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Was kann der Notbremsassistent wirklich?

Ich mache immer wieder die Erfahrung, dass der Notbremsassistent im Stop-and-Go-Betrieb sehr früh und recht zuverlässig anspricht (piepst/rotes Fahrzeug), sich aber in anderen Situationen bzw. bei höherer Geschwindigkeit überhaupt nicht „meldet“. Wie funktioniert das Teil genau? Wird bei aktivierter Einstellung im Center Screen wirklich verunmöglicht, dass ich dem Vordermann hinten reinfahre? Mit anderen Worten; würde der Assistent, falls ich mal wirklich nicht aufpasse, vor dem Crash voll in die Eisen steigen? Ich bin mir da nicht so sicher und drauf ankommen lassen kann man’s ja auch nicht… :unamused:

Steht in der Anleitung ganz genau. So aus dem Kopf bremst er ca. 40 km/h ab. Du musst also sowieso die Führung/Verantwortung übernehmen!

Richtig und sobald er um 40 km/h verzögert hat löst er die Bremsen wieder, solltest du vorher nicht stark gelenkt oder versucht haben zu beschleunigen , dann löst er die Bremsen schon vorher…
Achja und du darfst nicht schneller als 140 km/h bzw langsamer als 8 km/h sein
Es ist nur ein Kollisionsdämpfer !

Also wenn man dann mal pennt oder sonst ein Problem hat rauscht man halt nicht mit 140 ins Stauende sondern nur mit 100? :confused: Warum nennen sie es dann so wie alle anderen auch und vermitteln so das Gefühl von Sicherheit das nicht da ist? Auf der HP steht zwar nur dass er eine Aufprallvermeidungsfunktion und eine Notbremsautmomatik irgendwann mal bekommen könnte… ist ja nicht so dass es so Systeme seit über 10 Jahren gibt… teilweise serienmässig. Naja, immerhin kann ich mich dann bei Updates über die neuen Funktionen freuen :smiley:

Das heisst gleichzeitig Stop & Go im Stauf kann das Model S auch nicht selber, da muss man immer manuell Bremsen und wieder aufs Gas? Oder ist es da etwas ausgereifter?

Ähm, die meisten Notbremsassitenten verhindern nur einen Teil der Unfälle. Sind ja nur Assistenten. Hier ein Beispiel zu einem Test des ADAC

https://www.adac.de/infotestrat/tests/assistenzsysteme/fussgaengererkennung_2016/default.aspx?ComponentId=270750&SourcePageId=146988

Wenn Du glaubst, dass der Notbremsassi die Sicherheit garantiert, dann bist Du offenbar bei allen Systemen auf dem Holzweg.

Nein, der AP bremst bis zum Stand und beschleunigt auch wieder aus dem Stand. Funktioniert von 0-150 km/h wobei ich noch keine Situation hatte, wo ich mit 150 km/h auf ein stehendes Stauende zugefahren bin, aber stockender Verkehr der immer wieder mal bis so 130 km/h beschleunigt, langsamer wird, steht und wieder Beschleunigt funktioniert mit dem AP1 zumindest ganz gut. Wobei bei stehen die Rettungsgasse nur gebildet wird, wenn der vorausfahrende Wagen diese ebenfalls bildet.

Gruß Mathie

Wenn du so ein schlechtes Bild von deinem Auto hast, verkaufe es lieber wieder, bevor du dich nur ärgerst, dafür ist es zu teuer. Hast du alles, was du schreibst, selbst erlebt, oder beziehst du dich auf die Aussagen von Anderen? Für mich ist der AP 2 im Stau superkomfortabel, Rettungsgasse kann er leider noch nicht. man muss bei den Aussagen hier im Forum sehr genau bedenken ,wer die Aussage macht. Mir hat dieses Forum sehr geholfen bei der Konfiguration unserer beiden Teslas (erst Model S, jetzt X) und hat zur Vermeidung von Problemen geführt. Man kann die ganzen Meckerthreads nicht immer für bare Münze nehmen. :astonished:

