Impressum / Datenschutz Regeln Cookies
TFF FORUM TFF E.V. SUPERCHARGE-ME
TFF Forum

Was tun bei Verschattung der PV

Das ist richtig, „aber“ die Ausrichtung ist sehr sehr spezifisch auf den Standort und kann kaum so einfach analysiert werden. Ist ein Haus / Baum im Weg, liegt das Gebäude hinter einem Hügel, wird in naher Zukunft wird ein neues Wohngebiet erschlossen… Bei flachen Einstrahlungen kann halt viel passieren.

Was ist denn eure Meinung zu Mikrowechselrichterkaskade vs. SolarEdge?
Schwierige Lichtsituation, Bäume, Schornsteinschatten, …

An den Stellen Panels nutzen, die wenig bis keine Probleme mit Verschattung haben?
Dann spart man sich die ganze zusätzliche Technik.

1 „Gefällt mir“

Wer sich auf das Abenteuer einlässt muss sich immer über die Risiken bewusst sein. Ob SE, oder Enphase… es gibt kein Konkurrenzprodukt das kompatibel ist. Zudem hat man noch das Problem, dass bei einem Defekt immer größere Arbeitseinsätze erfolgen.

Was hältst Du von so was?

Gar nichts. Diese Systeme performen selbst unter widrigen Bedingungen schlechter (!) als klassische Stringwechselrichter mit normalen Modulen inkl. Bypassdioden. Dazu sind sie noch teurer, und wer bezahlt die Arbeit und die Absturzsicherung, wenn nach 8 Jahren eines der 50 Kästchen auf dem Dach kaputt geht oder gar nichts kompatibles mehr existiert?

Die Marketingabteilungen von SolarEdge & Co sind hingegen sehr erfolgreich darin, das Märchen aufrecht zu erhalten, dass angeblich ganze Dachseiten einbrechen würden, wenn mal ein Ahornblatt auf einer Zelle liegt. Wären sie ehrlich, müssten sie nämlich jeden Tag 2-3% Verlust für die zusätzliche Technik in ihren Portalen anführen, was sie natürlich nicht tun.

Die folgende Studie (insb. die Abbildungen 8, 12 und 15 darin) zeigen das sehr deutlich auf:
The_Impact_of_Optimizers_for_PV-Modules.pdf (2,1 MB)

Könnte mir sowas lediglich auf stark gerundeten Dächern vorstellen, wo jede Reihe eine andere Einstrahlung hat.

2 „Gefällt mir“

In wie weit macht es Sinn, die Stränge der zeitw. verschatteten Module anders als einfach die nebeneinanderliegenden zusammen zu stöpseln?

Mein Gedanke war, alle Module die immer unverschattet sind zusammenzustellen und die zeitweise verschatteten in einen anderen Strang zu nehmen - sollte mit den Freilaufdioden dann ja fast egal sein oder würde die höhere Spannung dennoch höhere Wirkungsgrade bringen?

Ist das dem MPPT eigentlich egal?

Anders bei Flächen in Ost,Süd,West-Richtung? Die dann jeweils ein Strang?

Ist doch wegen der Bypassdioden auch egal wenn diese Module mit im „guten“ String hängen, würde ich meinen. Oder zumindest dürften die Mehrkosten der zusätzlichen Kabel in 20 Jahren kaum durch eine solche Massnahme zu amortisieren sein, scheint mir.

1 „Gefällt mir“

Antwort auf die Frage der Überschrift: Es kommt drauf an.

Wenn nur wenige Schatten das Problem sind, dann evt. gar nichts. Wenn es viele Schatten sind die eigentlich alle Module immer wieder betreffen, dann wird es schwierig.

Bei den Modulen schon auf den Aufbau achten. Es gibt PV Module mit vielen kleinen Unterbereichen, die alle eigene Bypassdioden haben, die sind dann sehr im Vorteil.

Für jedes Modul noch einen Optimierer kaufen ist eine Notlösung. Ob die Vorteile des optimalen Wirkungsgrades pro Modul die Nachteile (Eigenverbrauch, hohe Fehleranfälligkeit) übertreffen kommt auf den Einzelfall an.

Man kann auch überlegen die ganze Anlage evt. auf zwei kleinere Wechselrichter aufzuteilen um mehr Strings zu bekommen. Ist zwar teurer als ein großer Wechselrichter, aber Schattenbereiche lassen sich so viel besser weg optimieren. Bei einem Ausfall eines WR hat man ndann zumidnest noch den zweiten am laufen bis zur Reparatur.

Also zumindest das wird kein Problem. Alle Module kommen auf einen „Kasten“ und sind immer von der Unter-/Rückseite zugänglich.

Gegen den Schatten, welcher zu jeder Jahreszeit einmal komplett über die Anlage wandert, kann ich aber nix tun.

Und so OT finde ich das Thema nicht. Die 4400qm Gasheizung lässt sich wohl nur sinnvoll mit einer dazu passenden PV ersetzen.

Ich hab zusätzlich zur alten (2008) Volleinspeiser-PV ein Balkonkraftwerk mit 2MPPT-MicroWR. Da sehe ich, wie bei einem der beiden Panels beim kleinsten Schatten sofort die Leistung komplett wegbricht. Miese Panels?
Die PV auf dem Dach ist vom Schornstein-Wanderschatten betroffen, da passiert aber nicht besonders viel.
Gibt’s also Unterschiede bei den Panels, wie gut sie mit Teilschatten umgehen können?

Ja, nicht jedes Panel hat die Bypassdioden. Besonders günstigere Panels werden auf so was eher verzichten.
Hier sieht man schön den Unterschied, find ich beeindruckend.

