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Was tun? Miteigentümer ist gegen Lademöglichkeit!

ich hab jetzt nicht noch mal alles vom anfang an gelesen …

wieviel mitglieder hat denn eure WEG?
braucht die abstimmung einstimmigkeit oder reicht einfache mehrheit?

ich würde eine abstimmung durch vorgelagerte einzelgespräche mit den einzelnen WEG-mitgliedern vorbereiten. hierzu würde ich auch den aktuellen diskussionsstand mit dem von dir geschilderten bewohner darstellen ohne ihn abzuwerten.
am ende solcher „einzelgespräche“ würde ich dem jeweiligen gesprächspartner auf einem a4-blatt deine gründe FÜR dein vorhaben überreichen inkl. deiner überlegungen eventuelle wünsche (abschirmung) zu berücksichtigen.
wenn du damit durch bist, und sich ene mehrheit herausgebildet hat (aus „bin dafür“ plus „ist mir egal“) würde ich ALLE zu einem sommerlichen grillen einladen und hierbei nochmal in lockerer runde alles vorbringen. vielleicht will der „will ich um garkeinen preis mitbewohner“ einfach nicht der sonderling sein und überlegt sich die sache nochmal.

was ir noch einfällt: elektrosmog-messung beim stande JETZT. und dann einen erheblichen verbraucher an deine gewünschte ladeposition stellen (z.b. heiztrockner zur gebäudetrocknung) und dann nochmal messen. vielleicht kommt in der beschriebenen wohnung garnichts an …

zum großen streit würde ich es nicht kommen lassen …

Mein Beileid zu so einem Miteigentümer. Kannst ihm ja eine Solaranlage auf dem Dach vorschlagen :laughing:

Ganz pragmatisch gedacht, gibt es vielleicht eine andere Tiefgarage in der Nähe, wo sich das eventuell realisieren lässt? Du könntest dort einen Stellplatz anmieten und/oder vielleicht sogar einen Deal mit einem KFZ-losen Nachbar schließen.

Umziehen.

Hallo Carter,

sehr traurig so etwas.
Ich stand vor einem ganz ähnlich gearteten Problem, aber mir hat die Hausverwaltung geholfen.

Aussage der Hausverwaltung war allerdings:
Da es sich um eine bauliche Veränderung handelt (Was ein Quatsch), müssen tatsächlich alle Eigentümer zustimmen und nicht nur die einfache Mehrheit.
Andererseits sind einmal auf der Eigentümerversammlung getroffene Beschlüsse nur einen Monat lang nach Versand des Versammlungsprotokolls anfechtbar.
Daher haben wir die Sache zur Abstimmung gebracht, alle anwesenden Eigentümer (ca. 90%) stimmten dafür, nur auf eine mit etwa 1,5% Anteil am gesamten Eigentum stimmte dagegen. Rechtlich ist es damit nicht sofort genehmigt.
Da die HV aber die Zustimmung des ETV ins Protokoll geschrieben hat und einen Monat lang nix angefochten wurde, ist es somit genehmigt.

All diese Aussagen kommen von der HV, rechtliche Grundlagen kann ich Dir nicht nennen.

Jedenfalls kommt jetzt meine Ladestation auf den Parkplatz… bums.

Schöne Grüße

kwi

Ein nichtlinearer Verbraucher (Ladegerät) ist nicht mit einem zu fast 100% ohmschen Verbraucher (Heizlüfter) zu vergleichen, was Elektrosmog angeht.

Unglaublicher Blödsinn, sehr schade. Wie würde das aussehen, wenn du einfach eine Steckdose für Arbeiten am Auto errichtest? Was du darüber laufen läßt (zB Dein UMC) ist ja dann deine Privatsache.

1982 Neubau eines Firmengebäudes in St. Leonhard. Die Wasserleitung hätte ein paar Meter unter einem Nachbargrundstück geführt werden müssen. Der Grundstückbesitzer wollte sich das Recht teuer abkaufen lassen.

