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Was tun? Miteigentümer ist gegen Lademöglichkeit!

Wahrscheinlich derzeit nicht viel, da du vor Gericht keine sicheren Erfolgsaussichten in der Grundsache hast.

Allerdings: Die HV darf nicht einfach eigenmächtig einen Antrag nicht stellen, vielleicht erinnerst du sie höflich an den Verwaltervertrag und die Pflichten, die sich daraus ergeben. Die müssen dir schon erklären, warum sie nicht wollen - hier wäre ein Gerichtsverfahren wohl erfolgreich.

Der wichtigere Punkt, nämlich das ‚Durchpauken‘ des Anschlusses, ist viel schwieriger und derzeit ohne Gesetzesänderung eher als Risiko anzusehen…

Ist blöd und ein riesiger Hemmschuh für die E-Mobilität.

Ich kenne mich im WEG nicht so gut aus, aber kann die HV dies tatsächlich verweigern (Datenschutz?). Wenn ja, kann die HV nahezu jeden beliebigen Antrag mit diesem Argument blocken …
Bye Thomas

Der Verwalter muss dem einzelnen Wohnungseigentümer außerhalb der Wohnungseigentümerversammlung nicht Rede und Antwort stehen (Ausnahmen könnten sich aus der Gemeinschaftsordnung oder dem beschlossenen Verwaltervertrag ergeben). Allerdings hat jeder Wohnungseigentümer einen Anspruch auf Einsicht in sämtliche Verwaltungsunterlagen, dies schließt das Abfotografieren/Kopieren dieser Unterlagen – natürlich mit eigenen Geräten und nicht denen des Verwalters – mit ein.

Kurz um: der Verwalter muss nichts sagen, der Eigentümer kann jedoch sämtliche Verwaltungsunterlagen einsehen.

Mein Beileid!
Bei mir hat die Verwaltung vor der Abstimmung über meinen Antrag, dass sich die Eigentümer auf eigene Kosten einen Stromanschluss am eigenen EHP anbringen können gesagt, dass die Abstimmung ja wohl nur eine Formsache sein wird.

So unterschiedlich können Verwaltungen sein…

Das halte ich auch für totalen Blödsinn. Selbst wenn der Einbau einer Steckdose rechtlich als bauliche Veränderung gelten würde (was ich stark anzweifle), dann ist es zumindest in Deutschland ausreichend einen Mehrheitsbeschluss zu haben. Nur wenn dieser anschließend innerhalb von 4 Wochen angefochten wird, gibt es Probleme, ansonsten ist der Mehrheitsbeschluss für dich kein Unterschied zur Einstimmigkeit.

Der HV würde ich mal richtig Stress machen, da blockiert wahrscheinlich eine Einzelperson aus zweifelhaften Gründen dein ehrenhaftes Ansinnen die Nachbarn zukünftig nicht mehr mit Abgasen zu vergiften.
Ggf. macht es auch Sinn einen Anwalt zu beauftragen, nicht um zu klagen, sondern um die HV wieder auf legale Pfade zu bringen.

schau erstmal in den WEG-vertrag, was der regelt (bauliche veränderungen, abstimmungen etc.)

Also in Ö ist es definitiv so, dass das Abstimmverhalten nicht offen gelegt werden muss.

(Also wer konkret damit meine ich namentlich dafür und wer dagegen war)

Aus dem Anteilsergebnis kann man es sich aber oft ausrechnen wer der (einzige) WE war, der dagegen stimmte. :wink:

Tipp: Wenn es wirklich nur einer ist, hilft oft der Druck der Mehrheit. Vielleicht möchte ja noch wer bald sein E-Auto laden ?!

Wenn das auch nicht klappt würde ich definitiv auf die Straße ausweichen.

Ggf. kann man auch mal darüber nachdenken, etwas mit „Wertminderung“ in Spiel zu bekommen. Häuser mit Lademöglichkeit haben sicherlich einen besseren Marktwert als solche ohne. Umkehrschluss: keine Upgrademöglichkeit = Wertverlust. Ich zumindest würde nichts mehr Mieten/Kaufen ohne so einen Anschluss. Und solche Leute werden immer mehr.

Und selbst wenn es nicht stichfest ist: es reicht der Hausverwaltung etwas Dampf zu machen. Angst beschleunigt. :wink:

Genau, lass dich nicht beirren von solchen Vollidioten, die sterben irgendwann aus. Wir können unser Auto auch nicht in der Tiefgarage laden, und es klappt doch prima. Es kostet auch nicht zuviel Zeit, ab und zu mal zu einer Ladesäule zu fahren.

Ich zitiere aus dem Priusfreunde-Forum, wo sich jemand in der Tiefgarage eine Lademöglichkeit montieren lassen wollte:
priusfreunde.de/portal/index … &id=136953

"Nach einem halben Jahr habe ich endlich die Entscheidung der Eigentümerversammlung bezgl. meines Wunsches eine Ladesäule zu errichten:

einstimmig abgewiesen, mit der Begründung, dass man mich vor zu hohen Kosten und Aufwand schützen wollte."

Weiß jemand wie lange so eine Klage dauern würde?
Also wenn ich es einfach installieren lassen würde und der Miteigentümer dann Klage einreichen würde, wie lange würde sich das hin ziehen bis eine Entscheidung fällt?

das hängt davon ab dich wieviele Instanzen das geht …

Wenn du einfach machst musst du damit leben das dein Nachbar auch zu vermutlich illegalen Mitteln greift.
Ein Kabel ist schnell durchgeschnitten, ein Reifen schnell platt und Lack zu verkratzen ist auch kein Problem. Wer sein „Recht“ selbst in die Hand nimmt muss das auch dem Nachbarn zugestehen.

