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Was tun? Miteigentümer ist gegen Lademöglichkeit!

Bei unserer Eigentümerversammlung wurde heute mein Antrag, dass jeder Eigentümer auf seinem eigenen Stellplatz eine Steckdose/Lademöglichkeit auf eigene Kosten installieren kann praktisch ohne Gegenstimmen durchgewunken. [emoji4] Und das bei 135 Eigentümern.

Glückwunsch! Es ist sehr erfrischend, zur Abwechslung auch mal eine Erfolgsmeldung zu hören! :smiley:

Ja, das ist erwähnenswert. Ich finde man muss auch oft positive Aspekte hervorheben, so dass sie nicht in all den negativen Berichten untergehen.

Danke! Und es wurde als einziges Traktandum (von ca. einem Dutzend) kein bisschen diskutiert, es gab keine einzige Wortmeldung.

Blöderweise geht die Zuleitung durch die Wand durch. Lt. EN 50160 ist eine harmonische THD von 8% (bis zur 40. Harmonischen grechnet) zugelassen. Zwischenharmonische werden zur Zeit noch gar nicht reglementiert! Und wahrscheinlich gibt es auch Lader mit mangelhafter PFC? de.wikipedia.org/wiki/Verzerrun … rbrauchern

Mit Esoterik hat das nichts zu tun, es gibt sehr wohl elektrosensible Menschen oder eben solche, die keine zusätzliche Belastung wünschen. Das sollte man dann auch respektieren?

Das ist interessant! Was für Eigentumsanlagen meinst Du, die einen eigenen Traforaum haben. Hängen die am Mittelspannungsnetz?

Ich komme als Projektentwickler und Bauträger aus der Branche und kenne auch größere Wohnanlagen, bei denen gibt es einen oder bei sehr großen Anlagen auch mehrere Hausanschlussraum bzw. Räume, da gehen Niederspannungsleitungen rein oft sowas wie 100kVA oder so.

Wäre toll wenn Du mir ein konkretes Beispiel für eine Eigentumsanlage nennen könntest, in der es einen Mittelspannungsanschluss gibt und Probleme mit dem Verkauf von Wohnungen wegen der Nähe zu Trafo. Ich hatte in Verkaufsgesprächen schon Fragen zur Entfernung von Fernsehturm, Mobilfunkmasten aber wirklich noch nie zum Hausanschluss an das Elektrizitätsnetz.

Gruß Mathie

Das Argument Elektrosmog halte ich in dem Fall für absurd.
In München wollte ein gewisser Politiker einen Transrapid mitten unter einem der dichtbesiedeltsten Viertel durchführen, da könnte man je nach Abstand zu den Wohnungen meinetwegen noch Probleme wegen der unkontrollierten Magnetfelder sehen.
Ehrlich gesagt ist es an Lächerlichkeit kaum zu überbieten, dass sich Leute über Elektrosmog Gedanken machen und dann offensichtlich mit einem Verbrenner durch die Gegend fahren.

An deiner Stelle würde ich den Antrag trotzdem stellen, denn es ist nicht richtig dass eine bauliche Veränderung der Zustimmung aller bedarf. Sowas kann auch mehrheitlich beschlossen werden, zumindest wenn niemand innerhalb einer gewissen Frist (glaube 4 Wochen um den Dreh sind das) dagegen Einspruch erhebt. Und dass dieser Nachbar tatsächlich wegen einem Stromkabel zum Anwalt rennt und so einen Einspruch organisiert, das halte ich für extrem unwahrscheinlich.
Du solltest halt schauen, dass du die Hausverwaltung auf deiner Seite hast, dann stehen deine Chancen durchaus gut!

Sorry, falls es hier schon irgendwo steht: Kannst du ggf mal deinen genauen Wortlaut posten? Wenn nicht öffentlich dann auch gerne per PN.
Damit würdest du zumindest mir einen super Gefallen tun - wir setzen uns in diesem Jahr auch dran…
Danke schön vorab!

Ps: Glückwunsch, natürlich!

Den ganz genauen Wortlaut habe ich nicht fotografiert, die Verwaltung hat diesen selbst erstellt und war ziemlich allgemein gehalten.
Es ging um eine generelle Bewilligung zum Einbau einer Steckdose auf dem eigenen Stellplatz zum Aufladen von Elektrofahrzeugen, alle Kosten zulasten des jeweiligen Eigentümers.
Die Verwaltung hat mündlich noch erwähnt, dass diese auch an den Stromzähler der eigenen Wohnung angehängt wird.

Es hat bereits die ein oder andere rote 400 V Steckdose in der Einstellhalle, die noch ohne Bewilligung erstellt wurden aber wie es aussieht keine Reklamationen nach sich zogen.