Nö, kein schelchtes Bild allgemein, aber ich erwarte nicht die super funktionierende vollautonome Wollmilchsau. Und so weit konnte ich das nicht testen bei den Probefahrten. Ich fands nur seltsam dass der AP zwar scheinbar wunderbar im Stau anhalten kann und wieder los fahren etc. was ja ne wirklich super Sache ist. Aber im Gegensatz dann eben der „Notbremsassistent“ das Auto nur um 40 km/h verzögert wenn er merkt dass ein Hindernis im Weg ist und dann, falls man nichts aktiv macht einen einfach weiter ins Hindernis rollen lässt… das macht doch keinen Sinn? Wenn ich als Auto merke dass da was ist und mein Fahrer pennt dann werf ich den Anker so fest es nur geht und hoffe dass es reicht. Aber ich „tippe“ nicht die Bremse an und lass dann trotzdem laufen… Zumindest machen das alle Assistenten die ich bisher in anderen Fabrikaten und in den LKW´s gefahren bin so. Wenn die sich erst mal entschieden haben zu bremsen dann hört das entweder auf wenn das Hindernis weg ist oder man quasi steht.
Ich werde da wohl im Jänner so etliche Testkilometer machen und erst mal gucken was geht und was nicht. Aber man sollte ja wissen was die Assistenten bringen und was nicht. Sonst verlässt man sich darauf und guckt dann blöde.

Sorry, aber „auf Assistenten verlassen“ kann doch nicht Dein Ernst sein! Wenn der Notbremsassistent den Wagen herunterbremst, dabei das Hindernis „Rot“ im Display anzeigt und „piept“ was erwartest Du hier noch mehr?
Es handelt sich um einen Assistenten! Vom vollautonomen Fahren sind wir noch weit entfernt.

…und false positives sind um so gefährlicher wenn man sie nicht erwartet und sie den Anker bis in den Stand werfen.

Abschalten bis reif.

Ist aber schon so, dass der Notbremsassistent unabhängig vom AP aktiviert ist, oder?
Die hier viel zitierten „Phantombremsungen“ hatte ich jedenfalls bisher nur mit AP und dann waren das eher deutlich spürbare (wiewohl nervende) Verzögerungen, aber kein Bremsvorgang im engeren Sinn. Den Notbremsassistenten hab ich meistens im langsamen Stop-and-Go wahrgenommen, wenn man im Stau vor Langweile kurz in Gedanken abdriftet und dann vom heftigen Piepsen geweckt wird… (und so davor bewahrt wurde, dem Vordermann hinten reinzufahren)

Notbremsassistent ist unabhängig ob AP eingeschaltet oder nicht.
Hat auch schon mal in der 30er Zone bei zügiger Slalomfahrt an geparkten Autos vorbei angegeben. (Zürich)

sowie der Autopilot: wenn da ein Hindernis auf der Straße seht (zB. Baustellenfahrzeug, Radfahrer…) knallt der voll rein. Mehrmals getestet und im letzen Moment selbst das Lenkrad verrissen.
Paper ist geduldig…

Man kann den Notbremsassisten abschalten bei den Einstellungen für die Assistenz Systeme.

Mich hat er schon mal vor einem kapitalen Auffahrunfall gerettet, als vor mir einer ohne Vorwarnung rauszog. Der AP war aus. Und er geht richtig in die Eisen. Maximalverzögerung.

Richtig, hat mich auch gerettet, das Pedal war schon unten als ich es treten wollte und zum Aufprall fehlte nicht viel…

Das Model S Benutzerhandbuch ist wie ich finde sehr klar, was die Funktionsweise des Notbremsassistenten angeht. Dieser ist auf Seite 96 beschrieben.

Unter anderem steht dort:

Unabhängig davon ist die Auffahrwarnung, die auf Seite 95 beschrieben ist. Dort heißt es :

Hmmm - bis 150 sollte das schon funktionieren da bis zu der Geschwindigkeit ja auch der AP arbeitet und das eine nicht gerade ungewöhnliche Geschwindigkeit mit dem MS auf der AB sein dürfte :frowning:

Hi,
ich hatte heute einen „interessanten Moment“ mit dem Kollisionsassistenten, den ich euch nicht vorenthalten möchte:

Ich bin mit ca. 50 km/h eine abschüssige Straße im Berufsverkehr (Stop&Go, danach zäh fließend) hinuntergefahren, den Abstands-Tempomaten dabei aktiviert. Der Abstand zu meinem Vordermann betrug etwa 10-12m (obwohl ich am AP einen Abstand von 4 Autos eingestellt hatte).

