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Wertverlust EAuto allgemein und Tesla im Besonderen

Wie seht ihr die Prognose? Mir geht es um die Planung, ich habe viele Autos gehabt, aber auch immer darauf geachtet zu verkaufen wenn zu großer Wertverlust droht…

Bisher war Tesla eher werthaltig, der Wertverlust war eigentlich relativ klein (wenn man die drastische Preissenkung 2019 mal weg lässt). Mir geht es auch bei potenziellem Neukauf darum, ob man least oder kauft…

Ich habe die Tage gelesen, dass gebrauchte EAutos sich schlecht verkaufen, ich vermute das liegt eher an der BAFA! Wenn diese ausläuft, dürfte der Wertverlust eher klein sein, was meint ihr?!

Schätzt ihr, dass der Wertverlust sehr hoch wird, weil es sehr innovative neue Dinge geben wird, die zudem im Neupreis günstiger sind, oder freuen sich eher Menschen, dass überhaupt Gebrauchte zu kaufen sind…

Ist Glaskugelleserei ist mir klar, eure Einschätzung würde mich dennoch interessieren.

Das liegt sicher auch an der Bafa. Derzeit. Aber sicher auch daran, dass Gebrauchtwagenkäufer das Risiko eines teuren Batterieschadens (noch) nicht einschätzen können und daran, dass viele auch von ihrer sonstigen Lebenssituation (noch) keine typischen E-Fahrer sind. Häufig fehlt zB ein Eigenheim mit der Möglichkeit, eine Ladegelegenheit zu schaffen.

Die skandinavischen Länder sind großer Abnehmer gebrauchter Stromer, insbesondere Tesla. Dort hast du praktisch 0 Wetverlust derzeit, da sie das Teil zu deinem Neupreis kaufen abzgl. evtl. Gebrauchsspuren. Unterm Strich könnte man einen leichten Gewinn einfahren.

Aber das Spiel mit dem Wertverlust ist eine große Zockerei, da es sich um einen vergleichsweise fragilen Gebrauchsgegenstand handelt.

Wenn du vor hast, dein Auto nicht länger als 1-2 Jahre zu fahren, dann solltest du keine Probleme haben (schau dir mal die Videos von @hotrodove an).

3-5 Jahre ist halt schon ein leicht spekulativer Zeitraum.

Ich persönlich bin kein Freund von Wertverlust in Betracht ziehen, da ich Autos generell länger nutze und nach 6-8 Jahren bisher immer einen angemessenen Verkaufspreis erzielt habe und der Preis der Nutzung über diesen Zeitraum immer günstiger als Leasing oder Langzeitmiete (zum selben Zeitraum) war.

Beim Tesla Model S hast du denke ich eine gute Marktübersicht, schau dir online die Preise für gebrauchte an mit dem gewünschten Alter des kfz und Vergleiche mit dem damaligen Neupreis.

Ich finde die gebraucht Preise aus verkäufersicht meist angemessen

Hmm, meine Glaskugel sagt:

Bisher waren eAuto-Gebrauchtwagenpreise hoch, weil Besitzer sie selten verkauften: Sie sind noch recht neu und es gab keine verbesserten Fahrzeuge. Das wird sich bei Tesla ändern, wenn die Model Y aus Grünheide kommen (viele werden vom Model 3 umsteigen) oder die neuen 4680er-Zellen verbaut und zu deutlich besseren Daten führen. Hinzu kommt der Preisverfall von Batterien bei Neuwagen der Gebrauchtwagenpreise drücken wird.

Gebrauchtwagenpreise werden bei eAutos dann erstmals nach unten gehen, aber bei Verbrennern wird dies viel schlimmer werden: Wer will die noch haben, wenn man damit nicht mehr in viele Städte rein kann und eAutos billig werden?

Bei Plug-In Hybriden wird es vielleicht noch schlimmer: Vermute, dass deren Batterien viel schneller verschleissen als in reinen eAutos wegen schlechter Batteriemanagementsystemen und sie öfter an Leistungsgrenzen geführt werden (z.B. 100% Aufladung).

Das Glaskugel-Fazit wäre dann: eAutos sind noch die wertstabilste Investition, aber in den Jahren vor uns mit viel technischer Innovation und Umgestaltung der Automobilbranche werden Fahrzeuge viel schneller veralten als in den letzten 20 Jahren. Dies wird die Attraktivität von Leasing - wenn die Preise ok sind - etwas steigern.

