis zum Auto reicht. Bisschen witzlos.

Die Ladeweile konnten wir uns mit dem kleinen nett eingerichteten interaktiven Museum vertreiben. Trat man an das Haus heran wurde die Story zum „Jail“ erzählt und die Puppen bewegten sich. Zudem gab es nett gestaltete Außenanlagen mit Platz fürs Picknick. Wir haben uns mit Sandwiches aus dem örtlichen „Mar-Val-Store“ eingedeckt.

Mit 95% SuC geht’s weiter.

Eindrucksvolles Mahnmal am Eingang zu Yosemite, das vom kürzlichen Waldbrand zeugt (und das war nicht die einzige Stelle):

Es ging erstmal ins Yosemite Valley, wo wir uns am Visitor Center beraten lassen wollten, was wir mit der wenigen Zeit am besten anfangen konnten. Wir hatten aufgrund der exorbitant hohen Hotelpreise (300$+ für annehmbare Unterkünfte) nur diesen einen Tag dort.

Wir haben uns für den Vernal Falls Trail entschieden, da man dort den einzigen Wasserfall zu der Jahreszeit sehen konnte. Der Trail ist auch sehr empfehlenswert:

Nix zu Essen im Auto liegen lassen, oder… :wink:

Weiter ging es über den nebligen Tioga Pass Richtung Bishop. Wir haben einen eigentlich unnötigen Zwischenstopp am SuC in Mammoth Lakes (entspannte 30% SoC left) eingelegt aufgrund von Hunger und weil in Bishop schon alles zu hatte. 120 kw max. Auf dem Weg hat uns die nervige Scheibenwischerautomatik auf die Palme gebracht, die bei Nebel die trockene Scheibe gewischt hat und sich aufgrund des aktivierten Autopiloten, der uns auf dieser kurvigen Strecke entlastet hat (der Autopilot darf hier deutlich krassere Kurvenradien fahren).
Mehrfach wurde außerdem automatisch aufgrund schlechter Sicht die ohnehin schon niedrig eingestellte Geschwindigkeit reduziert (entsprechende Meldung im Display).
Zudem durfte ich hier auch das erste mal die Zwangs-Fernlichtautomatik von Tesla Vision erleben, die absolut nicht funktioniert und immer bei Aktivierung des AP ausgeschaltet werden muss.
In Mammoth Lakes haben wir es uns einfach gemacht und bei Dominos online einen Pizza Deal geodert (8$ pro Pizza, egal welche Größe). Yummy.

Meine Freundin fiel tot ins Bett und ich nutzte am Abend noch die Zeit mal die Musik laut aufzudrehen am unspektakulären SuC von Bishop um noch ein bisschen was in den Akku reinzuprügeln.

In Bishop waren wir im Bishop 395 Inn, einem typischen amerikanischen Motel mit schickem Bergpanorama. Schnörkellos und funktional, für die eine Nacht super.

Death Valley entwickelte sich leider zu einer kleinen Katastrophe. In den Tagen vor unserer Ankunft gab es wohl eine weitere Flash Flood welche die Durchfahrt von Westen nach Osten unmöglich gemacht hat. Gut, dass ich nochmal nachgeschaut habe.

Die einzig mögliche Route war also wie folgt:

ABRP sagte dazu Folgendes:

Phew, bisschen knapp für meinen Geschmack. Die Mesquite Flat Sand Dunes waren nicht drin - dafür reichte die Reichweite schlicht nicht. Mehr als das obige ging also nicht. Meine Freundin bestand darauf, dass wirs durchziehen. Also, ab geht’s.
Dafür hatte ich aber auf dem Stück nach Beatty meinen Spaß. Sehr schöne kurvige Bergstraße. Ideal um das M3 mal ein bisschen auf Temperatur zu bringen. Die kalte Zeit war aber ohnehin vorbei. Das Thermometer zeigte in Bishop schon am Morgen über 30°. Gut, dass wir am Abend zuvor schon unsere „Sommersachen“ parat hatten.

SuC Beatty: Der einzige SuC auf der Strecke nach Las Vegas, sonst weit und breit kein Charger. Und die Strecke ist ja kein Katzensprung. Hier sollte Tesla noch nachlegen. Neben dem SuC gab es noch einen ABB-Charger und zwei AC-Charger von Chargepoint. Das war genug um den Highway „Electric Highway“ zu nennen.