Da ich wusste, dass in der Senke von der Straße gerne mal Fußgänger flink über den dortigen Zebrastreifen laufen, fuhr ich entsprechend aufmerksam mit dem Fuß dicht über’m Bremspedal.
Und ich bin dankbar, dass ich das getan habe, denn…:

Natürlich kam es, wie es kommen musste, und meine Vordermänner haben in der Dunkelheit offenbar einen Fußgänger auf dem Zebrastreifen erst aus kurzer Entfernung gesehen und haben angehalten.
Ich war also noch mit ca. 50km/h unterwegs, als der Kollisions-Assi plötzlich piepste und bereits für mich abbremste.
Da ich mich auf die Situation eingestellt hatte, habe ich nicht selbst sofort gebremst sondern sehr kurz beobachtet, was der Kollisionsassistent aus der Situation macht.
Doch mir wurde schnell bewusst, dass der Assistent nicht stark genug bremsen würde und bin ich selbst in die Eisen gestiegen. Man hörte kurz das ABS „grollen“. :confused:

Ich kam mit gut 1-2m Abstand zum Stillstand.
Ich glaube, wenn ich nicht selbst so stark gebremst hätte, dann hätte auch der Assistent diese Kollision nicht verhindert - was sich mit der Erklärung deckt, dass er um max. 40km/h abbremst. Was bei 50km/h eben nicht ausreicht um vollständig zum Halten zu kommen.

Unterm Strich bekräftigt diese Situation die hier schon erwähnten Erfahrungen, dass der Assistent eben nur ein Assistent ist.

Wichtig ist aus meiner Sicht auch, dass man bei der Nutzung des Abstandstempomaten schnell bremsen kann (und den Fuß nicht „einpennen lässt“), um auf unvorhergesehene Situationen schnell reagieren zu können.

Wie kommst du darauf, dass du 4 Autos Abstand einstellen kannst?
Habe auch AP1, da gibt es Stufe 1 … 9, was nichts mit einer Distanz oder Anzahl Autos zu tun hat, sondern eher mit Zeit.
Gefühlt etwa 1,0 … 2,5 Sekunden.

Zu deinem Erlebnis kann ich nur sagen: Works as designed.
Und: Es war sehr gewagt (schon fast fahrlässig), einfach mal abzuwarten, ob das Auto selber bremst.

Du hast Recht, das hatte ich wohl falsch in Erinnerung oder ich habe mich durch das Symbolbild in die Irre führen lassen.
Hier der entsprechende Exzerpt aus dem Handbuch:
„Um den gewünschten Abstand zwischen dem
Model S und dem vorausfahrenden Fahrzeug anzupassen, drehen Sie den Geschwindigkeitsreglerhebel, und wählen Sie eine Einstellung zwischen 1 (geringstmöglicher Abstand) und 7 (größtmöglicher Abstand). Jede Einstellung entspricht einem zeitbasierten Abstand, der angibt, wie lange das Model S von seiner aktuellen Position aus benötigt, um die Position der rückwärtigen Stoßstange des voranfahrenden Fahrzeugs zu erreichen.“

Ich habe ja nicht „einfach mal abgewartet“, habe nur nicht sofort voll in die Bremse getreten. Vielleicht ist es oben auch zu dramatisch beschrieben. Womöglich hätte der Assistent ja auch ohne Nutzung des ABS gebremst und hätte das Auto ebenfalls rechtzeitig zum Stehen gebracht - nur darauf wollte ich es nicht ankommen lassen.
Aber ich hätte mehr Abstand halten müssen, und das werde ich mir auch künftig zu Herzen nehmen, insbesondere wenn ich den Tempomaten benutze.