Wallbox mit Abrechnung für Mehrfamilienhaus

Wir wohnen in einem Mehrfamilienhaus mit 9 Parteien zur Miete. Seit kurzen haben wir ein Model Y und ich habe mit unserem Vermieter bezüglich einer Wallbox gesprochen.

Grundsätzlich hat er nichts dagegen, hätte aber gerne eine Lösung, die von allen genutzt werden kann (momentan sind wir die einzigen mit E-Auto). Eine Wallbox an meinem Stellplatz müsste ich selber zahlen und hätte der Vermieter ungerne. Er bevorzugt die gemeinsame Lösung. Auch ist mein Stellplatz vom Kabelweg der schlechteste.

Nun suche ich eine Wallbox mit 1-2 Ladeanschlüssen (11kW), die über einen eigenen Stromzähler oder den Hausstromzähler angeschlossen werden soll. Besonders wichtig ist eine Möglichkeit zum Abrechnung!
Kennt ihr gute und nicht all zu teure Wallboxen, die z.B. über einen Chip freigeschaltet werden können und wo dokumentiert wird, wer wie viel geladen hat? Ich glaube, hier wäre auch eine geeichte Ladestation erforderlich, da es ja unter den einzelnen Parteien abgerechnet werden soll.
Gibt es vielleicht auch Anbieter, die das komplett mit der Abrechnung übernehmen?

Was für Erfahrungen in dem Zusammenhang gemacht?

Elli Wallbox Pro. Gibt es auch mit Markenlogos des VW Konzerns.

Ist mit integriertem Zähler und Zugang per Karte die auch für öffentliches Laden genutzt werden kann.

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Die Zugangsberechtigung per RFID-Authentifizierung wäre jetzt nicht das Problem.

Aber was soll es denn werden?

Ein öffentlicher Ladepunkt, wo jede beliebige Person laden kann?
Dann muss jemand die Betreiberrolle einnehmen, also CPO werden. Dann ist eichrechtskonformes Laden Pflicht. Wie wäre dann die Zufahrt, Wegenutzungsrecht usw. geregelt?
Würde davon abraten…

Oder ein Ladepunkt, wo nur Bewohner der Anlage laden dürfen? Wäre dann ein geschlossener Personenkreis, also privates Laden.
Dann obliegt es euch Bewohnern, wie ihr die Ladekosten aufteilt. Datentechnisch geht das ohne Probleme, die Abrechnung erzeugt aber bei dem, der es dann macht (Backend), laufende Kosten je Monat nur für die Abrechnung.

Bei einem gemeinsamen Ladepunkt kommt noch erschwerend hinzu, dass dies nicht den Rechtsanspruch auf einen Ladepunkt am eigengenutzten Stellplatz aufhebt. Man kann also nicht einen Sammelladepunkt einrichten und glauben, dann werde niemand mehr einen eigenen Stellplatz haben dürfen.

Ich würde empfehlen, 10-20 Jahre nach vorne zu denken und eine Ladeinfrastruktur in der Wohnanlage vorzubereiten, wo sich dann jeder nach und nach mit einem Ladepunkt „anhängen“ kann.

madmax

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Es wird sehr kompliziert bei neun Parteien , meine Idee wäre ABL mit Reev .Stimme aber meinem Vorredner @madmax eindeutig zu , etwas in die Zukunft zu schauen und auch zu bedenken , das Mieter kommen und gehen.

Davon drei Stück macht sechs Ladepunkte , was ja schonmal über 50% der Parteien sind und es gibt keinen Ärger bzgl. Konformität etc.

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Es soll nur für die Bewohner sein.

Mein Vermieter ist hier leider etwas eigen und will nicht so viel machen, oder das so viel gemacht wird (auch wenn der Rechtsanspruch besteht). Er hätte halt gerne eine (einfach) Lösung, die dann alle nutzen können, wenn es auch mal mehr Elektroautos gibt. Die Abrechnung hätte ich dann auch über ihn vorgeschlagen, sollte aber alles auch möglichst einfach zu Handel sein.

Er will (so mein Gefühl) nicht viel Investieren, sonst wäre es natürlich am Sinnvollsten, gleich an mehreren/allen Stellplätzen Wallboxen vorzusehen, bzw. alles dafür vor zu bereiten.

Die Elli Wallbox Pro sieht echt ganz gut aus. Ich schaue mir die nochmal an und versuche mal mit ihm die vor zu schlagen. Hat hier jemand Erfahrungen mit der Aufzeichnung/Auswertung der Ladevorgänge mit verschiedenen Nutzern?

Ein Rechtsanspruch besteht freilich. Aber der beinhaltet nicht, dass der Vermieter auch die Kosten der Wallbox und ihrer Installation etc. tragen müsste. Er ist lediglich verpflichtet, die Installation der Wallbox durch eine Fachfirma im Auftrag des Mieters zu dulden. Und er kann bei Auszug des betreffenden Mieters auch den vollständigen Rückbau verlangen, wenn er die Wallbox nicht übernehmen mag.
Es empfiehlt sich also, sorgfältig zu verhandeln und dem Vermieter z.B. auch die Wertsteigerung seines Objekts durch die Lademöglichkeit zu vermitteln, denn natürlich wird es längerfristig für alle Beteiligten günstiger sein, wenn der Vermieter die Sache durchzieht und dabei eine Lösung gefunden wird, welche für alle taugt.

Dass Vermieter und Wohnungseigentümergemeinschaften derzeit nicht allzuviel Elan entwickeln, wenn es um Dinge geht, welche mit nicht ganz unerheblichen Investitionen verbunden sind, ist leicht verständlich. Denkt man an die wahnwitzigen Vorstellungen mancher Politiker gerade im Hinblick auf zwangsweise massive Kostensteigerungen in den nächsten Jahren (z.B. Heizung, Isolierung), so besteht bei manchem Vermieter schlicht ein Finanzierungsproblem und er möchte natürlich jede vermeidbare Ausgabe vermeiden. Nicht alle Vermieter sind ja Millionäre.

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Ich habe kürzlich das hier im Forum gesehen: Intelligente Ladelösung von MAHLE für Mehrfamilienhäuser und Kleingewerbe

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