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Welche Haushaltsgeräte benötigen drei Phasen?

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Wer hat privat zu Hause eine Waschmaschine mit dreiphasigem Anschluss?? Bzw welche Dimensionen hat die Familie in dem Haus, welche so eine Maschine mit dreiphasigem Anschluss braucht :slight_smile:

Ich meinte dies sei ebenfalls Standard?

vzug.com/ch/de/product/ch-Catalog/1100400003

Das einzige typische 3-Phasen-Gerät das mir einfällt ist die E-Herd-Backofen-Kombi und die Sauna.

Aber 3-Phasen-Waschmaschinen kenne ich nur von Wäschereien und Industrie-Betrieben. :laughing:

Oder gibts sowas auch als Gemeinschaftsgerät ?

Edit: Wow, 3,6kw Anschlussleistung, da geht was :laughing:
In Deutschland dürfte man aber eher keinen Anschluss dafür finden, oder täusche ich mich schon wieder :unamused:

In der Schweiz sehr üblich ! :wink: Vlt. ist die Wäsche dann dort ja auch sauberer?! :mrgreen:

3 Phasen hat auch noch:

  • Dampfbad
  • Holzspalter

kochfeld hat natürlich auch 400V

:mrgreen:

Genau wie Säulenbohrmaschine, Drehbank, Schweißgerät…aber es ging ja eher um Geräte, welche in jedem Haushalt stehen :wink:

Nein, ein Kochfeld hat 230V :ugeek:
Zwischen den verschiedenen Kochfeldern sind u.U. mal 400V.

Spülmaschine, Waschmaschine (vor 1970), Kaffeemühle (gehobene Klasse, optional).
Im Haus meiner Eltern und im Haus der Schwiegereltern gibt es 3*16A Perilex-Dosen jeweils hinter Spül- und Waschmaschine, zT auch im Heizungskeller.

Meine Miele-Waschmaschine von 1960, die ich von meiner Mutter im Studium geerbt hatte lief einphasig mit damals 220 V…

Heute übliche, moderne (4 Felder) Induktions-Kochfelder haben 400 V.

Natürlich gibt es auch viele normale 230V Typen.

Was 1960 war interessiert doch keinen mehr… :unamused:

wer 2 Waschmaschinen und einen Trockner an einem 35A Hausanschluß betreibt, muss die Steckdosen an unterschiedliche Phasen anschließen sonst ist die einzelne Phase schnell überlastet. Wäre bei 3ph kein Problem

Es gab in den 60ern mE zwei Gründe, Geräte mit E-Motor bevorzugt 3-phasig zu betreiben:

  1. Der Wirkungsgrad ist bei Drehstrommotoren höher als bei 1-phasig betriebenen Motoren (mit Kondensator/Hilfsphase).
  2. Die Drehzahlsteuerung war beim Dreiphasen-Betrieb damals einfacher als beim Einphasen-Betrieb.
    Der erste Punkt gilt heute wohl immernoch. Der 2. Punkt ist wohl mit moderner Motorsteuerung obsolet geworden.
    Die dreiphasig betriebenen Industriewaschmaschinen sind wohl heute deswegen dreiphasig angeschlossen, um mit höherer Heizleistung (>5kW) schneller fertig zu sein.

Unser Gaskochfeld ist nur einphasig und hat trotzdem 11kW :laughing:

Wenn die 11kW voll auf sind, dürfte das ein-phasig-vier-armig sein.

Inzwischen ist es Mode mit 7kW sogar mit 2xSchuko anzuschließen, je 2 Phasen 16A einzeln abgesichert. Unsere neuen Flächeninduktionsfelder sind auch so angeschlossen. Ich glaube der Trend geht eher weg von Drehstrom im Haushalt für Herd, etc.

Welche Technik soll das gewesen sein?

Technik ist gut. Es gab keine! Die Drehzahl war netzfrequenzabhängig. Die Motoren hatten damals für jede gewünschte Drehzahl eine eigene Wicklung bzw. Kombination von Wicklungen im Stator.
Moderne Schrittmachermotoren zB arbeiten ganz anders, sind elektronisch schritt- bzw impulsgesteuert. Völlig andere Möglichkeiten.

Und warum soll das bei mit Drehstrom einfacher sein als mit 2 phasen Wechselstrom?

Gibt keinen 2-Phasen-Wechselstrom, sondern Einenphasenstrom plus eine Hilfphase per Konsensator. Gibt nie ein optimales Wirkfeld für den Rotationsantrieb. Deswegen bei gleicher Leistung weniger effektiv.
Ob man jetzt beim Einphasen-Motor für unterschiedliche Drehzahlen eventuell mehrere Kondensatoren benötigte bin ich überfragt.

In meiner Branche (Aufzüge) wurden damals Leistungsthyristoren mit entspr. Steuerung zur Drehzahlregelung von Drehstrommotoren verwendet, welche aber seit ca. 15-20 Jahren standardmäßig durch die Frequenzregelung ersetzt werden.