Well-to-Wheel Datensammlung

Schau Dir mal die von mir verlinkte Studie aus dem ersten Post hier im Thread an, da wird das sehr differenziert aufgeschlüsselt und mir erschienen die Daten plausibel.

Wenn Dir darin Merkwürdigkeiten auffallen bitte zur Diskussion stellen, dazu ist dieser Thread ja da!

Gruß Mathie

Erst einmal 1000 Dank für die ganzen Informationen, Links und und und … :exclamation:

Der „normale ICE Mensch“ versteht dies nicht alles und ich frage mich wie man das Thema sozusagen als .ppt :open_mouth: zusammenfassen könnte?
Es gibt viele ICE Fahrer, die haben das Thema noch nicht auf ihren Tisch, aber andere schon und die versuche ich zu informieren damit sie selbst
in (eine neue geistige) Bewegung kommen.

Vergleich E-Car zu Verbrenner mit Strommix

  • in Deutschland (haben wir oben)
  • in Norwegen
  • in Holland
  • in der Schweiz

Und um einen Liter Benzin/Diesel zu produzieren benötigt man final ± 3,3 kW/h (in Summe 12,4kW/h je Gallone) inkl. aller eingesetzter Mittel. So ungefähr.

Freut mich, dass hier so viele Daten zusammengetragen werden. Ich fasse noch mal zusammen, was ich bis jetzt aus diesem Thread mitgenommen habe und welche beiden Fragen bei mir noch offen sind.

Bei Diesel und Benzin scheinen wir ja überein zu stimmen, dass die Daten aus dem ersten Post passen. Man kann auch vereinfacht von 2,8kg CO2 pro Liter Benzin und 3,2kg bei Diesel ausgehen, jeweils WTW inklusive Vorkette.

Beim Strom kann man die CO2-Werte die der Versorger für das jeweilige Stromprodukte angibt verwenden, wenn man ab Steckdose misst. In diesem Fall ist allerding Standby mit drin, was ich persönlich für den reinen WTW-Verbrauch für unglücklich halte, da der WTW-Wert je km sinkt, je mehr man das Auto fährt und je weniger es steht.

Ich würde die Standby-Verluste wie Produktions- und Entsorgungsaufwand in der Life-Cycle-Analyse berücksichtigen, nicht jedoch im Verbrauch je km

Wenn man die Verbrauchswerte im Auto abliest, muss man wohl noch einen Ladeverlust von etwa 7% bei Ladung mit 16A über den Bordlader (bzw. 32A bei Doppellader) dazu zählen.

Kann jemand 7% Ladeverlust mit Vergleichsdaten vom Zähler an der Wallbox/Dose und der Ladeanzeige im Auto bestätigen?

Beim Entladen der Batterie entsteht auch noch einmal Verluste, die nicht im Verbrauch mit erfasst werden. Deshalb meine zweite Frage:

Hat schon mal jemand die seit dem letzten Laden verbrauchte Energie laut Verbrauchsanzeige mit der laut Ladeanzeige geladenen Energie bei der Nachladung auf den gleichen Ladestand verglichen? Um die Stand-by-Verluste aus dieser Betrachtung herauszuhalten, wäre ideal, wenn man den Wagen zwischen den Ladungen nicht oder zumindest nur kurz abgestellt hätte.

Da die Entladeverluste stark von den Entladeströmen abhängen dürften, wären bei Antworten zur zweiten Frage auch Infos zur Fahrweise und Strecke, Temperatur, Rangemode an oder aus während der Entladefahrt interessant.

Nochmal vielen Dank an alle, die schon etwas beigetragen haben und auch an die, die noch etwas beitragen werden!

Gruß Mathie

Ich habe recht konsistent etwa 10% Differenz zwischen diesen beiden “Messstationen“, an einigen verschiedenen Ladepunkten beobachtet, und übrigens ziemlich unabhängig von der Ladegeschwindigkeit, und mit UMC ebenso wie an öffentlichen Typ 2-Ladestationen von Vattenfall.

