Was spricht gegen Batterie-LKW?

Naja, ein eActros kann aktuell eh nur mit 150kW laden, von daher.
Außerdem gibt es meines Wissens aktuell keine schnelleren Lader, die nicht noch im Prototypenstadium sind.

1 „Gefällt mir“

Ich hab damals noch mehr Bilder gemacht, aber die muss ich erst noch suchen…


Aber zieht sich schon ganz gut voll der „kleine“ :smiley:

10 „Gefällt mir“

die ersten „Schnelllader“ für PKW waren idR auch meist nur 50kW (wenn überhaupt).
Die ersten Leafs mit 24kWh Akkus hatten auch nicht wirklich was von den 350kW Ionity Stationen gehabt.

Für den ersten Schritt reicht es, da es primär überhaupt um die Platz geht, dass sich ein LKW (oder PKW mit Hänger) überhaupt vernünftig hinstellen können.

Bis tatsächlich mal massenhaft eLKW mit MCS Ladern ausgeliefert werden, dauert es noch ein Weilchen.
Bis dahin werden bestimmt die Ladehersteller ihre Säulen entwickelt und auch eingesehen haben, dass man für die Standorte schöne Megapacks braucht.

Ich hoffe Tesla skaliert Lathrop und die Gigafactories für die Megapacks schneller als deren Autoproduktion.
Ohne massive Speicherkapazitäten wird das nichts mit der Energiewende, nachdem ja defakto 0km Ausbau der Leitungsnetze erfolgt.

1 „Gefällt mir“

Nach 4.5h oder 391,5 km mit 125 kWh Verbrauch, ergibt ca 500 kWh.

Da kommst du tatsächlich mit 225kwh nachgeladenen kWh nicht weit.
Dann darf er nochmal soweit fahren wenn es gut läuft. Aber wahrscheinlich eher 700 km. Das entspricht dann 875 kWh. Ein semi hat 1000 kWh. Also hat er mir Zwischenladen noch 350 kWh Reserve.
Für über Nacht laden reichen 300 kW allemal.
Finde ich nicht abwegig.

DW beeindruckt mich immer wieder. Mit dem 1MWh pack und der Ladekurve ist das wirklich ein Kandidat für den schweren Fernverkehr.
~8h Kapazität bei 80% SoC sehe ich als Bedarf. Und Ladeleistung/-kurve muss dann eben so liegen, dass man in 45 Minuten möglichst viel potentielle Fahrtzeit nachgeladen bekommt, dann wird es sehr schnell gehen, dass das echte Interesse an BEV LKW steigt. Dann wird die Infrastruktur vermutlich zur Bremse und nicht das generelle Fahrzeugangebot.

1 „Gefällt mir“

Was wäre alles ein Träumchen.

Ökologisch klimatisierte Kabinen während der Pausen/nachts.

240V zum Entnehmen von Strom für Zubereitung von Nahrung, Entertainment, Komfort etc.

Das würde auch den Beruf des Lkw-Fahrers erheblich aufwerten, denke ich.

1 „Gefällt mir“

Inwiefern wird ein Job der mieserabel bezahlt wird, du permanent der Depp vom Dienst bist, ackern kannst bis du umfällst und dazu noch der einzige ist bei dem du, wenn du zu viel Arbeitest als erlaubt auch noch saftige Bussgelder bis 1 Jahr später bekommen kannst, besser wenn der Motor, von dem du inzwischen eh nicht mehr so viel mit bekommst elektrisch ist? Dafür du anstatt alle paar Tage mal zu tanken je nachdem 1 bis 2 Mal am Tag anfangen musst dir ne geeignete Ladestelle zu suchen welche dann auch noch genau auf deinem Weg liegt und idealerweise genau zu deinen Lenkzeiten passt und die dann auch noch frei ist?

Denn alles andere gibts bereits… TV, Sattelitenempfang, Kaffemaschine, Kühlschrank, Tiefkühlfach, Mikrowelle, Luxusbett das elektrisch verstellbar ist etc. kann man jetzt schon alles haben. Dafür brauchts keine Steckdosen…
Viele Speditionen wollen aber das Geld nicht ausgeben weil die Kunden am liebsten gratis Transporte haben. Und der Kerl aus Ski Lanka und dem Libanon fährt halt noch mal günstiger als der Rumäne und Ukrainer… die sind inzwischen schon zu teuer. :wink:

4 „Gefällt mir“

Nun ja, wenn aber besagte Komfortausstattung auf einmal Serie wird, weil einfacher umzusetzen?
Aber ja, grundsätzlich hast Du natürlich Recht. Aktuell ist ein großer Teil der Berufskraftfahrer als armer Hund zu bezeichnen.
Das Thema hatten wir hier ja schon mal. Wie so oft mangelt es an strikten Kontrollen, sowie dem schließen weiterer Gesetzeslücken.