1 „Gefällt mir“

Das Video ist drei Jahre alt und anscheinend hat sich deren Super Technologie nicht durchgesetzt, warum bloß :thinking:. Ich weiß nicht genau wie die das machen, aber ich habe schon viele Ideen Leute gesehen die Smartmodule verkaufen wollten, ich muss nochmals überlegen wie die Firma nochmals hieß… Ah…

Volterra

:slight_smile:

Zumindest gibt es die Firma noch und meines Wissens kann man die Panels noch kaufen.
Keine Ahnung, wie sinnvoll das ist.
Würde ich als sinnvoller als Solaredge empfinden, so als Laie…

Mit solchen Tests muss man immer vorsichtig sein wenn das Zwei Leute so mal eben machen … Wie gesagt, Optimierer im Modul sind ein alter Hut. Habe mich mit Jeff Krisa bereits 2013 getroffen um das zu evaluieren :slight_smile: War ein Mitbegründer von TIGO Energy, ein netter Typ :slight_smile:

Ein netter Thread. Da bring ich mich gerne mit ein.
Wir bauen in diesem Jahr schon einige Anlagen mit Modul WRern.
(Zur Info ich hab mit der Firma nix zu tun sondern wir nutzen nur deren Produkte)
Übrigens diese hier:

Immer 1 Gerät für 4 Module, jedes Modul mit eigenem MPPT.
Damit kann man wie mit den SE Optimierern die wildesten Verschattungen und Positionierungen mit erträglichem Aufwand erzeugen. Fertige Daisy Chaining Kabel gibts dazu, und am Dach brauchst idR nur ein paar DC Verlängerungskabel. Die man aber bei vergleichbaren Dachflächenn mit vielen Gauben, Kamin , versch. Flächen, dann ganz genauso braucht. Es ist etwas mehr Aufwand auf dem Dach. Aber dafür im Keller weniger. Was sich in Summe ziemlich die Waage hällt.

Die Performance von den Dingern gerade bei Schwachlicht steht einem String WR nicht mehr wirklich nach. Ich habe die Dinger an einer meiner Anlagen seit ca Anfang des jahres am Laufen und bin sehr zufrieden. Der Wirkungsgrad muss gut sein, mit 4 St 345W Modulen dran wird das Gehäuse nur ca 15 Grad wärmer als Umgebung (Hab die Modul WR bei mir unter dem Dach installiert um dort Messungen machen zu können)
Es gibt alle aktuell nötigen Zertifikate für D, und eine schicke Installateurs basierte Auswertungssoftware.

Worauf ich aber neben der Flexibilität in der Flächenanordnung hinaus will ist eigentlich etwas ganz anderes.

Mit diesen Modul WR Systemen bleibt man unter der Schutzkleinspannung von 120V DC.

Was z.B. das Risiko von Lichtbögen auf Dächern quasi zu 0 macht.
Das ist mir persönlich ein durchaus nicht zu vernachlässigendes Argument.
Darf natürlich gerne anders gesehen werden.

Ist es nicht so, dass in einem String ohne Leistungsoptimierer die Leistung des schlechtesten Moduls für den ganzen String gilt? Also würde ich ein Modul mit einem Karton abdecken ist der ganze String tot?

Hier ein Screenshot einer unserer Anlagen mit Leistungsoptimierer und verschmutzten Modulen. Man kann die Tagesleistung der einzelnen Module und deren Unterschiede ablesen und dann, wer will, den Tagesverlust ohne Leistungsoptimierer errechnen. Bei einer ordentlichen Verschattung kann das ggf. noch mehr sein. Sicher haben Leistungsoptimierer auch Nachteile aber das muss jeder selbst abwägen.

Was Du aber nicht siehst ist der Verlust der so genannten Optimierer und was bei einer PV Anlage mit Wechselrichtern State of the Art aus dieser Konstellation raus kommen würde. Bei den meisten Analysen sieht man, dass ohne signifikanter Verschattung optimierte Anlagen zwischen 2 und 4% weniger Leistung bringen als String Wechselrichter.

Zudem siehst Du auch nicht, was die DC DC Wandler für eine Arbeit leisten müssen. Der SE WR hat eine feste Eingangsspannung und wenn ein Modul raus kommt, müssen die anderen diese fehlende Spannung ausgleichen.

Bei Schwachlicht hat man bis zu stellenweise 50% und mehr Verlust.

Da gebe ich dir Recht aber wir sprechen hier ja von PV Anlagen mit Verschattung. Ich glaube auch, dass die Leistungsoptimierer genau für diesen Einsatzzweck gemacht sind. Für ein unverschattetes Dach würde man den Aufwand und die Mehrkosten nicht tragen.
Hier mal ein Beispiel wo es sehrwohl seine Berechtigung hat, wenn das auch eher selten vor kommt.

Vogelkot, Stromleitung führt ober die PV Anlage.

Ich würde aber dennoch vermuten, dass selbst bei dieser massiven Verschmutzung der gesamte Ertrag über das Jahr ohne Optimierer nicht niedriger sein wird, da alle anderen Module eben viel besser laufen und diesen Verlust ausgleichen sollten. Hinzu kommt, dass es hier auch zu einer Erhöhung der DC DC Verluste kommt, sobald die Module zu schlecht werden oder eine andere Ausrichtung haben. Wenn man nun noch die Parameter addiert, dass

=> Die Kosten für die Anschaffung deutlich höher sind
=> das Risiko und die Wartung deutlich höher sind

kommt man recht schnell zum Schluss, dass man solche Produkte nach meiner persönlichen Auffassung nur dann einsetzen sollte, wenn man mit String WR gar nicht zu einer Lösung kommt.