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Was fehlt den BEVs zum Durchbruch? [Gelöst - Mehr BEVs]

3k halte ich schon für etwas übertrieben, aber ok, im worst-case können im Durchschnitt schon 2k zusammenkommen.
Nur wieviel kostet so ein Stellplatz eh? Ein Kumpel hat gerade eine Eigentumswohnung in Duisburg gekauft, und die wollen für einen zusätzlichen Tiefgaragenstellplatz knappe 20k haben. Die zusätzliche „Steckdose“ ist da doch absolut lächerlich. Und warum nur für 5 Jahre?
So ein Ladepunkt ist eine Investition für die nächsten 30 Jahre und mehr.

Bei mir hat keine einzige Wallbox 5 Jahre gehalten. Mennekes sogar nur zwei! Auch bei einem Kunden von mir sind nach vier Jahren alle im Eimer.

Was der Stellplatz kostet ist ja irrelevant und im Neubau ist das auch sicher was anderes. Aber man muss ja eine Messung einbauen, dann Leitungen verlegen, einen FI Schutz einbauen, eine Wallbox, also da halte ich 3000€ für sehr sehr optimistisch für alles!

Aber wie gesagt, das halte ich auch für eine weitere Hürde, dass man zuhause erstmal noch investieren muss, dann mit den Miteigentümern sprechen, eine Abstimmung machen etc…

Für mich sind es einfach noch zu viele Themen auf einmal… Neben dem "komme ich dort hin? Was mache ich wenn? Wie mache ich dies? Dann spezielle Ladekarten, Zuhause den Handwerker, was das kostet nochmals 1000-3000€ !!! und und und…

Für uns technisch affine Menschen ist das sicher alles entspannt, für andere weniger affine Menschen zu kompliziert. Alleine schon die unterschiedlichen Ladeleistungen wird nach meiner Einschätzung 80% der Autofahrer überfordern.

Das Glas ist also halb leer.
Ich bin auf dem Lande in Niedersachsen aufgewachsen, da können alle einen Stecker verlegen, nun lebe ich schon lange in MV, auch hier können alle auf dem Lande und viele in den doch eher kleinen Städten einen Anschluß verlegen. Im ländlichen Bereich haben die meisten einen roten Starkstromanschluß, der ja reicht.
Für mich ist das Glas halb voll.

Meine Mutter wollte jetzt sich ein BEV kaufen(habe sie jetzt drei Jahren bearbeitet), aber in der Eigentümerversammlung waren zwei dagegen gewesen eine Steckdose in der Garage zu installieren , diese waren prompt auch Mitarbeiter bei Daimler sind…
Im Ort gibt es leider keine Ladesäule und somit ist für sie das BEV erst einmal gestorben. Solange es solche Hindernisse gibt, werden wir noch lange brauchen.

Na dann bin ich mal gespannt wann mein Tesla Wallconnector explodiert. Der erste hängt immerhin seit 3 Jahren dort. Der zweite erst seit März.

Klingt als würde der schon angezählt, wenn nach spätestens vier Jahren der Ofen aus ist. Ich halte euch am laufenden. :wink:

:astonished:
Deine Aussage erschüttert mich. Gerade weil ich mir immer denke, dass die Dinger für das was sie können völlig übertrieben teuer sind. :imp:
Habe zu der Thematik da diese sicherlich sehr wichtig ist einen eigenen Thread aufgemacht:

Indoor oder Outdoor? Habt ihr bei einem >=500€ Produkt mal geguckt, ob man das reparieren kann, oder keinen Bock gehabt und einfach in die Mülltonne geschmissen?
Hört sich zugegebenerweise nach der Beschreibung jetzt gerade nach letzterem an, aber ich hoffe mal nicht, daß das nicht so gelaufen ist. Wäre sonst nicht sonderlich nachhaltig gedacht, wenn z.B. nur ein 10€ Relais oder so durch ist.

Meine Keba hat nach 3.5 Jahren auch den Geist aufgegeben. Habe ich dann mit TWC ersetzt.