Für die Ladeweile gab’s diesen auf gefühlte 10 ° runterklimatisierten Shop.

Will jemand?

In der Nähe ist auch das

Tesla ist etwas optimistischer, was den End-SoC angeht. Wir werden sehen.

Beim Zabriskie Point angekommen mit 70% SoC, schonmal 4% weniger als ABRP voraussagte. Bei 37° wärmten wir erstmal die Pizza von gestern auf:

Dafür gab’s diese unwirklich Szenerie hier:

Weiter zu Dante’s View. 48% SoC hatten wir hier noch.

Auf dem Weg nach Las Vegas hatten wir in der Wüste noch einige Phantombremsungen aufgrund von Fata Morganas. Es werden immer kurz LKW erkannt und stark abgebremst… Gut, dass das in Deutschland kein Thema ist!
Das Ende vom Lied: 11% SoC am SuC beim South Las Vegas Blvd. Und hier kommt der Punkt wo’s mit dem Model Y vermutlich eng geworden wäre! Die Route hätte man mglw. nicht geschafft!
Mit dem Essen des lokalen Panda Express machten wir es uns erst mal im Auto gemütlich. Mjam. Orange Chicken!
Wie immer zur Happy Hour bis auf den letzten Stall (waren 10) gefüllt. Entsprechend gab’s für uns auch nur 74kw. 0,23$/kWh zahlt man hier ab 18 Uhr.
Der SuC ist direkt bei einem Outlet-Center. Die Läden hatten zu, als wir da waren. Tagsüber kann man hier bestimmt auch noch mal Zeit verbringen.

Sonderkonditionen beim örtlichen Juwelier:

Drei Nächte verbringen wir ab hier im Signature at MGM Grand. Sehr empfehlenswertes Hotel. Für 120$ pro Nacht bekamen wir eine sehr großzügige Suite mit Whirlpool, Aussicht und Valet Parking. Wir waren unter der Woche dort. Es gibt theoretisch J1772-Charging in der Garage vom MGM.
Ich versetzte den Tesla also in den Valet Mode (was der genau macht hab ich nichtmal nachgelesen), vergab eine PIN und übergab es dem Valet Driver, der unsere Sachen anschließend aufs Zimmer brachte, was wir mit einem großzügigen Trinkgeld belohnten.

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Las Vegas - Zion - Grand Canyon West - Lake Havasu

Nach der Ankunft im Signature wollten wir noch eine „kurze“ Runde auf dem Strip drehen. Zumindest bis zum Bellagio sind wir vorgedrungen. Die Distanzen sind ja auch hier größer als man erwarten würde, obwohl man nur durch Casinos läuft. Auf die Straße geht man im „neuen“ Las Vegas tunlichst nicht.

Am nächsten Morgen wurde uns aus dem Hotelzimmer folgende Ansicht geboten. Wet Republic Pool (wo bekannte DJ-Größen Pool-Partys schmeißen), Flughafen (den man wirklich absolut nicht hört) und hinten die Berge.

Da zeigt sich das eigenartige Cliché der Amerikaner über uns Deutsche. Top Automat. Gezockt haben wir tatsächlich nicht viel, da wir davon keinen Plan hatten und auch die Idee der Wahrscheinlichkeit nach einfach Geld ans Casino zu verschenken irgendwie abstoßend fanden.

Übrigens: Wenn ihr könnt schon im Vorfeld außerhalb von Las Vegas Geld abheben. Ihr braucht selbst in der heutigen Zeit im Casino Cash zum Spielen. In den USA gibt es ja diese Unart mit der Surcharge beim Geld abheben. D.h. es wird sowohl die Bank geschröpft (das bekommt ihr nicht mit) als auch ihr mit der Surcharge die einfach on top zum abgehobenen Geld mit berechnet wird. Außerhalb von Las Vegas kostet das so um die 3$. In Las Vegas selbst zahlt ihr meist bis zu 10$!

Es ist schon cool durch die ganzen Casinos zu laufen. Die teure/aufwändige Einrichtung lässt auf einiges an Marge schließen.

Party-Night im Mandalay Bay (Foundation Room) - ein Heineken für 15$:

Mit Freunden war ich auch schon mal im Omnia - damals hatte glaube ich Martin Garrix aufgelegt. Sehr coole Party.

