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Was fehlt den BEVs zum Durchbruch? [Gelöst - Mehr BEVs]

weißt Du, ich habe in den 8 Jahren so viele schöne Erlebnisse mit dem Auto gehabt und mich so oft gefragt was daran so kompliziert ist. Wenn ich aber dann so die Reaktionen der Mitfahrer sehe wenn der Akku Stand mal unter 10% fällt und man noch etwas vom Lader weg ist zeigt halt, dass das nicht jeder kann. Und da man auch ab und zu davon hört, dass Leute liegengeblieben sind mit 3-5% Reichweite ist das auch nicht anzuraten.

Ich bin ja ein großer BEV Fan, sehe aber keinen meiner Kumples auch nur ansatzweise sich für das Thema näher zu interessieren, im Gegenteil, wenn die bei mir mitfahren sind die immer wieder schockiert dass man gerade in Richtung Berge so schnell an Reichweite verliert. Dass man das auf dem Heimweg wieder zurück bekommt ist dann in diesem Moment erstmal nicht entscheidend.

Verstehe nicht, warum das Thema Restreichweite bei den non-BEV Fahrern so ein großes Thema ist?!
Auch bei meinen alten Verbrennerkisten hatte ich das Tacho immer so eingestellt, dass mir die Restreichweite angezeigt wird. Und logischerweise ist die bergauf schneller gesunken als bergab…

Das einzige wo man sich umgewöhnen muss ist, wenn man mit % fährt. Die Tankanzeige ist ja gefühlt immer so, dass sie voll anzeigt bis nur noch die Hälfte drinnen ist und dann rapide absinkt. Da ist der lineare Verfall bei TESLA halt genauer, man muss sich nur dran gewöhnen. Beim Verbrenner hab ich angefangen nach ner Tanke Ausschau zu halten, sobald er nicht mehr voll war. Und wenn die Preise eher unten waren, hab ich getankt. Beim TESLA darf man halt nicht anfangen nach ner Ladesäule zu schauen, sobald man unter 100% ist :smiley:

Aber genau darum geht es doch. Wie soll man das während dem Fahren machen. Eine Tankstelle erkenne ich mit den Augen und ich weiß dass in jeder größeren Stadt eine 24/7 Tanke ist. Beim E-Auto braucht man wieder eine App oder zwei, dann weiß man nicht ob die Lader auch funktionieren oder nicht dann jemand dort lädt wenn man ankommt.

Solange man sich in der Tesla SUC Welt bewegt ist es ziemlich cool, außer bei Hin und Zurück Fahrten ohne Lademöglichkeit vor Ort manchmal umständlich.

Normalerweise reicht eine bis zwei Apps und zwar Moovility für die Belegung und ESL dafür ob man dort mit ESL laden kann oder nicht.
Die von ESL brauche ich nur bevor ich losfahre und die Moovility kurz bevor ich ankommen.
Alles kein Hexenwerk.

Und das sind eine bis 2 Apps zuviel!. Hast Du an einer Tanke schon mal eine App gebraucht? Das muss funktionieren wie an einer Tankstelle oder eben wie bei Tesla. Einstecken. Fertig.
Man darf nicht überlegen müssen ob die Säule defekt oder belegt ist oder ob meine Karte geht. Es muss einfach gehen.

Trotz der heutigen Mängel am Ladenetzwerk haben wir weltweit Wachstumsraten >50%. Selbst das kann also den Durchbruch nicht aufhalten.

Gruß

Bernhard

Natürlich brauche ich zum tanken eine App.
Natürlich nur wenn ich irgendwo bin, wo ich mich nicht auskenne.
Genauso ist es mit den Ladensäulen.
Da brauche ich für die die ich kenne, auch keine App, außer man kann das Laden ohne nicht starten.
Und ganz ehrlich, ich habe mit Verbrennerfahrzeugen schon häufiger irgendwo gestanden und nach Tankstellen gesucht, besonders mit dem Motorrad auf Tour. Gegen die italienischen oder französischen Tankautomaten sind die Ladesäulen ein Traum. Denn bei den Automaten ist auch wenn man davor steht nicht sicher, ob der meine Karte nimmt oder ob der Bargeldleser mal wieder spinnt.
Besonders in der Mittagshitze immer wieder ein ganz tolles Erlebnis.
Und in Deutschland muss ich nicht mehr nachdenken, da funktioniert ESL an den meisten Säulen und selbst in Holland lief alles problemlos.

