Stimmt. Das hatte ich ja oben schon mal gesagt:
Gehen wir also mal von dem Best-Case Szenario aus: Es sind ca. 28 Grad draußen und die Sonne sticht. Der Kühlbedarf der Kabine ist also groß. Trotzdem ist der Akku noch weit kälter als die Zieltemperatur, die man am SuC benötigt (ca. 37 Grad). In dieser Situation kann man also wirklich effizient mit der Wärmepumpe den Akku heizen.
Aber: Wenn ich bei diesen Temperaturen auf Langstrecke gehe, dann werde ich am Supercharger kaum noch vorheizen müssen. Der Akku wird durch die Abwärme der Motoren und das Entladen selbst sowieso schon warm genug. Anders sieht es jedoch aus, wenn ich direkt aus dem Stand heraus an den SuC fahren möchte. Dann kann die Wärmepumpe tatsächlich nennenswert zur Akkuheizung beitragen.
Ich bezweifle lediglich, dass das beim Otto-Normalverbraucher häufig vorkommen wird. Damit möchte ich übrigens nicht die Wärmepumpe schlecht reden! Diese ist genial um den Innenraum zu heizen (z.B. im Winter, nachdem man gerade am SuC war und der Akku gekühlt werden muss).
Für die Akkuheizung ist die Wärmepumpe i.m.h.O. allerdings weniger geeignet. Die Fälle, in denen da sinnvoll Energie eingespart werden kann sind alles krasse Grenzfälle.
Also wie gesagt, das Heizen geht sowieso nur im Stand, wenn die Kabine sonst nicht belüftet wird (man will ja schließlich Atmen). Aber klar, solche Grenzfälle existieren. Wie oft das passiert, das muss jeder selbst einschätzen und ist sicherlich auch stark von der individuellen Situation abhängig. Im Übrigen kann man mit 1 kW Heizleistung auch nicht wirklich viel reißen. Hier mal eine Zusammenfassung zum Energiebedarf der Akkuheizung: