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Was fehlt den BEVs zum Durchbruch? [Gelöst - Mehr BEVs]

Nun das Goldene Lenkrad würde ich nicht überbewerten.

Seit 2013, mit einer Ausnahme hat immer was mit E Gewonnen. Ich denke das M3 hat eine gute Chance sich schnell in den Markt zu „fressen“ vor allem aber ab Januar 2020, wenn in den USA die Förderung komplett ausläuft und in Holland auch wird Tesla sehr wahrscheinlich den dt. Markt für sich entdecken.

Das ist richtig. Aber dennoch: wenn auf einmal in allen Kategorien E-Autos so dominieren + Diess und Elon schwatzen + die Gigafactory in Berlin kommen wird, dann sind das deutliche Zeichen.

Vor allem gehe ich davon aus, dass Tesla damit auch besseren Zugang zur deutschen Politik bekommen wird…

Yepp… Aber die GF wird ja nicht 2020 stehen sondern vermutlich 2021 oder 2022 in Betrieb gehen. So schnell wie in China wird das hier nicht laufen, davon kann man ausgehen.

Ich hoffe dass 2020 der Druck von Tesla auf den Markt wächst und die größeren Stückzahlen auch zu besseren Konditionen führen gerade im Leasing, denn die Listenpreise der dt. Hersteller sind ja kaum was Wert, heute wird ja nur über Raten gesprochen und da werden halt um Autos abzusetzen abenteuerliche Rückkaufwerte angesetzt. Wer den Verlust dann trägt weiß ich nicht, Tesla kann sowas aktuell wohl noch nicht machen.

Die Entscheidung nicht nach Süddeutschland zu gehen war sicherlich richtig. Dort sind die Menschen einfach zu satt und pessimistisch. Beharren drauf die besten Autos der Welt zu bauen. Ein schlechtes Boden.
Vielleicht ist das in Brandenburg besser. Z wünschen wäre eine Aufbruchstimmung, die dann auch die erneuerbaren Energien wiederbelebt. Wir haben viel zu tun, packen wirs an.

Ich fand die Rede von Herrn Scheuer gar nicht so schlecht. Denn es sind auch die Medien die das E-Auto ständig schlecht machen und mit Kinder Fotos aus Kobalt Minen Stimmung gegen BEVs machen. Man muss die Menschen auch mitnehmen und nicht nur das negative sehen!

Das hier ist zwar ein Stammtisch-Thread, aber damit das nicht hoffnungslos zerfasert, bitte in einem dieser Themen weiter diskutieren:

Elon Musk beim Goldenen Lenkrad
Gigafactory Europa

Interessant ist ja eigentlich, dass selbst EAuto User einen differenzierten Blick auf die Nutzbarkeit haben.

Für mich ist das Parkladen ein perfektes System um Zeit zu sparen, am Sportplatz, am Restaurant, am Stadion bei VFB Spielen usw. Während langjährige Nutzer hier das anscheinend nicht so sehen?!

Für mich ist dieser Vorteil ein Hauptgrund, EAuto zu fahren. Und ich habe seit Sept. kein einziges Mal ein Problem mit dem Laden gehabt.

Wenn wir User es also nicht schaffen ein einheitliches Bild zu projizieren, wie sollen dann Interessierte ein cooles Bild vom EAuto bekommen?

Aber in Süddeutschland hätte man die Arbeitslosen aus der Branche abholen können. Diese müssen jetzt den beschwerlichen weg in den Osten machen. :mrgreen:

Schon richtig. Für Brandenburg ist das sehr wichtig das da was passiert.

Das bringt das ganze jetzt schon weiter. Schon die Ankündigung bringt Interesse. Es muss ja kein tesla sein, der dann letztendlich verkauft wird.

Yepp, so ist es… Nur war mein Mitarbeiter mit dem i3 bei einem Event entweder in der Halle oder im Stadion und da war die Säule einfach zugeparkt. Die Frage wird sein ob es sich lohnt für 20 Spiele im Jahr tausende von Ladesäulen aufzustellen. Das haben wir im anderen Faden schon mit Skiliften, Freizeitparks etc durchgekaut. Einfach schauen wer das bauen soll, ob das überall kommt…

Ich finde auch das Parkladen für mich persönlich eine sehr elegante und komfortable Sache sein kann. Aber durch die Schnelllader für mich immer uninteressanter wird zwei mal im Kreis zu fahren und mit der App zu suchen wo jetzt die nächsten Säulen sind und wie ich da hin komme. Zum Durchbruch braucht es einfache sicheren Zugang zum Nachladen… und da denke ich halt weiter, dass wir mit einigen Hundert Schnellladern viel mehr in kurzer Zeit erreichen können. Wie sich das ganze dann danach entwickelt wird man sehen.

Der Medienrummel um Tesla und die GF4 in allen Kanälen wird das Thema hoffentlich positive beeinflussen.

Ich bin ja mit Eigenheim und PV Anlage in einer sehr komfortablen Home Lade Situation :slight_smile:.

Wir laden aber so gut wie nur extern weil es nichts kostet. Während der Arbeit, Sport, Einkaufen, Kirchgang, Fitnessstudio, Restaurant, Hotel, Ferienort, SuC usw.
Ein Kurzer Blick in Goingelectric.de Stromtankstellen und los geht es. Für uns wäre der Betrieb des Model 3 als Mieter absolut kein Problem.

Was meinst du wieviel Umweg und Wartezeit die Leute für günstiges Tanken auf sich nehmen würden. Bei uns sind Leute aus Birkenfeld nach Luxemburg zum Tanken gefahren. Das sind (ich habs nicht genau nachgesehen) aber ca. 50 km One Way, für 10-20 Ct der Liter.

100km ist natürlich echt hart, wenn Du da 60l tanken kannst sind das 12€… Aber dumme gibt es überall, ich denke aber nicht dass das die Mehrheit darstellt. In meinem Umfeld würde das kaum jemand machen. Die wenigsten kümmert es zu welchem Zeitpunkt man tankt ein paar Leute achten darauf dass man nicht am Montag Früh tankt etc… Ich würde auch niemals auf die Idee wegen kostenlosen Laden irgendwo hin fahren und wo sein wo ich nicht will oder riesen Umwege in Kauf nehmen.

Das ist ja das tolle in unserem Land, dass man frei ist so zu leben wie man es gerne möchte. Selbst ein M3 hat mit 55.000€ und ca. 2000€ Wartung und sonst ein paar Kosten ca. 60.000€ / 250.000km schon 24ct von der Geburt bis zum Tode, und mit den normalen Nutzungsdauern eher 40-50ct Wertverlust. Da machen die 6Ct /km Strom den Kohl ja nicht so fett.

Aber Schnellladen schadet doch dem EAuto?!

Ich versuche möglichst nie schnellladen, darum ja das Parkladen?! Außerdem, bei einer 100 KW Ladesäule, kannst du 9 11 KW Ladesäulen aufstellen, bleibt sich ja nun rechnerisch gleich?! Man hat einen bestimmtes Kontigent an Ladenotwendigkeiten, ob ich die dann auf viele Parkplätze verteile oder auf wenige, ist ja rechnerisch fast egal…

Ich finde natürlich beides super… aber an Veranstalltungsorten 10 Ladesäulen montieren, hielte ich für normal! Das verteilt sich ja dann, es gibt irgendwann 10 Säulen im Kaufland, 10 Säulen am Sportplatz, 10 Säulen am Kino und nicht jeder muss immer überall laden, kommt man hin und es ist frei, mitnehmen, wenn nicht, dann nicht! Wir laden unseren X Zu Hause nur, wenn er unter 150 km fällt (also wenn ich eine PV Anlage habe, ändere ich das natürlich) oder wenn wir reisen, ansonsten nur unterwegs, das hat weniger mit Geld zu tun, sondern mehr mit dem tollen System Parkladen … ich finde das einfach genial… :mrgreen:

Wenn ein paar mehr BEV verkauft sind, kann man doch mit Ladesäulen prima Geld verdienen, gerade wenn der Strom von der PV-Anlage kommt. Das wird noch ein richtiger Markt. Dann probieren die Anbieter auch die verschiedenen Säulen, also AC 3-22 KW und DC was halt geht. Dann kann man auch überall einfach zahlen, ob über die Handyrechnung oder PayPal oder wie auch immer.
Das kommt jetzt in Gang. Durch Berichte über die GF4 ua bekommen die Leute langsam ein Gespür dafür.
Hab dann heute am SuC nur 10 Minuten Strom getankt, war mit 4% SoC zu Hause.
Was bei vielen noch fehlt ist die Traute.

