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Was tun? Miteigentümer ist gegen Lademöglichkeit!

Ja es gibt in der Nähe des Stellplatzes eine Schuko Steckdose. Das ist aber Allgemeinstrom und ich müsste dort einen Zähler installieren lassen…
Notfalls ja aber gut ist das nicht.
Ich warte jetzt erstmal ab was sich in den nächsten 1,5 Jahren noch tut.

Lg

Danke Yellow für diese überaus wichtige Wortspende.

An meiner Wohnadresse lade ich zur Zeit auch nur mit 230V 10A über eine Verlängerungsleitung aus meinem Keller in die Hofeinfahrt.
Mein Keller läuft über meinen Stromzähler, von daher kein Problem.
Meine Vermieterin weiß bescheid.

Bei meiner Freundin lade ich ebenfalls zur Zeit über 230V 10A über eine Verlängerungsleitung, allerdings über den Allgemeinstrom.
Wir haben mit dem Vermieter vereinbart, dass wir über die Nebenkostenabrechnung eine Pauschale abrechnen.
Ich fahre 150 km Autobahn, verbrauche auf der Strecke ca. 30 kWh (extra großzügig angesetzt) und setze 25ct/kWh an.
Somit kalkulieren wir pro Ladung 7,50 € ein, die wir dann pauschal zahlen.
(Ich lade ja nur das nach, was ich auf dem Hinweg verbraucht habe, die Rückfahrt lade ich ja wieder aus meinem Keller.)

Sollten wir den Zuschlag für die neue Wohnung bekommen, hat der neue Vermieter schon angekündigt, dass er kein Problem damit hat, die Elektroinstallation für ein BEV aufzuwerten, da er sowieso in der Garage etwas ändern möchte, was eine verbesserte Stromzufuhr erfordert.
Da wäre die Aufrüstung für ein BEV nur Kleinkram nebenher.
Ich bräuchte ihm dann nur den teuren FI Typ B bezahlen, den Rest zahlt der Vermieter.

Sollten wir den Zuschlag für die neue Wohnung nicht bekommen, so würde ich einen Elektriker einen Abzweig mit eigener Unterverteilung und Stromzähler in unsere Garage legen lassen, so dass wir nicht mehr über den Allgemeinstrom und die Pauschale abrechnen müssten.
Die Kosten dafür würde ich voll übernehmen.

Fazit:
Es gibt für alles eine Lösung, man muss nur mit den Leuten freundlich und kooperativ sprechen.
Die größten Sorgen der „Anderen“ sind doch prinzipiell: „Kosten für die Gemeinschaft“ und „Sicherheit“.
Wenn man denen mit belegbaren Fakten belegen kann, dass keinerlei Kosten auf die Gemeinschaft kommen und die Sicherheit ganz klar gewährleistet werden kann, weil z. B. alles von einem Fachmann installiert wird, dann klaut man den Pessimisten alle Argumente.

Falls es keine bessere Lösung gibt und du dort einen Zähler anbringen musst, ist das keine grosse Sache. Das muss ja kein Zähler vom EW sein, da reicht ein normaler Hutschienenzähler, wie man sie in Schaltschränken und dergleichen einsetzt. So ein Ding kostet etwa 50 € und ein Gehäuse nochmal einen Zehner oder so.

Same here. :laughing:

Servus zusammen,

letzten Freitag war ein Gesetzentwurf im Bundesrat und hat die erste Hürde erst mal genommen.

haufe.de/immobilien/wirtsch … 76068.html

Wenn das durchgeht hätten die einzelnen Nein-Sager nix mehr zu melden.

Gruß

Bernhard

wirklich? Ich bin nicht sicher.
Denn zwar ist die Zustimmung nichtmehr nötig (sprich: wenn sich alle enthalten und nur der Antragsteller dafür stimmt, ists auch ok. Nur die Zustimmer müssen zahlen und dürfen nutzen. So stehts im Entwurf.), Aber was ist, wenn die EV dagegen stimmt?

Welcher Teil von „soll der Mieter […] die Zustimmung verlangen können, wenn er ein berechtigtes Interesse daran hat“ ist Dir unklar? :wink: Der erste Abschnitt schreibt übrigens auch, dass die Zustimmung „entbehrlich“ ist, d.h. nicht notwendig ist, um die Baumaßnahme durchzuführen.

Wenn also alle außer dem EV-Fahrer dagegen stimmen, dann zahlt nur der EV-Fahrer die Baumaßnahmen selber. Gebaut kann trotzdem werden.

Vorschlag für die Erweiterung einer Sondernutzungsregelung in einer Teilungserklärung:

Das Ganze kann und muss man natürlich abwandeln/ anpassen, falls Sondereigentum an den Stellplätzen begründet wird (nur möglich bei Garagenplätzen).

Kritik wird gern entgegengenommen, insbesondere zu den technischen Punkten (allerdings bitte berücksichtigen, dass die Regelung auch noch in 60 oder gar 100 Jahren halbwegs funktionieren sollte).