Samstag Vormittag erschien der Firmenbesitzer mit einem Bagger, die Leitung war schnell verlegt, das Lich schnell wieder zugebuddelt. Natürlich hat der Grundbesitzer geklagt, aber das war recht preisgünstig.

Danke für die ganzen Tips und Anteilsnahme.
Eine Nornale Schukosteckdose hatte ich auch gefragt…aber selbst die wurde verweigert weil sie auch zusätzlichen Smog erzeugen würde.
Ich werde mich jetzt mal mit meinen lokalen Stadtwerken kurzschließen wo bei mir im Ort evtl eine Ladesäule vorgesehen ist und werde sie auf ein paar gute Standorte hinweisen (danke auch an redvienna, das geht ja in die Richtung).
Alternativ würde ich mich als Pate (monetär) für eine Säule bei mir vor der Türe (ist gut möglich da dort ein kleiner Stadtpark mit Parkplätzen ist) einbringen.

Das mit dem einfach installieren lassen und angeklagt werden hatte ich mir auch schon überlegt. Ich gehe allerdings davon aus dass dann mein Kabel durchgeknipst werden wird.
Hat jemand Erfahrung damit wie lange sich eine solche Klage hinauszögern lässt bzw das Urteil einer Selbigen? Wenn das nämlich 2 Jahre dauern würde, dann wäre es eine Option. Bis dahin gibt es dann hoffentlich ein Gesetz welches es ermöglicht.

Alternativ könnte ich natürlich auch direkt nach der Ablehnung in der WEG eine Klage einreichen - allerdings mit sehr wenig Aussicht auf Erfolg.

Ich würde auf die Straße ausweichen.

Wir lassen auch vor der Firma eine Ladestation für Anrainer bauen.

@carter

wenn die strahlungsphobie deines nachbarn therapeutisch wertvoll sein sollte, dann ist da jedes, mit logik untersetzte gegenvorgehen zwecklos.

Und wenn du als Phase 1 mit einem Verlängerungskabel arbeitest?
Das wäre ja vorerst keine permanente Installation.
Dies bräuchte man für ICE Fzg. enenfalls wenn man die Batterie „überwintern“ will. Sprich ein Ladegerät für die 12V Batterie anschliesst.

Versuche dem Herren doch mal zu erklären, dass es viel mehr Elektrosmog gibt, wenn Du dauernd mit Deinem Auto von Deinem Parkplatz unter seiner Wohnung durch fahren musst. Und das ja die Batterie Ladung verliert, die sich irgendwohin abstrahlt - was aber natürlich nur mit einem kontinuierlichen Laden neutralisiert werden kann.

Am Ende glaubt er es noch. :wink:

Ansonsten: mein Beileid. Echt dumm solche Mitmenschen. :frowning:

Jeden Tag einen Hupetest unter seinem Fenster… Ein EV, dass nicht aan die Wallbox kann, hat nun mal seine Bedürfnisse. :sunglasses:

Level 3 einbauen und Nachts per Fernbedienung laufen lassen. sound-booster.com/de/sets/e … hicle.html
Dein Auto kann es ja nicht sein, es ist ja elektrisch.

Ich habe ein ähnliches Problem. Bei mir blockt aber schon von vornherein die Hausverwaltung. Das finde ich sehr ärgerlich, weil die bei sowas IMHO unterstützend sein sollten.
Meinen Antrag in der Eigentümerversammlung hat sie damit begonnen, dass sie als erstes gesagt hat, dass sie einen Stromanschluss in der Tiefgarage nicht empfehlen können.
Folgende Gründe:

  • ein offener Gewährleistungsfall mit dem Parksystem (Rost). (Ich weiß nicht was ein Stromanschluss hier diesen Fall beeinflussen soll)
  • das Problem mit der Wärmeentwicklung beim Laden (auf Nachfrage dann die Einschränkung, wenn man mit Schuko lädt, was aber nicht zur Diskussion stand)
  • wenn alle ein E-Auto haben und gleichzeitig laden, dann geht das nicht. (Geht sowieso nicht, weil nur sehr wenige Parkplätze im Parksystem überhaupt einen Stromanschluss mittels Stromkette haben können)

