Ob da nun noch ein Stecker dazwischen ist oder nicht, macht keinen Unterschied (O.K. Stecker und Buchse machen es etwas teurer ).
Du brauchst in beiden Fällen das gleiche Kabel und hast den gleichen Aufwand im Sicherungskasten.
Selbst wenn Du alle Vorschriften ignorierst (die bekanntermaßen gleich sind), brauchst Du trotzdem in beiden Fällen die gleichen (dann weniger) Komponenten.
Letztendlich kannst Du technisch jede feste Wallbox auch an einen Stecker anschließen.
Diese Art von Adapter funktioniert nur am UMC2, nicht UMC1!
UMC1:
War bei Model S und X bis ca. 2020 2019 im Lieferumfang
Ist eine 3-phasige 11kW Wallbox mit CEE 16A Anschluss
Unterstützt keine Adapter
Kann maximal 16A
UMC2:
War bei 3 und Y bis ca. Mitte 2024 im Lieferumfang, Model S und X heute noch
Ist eine 1-phasige Wallbox mit bis zu 7,4kW Leistung
Unterstützt diverse Adapter
Kann maximal 32A, je nach Adapter weniger (Schuko 13A, CEE blau 16A oder 32A), aber über 20A einphasig ist in Deutschland mit der in fast allen TAB verbotenen Schieflast schwierig
Dein gezeigter Es gibt Adapter, die den UMC2 zwar mechanisch und elektrisch mit einer roten CEE 16A Dose kompatibel machen, aber du wirst dennoch nur eine Phase 16A daraus ziehen können, also 3,7kW.
Ich würde es anders sehen. Einige wenige haben das Glück zum Auto eine 11kW Wallbox gratis dazu bekommen zu haben. Diese Wallbox hatte dann halt einen CEE Stecker. Aber das ist nicht die Mehrheit und seit Jahren nicht mehr der Normalfall. Jetzt haben noch einige eine mobile 3,7kW Wallbox, aber auch das wird in Zukunft weniger.
Aber eine mobile 11kW Wallbox kannst du ja jederzeit nachkaufen (gebrauchter UMC1, Go-e, nrgKick, JuiceBooster, Volvo, Em2Go, AliExpress,…). Oder du lässt für ein bisschen extra Geld die vorhandene CEE Rot vom Elektriker abbauen und eine beliebige Wallbox fest an die dann frei gewordene Zuleitung anschließen.
Ist noch keine sauber angeschlossene und separat abgesicherte CEE16 Rot Dose vorhanden, muss eh der Elektriker ran.
Es bleibt aber dabei. Ein Tesla der letzten Jahre kommt ganz ohne oder nur mit einphasiger mobiler Wallbox und kann damit nicht mit 11kW geladen werden, egal ob eine rote CEE Dose davor sitzt.
Steuern über das Auto ist gut. Aber in der Form nur bei Tesla möglich und wird gerade von Tesla teurer und/oder komplizierter.
Web-API wird in Zukunft für alle außer Legacy S/X 1$/1000 Befehle plus Webserver kosten.
BLE API ist in Betrieb gratis, braucht aber ca. 20-80€ Hardware und etwas IT Fähigkeiten (mit ESPHome aber gut machbar).
Ausserhalb von Tesla oder wer die zwei o.g. Optionen nicht will, braucht mindestens eine smarte Wallbox für PV Überschuss. Ob diese dann fest verdrahtet oder mobil ist, macht keinen Unterschied. Es gibt dumme und smarte Wallboxen mit oder ohne CEE Stecker.
Ich finde es zwar gut, dass du das übersichtlich zusammenschreibst, aber leider haben sich in deinen „Fakten“ einige Fehler eingeschlichen:
Für UMC1 gab es auch viele Adapter. Im Standard-Lieferumfang in Europa war einer für rote CEE-16 und ein landesspezifischer für normale Haus-Steckdosen (CH, I, UK; Schuko für den Rest).
Der Adapter, der im Post von @Hardcore abgebildet ist, ist für UMC1 und passt schon mechanisch nicht an den UMC2.
Der UMC1 kann auch 32A einphasig (7,4kW), oder 16A dreiphasig (11kW).
Davon abgesehen, sollte aber meine Kernaussage weiterhin korrekt sein. Bei den meisten Fahrzeugen ist gar keine oder nur eine einphasige Lademöglichkeit dabei.
Das mag in einigen Fällen vollkommen ausreichen, kann das Auto aber eben langsamer als eine für 11kW installierte Lademöglichkeit laden.
Ich meine, dass der Raven auch über die Tesla-Cloud gesteuert werden kann. Dann ist Überschussladen mit z.B. Tesla Solar Charger oder Home Assistant möglich. Den Leaf lädtst Du dann nach Augenmaß.