ALBA

Das Landgericht München sieht mit Urteil vom 21.01.2016-36 S 2041/15 WEG die Situation zu Lademöglichkeiten in Tiefgaragen bei Gemeinschaftseigentum wie folgt (Ergänzung durch mich:
„…Aus dem Wohnungseigentumsrecht dürfte sich derzeit kein Anspruch auf die Errichtung einer solchen Ladestation (Anm.: Lademöglichkeit für ein E-Auto) ergeben - jedenfalls nicht bei älteren Eigentumsanlagen. Um die Elektromobilität für jedermann zu ermöglichen, ist vielmehr der Gesetzgeber gefragt, der bei einem entsprechenden politischen Willen die erforderlichen Regelungen auch rasch auf den Weg bringen kann…“

Quelle:
jenanwalt.de/rechtsgebiete/m … tseigentum

Ich hatte den Artikel zwar schon in einem anderen Thread gepostet, aber er passt hier gut:

zeit.de/mobilitaet/2017-04/e … ettansicht

Lesenswert!

Bei uns (120 Parteien-WEG, große Anlage mit 6 Häusern in einer Großstadt) wird nun eine Gruppe eingerichtet, die sich um ein Gesamtkonzept kümmern soll. Hintergrund ist, dass wir auf ein neues Gesetz (realistisch ist hier 1-2 Jahre) vorbereitet sein wollen. Sonst gibt’s Kraut und Rüben, Stress ohne Ende…

Bei unserer Eigentümergemeinschaft hat jede Garage Strom bekommen, damit man auch mal das Auto aussaugen kann oder anderes Werkzeug benutzen. Vielleicht ist das ein Argument, daß alle Stellplätze eine Steckdose bekommen (oder wie macht der Nachbar sein Auto sauber?).
Strom am Parkplatz steigert den Wert des Stellplatzes.
Wenn alle anderen auch eine Dose wollen, sieht die Lage schon ganz anders aus.

Die Tiefgarage ist doch sicher beleuchtet, evtl. mit Leuchtstoffröhren, und hat ggf. sogar Lüfter laufen.
Stört den Nachbarn dieser Elektrosmog nicht?
Hat er ein Handy, Schnurlostelefon, Internet/WLAN, Mikrowelle?
Bekommt er Abgase ins Schlafzimmer beim Lüften oder mit offenem Fenster schlafen, wenn die Tiefgarage darunter ist?
Hört er die Autos fahren?

Diskussionsbedarf gibt es sicher, aber vielleicht ist es möglich, die anderen Eigentümer auf Deine Seite zu ziehen?
Oder ist der Nachbar ein genereller Querulant und Beschwerer, den es ja bei zu vielen Eigentümern öfters mal gibt?

Danke, das war ein guter Input zu den anderen üblichen Dingen des Elektro Smog.

Den Elektrosmog ausgehend von einem Leistungsschaltnetzteil (Lader) mit dem einer Gasentladungsröhre zu vergleichen???

Zur Info: So ein Netzteil hat eine nichtlineare Charakteristik, welche für Oberschwingungen in nicht unerheblichem Maß verantwortlich ist. Selbst mit aktiver Leistunsfaktorkorrektur ergeben sich noch i.d.R. nicht zu vernachlässigende Oberwellenanteile!

Nein. Lies einfach mal das, was Du beim Zitieren weggeschnitten hast.

Ich bezog mich auf den Teil des ‚Elektrosmogs‘, den der Miteigentümer evtl. passiv zusätzlich abbekommen könnte.

Wenn ich nicht Äpfel mit Birnen vergleiche, bleibt da nur noch der Lüfter als Vergleich. Auch den schätze ich was Elektrosmog angeht deutlich unterhalb des Laders ein, zumindest wenn er Standard Stern/Dreieck betrieben wird.

Ich kenne das Problem aus grösseren Eigentumsanlagen. Die Einheiten nahe des Schalt/Traforaums sind da oft schwer zu vermieten/verkaufen.

Boah ey. Erstens mal solltest Du vielleicht den Abschnitt zitieren, auf den Du Dich beziehst, und nicht eine Sache zitieren und Dich dann auf eine ganz andere beziehen. Und zweitens scheint die Diskussion über „Elektrosmog“ hinter einer Stahlbetonwand reichlich esoterisch, egal ob E-Auto-Lader, Stern, Dreieck, Viereck, oder Gasentladung. Das sind weder Äpfel noch Birnen, das ist einfach nur Schmarrn.

Bei unserer Eigentümerversammlung wurde heute mein Antrag, dass jeder Eigentümer auf seinem eigenen Stellplatz eine Steckdose/Lademöglichkeit auf eigene Kosten installieren kann praktisch ohne Gegenstimmen durchgewunken. [emoji4] Und das bei 135 Eigentümern.

Glückwunsch! Es ist sehr erfrischend, zur Abwechslung auch mal eine Erfolgsmeldung zu hören! :smiley:

Ja, das ist erwähnenswert. Ich finde man muss auch oft positive Aspekte hervorheben, so dass sie nicht in all den negativen Berichten untergehen.

Danke! Und es wurde als einziges Traktandum (von ca. einem Dutzend) kein bisschen diskutiert, es gab keine einzige Wortmeldung.