Am nächsten Tag entschieden wir uns einen Ausflug zum Zion-Park zu machen.

Kurzer Stop in Mesquite (0,45$ / kWh 24/7) um, wie sich später herausstellte die letzten kWh vor der Rückkehr nach Vegas zu laden. In der Ecke gibt es ein paar SuC die direkt bei Casinos sind.
Das haben wir mit einer Runde Blackjack und einem einarmigen Banditen verbunden (insgesamter Einsatz 10$).

Angekommen im Zion NP - atemberaubende Landschaft!

Wir peilen den Canyon Overlook Trail an.

Nachdem wir uns erfolgreich einen der wenigen Parkplätze am Trailhead gesichert haben und einem kurzen Hike erwarten uns noch spektakulärere Aussichten.

Ein paar waghalsige Direkt-an-der-Klippe-Selfies später geht’s zurück zum Auto um bis zur Dämmerung noch ein bisschen durch den Park zu fahren.

Mit zwischen 95 und 100% (weiß ich nicht mehr ganz genau) in Mesquite losgefahren, skippten wir alle SuC auf der Strecke und schafften es bis zum SuC bei den Las Vegas North Premium Outlets, wo wir mit 2% ankamen. Gab ja genug Lademöglichkeiten für den Fall der Fälle in der Region, also halb so wild. Das Speed Limit war 75 mph und wir sind quasi mit 80 mph durchgefahren.
Danach ließen wir es uns in der örtlichen Cheesecake Factory gut gehen. Draußen lädt uns Tesla für günstige 0,23$ / kWh bis 100% (eine Stunde ist doch ganz schön knapp zum gemütlich Dinnern, vor allem wenn man keine App hat um den aktuellen SuC zu prüfen. Ich habe mir tatsächlich immer einen Timer gestellt).

Danach noch zur Fremont St Expreience (das alte Vegas):

Sehr cool. Es gab dort sone Art Fair mit Livemusik. Das große Overhead-Display und das entspannte Flanieren (endlich mal draußen und nicht in irgendwelchen klimatisierten Casinos) waren ziemlich cool. Parken konnten wir zu der Zeit auf den umgebenden Straßen kostenlos. Über unseren Köpfen gab es eine Zipline, die die Nutzer über die Köpfe aller unten wandernden Passanten fliegen ließ.

Nächster Tag: Abreise aus Vegas. Kurzer Stopp in Henderson (0,28$ / kWh 24/7) und Aufenthalt im örtlichen Casino.

Einsatz: 1$ - den ich natürlich verloren habe. :wink: Falls der SuC an einem Casino ist, sind die Toiletten übrigens immer top. Casinos sind da immer super.

Ein paar Windhosen später

geht’s erstmal weiter zum Hoover Dam.

Hier der Aussichtspunkt auf der Interstate 11 - es ist sogar mehr Wasser im Lake Mead als ich dachte.

Danach geht’s weiter zum Grand Canyon West. Wir haben uns für Admission Only, ohne Skywalk entschieden, weil die Bewertungen ziemlich abschreckten.

Die Aussichten - Grand Canyon typisch - spektakulär. Wenn ihr könnt (bei uns hat es leider nicht gepasst) würde ich aber immer den South Rim im Nationalpark wählen. Da gibt es einfach nochmal mehr zu sehen.

Weiter geht’s zu unserer Zwischenübernachtung in Lake Havasu, was überraschend cool war. Kurzer Halt am SuC in Kingman. Viel brauchten wir nicht.

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Lake Havasu - Joshua Tree - San Diego - Los Angeles

Unterwegs konnten wir die nächtlichen Temperaturen immer weiter klettern sehen. Bei der Ankunft in Lake Havasu (mit 45%) waren es 34°. Am Grand Canyon hatten wir tagsüber 26°.
Abends also noch kurz zum In-N-Out-Burger und die beleuchtete London Bridge ansehen, die ein reicher Amerikaner der Stadt London abgekauft hat und die im Anschluss an diesen Ort verschifft wurde (kann man sich nicht ausdenken).

Danach sind wir noch in diese coole Bar hier (Jeremy’s Juke Joint)

Viele Craft Biere, authentische Leute und Livemusik.