Ich selbst habe in M3 im Dezember 2019 erhalten und schon damit gerechnet, dass in 2021 der Gebrauchtwagenpreis unter Druck geraten kann. Gehöre aber auch zu denen, die Anfang 2022 vielleicht auf ein MY umsteigen werden. Finanziell sinnvoll ist das eher nicht.

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Ein Aspekt wird immer vergessen. Horst Lüning hat hier ein schönes YT Video gemacht. Wenn die Neupreise für E Autos, insbesondere Tesla stärker sinken sollten (und damit auch dein Wiederverkaufspreis) , hast du auch beim späteren Neukauf einen fin. Vorteil, der deine „Ersatzbeschaffung“ günstiger macht. D. h. dein künftiger neuer Tesla kostet zB 10k weniger, also darf dein gebrauchter auch 10k weniger einspielen, als du vielleicht heute kalkulierst.
LG Chris

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Auf Leasing würde ich dann aber auch nicht zählen, da die Leasingfirmen ja auch kalkulieren müssen und die höheren Wertverluste einkalkulieren werden.

Ein normales Auto ist und bleibt ein Gebrauchsgegenstand und ist keine zuverlässige wertanlage.

Ich habe die Tage gelesen, dass gebrauchte EAutos sich schlecht verkaufen

Stand Heute ist das definitiv falsch, Teslas gehen gerade zu extrem guten Preisen nach Dänemark, siehe auch Model 3 verkaufen (nach Dänemark)- Erfahrungen

Die riesige Nachfrage ist aber auch einer Gesetzesänderung zum 01.01.21 geschuldet. Danach bleibt der Preisvorteil bei Import für Dänen zwar teilweise bestehen, die Nachfrage wird also wohl nicht auf 0 gehen. Aber sehr wahrscheinlich nachlassen.

Alles Andere ist denke ich Kaffeesatzlesen. Letztendlich baut das gesamte Preisgefüge im Gebrauchtmarkt aktuell auf Gesetzeslagen in einzelnen EU-Ländern auf, daher ist es sehr fragil.

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Ich befürchte, daß der Wertverlust in 5 Jahren extrem sein wird, wenn die neuen Akkus wie angekündigt leistungsstärker und billiger sein werden.

Ist mir aber egal, ich plane mit 10 Jahren Nutzung und 250k Kilometer.

Naja ich habe ja nirgends von Wertanlage gesprochen. Dennoch gibt es extreme Unterschiede… mein Jimny z.B. den habe ich vor 3 Jahren und 23000 km für 15100 € neu gekauft, der wird z.T. baugleich für 17200 € gleich alt inseriert… das wäre dann eine Wertanlage… :grin:

Beim Ram bin ich gewohnt, dass ich auf 120.000 km und 4 Jahren „nur“ 15000 € netto verliere…

Mich interessiert ob ich das nächste EAuto lease oder wieder kaufe… darum mal so eine Anfrage, was ihr so denkt.

Unser Peugeot 3008 Hybrid war geleast, 18000 € wäre die Auslösung teuer geworden, zum Schluss hat das Autohaus den für 16000 inseriert… da haben wir überlegt ob wir den meinem Sohn kaufen… :laughing: will sagen, da kann man ja schon das eine oder andere falsch machen?!

@Oli_gibt_Gas,

interessantes Thema, daß du hier geöffnet hast.

Generell weiß ich nicht - und mit Tesla haben wir nur mit MX/MX Erfahrungen gesammelt.

Die Behauptungen (auch hier) zur großen Wertbeständigkeit können wir leider nicht bestätigen :sob: .

Der Wechsel MS 60D :arrow_upper_right: MX 90D nach 6 Monate und 20.000 km hat uns mit sehr viele Verhandlungen 44.000 EUR gekostet :nauseated_face:.

Der Preis vom MX 90D + 20" Slipstream-WR + Typ 2-Kabel lag bei haarknapp 132.000 EUR. Weitere 3.000 EUR (netto - minus Verkauf der 20") gingen für ein Satz 22" Referral-Räder drauf.

Dazu sollte man, um „Chancengleichheit“ zu haben wohl das Infotainment-Upgrade für knapp 3.000 EUR und CCS für 500 EUR (heute 299) zurechnen - machen wir es einfach und sagen 138.000 EUR alles in allem.