1 „Gefällt mir“

nur kurzfristig, da LKW langfristig alle autonom fahren werden.

Eventuell schafft die Verkehrswende ja auch endlich mal, dass der LKW auf der Langstrecke wieder weniger das Mittel der Wahl ist und wieder mehr Güter auf der Schiene rollen.

1 „Gefällt mir“

Problem ist halt, dass auf der Schiene noch viel weniger Platz ist als auf der Straße.
Und der Versuch, die doch strikten Lieferzeitvorgaben der Industrie einzuhalten wird deswegen kläglich scheitern.

Von welchem Zeitraum sprichst du da? Jetzt realistisch meine ich. 2030, 2050? Und bitte nicht mit dem Ermessenspielraum von Musk… laut Tesla fahren die Robotaxis schon seit über 3 Jahren komplett autonom durch die USA.

Und „alle“ müsstest auch definieren. Alle die fixe Routen von A nach B fahren oder wirklich ALLE, auch die welche abseits von markierten Strassen, im Schnee und so weiter unterwegs sind?

2 „Gefällt mir“

Auch die Verkehrswende muss politische gewollt und somit gesetzlich flankiert werden.
Und zusätzlich habe ich die Hoffnung, dass die Pandemie dafür sorgt, dass dieser in den Exzess betriebene “just in time”-Wahnsinn mal zurückgefahren wird. Aktuell ist ein großer Teil der früheren Lagerkapazitäten ja auf die Rastplätze Europas ausgelagert.

Muss man sich als Gesellschaft fragen, ob man das weiterhin möchte.

1 „Gefällt mir“

Sollte man machen, aber dann schau Dir mal an, was für ein Aufstand gemacht wird, wenn eine gut ausgebaute Strecke wie Köln-Düsseldorf zusätzliche Gleise bekommen soll.
Das ist das Gleiche wie bei WKA, nur dass die Anliegen den Lärm eh schon gewöhnt sind. :wink:

sobald eine Firma sie in Massen und zu günstigeren TCO anbieten kann als ein Zugfahrzeug mit dem „Kostenfaktor“ Mensch, werden CFOs bereits in Schlange stehen zum bestellen.

Für die jetzigen Fahrer/innen keine tollen Perspektiven, andererseits verkommt es auf immer mehr zu einem Mangelberuf, aufgrund fehlender Attraktivität.

Ich weiß noch nicht welchen Einflussfaktor 3D druck haben wird auf den Transportsektor, aber solange jemand nicht Beamen erfindet, werden wir wohl noch gewisse Dinge transportieren müssen.

einen Einfluss könnte

Die Frage nach dem Zeitraum spielt ja auf die generelle Entwicklung des autonomen Fahrens an.
Und da sehe ich 2030 als echt optimistisch, dass das überhaupt mal in Level 3-4 klappt.
Für wirklich Fahrer los reden wir dann also von Level 5 und da würde ich 2050 als echt optimistisch erachten.

Klar, kann auch sein das morgen einer mit der Lösung für Level 3/4 um die Ecke biegt. Dann ist es bis Level 5 aber noch immer ein sehr weiter Weg.

Dazu dann eben Dir Hürde der Gesetzgebung.

Selbst wenn Du morgen weißt, wie Level 5 tadellos funktioniert, brauchst Du, von mir geschätzt, fünf Jahre, bis die Normen und Gesetze stehen, dass das international halbwegs flächendeckend adaptiert werden kann.

2 „Gefällt mir“

Bestimmte Lokomotiven können seit über 100 Jahren rekuperieren. Seit den 70er Jahren ist das die Regel.

Gewiss, hier ging es aber um LKWs - das kommt von den verd… Akronymen :wink:

1 „Gefällt mir“

Hier gibt es noch mehr Infos zu dieser Fahrt Schweiz-Spanien (3000 km), bei der Du vermutlich die Fotos gemacht hast:

Oder auch hier ein paar Worte vom Fahrer:

Interessant: Scheinbar ist das größte Problem aktuell die fehlende auf LKW spezialisierte Ladeinfrastruktur. Auch bei IONITY wird die Leistung geteilt, wenn mehrere Autos gleichzeitig laden. Laut dem zweiten verlinkten Artikel war daher die Ladepause teilweise dreimal so lang wie geplant.

Was leider aus diesem Versuch nicht hervorgeht, ist die Antwort auf die Frage, wie kommerziell sinnvoll der Einsatz von E-LKW momentan ist. Es wurde erwähnt, dass die Fahrzeit deutlich länger war, als mit Diesel, auch die Energiekosten waren höher. Das sind gewaltige Minuspunkte in einem Geschäft, wo nur zählt, was unterm Strich rauskommt…

Da wird wahrscheinlich die Anschlußleistung nicht ausreichen, aber das muss man halt auch bezahlen wollen…