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Wer Stromnetz intensiv nutzt, soll mehr bezahlen

Bin gespannt ob das kommt und ob es Schule macht:

help.orf.at/stories/2968694/

Moin!
Bei Gewerbebetrieben ist es ja schon eher üblich, auch nach der Höchstleistung den Preis festzulegen. Das wird sicherlich mit den Smartmetern auch für Privatleute irgendwann möglich.
Aber wie man mit einer Klimaanlage eine Peak-Leistung machen will, soll der Autor nochmal genauer recherchieren.

Sobald ein Haus aber eine PV auf dem Dach hat, sind im Sommer etliche Verbraucher quasi unsichtbar für den Netzbetreiber.

Je nach Grösse und Eigenverbauch belastet die Anlage dann aber das Netz durch die Einspeisung. Wäre ja zumindest technisch bedingt nicht wirklich sinnvoll, wenn man die „ungewöhnliche“ Netzbelastung nur für den Bezug als Kriterium nimmt und nicht für die Einspeisung?

Sind ja auch nur ein paar Euro von daher ok, dafür sind die SmartMeter auch doch da, dass es eben individueller wird.

Netzulast individueller zu bezahlen um zu „erziehen“ das doch der Sinn von Smartmetern, wäre ja auch irgebndwie total unsinig, die zu verbauen und dann nicht zu nutzen.

30-50€ mehr im Jahr bei intensiverer Nutzung, das geht doch völlig unter in der Rechnung.

Umgekehrt wird ein Schuh draus:

Wer keine Lastspitzen verursacht, sollte weniger bezahlen!

Klar das immer erst mal über mehr abzocken nachgedacht wird.

Hmmm und wer soll dann die Maßnahmen für den Ausgleich Lastspitzen bezahlen, die halt jetzt durch die neue Nutzung vermehrt dazukommen :question:

Das ist doch kein abzocken, wenn man die Kosten die welche jetzt zusätzlich erzeugen auch auf diese umlegt?

Der Betrag ist in der absoluten H#he doch angenehm gering - und denke ich für die ungewöhnlich hohe Netzbelastung gegenüber Normalnutzern notwendigen Massnahmen angemessen.

Wichtig wäre aber noch eine zeitliche Komponente zuzüglich einer Feedbackschleife. Wer also zu Spitzenzeiten zu Mittag auch noch das Auto mit 22 kW lädt, soll für die kWh 1,- Euro zahlen.

Außerdem soll es für den Verbraucher möglich sein die derzeitige Auslastung des Netzes abzufragen, um dann nicht benötige Leistung abzuwerfen oder sogar Strom aus seinem Batteriespeicher zur Stützung des Netzes zu verkaufen.

Überhaupt soll der Strompreis voll variabel sein. Wenn ich das Auto in der tiefsten Nacht lade, muss es deutlich billiger sein als unter Tags.

Es darf jedenfalls nicht nur die monatliche Spitzenleistung einer einzigen Viertelstunde herangezogen werden. Wenn die nämlich mitten in die Nacht fällt, ist die vollkommen harmlos fürs Netz.

Das eine schließt das andere nicht aus und dann wäre es fair.
Auch steht in meinem Strom Vertrag nirgends, das ich nicht jederzeit die vollen 63A auf 3 Phasen und an beiden Zählern nutzen kann, das ist schon eingespreist.

+1 martin

Und wirklich ein Schuh wird daraus wenn man erst einmal die untragbare Erbärmlichkeit der Netzanschlußsituation in Österreich betrachtet.
Alles über 4 kW als böse Lastspitze zu betrachten für die es extra abzukassieren gilt, ist ja schlicht lächerlich.
100 A Drehstrom pro Wohneinheit sollten überhaupt erst mal Standard sein. ( 2 Durchlauferhitzer ohne Lastabwurf + E-Autoladung + Kleinkram)

Die Netzbetreiber haben mit der alten Welt ohne E-Autos Erfahrungswerte. Auch wenn jemand eine 63A Absicherung am Haus hat, sind sie sich sicher, dass keiner den Strom über 2 Stunden zieht.

Mit den Elektrofahrzeugen ändert sich die Welt etwas. Dass jemand jeden Abend voll lädt passiert nicht, aber dass mehrere Leute nach der Arbeit in der Straße ihr Auto laden, könnte schon vorkommen.

In den gewerblichen Tarifen ist ein Leistungspreis von 50€ / kW und Jahr nicht unüblich. Das würde übertragen auf den Heimbereich bedeuten, dass es 50€/kw a * 11 kW Ladeleistung = 550€ / a > es 550€ mehr an Leistungspreis kostet wenn man seine Leistungsspitze zu Hause um 11 kW nach oben setzt.

Ich sehe es kommen, dass wir zu Hause ein Lastmanagement einsetzen um die Gesamtlast je Haus zu limitieren. Wenn gerade mit 6 KW gebacken und gekocht wird gibts nur reduzierte Leistung fürs Auto. Das sollte effektiv aber auch kein Problem darstellen.

