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Was glaubt ihr wie schnell das Model 3 maximal laden kann?

Da zwischen Model S/X und Model 3 doch einige Jahre Entwicklungszeit liegen und der Akku komplett neu entworfen wurde, frage ich mich wie schnell das Laden am SuC beim Model 3 vonstatten gehen wird.
Einerseits hat man bei der Haltbarkeit und beim Kapazitätsverlust des Model S/X Akkus sehr gute Erfahrungen gemacht und andererseits wird es bei einer massenhaften Verbreitung des Model 3 ernsthafte Probleme an den SuC-Stellplätzen geben, wenn die Zellenchemie nicht in Richtung Schnellaufladung optimiert wird.

Was meint ihr?
Wird das Model 3 bis 80% mit vollen 150kW beladen werden können?

Wie kommst du auf 150 kW? Die SuC liefern maximal 118 kW.

Ich würde mir nicht zu viel versprechen von einem neuen Formfaktor der Zellen. Der Akku wird sich am SuC so schnell laden lassen wie der der MS 60 nehme ich an, wenn es ein 85 er III gibt eben so schnell. AC rechne ich mit einem 11 oder max. 18 kW single Lader.

Die Zellen sind größer. Dadurch lassen sie sich nicht mehr ganz so effektiv kühlen, weil das Verhältnis aus Oberfläche und Volumen ungünstiger wird. Das kann ein Problem beim Schnellladen sein. Ich denke aber, dass man das irgendwie in den Griff bekommen hat (evtl. entprechend niedrigerer Innnenwiderstand?), denn wenn das Laden deutlich länger als bisher beim MS oder MX dauern würde hätte man Ärger mit den Kunden und würde die ohnehin schon knappen Supercharger nur unnötig blockieren.

Da ist die Chemie der Zelle doch viel wichtiger, damit der Innenwiderstand kleiner wird.
Weniger Widerstand, weniger Wärme.

Wichtig fürs Laden wärs, die Leistung geht schon ziemlich rapide zurück am SuC.

Ich bin jetzt einfach davon ausgegangen, dass bis 2018 die SuC auf 150 kW aufgerüstet werden, meines Wissens wurden auch schon ein paar gesehen die dafür zugelassen sind. Würde auch zu SLAM und ähnlichen Projekten passen, die setzen alle auf 150 kW.

Grosse Überraschungen sind sicher nicht zu erwarten. Der Akku wurde neu entwickelt, um besser ins Fahrzeug zu passen und bestimmt wurden Details an der Kühlung etc. verbessert. Dadurch verändert sich die maximale Ladeleistung nicht. Die Zellchemie wird die gleiche sein, wie in den dann produzierten MS. Auch da würde ich mich nicht auf grosse Veränderungen einstellen. Allfällige Verbesserungen werden gering ausfallen.

Eine SuC-Knappheit ist wohl auch nicht zu befürchten. Tesla hat noch zwei Jahre Zeit, um neue Standorte zu bauen und alte zu erweitern.
Die SuC-Nutzung wird auch beim M3 mittels Pauschale bezahlt, was wiederum den weiteren Ausbau ermöglicht.
Man darf ruhig davon ausgehen, dass die Dichte der SuC-Standorte massiv zunehmen wird. Andere Schnellladenetze, sollten sie tatsächlich gebaut werden, werden neben dem SuC-Netz lächerlich unbedeutend sein.

Die Kernkompetenzen von Tesla sind der Bau von Elektroautos und der Bau der benötigten Infrastruktur. Es wäre erstaunlich, wenn sich da niemand Gedanken über die Zukunft der SuC gemacht hätte und kein wasserdichter Plan auf dem Tisch liegen würde.

Die Erfahrungen vom X bzgl. besserer Kühlung für den Hängerbetrieb sind ja miteingeflossen. Aber gleichzeitig wird halt auch die Kühlung pro Zelle bauformbedingt schwieriger und inhomogener. Und die Chemie ändert sich dahingehend, dass der Anteil von Silizium in der Anode in kleinen Schritten gesteigert wird. Keine Ahnung, wie sich der Innenwiderstand mit erhöhtem Siliziumanteil verhält. Evtl. sinkt der und kompensiert die geringere Effizienz der Kühlung.

Da die Ladezeit eigentlich das größte Problem überhaupt in der Nutzung der Elektromobilität darstellt kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass die nach 6 Jahren keine spürbare Verbesserung präsentieren werden.
Zumal es bereits 2013 Ankündigungen vom CTO gab die Ladezeit in absehbarer Zeit auf 5-10 Minuten zu verkürzen:
dailygreen.de/2013/07/16/tes … 46408.html

Sowas wird man nicht geäußert haben ohne einen Plan dahinter wie man es in die Praxis umsetzt.

Hallo,

Solche Ankündigungen gibt es alle paar Monate. Zehnfache Ladegeschwindigkeit, oder doppelte bis dreifache Kapazität und ähnliches.