Wer heute ein soweit möglich identisches Fahrzeug (heute MX 100 LR+) bestellt, wird 99.570 EUR überweisen müssen. Da wird es, trotz kostenlose, fahrzeuggebundene SuC-Benutzung + Premium-Konnektivität, Sitzbezüge aus Echtleder usw. usf. sehr, sehr schwierig ein annehmbaren Verkaufspreis zu erreichen - auch in mein Geburtsland :denmark: .

Aber warum eigentlich auch wechseln :question: Das MX ist ein absolut einzigartiges Fahrzeug, und macht uns sehr viel Freude. Sicher, es gibt neue Alternative, die auch sehr attraktiv sind (jedoch leider keine von Tesla), aber keines von denen bietet diese wahnsinnig große Frontscheibe, der jede Fahrt zu ein Erlebnis macht, und keines von denen kann man mit NULL Ausgaben zum Laden, KEINE Suche nach Lademöglichkeiten usw. fahren.

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Hatte mein Model X auch mal zum Verkauf und habe noch die Mittelkonsole + das dunkle Holz und und und, was es so nicht mehr zu bestellen gibt.

Die Leute sind aber auch nicht bereit, 80 000 CHF dafür zu bezahlen. Sie suchen immer noch was günstigeres.

Habe mich nun entschieden, das Auto zu behalten, da es kein vergleichbares Auto gibt und das Auto rund um top ist.

Restwert spielt bei vielen noch eine grosse Rolle und finde diese bei meinen nach 5 Jahre angemessen. Da habe ich M3 gesehen, die fast den gleichen Restwert hatten, wie ein X.

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Bei Ove auf YT hab ich immer mal gern geschaut, wie die älteren Tesla gekauft/verkauft werden. Und der achtet immer auf die Leistung der Akkus. Ich würde dazu tendieren, dass der Wert eines gebrauchten E-Autos sich nach der Rest-Kapazität des Akkus richten wird. Wenn z.B. immer noch eine Reichweite von 450km (statt neu 500 km) angezeigt wird, dürfte es einen guten Preis erzielen. Bringt er dagegen nur noch 350 km, wird es anders aussehen. Das, was heute bei Verbrennern die km-Zahl ist, wird die Akkuleistung werden können.

Was ich mich Frage ob er, wieso immer auf den Preissenkungen bei Tesla hingewiesen wird.

Klar die Hardware wird bei Tesla und anderen E-Autos günstiger werden. Aber gerade im Fall von Tesla bleibt der Gesamtpreis gleich.

Soll heißen: Auto Hardware wird günstiger, Dafür der FSD teuerer. In der Summe ändert sich nichts.

Puh… naja da war halt die Preissenkung, die tut natürlich weh… ich habe für meinen MX100D 89000 € gezahlt, inkl. volles Potenzial für autonomes Fahren und für die 22" Aerofelgen, dann habe ich noch für 1800 € Winterreifen auf Felgen gekauft fertig… aktuell könnte ich ihn geschätzt für 83000 € verkaufen, das nenne ich einen coolen Wertverlust… :laughing:

Naja ich hatte das Glück den so günstig bei Tesla zu bekommen mit 398 km auf der Uhr…

Aber du hast vollkommen recht, warum verkaufen, ich will den gar nicht verkaufen, es geht mir mehr um zukünftige Investitionen… und um eine Auseinandersetzung wie ihr das seht. Würde der Tesla auf einen Schlag extrem an Wert verlieren, würde ich den vermutlich fahren bis er auseinander bricht oder ich zu tattrig bin…

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Das Preisgefüge der gebrauchten BEV hängt meines Erachtens mit den zukünftigen Rahmenbedingungen der Gesetzgeber (Verbote Innenstädte, Föderungen etc) und der Verkäufer/Hersteller (Kulanz nach der Garantie?) zusammen.
Derzeit mangelt es am Angebot, was die Preise stabil hält. Das könnte noch einige Zeit andauern.
Ich persönlich glaube nicht, daß wir wesentlich größere Akkus sehen werden. Da muß doch an den Preisen der Fahrzeuge noch erheblich was runter, damit die BEV massenkompatibel werden. Die Reichweite beim Tesla mit 250-400 KM passt doch schon für den Alltag.