Motorrad ist ein eher unpassender Vergleich. Beim Verbrenner fragt dich dein Auto, ob es dich zur nächsten Tankstelle führen soll und listet die nächsten Tanken auf und nahe der Route mit Spritpreisen auf. Funktioniert klasse, sogar im E-tron :stuck_out_tongue:

Mit dem ID3 und seinen Derivaten wird sich vieles ändern, wenn er denn dann endlich mal kommt.

So ein Fahrzeug habe ich noch nie besessen, von daher kann ich das nicht beurteilen.
Das mit dem zur nächsten Ladesäule führen kann die Zoe ab auch…

Das Thema bei der Sache ist doch, ob der Stopp den man machen muss nun in die Tagesplanung passt. Beim MTB Rennen in Furtwangen z.B. ist mein Handy so nass geworden dass ich es nicht mehr aufladen konnte und es ist dann kurz nach dem Ende des Rennens ausgegangen. Es ließ sich leider auch nicht im Auto aufladen…
Ja ich bin nach Hause gekommen, aber ja die Leute an Bord werden sich weiterhin kein E-Auto kaufen so lange man mit Filter und Ladeleistung und und und rum machen muss. Dann liegt der nächste Lader an der BAB, Google aber führt einen um den Unfall rum, dann muss man in den Stau fahren weil dort die nächste Ladeseäule und und und…

Dass man darüber überhaupt diskutieren muss ist ja schon echt hart, das ist doch logisch und ja ich fahre lange genug E-Auto um zu sagen dass ich noch nie liegen geblieben bin und somit immer eine Lösung gefunden habe. Und was sagt uns das jetzt? Dass jemand der Lust hat E-Auto zu fahren und technischen affin ist durchaus auf E-Autos setzen kann, wenn er es will. Auf mich trifft das zu, auf viele eben nicht. Ist nicht meine Schuld im Übrigen!

So, einmal schreib ich jetzt doch noch:
Ja, das Fahren mit dem BEV erfordert schon etwas mehr Planung, als mit einem Benziner (aber deutlich weniger als mit einer FuelCell Kiste).

Nur gestattet mir einem keinen Seitenhieb, den ich mir jetzt einfach nicht verkneifen kann:
Ich investiere viel lieber etwas Zeit mit der Planung, als mit anderen Menschen darüber zu diskutieren, ob BEV fahren jetzt kompliziert ist oder nicht.

Aber ich diskutiere auch nicht mehr über Brenstoffzellenautos oder den CO2 Rucksack von Traktionsbatterien.

Kurz: Ich lass mir meine Freude an meinem Auto von anderen einfach nicht verderben. Dazu ist mein Leben einfach zu kurz.

So ist es… ich persönlich habe mit dem MX sehr viel Spaß und Freude. Wie das nun mit CO2 und CO aussieht ist mir mittlerweile auch egal. Für mich passt es gut nur etwas groß ist es für dt. Verhältnisse, da freue ich mich schon auf das MY

Ich glaub wenn man eine 360 Grad Kamera hätte, wäre die Größe halb so schlimm.

Ja die 360Grad Kamera vermisse ich ein wenig, aber das ist kein Must sondern Nice to have… Mich stören am MX lediglich die Software Bugs und der hässliche gelbe Rand im Display. Aber das Auto an sich ist ein so tolles Auto und auch für einen SUV hat er ein gutes Design.

Womit wir wieder beim Thema sind. Design… Warum haben so viele Hersteller versucht ihre E-Autos hässlich zu machen, mit Konzepten auszustatten die es sonst auch kaum gibt (BMW i3). Während in der BMW Welt Bilder von glücklichen Menschen im Cabrio zu sehen sind kommt der i3 als Vernuftsksite mit überschaubarem Design ums Eck. Tesla macht es doch vor wie man mit einem geilen Design und coolen Produkten Menschen überzeugen kann.

Neben dem Design gibt es aber einen weiteren Faktor der gerne unterschätzt wird, die Anwendung und das Freiheitsgefühl…

Und an all diejenigen die das immer abtun und null Verständnis haben, setzt doch einfach mal jemand der gar keine Ahnung von E-Autos hat in ein E- Auto und lass ihn fahren, und bitte keinen Tesla, denn Tesla ist nur ein Auto unter den E-Autos…

Habe ich grad gemacht, alle die damit gefahren sind waren vom Antritt des i3 begeistert, mit dem Design konnte sich nur die Hälfte anfreunden.

