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Wer mit der CSU regieren will, muss Verbrenner fahren!!!

„Wer mit ihm und seiner CSU regieren will, muss Diesel oder Benziner fahren: CSU-Chef Seehofer hat das Festhalten am Verbrennungsmotor als Voraussetzung für eine Regierungsbeteiligung seiner Partei nach der Bundestagswahl genannt.“

tagesschau.de/inland/btw17/s … g-101.html

Bei den Bayern ist doch was kaputt im Kopf.

Dann brauchen wir auch kein Südlink mehr, oder?

Unser allseits geliebter Vollhorst der Größte mal wieder.

Zu jeder Bundestagswahl ein neuer Schildbürgerstreich. 2013 die Ausländermaut, jetzt die Verbrennergarantie…

Gruß Mathie

Der Mann ist halt ein klassischer Opportunist, Wendehals und Fähnchen-in-den-Wind-Hänger.
Ich habe keine Meinung, ich sage was die Leute hören wollen.
Und seine Strategen haben festgestellt, dass diese Meinung ein höheres Zustimmungspotential hat als die Alternative.
Absolut unwählbar dieser Mann!

Dazu nur: [emoji122][emoji106][emoji122]

Gesendet von iPad mit Tapatalk

Wer hat folgendes Zitat wohl von sich gegeben?

(bitte nicht erschrecken, das war nicht Seehofer oder sonst jemand von der CSU, das Zitat stammt von SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz und wurde von mir aus dem im ersten Beitrag verlinkten Artikel entnommen. Wenn schon Politikerbashing, dann bitte nicht nur einseitig)

Bitte Tapatalk Signatur abstellen, danke

Hier geht’s aber um die CSU. Die Ausfälle vom SPD Martin kannst du ja in einem anderen Thread thematisieren.

Um korrekt zu sein, hat er nicht das Festhalten am Diesel zur Bedingung gemacht, sondern sich gegen ein Verbot zu einem bestimmten Zeitpunkt ausgesprochen. Dahinter steckt die Verteidigung der freien Marktwirtschaft. was ich nicht für verwerflich halte. So gesehen sind der ARD wieder einmal grandiose Fake News gelungen. Zum Beweis siehe auch die korrekte Wiedergabe der Aussagen von Herrn Seehofer gemäss FAZ unter dem folgenden Link:

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/diesel-affaere/horst-seehofer-haelt-dieselverbote-fuer-blanken-irrsinn-15169342.html

Damit wäre vielleicht auch eine Korrektur des Threadtitels angezeigt.

Gruss Reinileini

:laughing:

Der Abgasskandal als Ursache dieser Aussage von Herrn Seehofer hat aber nichts mit irgendeiner Form der Marktwirtschaft zu tun, sondern da wurde (und wird) beschissen und betrogen.
Die notwendigen Schlussfolgerungen aus den kriminellen Vorkomnissen - insbesondere für die Gesundheit Aller - mit dem Hinweis auf die „Verteidigung der Marktwirtschaft“ zumindest zu verzögern, halte ich - vorsichtig gesagt - für nicht angemessen.

Also die FAZ schreibt etwas anderes:

„CSU-Chef Seehofer knüpft eine Beteiligung seiner Partei an der nächsten Bundesregierung daran, dass es auch künftig kein Verbot für Verbrennungsmotoren geben wird“

Merkel hat sich für die Abkehr vom Verbrennungsmotor ausgesprochen und dabei betont, dass sie derzeit keinen festen Zeitpunkt für ein Verbot festlegen will. Das steht auch so im von Dir verlinkten Artikel:

"Er habe mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bereits über eine Äußerung von ihr gesprochen, wonach sie langfristig Verbote von Diesel- und Benzinautos als richtigen Ansatz bezeichnet hatte. Merkel habe jedoch „keine Jahreszahl für ein Verbot genannt“

Mir scheint Du verwechselst da die Positionen von Merkel (kein bestimmter Zeitpunkt für ein Verbot) und Seehofer (Verzicht auf Verbot von Verbrennungsmotoren ist unterhandelnder Bedingung für Koalition mit CSU-Beteiligung)

Seehofer sagt aber laut dem von Dir verlinkten Artikel etwas anderes: „Ein Verbot des Verbrennungsmotors legt die Axt an die Wurzel unseres Wohlstands“

Im Artikel steht überhaupt nichts von freier Marktwirtschaft, die CSU ist normalerweise auch ein Gegener der freien Marktwirtschaft (bei der der Staat in den Hintergrund tritt und das Wirtschaftsleben völlig den Marktteilnehmern überlässt) die CDU hat sich in Ihrem Grundsatzprogramm dagegen die soziale Marktwirtschaft und den starken Staat auf die Fahnen geschrieben.