Ich verstehe deinen Nachbarn auch nicht und wünsche mir Ladestationen für alle Wohnungen, aber illegale Installationen gehen garnicht.

Bei mir war das nach Aufklärung übrigens kein Problem, auch eine Split-Klima ging bedenkenlos durch. Jetzt hat mein Nachbar auch eine Klima beantragt :smiley:

Etwas „einfach tun“ mit Vandalismus gleichzusetzen finde ich jetzt etwas fragwürdig.

Der Nachbar sieht das Kabel auch als Vandalismus am Gemeinschaftseigentum :wink:

Sag ihm, dass du mit dieser Aktion Menschenleben rettest. Würdest du statt dem E-Auto einen Verbrenner kaufen, dann würdest du dich weiterhin am Stickoxid-Massensterben beteiligen. Das kann dein Nachbar doch auch nicht wollen? Vielleicht ist er das nächste Opfer, wer weiss das schon.

Und bevor ich was einfach ohne Abstimmung installiere, da würde ich doch erst mit der Hausverwaltung (ggf. über einen Anwalt) sprechen, denn die dürfen weder deine Anträge einfach ignorieren, noch sich so eindeutig auf einer Seite positionieren, noch die Abstimmung über diesen Punkt verweigern.
Wenn du dann eine Mehrheit für deinen Antrag bekommst, muss selbst im Falle einer baulichen Veränderung der eine Nachbar offiziell Widerspruch einlegen, sonst ist der Beschluss auch ohne Einstimmigkeit gültig. Sollte er tatsächlich Widerspruch einlegen, was ich trotz kontroverser Themen bei Eigentümerversammlungen bisher noch nie erlebt habe, dann kannst du immernoch mit deinem Anwalt besprechen wie zu reagieren ist.

Wäre denn als Notlösung ein Kabel aus deiner Wohnung zum Auto möglich? Bei mir sind das zwar schon ein paar Meter Luftlinie von der Wohnung bis zur nächstgelegenen Parkmöglichkeit, aber ich könnte und würde es in so einem Fall machen.

Jedenfalls tust du dir selbst und dem Siegeszug der Elektromobilität einen Gefallen, wenn du die Sache nach außen hin offiziell und professionell handhabst. Was du dann mit deinem Nachbarn persönlich machst und klärst, das steht ja wieder auf einem anderen Blatt und sei dir selbst überlassen :wink:

Versucht bitte eine gütliche Lösung zu finden. Rechtliche Grundlagen für das Recht auf Installation sind absehbar, bis dahin helfen vielleicht Übergangslösungen.

Abstimmung ist aber auch danach noch nötig. Der Hausanschluss verkraftet eine gewisse Zahl von Wallboxen. Im Sinne aller Parteien macht die Einigung auf ein System Sinn, bei dem Lastmanagement möglich ist. Die meisten Anbieter von Wallboxen bieten ein Modell an, das im Sinne von Master/Slave dies preiswert ermöglicht. Komplexere Systeme, die aber auch wesentlich teurer sind, berücksichtigen dabei auch die Last des Hauses und nicht einen fix eingestellten Wert.

Wer ruhig aufklärt ohne die Haltung, ohnehin auf der vermeintlich richtigen Seite zu stehen, erreicht mehr als durch undiplomatische und illegale Aktionen. Das schadet dem Thema E-Mobilität nur. Bedenkt bei solchen unerlaubten Vorgehen auch einen potentiellen Unfall (Kurzschluss, Brand usw.), bei dem eine offizielle Ermittlung folgt.

Ich besitze viele Immobilien und habe oft schon erlebt, der Aufklärungsbedarf ist sehr hoch. Ängste muss man emotional sehr ernst nehmen - egal wie absurd diese rational und technisch erscheinen mögen. Auch Neid anderer Besitzer muss man einkalkulieren und akzeptieren. Dabei darf auch niemals der Eindruck entstehen (oder gar das Ansinnen verfolgt werden), bzgl. Hausanschluss und Anschlussleistung gelte, wer zuerst kommt, erhält den Anschluss, der Rest soll später selber sehen, wie er das löst. In ästhetisch anspruchsvollen Wohnanlagen sollte das Vorhaben mit einem Elektriker besprochen werden, hier kommen dann andere Installationsvarianten in Frage, bei denen die Kabel weniger auffällig geführt werden.

Um schliesslich: Ladesäulen wird kaum jemand brauchen, eher Wallboxen. Und wenn man von Steckdose spricht, ist es noch verständlicher und jeder kennt es. Eine Wallbox ist ja auch nur eine Steckdose. Beantragt also eher eine Steckdose. Die kann man ja auch für den Staubsauger brauchen. Die genaue Adernzahl und Querschnitt des Kabels müsst ihr dabei gar nicht spezifizieren. In nur einem Fall musste ich mich auf die Farbe des Kabels festlegen.

Gut geschrieben, jedoch antwortest du auf einen 2 Jahre alten Thread.

In der Tat. Das hat man davon, wenn man die Suche nutzt und dann das Datum übersieht… Hoffen wir mal, dass das Gesetzesthema aber bald geklärt ist.

[color=#0000FF]Dann mache ich hier trotzdem zu, da es noch mehrere ähnliche Threads gibt.

@mrtmed, ich freue mich aber trotzdem über Deinen Beitrag. Da ich immer wieder sehr gerne kritisiere, dass zuviel geschrieben und zu wenig gelesen wird. Du bist jedenfalls eine löbliche Ausnahme :wink:

LGH[/color]