Nächster Morgen: Nach der Verabschiedung von unserem Gastgeber in Lake Havasu tat dieser uns noch seine politische Gesinnung mit den Worten „Have a nice trip - and f*** Joe Biden“. Nun gut… Nach einem kurzen peinlich angehauchten Lachen fuhren wir davon. Die Nacht war unruhig, die Klimaanlage unglaublich laut, aber ohne wären wir bei den Temperaturen ja gestorben.

Der Supercharger in Needles versorgt uns mit günstigen kWh (0,28$ 24/7). Die Route haben wir aufgrund der Route 66 gewählt. Vier Stalls. Alle belegt, als wir da waren. In der Tanke und auch bei allen anderen in der Umgebung gibt es leider keinen vernünftigen Cappucino. :frowning:

Unter gleißender Hitze :melting_face:, es waren 42°, begaben wir uns auf die Route 66.

Ob man damals schon EVs auf diesen Straßen hätte ersinnen können? :thinking:

Es ist hier fast gruseliger alsi im Death Valley, kein Empfang und unglaublich heiß. Als ich kurz ausstieg um den noch kühlen Orangensaft im Kofferraum zu trinken, hielt ein netter Amerikaner an um zu fragen, ob alles okay ist. Schön, was es für hilfsbereite Menschen gibt!

Hier habe ich mal eine Fata Morgana eingefangen (sowas verwirrt den Autopiloten ordentlichst)

Nächster SuC in Twentinine Palms (mal wieder ein Casino):

Weiter geht’s zum Joshua Tree Nationalpark

Jolla Cactus Garden:

…mit örtlich begrenztem Weltuntergang:

Was auch immer hier los war hat uns leider eine Stunde gekostet. Schien eine aufwändige Bergung zu sein. Ich hoffe es geht demjenigen gut.

Dafür verlieh die Dämmerung der Landschaft spektakuläre Farben:

Durch den örtlichen starken Regen wurden auf der Rückfahrt von einigen überspülten Straßen überrascht. Gottseidank haben wir AWD. Eine besonders krasse Stelle hat die Polizei abgesichert.

Es ist wieder Wochenende und wir fahren weiter Richtung San Diego. Damit das Ganze bezahlbar bleibt haben wir eine Wochenendnacht im Colton Inn verbracht und sind dann tagsüber nach San Diego rein. An dieser Stelle brauchten wir uns übers Laden keine großen Gedanken mehr machen.

Meine Freundin wünschte sich ein süßes Frühstück, aber ich hatte noch mit dem vielen fettigen essen zu kämpfen. Daher suchte ich mir die kalorienärmste Frühstücksmahlzeit beim Denny’s :sweat_smile:. Das Veggie Omlette ist tatsächlich auch ziemlich lecker, wenn auch trotzdem recht ungesund in Gänze. Insgesamt ist das amerikanische Essen eine Herausforderung für den deutschen Magen.

Das Wetter war super, daher wollten wir in San Diego mit einem Strandtag beginnen. Ab zur La Jolla Cove. Sehr schöner kleiner Strand mit sehr umsichtigen Lifeguards:

Begleitet von einigen Seals

ließen wir es uns am Strand gut gehen. Während die Air Force ihr Bestes gab uns zu unterhalten (mit waghalsigen Flugmanövern):

Übernachtet haben wir in Santee, einer kleinen gepflegten Vorstadt von SD

Der Blick von unserer Terrasse (und die interessante PV-Installation)

Am Abend fuhren wir zum SuC an der Fashion Valley Mall. Hier gab’s wieder Happy Hour ab 22:00 (0,28$ / kWh).

Interessantes Layout. Insgesamt 48 Stalls. Auf dem Bild rechts sind die City-Charger mit 72kw und links die 250kw Charger. Alle 250 kw Stalls randvoll und auch die 72kw Charger waren teilweise belegt. Um kurz vor 10 füllt es sich dort und um Punkt 10 werden wie choreographiert die Kabel eingesteckt. Wir taten es eben so:

Anschließend ein Essen + Spaziergang durch die Mall.

Am nächsten Tag waren wir im San Diego Zoo. Vor Ort gab es ein paar J1772 Charger:

Abends gingen wir im Gaslamp Quarter aus, nachdem wir in Little Italy eine riesige Pizza verdrückt haben

Interessante Folierung:

Kleiner Spaziergang durch den Balboa Park am nächsten Tag:

…und den Tag noch mal am Strand und mit einem Essen ausklingen lassen. Road-Tripping ist ziemlich anstrengend, daher gingen wir es am Ende relaxter an.