Mein Antrag, dass ich auf meine Kosten den Anschluss von meinem Zähler zum Stellplatz auch wieder zurückbaue sobald eine allgemeine Lösung verfügbar ist, wurde nichtmal zur Abstimmung gebracht, obwohl eigentlich niemand (außer der Hausverwaltung) etwas dagegen gesagt hat.
Die Hausverwaltung blockt weiter mit dem Argument, dass vorab bereits jemand dagegen gestimmt hätte und für den Beschluss Einstimmigkeit benötigt wird. Wer schriftlich dagegen gestimmt hat will sie mir nicht sagen.
Ich wusste, dass das mit dem Anschluss nicht so einfach wird, aber so eine Blockadehaltung seitens der Hausverwaltung hätte ich nicht erwartet, zumal eigentlich von den Miteigentümern nicht wirklich etwas dagegen gesagt wurde.
Mich nervt es jetzt, dass das Ganze erstmal aufs nächste Jahr verschoben wurde.
Ich weiß jetzt nicht so recht was ich machen soll.

Wahrscheinlich derzeit nicht viel, da du vor Gericht keine sicheren Erfolgsaussichten in der Grundsache hast.

Allerdings: Die HV darf nicht einfach eigenmächtig einen Antrag nicht stellen, vielleicht erinnerst du sie höflich an den Verwaltervertrag und die Pflichten, die sich daraus ergeben. Die müssen dir schon erklären, warum sie nicht wollen - hier wäre ein Gerichtsverfahren wohl erfolgreich.

Der wichtigere Punkt, nämlich das ‚Durchpauken‘ des Anschlusses, ist viel schwieriger und derzeit ohne Gesetzesänderung eher als Risiko anzusehen…

Ist blöd und ein riesiger Hemmschuh für die E-Mobilität.

Ich kenne mich im WEG nicht so gut aus, aber kann die HV dies tatsächlich verweigern (Datenschutz?). Wenn ja, kann die HV nahezu jeden beliebigen Antrag mit diesem Argument blocken …
Bye Thomas

Der Verwalter muss dem einzelnen Wohnungseigentümer außerhalb der Wohnungseigentümerversammlung nicht Rede und Antwort stehen (Ausnahmen könnten sich aus der Gemeinschaftsordnung oder dem beschlossenen Verwaltervertrag ergeben). Allerdings hat jeder Wohnungseigentümer einen Anspruch auf Einsicht in sämtliche Verwaltungsunterlagen, dies schließt das Abfotografieren/Kopieren dieser Unterlagen – natürlich mit eigenen Geräten und nicht denen des Verwalters – mit ein.

Kurz um: der Verwalter muss nichts sagen, der Eigentümer kann jedoch sämtliche Verwaltungsunterlagen einsehen.

Mein Beileid!
Bei mir hat die Verwaltung vor der Abstimmung über meinen Antrag, dass sich die Eigentümer auf eigene Kosten einen Stromanschluss am eigenen EHP anbringen können gesagt, dass die Abstimmung ja wohl nur eine Formsache sein wird.

So unterschiedlich können Verwaltungen sein…

Das halte ich auch für totalen Blödsinn. Selbst wenn der Einbau einer Steckdose rechtlich als bauliche Veränderung gelten würde (was ich stark anzweifle), dann ist es zumindest in Deutschland ausreichend einen Mehrheitsbeschluss zu haben. Nur wenn dieser anschließend innerhalb von 4 Wochen angefochten wird, gibt es Probleme, ansonsten ist der Mehrheitsbeschluss für dich kein Unterschied zur Einstimmigkeit.

Der HV würde ich mal richtig Stress machen, da blockiert wahrscheinlich eine Einzelperson aus zweifelhaften Gründen dein ehrenhaftes Ansinnen die Nachbarn zukünftig nicht mehr mit Abgasen zu vergiften.
Ggf. macht es auch Sinn einen Anwalt zu beauftragen, nicht um zu klagen, sondern um die HV wieder auf legale Pfade zu bringen.