Wir haben das 2013 schon mit dem i3 gemacht, auch schon 2011 mit dem Roadster… alle waren begeistert… Aber es geht ja nicht um eine Fahrt hier im Kreis rum und ob die Leute sich mit der Beschleunigung anfreunden können. Dazu müssen die nur einen Tag lang in Tripsdrill die Katapultachterban Karacho fahren, da geht es in 1,6s auf 100 :slight_smile:

Menschen sind auch begeistert von der Beschleunigung eines Flugzeugs… Die Frage ist doch, was kaufen sich die Menschen, wo wird die Tinte unter einen Vertrag gesetzt… das ist die Frage…

Bei meinen Mitarbeitern zieht derzeit die 0,5% Regelung schon recht heftig. Allerdings ist es auch schon sehr übel, was für Stories mir derjenige, dessen Auto zuerst fällig ist über seine „Verkaufsgespräche“ so erzählt hat.

Tesla hat sich da auch nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Ich hatte lang dran gearbeitet, das er zumindest ein M3 probefahren wollte, hat sich auf er Website registriert und bekam auch prompt einen Probefahrttermin …

… in Düsseldorf, er wohnt / arbeitet am Oderhaff eine gute Stunde nördlich von Berlin. Also hat er dies nochmals so gemailt, das er doch bitte einen Termin in Berlin bräuchte und hat seitdem (1 Woche her) nichts mehr von Tesla gehört.

Rühmliche Ausnahme bei den Händlern: Hyundai der hat im explizit den Plug-In ausgeredet: Entweder vollelektrisch oder gar nicht, obschon der Verkäufer wußte, das er dann (aufgrund der Lieferzeiten) kein Geschäft machen kann.

Derzeit läuft es wohl auf den Outlander EV hinaus.

Klar, mein Kumpel hat am Sonntag im Tesla auch gesagt, dass der nächste ein PHEV sein soll, denn die 0,5% Regel und so… Aber man darf auch den höheren Listenpreis der PHEVs nicht ganz vergessen und was dann am Ende wirklich so übrig bleibt. Aktuell scheinen die PHEVs noch nicht so richtig durch die Decke gehen und Tesla ist in den Fuhrparks nicht wirklich gelistet.

Derzeit ist eher das Problem daß außer dem Outlander, praktisch keine Plug-Ins verfügbar sind. Die stehen zwar munter in den Konfiguratoren, aber das wars dann. Mein BMW ist auch gerade 3 Monate nach hinten geschoben worden und ich werde mal ein sehr ernstes Wörtchen mit dem Händler reden müssen.

Höhere Preise / Kosten bin ich bereit zu tragen, wenn die ersten PHEV (außer meinem eigenen) in die Firmen kommen stelle ich auch unentgeltlich Wallboxen zur Verfügung. Das ist dann der Teil den ich zur Elektrifizerung beitragen kann, denn -zumindest für mich- führt der Weg zum BEV über den PHEV.

Die Bereitschaft, ein Auto (BEV) von der Stange zu nehmen, ist leider auch nicht so groß. Wenn ich die Priorität setze, ich will jetzt ein M3 oder Kona oder was auch immer, dann kann ich doch ins Netz gehen und nehme eine Standleuchte, Vorführer oder Rückläufer. Die bekomme ich gleich, nur nicht immer in der Farbe, die ich wollte. Zur Not müssen dann andere Felgen ran oder der Folierer darf ans Auto.
Ob das Auto aus Rostock, Düsseldorf oder München kommt, ist mir doch egal. Auch der Rechnungsaussteller, also bei Kia, BMW und co die Frage, welcher Händler liefert, ist mir doch egal. Niemand muß ein Jahr oä auf ein Auto warten, ist doch bis auf die neuen Fahrzeuge der IAA, die erst im Laufe von 2020/2021 in den Verkauf gehen, alles verfügbar. Auch Schnäppchen wie eUp oder eGolf können finanziell interessant sein.
Warum sind die Menschen beim BEV nur so verkorkst kompliziert und nicht ein wenig pragmatischer? Haben wir hier Psychologen, die sich damit auskennen?

Was ist real verfügbar?

Außer M3, E-Tron und E-Golf im Abverkauf nichts. Die Autos die bei mobile und Co. stehen sind reine Kundenfänger. Es gibt keine neuen Konas, E-Niros, Souls zu kaufen