Hier noch ein mal Strand & Meer genießen. Mir war der Pazifik zu kalt, aber meine Freundin war als „echtes“ Nordlicht furchtloser (ich bin ja nur zugezogener Hamburger):

Pacific Beach

und das zugehörige Motel auf dem Pier (Motel-typisch konnte man auch hier den Wagen direkt vor dem Zimmer auf dem Pier parken):

Kreative Lösung um im Stand Sprit zu sparen:

… und zurück geht’s nach Los Angeles. Am Folgetag hebt unser Flieger um 15:30 ab und natürlich muss man zu diesen Zeiten ultra früh am Flughafen sein (war aber letztendlich garnix los - was einem niemand vorher sagt ist, dass der Schalter der Airline ohnehin erst zwei Stunden vor Abflug aufmacht).

Die letzte Nacht verbringen wir bei unseren Bekannten. In San Diego haben wir noch mal am SuC bei der Mall auf 100% aufgeladen und gegessen, sind dann nach Glendale gefahren und von dort nach LAX.

Man muss das Fahrzeug nicht voll geladen abgeben, wird aber darum gebeten mit einem SoC von mindestens 10% wieder anzukommen. Wir hatten 8%, was aber kein Problem war. An dem Tag war ziemlich viel los und die SuC voll und wir hatten auf dem Weg nach LAX keine Zeit zu verlieren. Die Rückgabe war unproblematisch. Man fährt auf das Gelände von Hertz, stellt sein Fahrzeug in eine der Rückgabe-Lanes. Ein Mitarbeiter kommt, nickt einem zu und man kann quasi direkt zum Flughafen-Shuttle gehen. Top. Bis auf den fehlenden J1772-Adapter habe ich an der Miete nichts zu bemängeln.

Im gesamten Tripmeter fehlen die ersten 48 Meilen. Der Verbrauch sollte aber trotzdem repräsentativ sein. Ich bin normal bis sportlich gefahren (max. 80 mph).

Insgesamt sind wir 3124 Meilen gefahren, was ~5028km entspricht.

Der Verbrauch entspricht 163,42 Wh / km. Ziemlich gut. Auf dem Freeway herrschen ja ohnehin für deutsche Verhältnisse meist Schleichgeschwindigkeiten, gerade in Kalifornien. Das macht sich natürlich bemerkbar.

Hier ein Auszug aus meiner Endabrechnung. Aus dem HTML habe ich meine persönlichen Daten entfernt:

Insgesamt haben wir 295,33$ an Ladekosten bei Tesla gezahlt. Unfassbar günstig. Abgerechnet wurden diese zum sehr traurigen Kurs von 0,9536, ergibt 309,70€.

Auf den km gerechnet haben wir für die Miete und den Strom 0,275$ gezahlt.

Und am Ende muss ich sagen, dass sich das Ganze selbst wirtschaftlich gelohnt hat. Die letzten Urlaube dort habe ich mit satt motorisierten Verbrennern bestritten (z.B. MB GLC300, Volvo XC60, Cadillac CTS). Daher könnte man folgende Vergleichsrechnung aufstellen:

3124 Meilen mit 10l/100km und 5,5$/Gallone = 730,48$ an Spritkosten. Die Ersparnis ist also mehr das doppelte! Für einen vergleichbar motorisierten Verbrenner hätten wir ggf. sogar mehr Miete gezahlt.

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Werde ich mit Spannung verfolgen.
Frage vorab: was kostet die Miete?

Habe ich oben hinzugefügt: 1092 € habe ich (Prepaid) gezahlt.

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Hattet ihr FSD?

Ich stoße immer auf Unglauben wenn ich Leuten empfehle Los Angeles nur kurz zu besuchen, weil die Stadt nicht sonderlich schön ist verglichen mit den coolen Gegegenden die sich sonst noch an der West-Küste tummeln.

Alles sehr interessante Orte, Yosemite war ich dann beim zweiten mal auch nochmal und es gibt immer was zu entdecken, auch die ganze Gegend um Bishop hat mir gut gefallen.