Die Spitzenleistung am Mittag ist genauso harmlos, wenn die Sonne scheint und die PV-Anlagen Strom im Überschuss produzieren. Also, ganz so einfach ist es nicht…

Dann sollte man als österreichischer Entscheidungsträger einmal alle hundert Jahre Weitblick beweisen und jetzt eine ordentliche Lösung anstreben, solange die paar Autos noch vollkommen egal sind und genug Zeit für Veränderungen ist und nicht erst reagieren, wenn es schon viel zu spät ist.

Es wäre jetzt an der Zeit eine Online-Pflicht für Wallboxen einzuführen. Die müssten dann zentral gesteuert werden, damit es eben nicht vorkommt, dass jeder von 17:00 Uhr bis 18:00 mit 11kW unkoordiniert lädt. Diese Last müsste auf den gesamten Zeitraum von 17:00 Uhr bis 07:00 Uhr verteilt werden. Idealerweise gleich gekoppelt mit dem Terminkalender des nächsten Tages, damit Skynet weiß, wann wer wegfahren wird und wieviel SoC er dann braucht und alle Autos über Nacht perfekt auffüllt.

Die Lösung mit der die e-control jetzt daherkommt, ist zwar nett gemeint, im Zuge der heute schon technischen Möglichkeiten aber ein Witz.

Wenn die PV Anlage in deiner Siedlung steht, hast du recht. Wenn die aber in Norddeutschland steht und der Strom im Süden gebraucht wird, muss das Transitnetz auch mitspielen.

Man muss beim Leistungsbedarf immer Produktion und Verteilung beurteilen.

E-Autos können sehr der Stabilität des Stromnetzes dienen, sobald die Ladung „smart“ eben zu den Zeiten erfolgt, in denen Überschuss im Netz ist, gerade auch bei zunehmenden erneuerbaren Energien. Wer eine PV-Anlage mit Überschussladung hat, macht sowas ja im Kleinen. Und falls irgendwann „Vehicle-to-grid“ praktikabel sein sollte, würde das die Effektivität nochmal deutlich steigern.

warum nur Wallboxen? Man braucht endlich Tarifzähler, die von aussen gesteuert werden können. Gibt es teilweise schon für 2 feste Tarife, könnte aber natürlich auch voll variabel sein. Dann kann dein Wäschetrockner entscheiden, ober im HT laufen will, weil dir deine Unterhemden ausgegangen sind oder ob es reicht die im nächsten NT zu troknen.

Der bietet dann einen güntsigen Tarif - dann gehen Wäschetrockner und Geschirrspüler und Waschmaschine an und dann ab den nächsten 15 Minuten kostete die kWh dann das 5-fache xD

Bei allen Geräten die länger laufen als die kleinste Tarif-Zeiteinheit ist das halt ein Problem.

In einen dauernden Not Stopp können die Geräte ja auch nicht gehen.

Flott geschrieben, aber leider FUD. Die Strompreise werden in der Regel für 24h im Voraus fest gemacht. Kein Gerät geht in den Notstopp, wenn die Preise steigen. Man kann über Rundsteuergeräte solche Verbraucher abschalten, die das vertragen wie etwa Wallboxen oder elektrische Zuheizer.

Nun der Vorschklag war aber - siehe Beitrag direkt über meinem - „Gibt es teilweise schon für 2 feste Tarife, könnte aber natürlich auch voll variabel sein.“ ( noch darf man ja einen Satz zitieren :smiley: )

Ich bitte daher zumindest die letzen 2 oder 3 Beiträge immer zu lesen, bevor man etwas antwortet.

Das was hier in Gespräch gebracht wurde als nächsten denkbaren Schritt waren voll variable Tarife und die haben nunmal den Pferdefuss dass man sich damit dem Anbieter voll ausliefert. Je variabler eine Tarif desto mehr Chancen aber auch Gefahren ergeben sich für den Nutzer - voll variabl heisst eben hohe Einsparchancen bei gleichzeitig aber dann auch max Kostenrisiko.

Da Argument ja aber früher und der status quo… - das ist ein Argument das in ein Elektroautoforum eh nicht reingehört. Dass man zusammen mit einer groben Vorausplanung der Stromerzeugung die Preise 24h vorher am Spotmarkt festlegt ist lediglich einfach so aktuell von den Teilnehmern definiert aber keinesfalls etwas das von Gott in Stein gemeiselt wurde :smiley:

awattar.com/ kann jetzt genutzt werden in D

Geht es hier um die Belastung durch Bezug wird fleißig ein Rückschluss auf PV gezogen. Aber… Bezug und Lieferung sind völlig unterschiedliche Themen

So lange ich weder Anbieter noch Preis selber wählen kann sollen sie mir mit dem variablen Zeugs erst mal ganz weit weg bleiben… ich hab schon ne 5stellige Summe hin gelegt um 40A zu haben, die will ich dann gefälligst ohne weitere Zusatzkosten auch nutzen dürfen wenn ich sie brauch.