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Was tun? Miteigentümer ist gegen Lademöglichkeit!

Ich hatte den Artikel zwar schon in einem anderen Thread gepostet, aber er passt hier gut:

zeit.de/mobilitaet/2017-04/e … ettansicht

Lesenswert!

Bei uns (120 Parteien-WEG, große Anlage mit 6 Häusern in einer Großstadt) wird nun eine Gruppe eingerichtet, die sich um ein Gesamtkonzept kümmern soll. Hintergrund ist, dass wir auf ein neues Gesetz (realistisch ist hier 1-2 Jahre) vorbereitet sein wollen. Sonst gibt’s Kraut und Rüben, Stress ohne Ende…

Bei unserer Eigentümergemeinschaft hat jede Garage Strom bekommen, damit man auch mal das Auto aussaugen kann oder anderes Werkzeug benutzen. Vielleicht ist das ein Argument, daß alle Stellplätze eine Steckdose bekommen (oder wie macht der Nachbar sein Auto sauber?).
Strom am Parkplatz steigert den Wert des Stellplatzes.
Wenn alle anderen auch eine Dose wollen, sieht die Lage schon ganz anders aus.

Die Tiefgarage ist doch sicher beleuchtet, evtl. mit Leuchtstoffröhren, und hat ggf. sogar Lüfter laufen.
Stört den Nachbarn dieser Elektrosmog nicht?
Hat er ein Handy, Schnurlostelefon, Internet/WLAN, Mikrowelle?
Bekommt er Abgase ins Schlafzimmer beim Lüften oder mit offenem Fenster schlafen, wenn die Tiefgarage darunter ist?
Hört er die Autos fahren?

Diskussionsbedarf gibt es sicher, aber vielleicht ist es möglich, die anderen Eigentümer auf Deine Seite zu ziehen?
Oder ist der Nachbar ein genereller Querulant und Beschwerer, den es ja bei zu vielen Eigentümern öfters mal gibt?

Danke, das war ein guter Input zu den anderen üblichen Dingen des Elektro Smog.

Den Elektrosmog ausgehend von einem Leistungsschaltnetzteil (Lader) mit dem einer Gasentladungsröhre zu vergleichen???

Zur Info: So ein Netzteil hat eine nichtlineare Charakteristik, welche für Oberschwingungen in nicht unerheblichem Maß verantwortlich ist. Selbst mit aktiver Leistunsfaktorkorrektur ergeben sich noch i.d.R. nicht zu vernachlässigende Oberwellenanteile!

Nein. Lies einfach mal das, was Du beim Zitieren weggeschnitten hast.

Ich bezog mich auf den Teil des ‚Elektrosmogs‘, den der Miteigentümer evtl. passiv zusätzlich abbekommen könnte.

Wenn ich nicht Äpfel mit Birnen vergleiche, bleibt da nur noch der Lüfter als Vergleich. Auch den schätze ich was Elektrosmog angeht deutlich unterhalb des Laders ein, zumindest wenn er Standard Stern/Dreieck betrieben wird.

Ich kenne das Problem aus grösseren Eigentumsanlagen. Die Einheiten nahe des Schalt/Traforaums sind da oft schwer zu vermieten/verkaufen.

Boah ey. Erstens mal solltest Du vielleicht den Abschnitt zitieren, auf den Du Dich beziehst, und nicht eine Sache zitieren und Dich dann auf eine ganz andere beziehen. Und zweitens scheint die Diskussion über „Elektrosmog“ hinter einer Stahlbetonwand reichlich esoterisch, egal ob E-Auto-Lader, Stern, Dreieck, Viereck, oder Gasentladung. Das sind weder Äpfel noch Birnen, das ist einfach nur Schmarrn.

Bei unserer Eigentümerversammlung wurde heute mein Antrag, dass jeder Eigentümer auf seinem eigenen Stellplatz eine Steckdose/Lademöglichkeit auf eigene Kosten installieren kann praktisch ohne Gegenstimmen durchgewunken. [emoji4] Und das bei 135 Eigentümern.

Glückwunsch! Es ist sehr erfrischend, zur Abwechslung auch mal eine Erfolgsmeldung zu hören! :smiley:

Ja, das ist erwähnenswert. Ich finde man muss auch oft positive Aspekte hervorheben, so dass sie nicht in all den negativen Berichten untergehen.

Danke! Und es wurde als einziges Traktandum (von ca. einem Dutzend) kein bisschen diskutiert, es gab keine einzige Wortmeldung.

Blöderweise geht die Zuleitung durch die Wand durch. Lt. EN 50160 ist eine harmonische THD von 8% (bis zur 40. Harmonischen grechnet) zugelassen. Zwischenharmonische werden zur Zeit noch gar nicht reglementiert! Und wahrscheinlich gibt es auch Lader mit mangelhafter PFC? de.wikipedia.org/wiki/Verzerrun … rbrauchern

Mit Esoterik hat das nichts zu tun, es gibt sehr wohl elektrosensible Menschen oder eben solche, die keine zusätzliche Belastung wünschen. Das sollte man dann auch respektieren?