Zion fand ich mit den Shuttle Bussen ziemlich gut organisiert. Lake Havasu war 2017 neben Palm Springs der heißeste Ort der Reise im September. Ich glaube wir hatten da 47C° während es im Death Valley „nur“ 42C° waren. Das war das erste mal dass ich auf dem Asphalt meine Schuhsohlen gerochen habe. Wir waren auch die einzige Fußgänger da und ein Polizei-Auto hat angehalten und gefragt ob alles ok ist. Unverständlicher Blick als wir sagten wir gehen einfach nur spazieren. An der „London Bridge“ gibt es ein cooles Lokal wo man so selbstgbraute Biere verkosten kann. Das war ziemlich gut.

Joshua Tree habe ich auch bereits zweimal besucht. Ich finde es da gut gelößt dass man wirklich mit dem Auto alles bequem erreichen kann. Unbedingt am „Totenkopf-Felsen“ anhalten und ziemlich am Park ausgang wenn es in die Ebene runtergeht. Da ist so ein kleiner „Park“ den man gerne übersieht wo man durch so Kakteen-Pflanzen durchlaufen kann die aber giftig sind.

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Sehr schöner Bericht.
Wie groß war der Unterschied mit dem M3 dort im Verkehr mitzuschwimmen im Vergleich zu hier? Ich habe schon öfter gehört, daß auch der Basis-AP insgesamt besser in den USA funktioniert (rechts vorbeifahren ist erlaubt, VZE funktioniert usw.).

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Volle Zustimmung! Ich fand SFO 1000mal interessanter :+1: Man muss halt einmal selbst dort gewesen sein, um es beurteilen zu können.

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Wirklich toller Bericht und sehr schöne Bilder….

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Kein sorry. Das sehen hier unter Umständen auch andere so. Aber das ist nicht angemessen vom Ton her.

Dann hast du aber bisher nicht viel von Los Angeles gesehen. Es sei denn, du meinst nur Downtown L.A. Ich empfehle dir einen Besuch in Silver Lake, North Hollywood oder Pasadena.

@gauner1986 Danke für den tollen Reisebericht! Weckt viele viele Erinnerungen!

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Leider nein, nur den stinknormalen Autopiloten. Hertz bietet keine Zusatzoptionen an.

Bei uns war das Verhältnis 42 ° (36° um 1:00 nachts!) in Lake Havasu und 37° im Death Valley. Die 5° Differenz scheinen Standard zu sein. :wink:
Uns hat auf der Route 66 jemand gefragt, ob alles okay ist. Dort waren auch 42° und der Asphalt so heiß, dass man es kaum ausgehalten hat. Wir wollten natürlich ein Foto mit dem Route 66 Logo.
Finde ich super, dass es so viele hilfsbereite Menschen gibt. Wenn man dort liegen bleibt hat man ja auch innerhalb kürzester Zeit ziemliche Probleme. Mieser Handyempfang tut sein Übriges dazu.

Meinst du das hier?

Jeremys Juke Joint. Sehr cooler Laden. Da WE war hatten wir auch Live-Musik. War allerdings nicht direkt an der London Bridge.

Haben wir, allerdings war es dort auch so um die 40° heiß, weshalb wir leider nicht viel rumlaufen konnten… Ja, die Amerikaner lieben es die Natur mit dem Auto zu erkunden. Allenfalls kurz aussteigen und gucken. :wink:

Ja, es funktioniert subjektiv besser als bei uns. Es können engere Kurvenradien mit höherer Geschwindigkeit gefahren werden, Tempolimits werden zuverlässiger erkannt. Selten, dass es mal fehlerhaft ist. Man hat theoretisch mehr Zeit die Hände vom Lenkrad zu lassen. Auf der Autobahn fahre ich dort lange Strecken sehr entspannt nur mit dem Autopiloten ohne nur ein mal eingreifen zu müssen.

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ja genau…da werden Erinnerungen wach !

kann ich nur bestätigen. Unheimlich nette Menschen, insbesondere in den ländlichen Regionen, hilfsbereit und auf sympathische Weise neugierig. Irgendwie scheint einem auch auf der Stirn zu stehen „ich komme aus Deutschland“ und grade in Arizona und Utah waren auch viele die deutschstämmige Wurzeln hatten bzw. auch viele Männer die ein paar Brocken deutsch konnten weil sie in Deutschland stationiert waren.

Ich habe den Reisebericht fertig gestellt und noch Angaben zu Verbrauch und Ladekosten hinzugefügt. Viel Spaß beim Lesen!

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