Warum der Individual-PKW so bald nicht abgeschafft werden wird

Das ist ja noch harmlos, beim ÖPNV denke ich zuerst an die subtil wahrnehmbare urinöse Note beim Betreten des Bahnhofes, hervorgerufen von Menschen, die beim Pinkeln in Gebäudeecken manchmal sogar die Hosen anlassen. Und die Junkies, mit ihrem lieblings-Vorwurf „Das kann man auch netter sagen“ - nein, kann man nicht.
Wenn die Robotaxis kommen, wird es für den ÖPNV auf Kurzstrecken sehr schwer, und ich hoffe, daß die Politik nicht noch mehr Steuergelder für Schienenprojekte in den Sand setzt.

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Robotaxis funktionieren nur im Rahmen von ÖPNV 2.0 wenn das der Markt Regeln soll wird das nur der gleiche Mist wie beim Automobil und bei den E-Scootern.
Barierrefrei und Inklusiv versteht sich.

Mir sind im Schienenverkehr versenkte € tausendmal lieber als unnötige Autobahnen durch die Pampa, Ortsumfahrungen die noch mehr Verkehr anziehen und Wahlkreisbezogene Tunnelprojekte, wenn das Geld in den ÖPNV fließen würde hätte wir eine ganz andere Qualität.

Apropos kurzstrecke: <5km schlägt keiner das Fahrrad (Zeit, Geld, Gesundheit), auch das wird seit Jahren aktiv ausgebremst. Überraschung: wer mit aktiver Mobilität zur Arbeit kommt ist weniger krank, am aller wenigsten sogar die, die ganzjährig Fahrradfahren

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Ich war 15 Jahre mit BahnCard 50 zwischen Wohnsitz und Arbeitsstelle als Wochenendpendler unterwegs - 275 km einfach. Habe dafür 4 h Bahnreisezeit in Kauf genommen, weil ich eine Verbindung hatte, die 3:10 h ohne Umsteigen enthielt. Da konnte ich arbeiten oder mich erholen/schlafen.
Dann hat die Bahn auf die neuen IC2 umgestellt. Diese Züge sind für Langstrecke dermaßen ungeeignet, dass ich schon schwer am Überlegen war, auf‘s Auto umzusteigen. Den Ausschlag gab dann, dass der Direktzug (vorübergehend) eingestellt wurde und meine Verbindung dadurch doppelt so teuer aber 1 h länger und mit 3 Umstiegen wurde. Da habe ich mir dann einen Tesla gekauft. Und jetzt wollte ich nicht mehr zurück. Es hat sich aber auch mein Arbeitsverhalten geändert: im Auto kann man telefonieren - das ist im Zug undenkbar - vom Netz als auch für die Mitfahrenden. Ich genieße die Flexibilität der Fahrzeiten, die erheblich geringere Reisezeit und die Privatsphäre. Schlafen kann ich jetzt auf dem Arbeitsweg aber nicht mehr :frowning:

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Möglicherweise irgendwann :blush:

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Musste eine Zeit lang die S-Bahn nutze, um zur Arbeit zu kommen. Seit ich mit dem Auto fahre habe ich weniger/keine Erkältungen mehr.
Mit den Fahrrad zur Arbeit ist in den meisten Fällen nicht realistisch. Nicht nur dass ich auch einiges zu transportieren habe, ich hab einen Weg von mehr als 30km und keine Möglichkeit zu duschen und mich umzuziehen. Was ein Arbeitstag mit ungeduschten Kollegen bedeutet, hab ich leider auch schon erleben müssen.

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Ich bin auch 10 Jahre lang mit der DB gependelt, 170 km ein Weg. Zum 15 km entfernten ICE-Bahnhof bin ich fast ausschließlich mit dem Rad gefahren. Das Rad kam dann tagsüber in die Radstation am Bahnhof. Eigentlich ein tolles Konzept, aber trotz meiner vorteilhaften Wohnlage in bezug auf den Bahnhof und der Tatsache, dass der ICE sehr schnell ist, ist eine Autofahrt auf der Gesamtstrecke meistens immer noch schneller. Und obwohl die Bahn hier auf einer dedizierten Schnellfahrstrecke fährt, ist die Verbindung alles andere als zuverlässig. In diesen Jahren hatte ich zwar nur ca. 10x den Fall, dass ich mehr als 4 Stunden Verspätung hatte (bei einer offiziellen Fahrzeit von 1h 5m), aber Verspätungen zwischen 30 und 60 Minuten, zum Teil auch durch Zugausfälle, waren durchaus an der Tagesordnung. Wenn man das einmal bei einer Urlaubsfahrt erlebt, ist es noch nicht so schlimm, aber jeden Tag auf dem Weg zur Arbeit oder zurück damit rechnen zu müssen, dass die Fahrt doppelt so lange dauert, ist schon sehr zermürbend.