@BalticTesla:

Die Preise sind schon heruntergerasselt, und wie:

  • MG ZS EV
  • Aiways U5

:cn:

Wenn man sieht wie die E Auto Zulassungen gerade durch die Decke gehen dann denke ich haben die Verbrenner viel mehr Probleme bzgl. des Wertverlustes.
Wer will in 3 bis 5 Jahren noch einen Verbrenner kaufen?
Mit zunehmender Nachfrage nach E Autos steigen auch die Gebrauchtwagenpreise.
Das ist wie ein Kettenbrief.
Der Nachbar fährt einen und ist begeistert, ich will auch einen.
Schon geht die Nachfrage hoch.
Also keine Angst mit einem E Auto setzt ihr auf die Zukunft

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Mich würde der Hintergrund interessieren, aus dem sich die Eingangsfrage stellt.

Kurzfristige Spekulation, langfristige Spekulation, Pfennugfuchsen?

Wenn man nicht grad einen 300SL-Flügeltürer, oder einen GT2-RS kaufen will, ist der Wertverlust eines Fahrzeugs doch noch nie so Schnuppe gewesen, wie im Augenblick.

Da ist das Glaskugellesen zur Preisentwicklung bei Verbrennern, das Ratespiel, wann wieviel Förderung wegfällt, wie stark die technische Entwicklung bei Elektroautos ausfallen wird und wie schnell die anderen Hersteller zu Tesla aufschließen werden.

All diese wichtigen Punkte stehen in den Sternen. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich all diese Punkte am Ende gegeneinander aufheben ist größer, als dass man die tatsächliche Entwicklung richtig vorhersagen wird.

Wer einen Neuwagen kauft, der muss mit einem Wertverlust rechnen. Wer ausrechnen will, wie groß dieser je nach Fahrzeug ist, der lebt mEn noch in den Achzigern. Definitiv verliert man ohnehin viel mehr Geld, als dass man diese Summe durch einen klugen Kauf groß ins Positive wenden könnte. (Es sei denn, man ist ein Pfennigfuchser :wink: )

p.s. Ich persönlich brauche mit solchen Berechnungen allein schon deswegen nicht anzufangen, weil ich meine Auto in regelmäßigen Abständen höchst persönlich derart beschädige, dass allein darin bereits der größte Wertverlust zu finden ist.

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Du vergisst, dass es erst seit diesem Jahr eine hohe Subvention von BEVs in Deutschland für Neuwagen gibt. Davor gekaufte Wagen haben weniger oder gar keine Förderung für ihren Neuwagenkauf erhalten.
Wir haben vor 7,5 Jahren für einen Smart ED über 22.000€ bezahlt. Wenn ich den heute verkaufen wollte dann sollte der Wagen doch noch wenigstens 8000 bis 9000€ bringen. Aber weit gefehlt. Ein neuer Smart EQ mit Umweltprämie kostet unterm Strich auch nicht mehr. Wer kauft da noch den alten Gebrauchten?
Mein Steuerberater hat jetzt einen Smart EQ geleast und nachgerechnet. Der Wagen bringt ihm auf die Gesamtlaufzeit 80€.
Das Blatt wird sich erst wieder wenden, wenn die staatlichen Förderungen herunter gefahren werden. Je nachdem, wie sich die Kosten für den Unterhalt von Verbrennern und die Neupreise von BEVs ohne Förderung entwickeln wird das auch die Gebrauchtwagenpreise beeinflussen.

Ich schreibs gerne nochmal: Es ist zum einen einfaches Interesse, zum anderen eine finanzielle Planung für die Zukunft, dabei geht es darum, von vorneherein auf Leasing zu setzen (wegen potenziellem Wertverlust) oder auf Kauf setzen. Cybertruck kommt oder anderer EPU evtl. als Grauimport, + evtl. ein EFahrzeug das den Jimny ersetzt. Zudem gibt es die Überlegung den X durch ein Model Y zu ersetzen… nämlich z.B. dann wenn mir der Wertverlust in 3 Jahren zu hoch wäre…

Du solltest zudem berücksichtigen, dass es Menschen wie mich gibt die freiberuflich tätig sind, d.h. jeder einzelne Cent den ich einnehme muss ich versteuern, alles was ein Freiberufler mehr einnimmt als 70.000 € wird grob gesagt mit 50% versteuert…

Also das ganze hat vielleicht ein bisschen was mit Spekulation zu tun, aber vor allem mit sinniger Planung und Spaß dabei, dich interessiert es nicht, warum liest du es dann?

Und nochmal, so eine Planung hat dazu geführt, dass mich meine Firmenfahrzeuge weniger kosten als andere, einfach weil ich bestimmte Marken gekauft habe mit kleinerem Wertverlust die dann auch noch Spaß machen…