Das ist interessant! Was für Eigentumsanlagen meinst Du, die einen eigenen Traforaum haben. Hängen die am Mittelspannungsnetz?

Ich komme als Projektentwickler und Bauträger aus der Branche und kenne auch größere Wohnanlagen, bei denen gibt es einen oder bei sehr großen Anlagen auch mehrere Hausanschlussraum bzw. Räume, da gehen Niederspannungsleitungen rein oft sowas wie 100kVA oder so.

Wäre toll wenn Du mir ein konkretes Beispiel für eine Eigentumsanlage nennen könntest, in der es einen Mittelspannungsanschluss gibt und Probleme mit dem Verkauf von Wohnungen wegen der Nähe zu Trafo. Ich hatte in Verkaufsgesprächen schon Fragen zur Entfernung von Fernsehturm, Mobilfunkmasten aber wirklich noch nie zum Hausanschluss an das Elektrizitätsnetz.

Gruß Mathie

Das Argument Elektrosmog halte ich in dem Fall für absurd.
In München wollte ein gewisser Politiker einen Transrapid mitten unter einem der dichtbesiedeltsten Viertel durchführen, da könnte man je nach Abstand zu den Wohnungen meinetwegen noch Probleme wegen der unkontrollierten Magnetfelder sehen.
Ehrlich gesagt ist es an Lächerlichkeit kaum zu überbieten, dass sich Leute über Elektrosmog Gedanken machen und dann offensichtlich mit einem Verbrenner durch die Gegend fahren.

An deiner Stelle würde ich den Antrag trotzdem stellen, denn es ist nicht richtig dass eine bauliche Veränderung der Zustimmung aller bedarf. Sowas kann auch mehrheitlich beschlossen werden, zumindest wenn niemand innerhalb einer gewissen Frist (glaube 4 Wochen um den Dreh sind das) dagegen Einspruch erhebt. Und dass dieser Nachbar tatsächlich wegen einem Stromkabel zum Anwalt rennt und so einen Einspruch organisiert, das halte ich für extrem unwahrscheinlich.
Du solltest halt schauen, dass du die Hausverwaltung auf deiner Seite hast, dann stehen deine Chancen durchaus gut!

Sorry, falls es hier schon irgendwo steht: Kannst du ggf mal deinen genauen Wortlaut posten? Wenn nicht öffentlich dann auch gerne per PN.
Damit würdest du zumindest mir einen super Gefallen tun - wir setzen uns in diesem Jahr auch dran…
Danke schön vorab!

Ps: Glückwunsch, natürlich!

Den ganz genauen Wortlaut habe ich nicht fotografiert, die Verwaltung hat diesen selbst erstellt und war ziemlich allgemein gehalten.
Es ging um eine generelle Bewilligung zum Einbau einer Steckdose auf dem eigenen Stellplatz zum Aufladen von Elektrofahrzeugen, alle Kosten zulasten des jeweiligen Eigentümers.
Die Verwaltung hat mündlich noch erwähnt, dass diese auch an den Stromzähler der eigenen Wohnung angehängt wird.

Es hat bereits die ein oder andere rote 400 V Steckdose in der Einstellhalle, die noch ohne Bewilligung erstellt wurden aber wie es aussieht keine Reklamationen nach sich zogen.

Es macht allerdings schon Sinn, dass man gewisse Dinge im Kollektiv plant, etwa die Kabelführung an Decken und Wänden oder die Vorbereitung mit Netzwerkverkabelung für zukünftiges Load-Balancing.

Sicherlich korrekt. Bei mir wird es erst nächstes Jahr für das Model 3 interessant. Vorher werde ich alle Eigentümer anfragen, ob sonst noch jemand Interesse hat.
Für meinen Parkplatz muss man leider rund 100 m Kabel ziehen…

In dem konkreten Fall ging es um eine grosse Appartmentanlage mit über 60 Einheiten aus den 70igern, die, wie damals üblich mit Nachtspeicheröfen ausgerüstet war. Deshalb der Mittelspannungstrafo, der leider vom Architekt suboptimal integriert wurde.

Die von Dir genannten 100KVA zeigen das Problem auf. Da ist für individuelles Schnelladen mehrer Eigntümer keine grosse Reserve?

Welches Problem? Das ist doch schon wieder Schmarrn. Entweder das Auto lädt über Nacht auf dem eigenen Stellplatz, dann ist es fast egal, wie schnell oder langsam. In großen Anlagen ist Lastmanagement eine Option. Oder man stellt einen(!) Schnelllader auf, den die Leute abwechselnd/nacheinander nutzen können. In beiden Fällen gibt es kein Problem, wobei ich das Schnelllader-Szenario nur in Ausnahmefällen für sinnvoll halte. Damit es ein Problem gibt, müssten mehrere Eigentümer persönliche Schnelllader haben, und diese gleichzeitig nutzen: Schmarrn.