Aber selbst wenn man 3.000€ auf 10 Jahre rechnet oder 15 Jahre so kommen da je nach Fahrleistung 10-20ct/kWh raus. Ich denke aber soweit denkt der Neukunde nicht, der sieht einfach dass er sich mit dem Thema beschäftigen muss und zum eh schon teuren Auto nochmals 1000-4000€ drauf legen muss und am Ende noch irgendwelche Eigentümer und Co fragen muss.

Es ist völlig unerheblich, ob zwei dagegen gewesen sind, für eine bauliche Änderung reicht die Mehrheit.
Nur wenn diese beiden Miteigentümer den Beschluss anfechten, dann gibt es Probleme. Aber das habe ich noch nie erlebt, dass ein Miteigentümer das tatsächlich wegen so einer relativ irrelevanten Sache durchzieht und auch diese beiden hätten das sehr wahrscheinlich nicht getan.

Die Rechtslage ist hierzu alles andere als offensichtlich. Zudem will man ja auch keinen Streit mit der Hälfte der Miteigentümer haben, nur weil man nun ein BEV fährt. Genau darin liegt doch schon das Problem, man hat Streit, muss sich rechtfertigen und und und… Klar habe ich Recht wenn ich landen will und ein Verbrenner parkt die Ladestation zu aber was bringt mir das? Soll ich die Polizei rufen und warten bis er abgeschleppt wird? Für mich ist das alles andere als zielführend.

Ich bin 2013 auch viel zu blauäugig an dieses Thema heran gegangen und konnte mir mich vorstellen mit welchem Widerstand man rechnen muss wenn man nur eine Steckdose im Keller installieren will.

Und was willst Du uns damit sagen? Hättest Du besser 6 Jahre gedieselt?

Das stimmt die Rechtslage ist eher kritisch zu betrachten… ich hätte auch nur bedingt Lust gegen Mitbewohner zu klagen. Hier gehört Rechtssicherheit her vom Gesetzgeber.

Ich habe schon Verbrenner abschleppen lassen bevor ich ein EAuto hatte! Ich finde nichts nerviger, wie wenn irgend was blockiert wird, genau so nervig ist es wenn Gastankstellen zu geparkt werden, weil man gerade gemütlich im Tankstellenbistro frühstückt… nur da kann man wenigstens rein brüllen :" Wem gehört der kackbraune Fiat der die Gastanke zu parkt?" :mrgreen: :wink:

Für meine Mitarbeiter wäre das auf jeden Fall befriedigender gewesen und motivierender. Denn die haben sich dann mit dem Privat PKW geholfen und mussten aber 1% von einer teuren Karre versteuern. Für mich wäre das nicht in Frage gekommen aber man muss schon mal überlegen dass ich auch ein etwas komischer Typ bin, zumindest was das angeht :slight_smile:

Jetzt im Ernst, 3000€ sind ein Hindernis? Schau mal in anderen Bereichen des Forums, was für Folierung, andere Felgen und so’n Spaß ausgegeben wird.
Das Laden zu Hause ist ein absoluter Bequemlichkeitsfaktor. So bequem wie zu Hause Wasser, Strom, Gas, Telefon, Internet und ein Klo zu haben. Ist alles in den letzten 125 Jahren nachgerüstet oder beim Neubau sofort mit berücksichtigt worden.

Die Mauer ist in den Köpfen und sie bröselt durch die Beispiele, wo die Leute sehen können: Ah beim Nachbarn funktioniert’s auch.

Natürlich gibt es Probleme und Hindernisse für 100% BEV Bestand, aber für einen Durchbruch definiere ich 1/3 Marktanteil bei den Neuzulassungen.

Aber auch da wird Deutschland als letztes Land Europas (Schengen und Efta) das Drittel erreichen.

Das siehst Du so, wenn Du aber das brauchst um mit dem Auto überhaupt fahren zu können sieht das eben anders aus. Und als ob jedes Auto foliiert wäre :unamused: Ich glaube manchmal echt einige hier leben in einer völlig anderen Welt als ich. Kein einziger meiner Freunde hat ein foliiertes Auto.