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Da wünsche ich Dir mal viel Spaß in meiner Region mit 30 cm Neuschnee am Morgen und dem Fahrrad. Gesund ist da gar nichts mehr weil aufgrund der Scheehaufen durch das Räumen die Straßen so eng werden dass zwei Autos gerade noch aneinander vorbeikommen.
Da ist das Risiko zu stürzen oder über den Haufen gefahren zu werden doch nicht zu unterschätzen.
Solche Aussagen und Statistiken mögen in Gegenden bei denen 1 cm Neuschnee schon ein mittleres Verkehrschaos auslöst eventuell noch stimmen.

Hier mal ein Foto vom letzten Winter. So sieht das dann am Morgen aus. Ausgehend von Null cm

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Es soll sogar Gegenden geben da werden die Radwege vor den Straß geräumt, gut wäre in ersten Schritt alternativen zuzulassen, wie du richtig erkannt hast, führt der Autozentrismus zu Gefahr für Leib und Leben der anderen Verkehrsteilnehmer.

Für den Ländlichen Bereich wird es ohnehin meiner Meinung nach eher in einen kombinieren Verkehr münden.

Kann man schon machen, wenn man möchte dass die gesamte Stadt im Berufsverkehr in Chaos versinkt. Zumal anschließend der große, orangefarbene mit dem gelben Blinklicht auf dem Dach kommt und den geräumten Geh- Radweg wieder unter Schnee begräbt. :wink:

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Wir müssen ohnehin, auch in Betracht auf die bevorstehende Klimakatastrophe unsere Wege überdenken.
Der Berufsverkehr ist so ein Fall, sind all diese Wege notwendig und wenn ja wie lenke ich diese, in der Schweiz z.B. ist das GA oft Schlüssel weg vom eigenen Auto, das wird oft vom Dienstgeber (co)-finanziert - was machen wir in D? Dienstwagenprivileg, da muss man sich nicht wundern wenn die Leute alles mit dem Auto fahren was weit weg ist als das Auto.

Die Regelungen rund um Geschäftsautos in Deutschland sind wohl hauptsächlich deshalb entstanden, um der heimischen Autoindustrie den Absatz von eigentlich zu teuren Autos zu sichern. Protektionismus halt.
Aber auch ansonsten hing die gesamte Politik in D an der Autoindustrie, was vieles ausgebremst hat. Man muss nur mal den Ausbau der E-Mobilität und des ÖV in den Ländern, die keine eigene Autoindustrie haben vergleichen, mit den Ländern, in denen die Autoindustrie eine große Rolle spielt: Niederlande, Schweiz, Norwegen, Österreich gegen Deutschland, Frankreich, Italien, Großbritannien, Japan, USA (wobei in Japan der ÖV ausnahmsweise auch gut ausgebaut ist, aber das ist bei der Bevölkerungsdichte auch nicht anders möglich).

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Immerhin hast du „oft“ geschrieben, das GA ist nur interessant, wenn du in Städten oder in Stadtnähe lebst oder Rentner bist.
Kleines Beispiel bei uns. Wohne im Dorf, nächster Bahnhof ist ca. 2km entfernt, Postauto fährt den aber nicht an, sondern einen Bahnhof in 15km Entfernung.

Sehr typische Diskussion hier:

Einer schreibt, dass man in Zukunft neben dem Auto andere Verkehrsarten deutlich ausbauen und verbessern sollte und auch jetzt schon ein bisschen was machen kann, insbesondere den MIV reduzieren .

Und dann kommen die Einwände, dass das ja in der Gegenwart alles nicht gemacht werden könne, weil…

Leute! Es geht um nötige Veränderungen, nicht um das hier und jetzt.

Und ja, um die Klimakatastrophe zu vermindern (nicht vermeiden, dazu ist es zu spät), werden wir einige liebgewordene Gewohnheiten ablegen müssen, das gilt für die jetzigen Rentner, für die Boomer, für die nach dem Pillenknick geborene (= Generation X, zu der ich mich zähle) und alle nachfolgenden Generationen (Y, Z) gleichartig.

Das ist nicht leicht, aber dieses reflexartige „Nein, ich kann leider nichts ändern, weil …“ geht mir so was von auf die Nüsse…

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Mach das doch gerne.
Solange anderen nix vorgeschrieben wird kann gerne jeder mit den Öffis oder Fahrrad zur Arbeit kommen.

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Ist jetzt NICHT persönlich gemeint. Aber was mir extrem auf die Nüsse geht, um es in Deinen Worten zu formulieren, ist das reflexartige Gelaber der Großstädter " Nutzt doch die öffentlichen "
Leicht reden wenn ich in München, Hamburg, Berlin oder was weis ich wo lebe wo an jeder Ecke eine U / S Bahnstation ist von der, spätestens, alle 10 Minuten eine Bahn abfährt.

Die ländliche Region, welche dünner bevölkert ist, hat diesen Luxus eben nicht. Da fährt der Bus / Zug zum Teil nur 3 x am Tag durch.

Dummerweise lebt inzwischen ein großer Teil der Menschen, und damit auch der Wähler urban und hat zu den Problemen der Landbevölkerung keinen Bezug mehr.