Diese Veröffentlichungen dienen ausschließlich dazu, dass jemand an Forscher-Firmen glaubt und dort investiert. Es stecken meist 0,5% Wahrheit dahinter. Irgendwelche theoretischen Ideen, die auf dem Papier gut aussehen, aber technisch nicht umsetzbar sind. Oder eine Reinheit erfordern, die die Herstellung unwirtschaftlich machen. Oder was auch immer. Ankündigungen sind Wasser im hohlen Zahn, nichts weiter.

LG
Andrea

Gehen wir mal davon aus, dass bald ein MS 100 kommt und irgendeine Zaubertechnologie, die Ladezeiten von 5 min für 0-80 % SOC erlaubt.
Das wären (ohne Verluste gerechnet) 80 kWh in 5 min, oder 960 kWh in 60 min. Mit Ladeverlusten wäre das mehr als ein MEGAWATT Ladeleistung pro Stall.
Es bräuchte natürlich weniger Stalls, weil mehr Fahrzeuge pro Zeit geladen werden können. Aber man erkläre mir bitte, wie Oma Schmidt das 5 cm dicke und 20 kg schwere Kabel anhebt und in ihr Auto stöpselt.

Die Aussage ist von JB Straubel und wenn da GAR NICHTS dran sein sollte, dann glaube ich auch an kein autonomes Fahren in den nächsten 10 Jahren.
Um ehrlich zu sein glaube ich auch nicht daran, selbst wenn das Model 3 um 50% schneller lädt :wink:
In unserem Leben noch vor der Robocalypse Angst zu haben ist noch absurder als Angst davor Opfer eines Terroranschlags zu werden, manchmal frage ich ob Elon das ernst meint oder wirklich der Software mehr zutraut als sie leisten kann.

Immer wieder lustig die Diskussion um Ladezeit.

Der SC lädt heute max. mit 120kW. Eine 40kWh Batterie im M3 macht man damit im Idealfall in 20min von leer auf voll. Von den 5-10 min sind wir da noch weit weg.
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Technisch gesehen gibt es heute schon im Modellbau LiPo Batterien, die ich mit 5 C - also in ca. 10-15 min. - volladen kann. Wobei das nicht ohne Nebeneffekte…

Sehe ich ganz genau so. Es ist immer die Frage wie autonom fahren definiert ist. Und wir man über dir Zeit weg kommt in der auch noch unberechenbare Menschen Fahrzeuge steuern :unamused:

Gab es da nicht mal die elektrische „Schlange“… Tesla hatte doch in einem Video einen LadeRoboter gezeigt…
Gewicht ist also nicht das Problem.

die mögliche ladegeschwindigkeit bzw. der ladestrom hängt primär von der accukapazität ab (wenn man davon ausgeht, daß sich die revolution in der accutechnologie in grenzen hält).
Deswegen sind ähnliche ladegeschwindigkeiten wie beim ModelS (skaliert auf die unterschiedliche accugröße) zu erwarten.

Die Kabel werden mittlerweile wassergekühlt. Da könnte man vielleicht auch noch mit einem höheren Kühlmitteldurchsatz arbeiten. Oder man erhöht einfach die Spannung auf 800V, so wie es auch Porsche vor hat.

Der eigentliche Grund für eine Begrenzung des Ladestroms ist die Temperatur der Zelle. Die sollte so niedrig wie möglich bleiben, damit parasitäre chemische Reaktionen in der Zelle möglichst langsam ablaufen. Durch die größere Bauform der Zellen beim M3 wird aber die Kühlung ineffizienter weil das Verhältnis von Oberfläche zu Volumen schlechter wird. Daher ist es fraglich, ob man wirklich so schnell laden kann wie beim MS. Es könnte allerdings sein, dass man zum Ausgleich auch den Innenwiderstand der Zelle senken konnte, so dass auch entsprechend weniger Wärme entsteht.

Wenn ich mich recht entsinne, ist die Aussage „vollgeladen in 5-10 Minuten“ im Zusammenhang mit der Erprobung der „Battery Swap Stations“ zu verstehen.
In der Erprobungs-Station brauchten die Mitarbeiter tatsächlich nur weniger al 10 Minuten für den Austausch des Akkus, und man hatte ausgerechnet, dass ein Roboter dies in 90 Sekunden schaffen könnte.
Von 5-10 Minuten an einer Ladestation war meines Wissens nach nie die Rede.

5-10 Minuten würde ja auch eine Ladeleistung von 6-12 C bedeuten, für 0-80% wären es immer noch 4,8-9,6 C.

Für eine solche Ladeleistung kannst du dann gleich ein Akku-Abo bei Tesla abschließen. Für 20.000€/Jahr bekommst du dann im SeC jedes Jahr einen neuen Akku. :smiling_imp:

Momentan sind es max. 1.4 C. Viel mehr erwarte ich bis in 2 Jahren nicht.