Sind aber ohne Batterie Verluste.

Zumindest Deutschland und die Schweiz habe ich in der Emissionstabelle berücksichtigt.

Wenn deine letzte Aussage stimmt (basiert sie auf longtailpipe.com?), kann man also sagen, der vollgetankte Benziner ab 7 Liter Verbrauch braucht MEHR Strom als ein Tesla und ist dabei noch keinen Meter gefahren?

Danke! Ich hatte von Dazzler mal etwas von gemessenen 7% gelesen und Litochen hat hier im Thread etwas von ca. 7,5% geschrieben. Du hast konstant etwa 10% bei zahlreichen Vergleichen. Wäre interessant ob die Wagen so unterschiedlich effiziente Lader haben oder ob unterschiedliche Messmethoden für die Unterschiede verantwortlich sind!

Wäre toll, wenn hier noch mehr gemessene Werte jeweils mit Rahmenbedingungen gepostet würden!

Gruß Mathie

Edit: Habe hier nochmal die Quelle von Dazzlers Daten gefunden, waren wohl nicht seine Daten: Google Map HPCs

Also, meine 10% sind nur grob über den Daumen gepeilt, aber es sind bei mir klar mehr als 7%.

Wenn ich das nächste mal Lade, werde ich drauf achten.
Mein Vorgehen:
Vergleich der kWh Steckdose (NRG Kick) mit nachgeladenen RR mal 165 Wh/km.
Ok?!

Auf diese Idee kann man wohl nur als Teslafahrer kommen. Bei anderen Elektroautos liegt der Standby-Verluste im Milliwatt-Bereich.

Damit ist doch nichts gewonnen, weil niemand genau weiß, was bzw. ob die Lade- bzw. Verbrauchsanzeige im Fahrzeug genau anzeigt.

Für Vergleiche zum Kraftstoffverbrauch ist doch nur von Interesse, welche Energie ab Netz (z.B Hutschienenzähler), bei einem möglichst hohen Ladehub (z.B. von 5% auf 100%) bezogen auf die seit der letzten Ladung gefahrenem Kilometer verwendet wird.

Ich vergleiche die kWh laut Stromzähler einfach direkt mit der Anzeige geladener kWh im Auto. Diese Anzeige gibt es nur im Auto (jedenfalls nicht in der Android-App) und nur so lange der Stecker steckt.

Ja klar. Ich habe einfach den Wert angegeben, nach dem Mathie gefragt hat.

Die einzige Möglichkeit ist eben zu messen was in das Fahrzeug fließt und wie weit man damit kommt.

Ja, das Model S hat eine ganze Menge Spielereien die permanent Strom ziehen. Standheizung und Klimatisierung, Appspielereien, mit Visible-Tesla kann wan wohl die Standby-Verluste auf bis zu 3% SoC/Tag hochtreiben.

Ein Grund weshalb ich Standby nicht in meine WTW Betrachtung integriere ist, dass es für mich zwei wesentliche ökologische Überlegungen gibt:

  • Kaufe ich ein Auto (und wenn ja welches) oder nicht, dafür ist die LCA wichtig

  • nutze ich für die anstehende Strecke das Auto (wenn ich denn eines zur Verfügung habe) oder nicht. Dafür ist WTW wichtig und die Standby-Verluste haben damit nix zu tun.

Das mag bei mir ein Sonderfall sein, da ich privat kein Auto besitze, mir aber unseren Firmentesla für Urlaubsfahrten etc. mieten kann. Für mich ist Standby in WTW nicht relevant.

Doch, klar! Damit erkennt man wie viel Energie ab Steckdose man braucht, um den angezeigten Verbrauch aus der Batterie nachzuladen.