Es macht allerdings schon Sinn, dass man gewisse Dinge im Kollektiv plant, etwa die Kabelführung an Decken und Wänden oder die Vorbereitung mit Netzwerkverkabelung für zukünftiges Load-Balancing.

Sicherlich korrekt. Bei mir wird es erst nächstes Jahr für das Model 3 interessant. Vorher werde ich alle Eigentümer anfragen, ob sonst noch jemand Interesse hat.
Für meinen Parkplatz muss man leider rund 100 m Kabel ziehen…

In dem konkreten Fall ging es um eine grosse Appartmentanlage mit über 60 Einheiten aus den 70igern, die, wie damals üblich mit Nachtspeicheröfen ausgerüstet war. Deshalb der Mittelspannungstrafo, der leider vom Architekt suboptimal integriert wurde.

Die von Dir genannten 100KVA zeigen das Problem auf. Da ist für individuelles Schnelladen mehrer Eigntümer keine grosse Reserve?

Welches Problem? Das ist doch schon wieder Schmarrn. Entweder das Auto lädt über Nacht auf dem eigenen Stellplatz, dann ist es fast egal, wie schnell oder langsam. In großen Anlagen ist Lastmanagement eine Option. Oder man stellt einen(!) Schnelllader auf, den die Leute abwechselnd/nacheinander nutzen können. In beiden Fällen gibt es kein Problem, wobei ich das Schnelllader-Szenario nur in Ausnahmefällen für sinnvoll halte. Damit es ein Problem gibt, müssten mehrere Eigentümer persönliche Schnelllader haben, und diese gleichzeitig nutzen: Schmarrn.

Da ist dann evtl. der Streit schon vorprogrammiert? Wer lädt wann? Und wer darf erst nachts um 3 laden? :slight_smile:

Ich schrieb ja, dass ich das für eine dumme Idee halte. Ich schrieb auch, was ich für eine bessere Idee halte, aber den Teil hast Du in Deinem Zitat natürlich wieder unterschlagen. Dies ist das letzte Mal, dass ich mir die Mühe mache, auf einen Deiner Beiträge zu antworten.

Ich freu mich für dich über die positive Meldung aus der EV.

Bei mir in der Schweiz bin ich auch bei einer Tiefgarage gegenüber meiner Mietwohnung eingemietet. Ich habe abgeklärt, ob eine Installation möglich sei. Von den beiden Eigentümern der AG wurde dies ohne Probleme akzeptiert, sofern die Kosten für die Abklärungen, den Bau und nötigenfalls den Rückbau, vollständig von mir getragen werden.
Meine beiden Parkplätze sind etwas zu weit von der Zuleitung gelegen. Glücklicherweise komme ich gut mit zwei Mietern von möglichen 4 Parkplätzen in der Nähe der Verteilung, gut zurecht. Ich kann somit problemlos einen Parkplatz abtauschen.
Glücklicherweise hat es aktuell noch genügend Platz für Sicherungen und einen Zähler. Es wird dann an 10F7 oder 10F3 angeschlossen (siehe Anhang). Gebaut ist es noch nicht, aber zum Glück sind die Leute offen gegenüber meinen Wünschen und dies, obwohl ich noch nicht mal in den zur Tiefgarage gehörenden Mietwohnungen wohne. Ich hoffe, dies bleibt auch zukünftig problemlos. Wir haben auch besprochen, ob bereits mehrere Parkplätze für eine Anschluss vorbereitet werden sollen, aber das Interesse ist aktuell noch zu gering dafür.

Eine gewisse Ungewissheit bleibt halt, aber die hat man sowieso bei den Elektroautos im Moment. Lifecycle bald schneller als bei einem Handy.

Heute auf electrive.net: Es gibt in dieser Sache unerwartete Schützenhilfe vom wahrscheinlich mächtigsten Lobby-Verband des Landes!

vda.de/de/presse/Pressemeld … hland.html

klar, da wissmann&co keine eigene schnellladeinfrastruktur hinbekommen brauchen sie zukünftig diese lösung im städtischen raum.

Und wieder ein glücklicher Mieter mit eigener Lademöglichkeit… Mach jahrelangem Kampf:
:arrow_right: goingelectric.de/forum/priva … ml#p531666

Der Schocker in diesem Thread versteckt sich hier:
:arrow_right: goingelectric.de/forum/priva … ml#p307008 :astonished:

Golem hat im April einen 6-seitigen Artikel zum Thema gebracht, ich glaube, der wurde hier noch nicht verlinkt:
:arrow_right: golem.de/news/elektromobili … 27330.html

Vorsicht, nicht in die Kommentare gucken! Da wird einem sonst schlagartig übel.