Das mag sein, aber eben ein teurer Bequemlichkeitsfaktor. Für 3000€ bekommt man auch schon die ersten brauchbaren Whirlpools

Eine Ansteckung würde ja einer S-Kurve entsprechen und die sehe ich nirgendwo wo es nicht massivste Förderungen und Vorteile für BEVs gibt. Ich war heute mit dem M3 hinter Ulm bei einem Kunden das waren 310km hin und zurück. Es hat gerade so gereicht, bin mit 10% im M3 wieder zuhause angekommen. Das ist für heute auch meine Anforderung an das BEV gewesen und so stellen sich das viele auch vor.

Was noch fehlt sind die Lader. Das M3 LR ist der Game Changer aber eben noch viel zu teuer. Mein Beifahrer hat mir von seinem Mercedes COmputer erzählt und was der alles kann. Da bin ich mit der V10 schon neidisch geworden.

Wenn nur diejenigen, bei denen die Grundbedingungen passen (laden Zuhause möglich, mehrer Fahrzeuge im Haushalt, genügend finanzielle Mittel etc.) sich ein BEV anschaffen würden, wären die Lieferzeiten jetzt schon sehr lang.
Aber wenn man sich Mal nur so im Bekanntenkreis umhört merkt man auch, dass die Prioritäten ganz anders gesetzt werden. Zuerst das neue Bad oder die neue Küche, dann noch unbedingt die tolle Fernreise, die man schon immer machen wollte. Dann kommt ne Weile nichts und dann erst ne PV Anlage oder ein BEV. Man sieht halt kurzfristig keinen Vorteil oder Gewinn und daher stehen diese Sachen hinten auf der Liste.
Daher wird der einzige Weg sein, die Nutzung von Verbrennern korrekt zu bepreisen und so teuer zu machen, dass BEV fahren die gunstigere Alternative wird. Was meint ihr, wie schnell das dann geht.
Aber das wird erst kommen, wenn die deutsche Industrie es der Regierung erlaubt, solche Änderungen durchzuführen.

Da bin ich voll bei Dir, die Küche ist immer wichtiger als eine Dämmung, das hatten wir schon so oft hier. Mein Kumpel der gerade baut hat mir auch erzählt dass die bessere Wand 6.000€ kostet und das würde er ja nie einsparen. Bei der Küche aber geht es nicht darum, ist halt so. Wenn Du mal ein paar Jahre zurück gehst dann wirst Du Aussagen von mir finden dass die TCOs nicht der Grund sein werden dass Leute auf BEVs umsteigen. Ich habe sogar gesagt, dass Menschen bereit sind für einen Verbrenner deutlich mehr auszugeben als für ein BEV. Das hat mehrere Ursachen, zum einen kennen die wenigsten die TCOs ihrer Autos und zum anderen ist der Verbrenner halt unschlagbar in seinem Kern, die Befriedigung der individuellen Mobilität, das kann das BEV eben nicht gleichermaßen.
Zudem habe ich auch immer wieder gegen große Widerstände gesagt dass es >60kWh sein müssen und auch das war vermutlich noch viel zu vorsichtig formuliert.

Solange das BEV ein Problem mit der Reichweite hat und die Lader nicht einfach wie Tankstellen verlässlich rum stehen solange wird es halt schwer sein für den Durchbruch.

Hat auch kein einziger deiner Freunde ein Garagentor? Das kostet mit Elektroantrieb auch um die 3.000,-

Oder haben sie gar ein Carport? Kostet 10.000,- oder mehr.

Eine Garage? Kostet nochmal ein Vielfaches.

Alleine ein eigener Parkplatz vor der Eigentumswohnung kostet ein paar Tausender.

Da denkt kein Mensch drüber nach und bei der Steckdose wäre das auf einmal ein Problem? Vor allem bezweifle ich die 3.000,- für eine Wallbox. Ist die aus Gold?

Der TWC kostet ca. 500,- und wenn man noch extra eine neue Leitung legen muss, kommen vielleicht noch 500,- oder 1000,- dazu. Beim Neubau fällt das bei der Elektroinstallation gar nicht auf. Da kann man je nach Größe vom Haus auch locker fünfstellige Summen ausgeben.