Solange die Anzeige im Auto unter reproduzierbaren Bedingungen reproduzierbare Werte liefert ist dabei auch egal, was genau gemessen wird und ob die Anzeige exakt ist. Da ich das Gefühl habe, dass der Angezeigte Verbrauch bei vergleichbaren Bedingungen auch vergleichbar hoch ist, gehe ich davon aus, dass die Reproduzierbarkeit der Anzeige für meine Zwecke ausreichend ist.

Zwei Gegenargumente:

  • Ich habe wie viele andere keinen separaten Zähler für den Fahrstrom!

  • Mich interessiert der Verbrauch viel granularer aufgeschlüsselt. Ich will beispielsweise wissen wie viele kWh ich für die Fahrt zur Architektin mit dem Auto verbraucht habe. Dies zeigt mir das Auto an, da will ich wissen, welchen WTW-Zuschlag ich berücksichtigen muss.

Ich fahre die Strecke auch manchmal mit der Bahn oder bei gutem Wetter dem Rad, wenn ich dafür Vergleichswerte für die Emissionen habe, dann könnte ich diese in die Entscheidung welches Verkehrsmittel ich wähle mit einfließen lassen.

Gruß Mathie

Habe heute an einer RWE Ladestation geladen.

Nach App wurden 27,100 kWh geladen.
Tesla zeigt 26 kWh --> 95,94% gingen in die Batterie

Genaue (finde ich) über Typical Range:
128 km nachgeladen. Mal 205 Wh/km macht 26,24 kWh --> 96,82% gingen in die Batterie

Beste Wetterverhältnisse: trocken und um die 20°C

Nimm die 7% und Du bist auf der sichereren Seite.

Das Problem ist nicht zu wissen was Tesla anzeigt. Nur die Wandlung kann ja nicht so ineffizient sein.

Danke für die Daten!

Die 26kW im Tesla werden ohne Kommastellen angezeigt, waren also irgendwas zwischen 25,5 kWh und 26,5kWh, das würde eine Differenz zwischen 6,0% und 2,2% bedeuten.

Bei der Umrechnung von TR dachte ich, dass der Faktor eher bei knapp unter 200Wh/km liegt, hast Du eine sichere Quelle, das Tesla einen Faktor von 205Wh/km verwendet?

Bist Du die Strecke zur Ladesäule nach einer Ladung auf den gleichen Ladestand an einem Stück gefahren und hast dir vielleicht auch den Verbrauchswert seit letzter Ladung aus dem Tesla-Display gemerkt? Das wäre dann extrem interessant, weil wir damit eine Vorstellung bekämen, was der Unterschied in der Tesla-Anzeige zwischen entnommener und Geladener Energie ist.

Gruß Mathie

Das ist eh ein Mysterium… Schau mal mal Thread

Bei mir sind es 205 Wh/km. Kann aber auch sein, dass es die 190 Wh/km sind… :laughing:
Tippe aber eher auf die 205…

Ne. Der Wagen stand ein paar Tage. Aber ich werde den Test die Tage gerne mal machen. Intersiert mich auch

Ich denke weiterhin dass der Verlust beim stehen zum echten Verbrauch des Tesla gehören. Ist beim Verbrenner auch so da die Batterie über den Motor geladen wird.

Natürlich ist das echter Verbrauch! Ist aber unabhängig von der Fahrstrecke und deshalb kein Verbrauch pro Kilometer, sonder Verbrauch pro „Lebenszeit“!

Der Standby-Verbrauch ist schon in dem Moment bilanziell „entstanden“ in dem man sich entscheidet ein neues Model S verbindlich zu bestellen. Der Verbrauch pro Kilometer „entsteht“ bilanziell in dem Moment, in dem man sich entscheidet eine Strecke mit dem Model S zu fahren.

Klar ist diese Betrachtung auch vereinfacht, aber Die Standby-Verluste entstehen zwischen Inbetriebnachme und Verschrottung des Autos zwangsläufig, egal ob Du 5.000km p.a. fährst oder 50.000! Deshalb finde ich es sinnvoll diesen Verbrauch bei der Bestellung zu bilanzieren.

Gruß Mathie