Die GF4 wird einen fetten Schub geben.
Der „Durchbruch“, wie hier im Thread immer wieder beschrieben, ist ja längst durch. BEVs funktionieren in jeder Lebenslage, da muß man nicht mehr auf irgendwas warten. Außer eben in den Köpfen des Bild-Zeitungs-Mainstreams bzw. ein paar unglücklichen hier, die es irgendwie einfach nicht schaffen, ein BEV im Alltag stressfrei zu fahren. Ausnahmen bestätigen immer die Regel.
Ich sehe verdammt großes Potential darin, daß die GF4 in Deutschland noch mehr dem BEV zur AKZEPTANZ verhilft. „Durchbruch“ ist der völlig falsche Begriff und impliziert, daß ein BEV noch nicht alltagstauglich wäre. Es geht um die Akzeptanz. Und wenn die erstmal da ist, dann gibt es kein Halten mehr, und das sehe ich gerade in meinem Bekannten- und Freundeskreis, wo die Mauer durchbrochen ist, und es bei den meisten nur noch eine Sache der Zeit ist oder bereits geschehen ist.

mit jedem Monat immer weniger durch ständige Weiterentwicklung wird dieser Effekt immer uninteressanter.

Richtig, das kann man aber von mehreren Seite sehen. Wer 20.000km fährt bewegt das Auto ca. 400h somit müssen die 4.000kWh in 8300h geladen werden also rechnerisch 530W Ladeleistung. Jetzt ist dieser Vergleich aber sinnlos wie die Aussage dass man 55km am Tag fährt und daher auch ein Akku reicht mit 20kWh Größe. Auch das wurde früher alles behauptet nur ist das alles das Ergebnis von "EXCEL "

Diese Analyse ist mir oftmals zu theoretisch und vergisst den Kern „den Anwender“ und die Vorstellung von Mobilität. Warum haben Tankstellen denn ein Dach bekommen und warum soll man nun mit Kabeln hantieren die dann im unteren Teil des Kofferraums sind und oben drauf hat man Gepäck, Einkäufe etc… Es funktioniert, und es ist für Leute wie uns die Technik mögen und auch das elektrische Fahren mögen super. Für den ganz normalen Menschen ist das zu kompliziert.

Da muss man dann rechnen, okay der Parkplatz bringt mir welche Leistung je km, was wenn ich früher weg will wie weit komme ich dann, wo ist der nächste Schnelllader und wie viel kW hat der…

Ich denke dass Parkladen nicht den Durchbruch bringt, sondern den Komfort nach dem Durchbruch deutlich erhöhen wird wo es passt. Ich lese halt so oft, dass „MAN“ doch dies machen soll und „MAN“ das machen soll… aber wer ist MAN?

Du denkst den Weg des Verbrenner Fahrers… Edit: und wohl auch des Pendler vgl. Ganz unten

Ich denke nie darüber nach wie viel ich rein lade, also wie lange er stehen soll beim Parkladen, deshalb war es wichtig ein EAuto zu haben, das mind. 400 km Reichweite hat… Meine unplanmäsige Notentfernung war in den letzten 30 Jahren nie über 180 km… In meinem X sind immer 150 km drin, falle ich darunter, lade ich in der Garage, als ich das nicht konnte, habe ich dafür gesorgt diese Füllung wo anders zu bekommen.

Also nee diese Berechnungen gibt es eben nur bei weiten Strecken. So erzähle ich von meinem Ladesystem auch immer… Allerdings muss ich zugeben, da mein Büro in meinem Haus ist, habe ich auch keine Tagespauschale an Fahrweg. Fährt man täglich über 60 km, funktioniert mein System nicht, das gebe ich zu. Hab da vorher drüber nach gedacht.

Nicht mehr lange

Das Grundproblem ist, dass Du davon ausgehst, dass das was für Dich gilt auch für andere funktioniert. Und bei aller Liebe Du hast ein Auto für 100.000€ okay… super dass das funktioniert so einigermaßen und hast dann noch den Luxus von einer eigenen Garage mit Stromanschluss. Perfekte Voraussetzungen eben.

Ich denke im Übrigen nicht aus Sicht eines Verbrennerfahrers sondern aus Sicht eines Menschen der sich mit Technik nicht rum ärgern will sondern einfach nur als unbedarfter nutzen will. Und das Auto ist eben ein Produkt das die individuelle Mobilität befriedigt und daher muss es eben in der Theorie funktionieren, da ist die Praxis uninteressant.