„Wir wollen, dass sich die Menschen auch in Zukunft auf eine gute Ordnung verlassen können: auf das freiheitliche Miteinander, die Soziale Marktwirtschaft, den starken Staat und partnerschaftliche Sicherheit.“

csu-grundsatzprogramm.de/wp-cont … ogramm.pdf (s. S. 8, III)

Ich will nicht ausschließen, dass Horst I. auch mal für die freie Marktwirtschaft ist, er hängt sein Mäntelchen ja gerne in den Wind, aber das Programm der CSU ist ganz eindeutig gegen freie Marktwirtschaft und für Staatshilfen, die ihrer Wählerbasis zu gute kommen.

Subventionen für Bauern werden quasi garantiert: „Das Leitbild ist der familiengeführte Landwirtschaftsbetrieb. Besonders die Arbeit der kleinen und mittleren Betriebe muss wertgeschätzt werden. Unser Ziel ist es, die Vielfalt unserer Landwirtschaft zu erhalten: Alle Betriebsgrößen und Erzeugungsformen müssen möglich sein. Der permanente Strukturwandel muss durch politische Maßnahmen sozial und ökonomisch abgefedert werden.“ ebd. S. 22, 2. Absatz

Was ist denn in Deinen Augen da sachlich falsch und was macht den Beitrag darüber hinaus zu „grandiosen Fake News“?

Aus dem Artikel kann man aber keine der von Dir gemachten Behauptungen ableiten.

Seehofer macht einen Verzicht auf ein Verbrennerverbot sehr wohl zur Bedingung für eine Koalition und er begründet seine Ablehnung mit dem Erhalt des Wohlstandes und nicht mit dem Kampf für eine freie Marktwirtschaft, was auch verwunderlich wäre, da die CSU lt. grundsatzprogramm für eine soziale Marktwirtschaft mit starkem Staat und Subventienen eintritt.

Gruß Mathie

@ Mathie

Die ARD hat zu Seehofer Aussage den Titel „Wer mit der CSU regieren will, muss Verbrenner fahren“ gewählt. KaJu hat genau diesen Titel hier in die Diskussion geworfen. Seehofer hat das aber nachweislich nie gesagt, damit hat die ARD statt Ihrem Auftrag nachzukommen, Nachrichten richtig darzustellen und die Bürger objektiv zu informieren, seine Aussagen geändert und somit zumindest nach meinem Verständnis, Fake News verbreitet.

Weiter möchte ich auch klarzustellen, ich will nicht gross diskutieren, ob ich Seehofer für gut oder schlecht halte. Mir geht es um die Richtigkeit der Darstellung in den öffentlich rechtlichen Medien und wie basierend darauf diskutiert wird. Denn eines ist klar, Diesel-Verbote beschneiden nehmen den Bürgern die freie Wahlmöglichkeit und führen zur unfreiwilligen wirtschaftlichen Schlechterstellung.

Noch eine kleine Bemerkung zur sozialen Marktwirtschaft, diese definiert sich darin, dass der Staat einen funktionsfähigen freien Wettbewerb bei gleichzeitiger Wahrung eines sozialen Gleichgewichts innerhalb der Gesellschaft garantiert. Das Schlüsselwort dabei ist „freier Wettbewerb“, der mit Diesel-Verboten nicht mehr gewährleistet ist.

Gruss Reinileini

Eine ganz freie Marktwirtschaft wäre zu nahe an Anarchie (im negativen Sinne) dran. So wie es Unternehmen nicht erlaubt ist, Abwasser ungefiltert in Gewässer zu leiten oder Müll im Wald abzukippen, ist es natürlich auch im Rahmen der bei uns üblichen Marktwirtschaft möglich und bei Vorhandensein brauchbarer Alternativen angebracht, den Betrieb von Verbrennungsmotoren zu regulieren, etwa durch ein Verbot (sicherlich mit Ausnahmegenehmigungen für besondere Bedürfnisse, Industrie, etc).

Die Frage ist, ab welchem Jahr ein solches Verbot angebracht wäre. 2030 scheint willkürlich gewählt. Ich schätze, dass 2030 sowieso kaum noch jemand einen Verbrenner neu zulassen will. Falls ich es zu optimistisch sehe und es im Jahr 2030 noch keine wirklich massentaugliche Alternative gibt, ist der Zeitpunkt jedoch zu früh gewählt.

Vielleicht wäre es besser, statt einen festen Zeitpunkt für ein Verbot zu wählen, zunächst mehr Anreize zur Verbesserung der Situation der E-Mobilität auf den Weg zu bringen und die Entwicklung zu beobachten. Dazu kann eine Anpassung der Besteuerung Diesel vs. Benzin gehören, verbunden mit stetiger Erhöhung der Steuern. Wichtiger wäre die Förderung der privaten und öffentlichen Ladeinfrastruktur. Das Gesetz für Mieter-Tiefgaragen-Ladestationen etc. wurde ja leider auf die lange Bank geschoben…

Wenn dann irgendwann nur noch ein paar Ewiggestrige „ich will aber meinen Diesel, auch wenn er mehr kostet und keine wirklichen Vorteile bringt!“ sagen, kann man das Verbot der Neuzulassungen zum Schutz der Gesundheit und Reduzierung der CO2-Emissionen kurzfristig einführen.

Wenn es wirklich stimmt (und vieles spricht dafür), das jährlich zehntausende Menschen an den illegal hohen Abgaswerten sterben, dann muss man doch mindestens die Hersteller verpflichten, ALLE existierenden Verbrenner so umzubauen, dass sie unter allen Bedingungen (also auch bei 10 grad und außerhalb des Prüfstandes) die ohnehin schon hohen Grenzwerte einhalten.

Das hat mit Fahrverboten nichts zu tun, das hat damit zu tun, dass gegen Gesetze verstoßen wurde und der Verursacher es in Ordnung bringen muss.
Nur wenn das (wie ja auch gern paradoxerweise behauptet) gar nicht möglich ist, müssen diese Autos (auch auf Kosten des Herstellers) ganz aus dem Verkehr gezogen werden.

@cko:
Das sehe ich auch so.
Da allerdings mit unserer Regierung und mit unseren Autoherstellen das nicht machbar ist (siehe Dieselgipfel), haben die Städte den Schwarzen Peter. Und die Städte können nur Mooswände aufstellen und Fahrverbote erlassen.

Ich habe das Thema so genannt, weil:

zu lang gewesen wäre.

Lesen wir den gleichen Artikel? Der Titel des von KaJu74 verlinkten Beitrags auf tagesschau.de lautet anders als von Dir behauptet:

„Seehofer nennt neue Bedingung
Koalition nur mit Diesel und Benziner“

Dieser Titel gibt genau wieder, was Seehofer laut dem von Dir als Beweis angebotenen FAZ-Artikel gesagt haben soll: „CSU-Chef Seehofer knüpft eine Beteiligung seiner Partei an der nächsten Bundesregierung daran, dass es auch künftig kein Verbot für Verbrennungsmotoren geben wird.“

Ich finde es befremdlich, dass Du jetzt zum zweiten Mal behauptest, die ARD (sic!) verbreite Fake-News und dabei zweimal etwas behauptest, was sich nicht in den Artikeln steht, auf die Du Dich jeweils beziehst!

Wer anderen Fake-News vorwirft, sollte in meinen Augen die eigenen Behauptungen besser vor Veröffentlichung nochmal überprüfen!

Gruß Mathie

Stimmt, der Passus steht nicht im Titel sondern im fetten ersten Absatz als erster Satz bei der ARD:

Wer mit ihm und seiner CSU regieren will, muss Diesel oder Benziner fahren: CSU-Chef Seehofer hat das Festhalten am Verbrennungsmotor als Voraussetzung für eine Regierungsbeteiligung seiner Partei nach der Bundestagswahl genannt. Das Thema gewinnt zunehmend an Fahrt.

Das steht klar im Widerspruch zu seiner Aussage, gemäss FAZ:

CSU-Chef Seehofer knüpft eine Beteiligung seiner Partei an der nächsten Bundesregierung daran, dass es auch künftig kein Verbot für Verbrennungsmotoren geben wird. Auch von einer Quote für E-Autos hält Seehofer nichts.

Inhaltlich ändert sich daher an meiner Aussage zu den Fake News der ARD gar nichts. Anders ausgedrückt, wenn ich Dir sage, ich verbiete Dir nicht, Schokolade zu essen, dann heisst das nicht, Du musst Schokolade essen.

Gruss Reinileini

Und Özdemir macht jetzt die Gegenforderung zur Koalitionsbedingung:

zeit.de/politik/deutschland/ … nungsmotor

Mal schauen, ob wir wieder eine GroKo bekommen, falls es weder für RRG noch für Schwarz-Gelb reichen sollte. Dann kann Seehofer zusammen mit Schulz den Ausstieg aus dem Verbrenner-Antrieb noch etwas herauszögern und wenn die deutsche Autoindustrie nicht ohne Druck aus Berlin in die Pötte kommt, dann wird das Ende des Verbrennungsmotors leider mit dem Ende der deutschen Automobilindustrie zusammenfallen.

Vielleicht gibt’s ja auch Jamaika ohne Horsti, das wäre mir allemal lieber als eine weitere GroKo, die in Richtung zukunftsfähig Mobilität wahrscheinlich wieder wenig auf die Reihe bringen würde…

Gruß Mathie

Ich verstehe auch nicht, was der Begriff Fake News in diesem Kontext zu suchen hat.

Davon ab, zum Titel der ARD darf man eine differenzierte Meinung haben. Vielleicht etwas kreativ, aber zutreffend.