Da tut man sich als Städter auch leicht ein „Rettet die Bienen“ Volksbegehren zu unterstützen und die Landwirte zu verteufeln. Wenn man gar keinen Einblick in deren Leben hat.

Hauptsache die Milch beim Aldi um die Ecke ist billig, wir haben mit unserer Stimme die Bienen gerettet und den kleinen Landwirt zum aufgeben gezwungen.

Wichtig wäre doch erstmal die Arbeitgeber zu Homeoffice zu verpflichten und gleichzeitig den Ausbau der digitalen Infrastruktur an jede Milchkanne voranzutreiben. Das alleine würde schon Millionen sinnlos gefahrener Kilometer einsparen.

Sorry, musste jetzt raus und war, ie gesagt, kein persönlicher Angriff.

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Ich fühle mich nicht angegriffen, weil ich selbst auf dem Land (na gut, immerhin Kreisstadt mit 50.000 Einwohnern) lebe und ebenfalls auf mein Auto angewiesen bin, um zur Arbeit und zurück zu kommen.

Aber nur, weil es so ist, muss es doch nicht so bleiben!

Auch und gerade auf dem Land muss der ÖPNV ausgebaut werden, damit er endlich benutzbar wird!

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Da gebe ich Dir absolut Recht.
Ich gebe auch zu selbst am Rand einer 60.000 EW Stadt zu wohnen. Trotzdem würde ich für den Weg zur Arbeit, den ich mit dem Tesla in 15 Minuten schaffe mit dem Bus 1 Stunde Lebenszeit vergeuden.
Und ich kenne eben in meinem Umfeld auch Menschen die nur unwesentlich weiter ausserhalb leben und eine kleine Landwirtschaft betreiben. Dort kommt noch nicht mal ein Bus durch weil die ganze Ansiedlung nur aus drei Bauernhöfen besteht. Da muss die Tochter in die Stadt zur Schule. Um dorthin zu kommen muss sie Täglich 5 Km zu Bahnhof gebracht und wieder abgeholt werden.
Wobei Bahnhof für einen quasi Halt des Dieselelektrischen Zuges auf freier Strecke nicht ganz die richtige Bezeichnung ist.
Genau aus diesem Grund plädiere ich ja auch für den Ausbau der Netzinfrastruktur. Denn in dem 3 Höfe Kaff gibt es Mobil nur E und DSL… Na ja…

Warum sollten klassische Öffis wie Züge und Busse, irgendwelche Vorteile gegenüber autonomen Elektroautos haben? Kapier ich nicht.

Wie soll denn ein funktionierendes Öffinetz aussehen, ohne Autos? 24/7 Züge und Busse durch die Pampa?

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Das kann funktionieren… bin auch in der CH. Mit dem ÖV brauche ich statt 11 Minuten aber 1h reine Reisezeit. Mit den Zeiten die nicht immer dann sind wann ich los muss werden das auch schon mal 1 1/2h statt 11 Minuten. Bei teilweise 12 bis 14h Arbeitstagen ist sowas unzumutbar. Kenne mich mit den Arbeitszeitgesetzen nicht genau aus, aber eventuell dürfte ich dann nicht mal arbeiten weil der Arbeitsweg dazu gerechnet werden müsste.
Dazu kommt dass bei mir im Ort der erste us teilweise erst 1h nachdem ich los müsste fährt… das heisst ich würde oft mit dem ÖV gar nicht erst zur Arbeit kommen…
In urbanen Gegenden ist der ÖV gut. Am Land aber wenn man nicht einen Mainstreamjob im Büro hat quasi unbrauchbar…

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Ich bin selbst ein Beispiel für die Verhältnisse in und um München. Ich wohne am Stadtrand, nah am Autobahnring. Mit dem Auto sind es 15 km bis in die Stadtmitte.

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln bedeutet es Bus oder zu Fuß zur S-Bahn, eventuell in München nochmal umsteigen. Das sind ca. 45 bis 75 min und an die €6 Fahrkosten. Allerdings fährt die S-Bahn nur alle 20 min, und das auch nur am Tage, also kommt oft noch eine Wartezeit hinzu. Tief in der Nacht fährt sie gar nicht. Busse sind hochgradig unpünktlich und unzuverlässig.

Mit dem Auto brauche ich 30 min, und die reinen Kilometerkosten sind unter €1. Der Stromverbrauch ist auf so einer Strecke sehr niedrig. Vielleicht noch der Reifenverschleiß von, sagen wir mal, 30 Cent bei teuren Reifen. Manchmal kommen die Kosten für ein Parkhaus hinzu. Aber auch damit komme ich an die Kosten der Öffentlichen nicht heran. Nochmal besser wird es, wenn zwei oder mehr Personen im Auto sitzen.

Wenn man jetzt auch noch bedenkt, dass der Preis der öffentlichen Verkehrsmittel ein subventionierter, politischer Phantasiepreis ist, kommt man schon ans Grübeln. Ich müsste ja ein schlechtes Gewissen haben, wenn ich von meinem Auto auf einen Bus umsteige, der Diesel und Steuern verbrennt.

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