Ich gehe davon aus, dass der Kostal ein Smartmeter hat, das die PV-Erzeugung und die Einspeisung/Netzbezug mitteilen kann. Dann ist kein gesonderter Controller mehr nötig, der macht auch nicht mehr, außer die gleichen Messwerte mundgerecht an die Wallbox zu schicken.
Erlaubt sind 20A (4,6 kW). Das ist immer noch besser als 16A (3,7 kW) und meiner Meinung nach ideal zum PV-Überschussladen.
Mein Billig-Setup mit dem „dummen“ 1-phasigen UMC2:
Tesla-Adapter für CEE32 blau (50€)
Adapter von CEE32 blau auf CEE32 rot (ca. 30€ selbstgebaut)
CEE32 rot-Steckdose in der Garage (vorhanden)
Steuerung über TeslaSolarCharger (50€ Lifetime-Abo, läuft auf vorhandener Synology, alternativ >Raspi3 40€, Ladestrom in den Settings begrenzt auf 20A wegen Schieflastverordnung)
TeslaSolarCharger BLE-Container für direkte Kommunikation zum Fahrzeug über BLE und Umgehung der jüngst eingeführten API-Limits (läuft bei mir auf separatem Raspi Zero 20€ neben dem Tesla in der Garage wegen BLE-Empfang)
Der Wert für den Netzbezug kommt vom Smartmeter der PV-Anlage (Modbus TCP)
Wenn irgendein Ladeziegel, Starkstromdose und PV vorhanden ist also ein Invest von knapp 200€ für ein sehr leistungsfähiges PV-Überschussladen-Setup. Der TSC ist mittlerweile sehr ausgereift, bietet diverse Lademodi, kennt den SOC vom Fahrzeug und kann dynamische Stromtarife integrieren. Damit ist er den meisten teuren Systemlösungen weit überlegen. Einziger Nachteil: funktioniert nur mit Tesla.
Vorteil von 1-phasig + Steuerung über Tesla-API: die Ladeleistung kann sehr schnell und fein in 1A/230W-Schritten geregelt werden. Bei 4,6 kW ist halt Schluss, mittags speise ich mit 18,5kWp Ost/West oft ein, aber das ist in meinen Augen vernachlässigbar. Für eine „normale“ Anlage um 10 kWp reicht 1-phasig locker!
Ich hab einen täglichen Arbeitsweg von 120 km. An so einem Tag wie heute (Ende Februar, sonnig mit ein paar Wolken) + Home Office lade ich die problemlos wieder rein, dass ich morgen mit 100% Sonnenstrom wieder hin- und zurück komme.
Bei 3-phasig kommt man zwar hoch bis 11 kW, aber das dürften die wenigsten regelmäßig übrig haben, oder es handelt sich um eine sehr große Anlage mit >20 kWp im Hochsommer. Bei 3-phasigem Anschluss wird die Regelung durch die 690W-Schritte halt auch sehr viel gröber.
Ich würde heute kein neues Projekt mehr anfangen, dass auf der Tesla API basiert! Fast alle mir bekannten Lösungen basieren noch auf der alten API und die, die auf die neue API setzen haben nicht unerhebliche monatliche Kosten.
Finanziell rechnet sich das einfach nicht mehr und technisch ist es auf Tesla beschränkt.
JFYI die Go-e Box ist allgemein genial, ABER die Ladehistorie ist nicht schön in der App einsehbar sondern man bekommt (bisher) nur ein CSV bereit gestellt. Es gibt andere Statistiken in der App aber die komplette Historie nur als CSV.
Go-e, Zappi, easee, cFos, Tinkerforge, openWB können das alles auf jeden Fall. Aber es gibt auch noch viel mehr Boxen, die das können. Am Ende ist es eine Frage des Preises und der Details. Am meisten Einfluss hat meist die Frage nach PV und/oder Smart Home Integration.
Für die Abrechnung mit dem Nachbarn sind die alle gut geeignet. Aber z.B. für die Abrechnung eines Dienstwagen braucht es wohl einen MID geeichten Zähler, der z.B. in der cfos oder der teureren easee eingebaut wäre.
Wenn du MID willst, wäre die cfos Power Brain meine Preis-Leistungsempfehlung und sonst Go-e oder easee je nach Wunsch der Optik. Bei den beiden letzteren, würde ich außerdem noch ein Metron Ladekabel mit „Tesla Button“ empfehlen, um das Kabel mit weniger Aufwand vom Tesla abstecken zu können.
Ich weiß nicht woher du die Aussage nimmst. Ich kann meine Ladevorgänge für meinen DW, den ich zuhause lade, jedenfalls problemlos beim Finanzamt geltend machen.