Wallbox an wärmegedämmter Außenwand

Hallo,
ich möchte gern an meinem Wohnhaus eine Wallbox installieren lassen.

Die Wand hat eine ca. 10cm Styropordämmung. Die Montage daran stell prinzipiell wohl kein Problem da. Doch habe ich im Netz (Kann der Wallbox an Außenwand mit Dämmplatte montiert werden? | E.ON) den Hinweis gefunden, dass man bei einer solchen Installation den Brandschutz beachten sollte.

Habt ihr einen Tipp für mich, wie ich die Wallbox so an die Wand bringe, dass auch der Brandschutz gewährleistet ist?

Im Moment steht nur eine Ladesäule im theoretischen Raum - die gefällt mir jedoch nicht so und sehr und nimmt auch mehr Platz ein.

Vielen Dank für Eure Hinweise.

Habe auch 10cm Styropor unter Kunststoffputz und es sind 2 Wallboxen direkt darauf montiert.
Bei mir hat keiner der Elektriker gezögert direkt auf dem Putz zu verschrauben, also ohne irgendwelche besonderen zusätzlichen Maßnahmen.

Ich wüsste auch ehrlich gesagt nicht wo das Problem sein könte, denn die Wallboxen werden nicht einmal handwarm.

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Auch ein zweiter Elektriker hat Bedenken den Brandschutz betreffend.
Wenn man es aufs Styropor schrauben mag, dann fällt ihm eine Feuersichere Box (3k€) ein oder eben die Säule davor.

Es geht wohl darum, dass der Brand vom Fahrzeug nicht über die Wallbox aufs Haus übergreift.

Mach doch eine Metallplatte / Blech hinter die Wallbox

Die könnte man evtl auch weiß streichen damit sie nicht so auffällt

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Die nächste Frage ist ja dann. Was ist wenn das Auto brennt? Das musst du ja auch weit genug von der Wand laden.

Echt jetzt ?
Ich denke wenn das Fahrzeug neben dem Haus brennt, dann schmilzt der Putz mit oder ohne Wallbox und fängt dann Feuer.

Ironie:
Am besten wird sein, wenn Du das eAuto im Pool parkst, damit der Akku gekühlt wird, weil die ständig brennen.
Und Verbrenner unbedingt weit weg vom Haus parken, weil - wie der Name schon sagt - die noch viel häufiger brennen.
:innocent:

Wenn es wirklich blankes Styropor ist, würde ich eine Metallplatte zwischen Wallbox und Hauswand verschrauben oder die Wand verputzen.

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Gefühlt ist es so ein Deutsches „übervorsichtig“ Ding.
Klar, wenn Dein Auto vorm Haus brennt, bist Du am Ar***. Doch es geht eben ums Prinzip.
Und wenn Du es nicht brandschutzsicher gebaut hast - oder das Papier dazu mit verbrannt ist, sagt dann die Versicherung „Nö.“, wenn es ums bezahlen geht.

Wenn es nur nach mir ginge, würd ich auch einfach randübeln und fertisch.
Ich bin für ein Angebot eines Elektrikers im Großraum Dresden offen. :smiley: :wink:

Dann würde die Versicherung bereits nicht zahlen, wenn ein eAuto vor der Tür parkt.
Ich denke es liegt vielleicht eher an den Elektrikern oder dem Netzbetreiber vor Ort, die da überreagieren.

Lass dir einfach mal die Vorschrift zeigen oder benennen wo das stehen soll.

Er bezieht sich auf die Stellungnahme im Link:
„“…
Besondere Beachtung sollte jedoch dem Brandschutz gelten. So sollte die Montage auf direkt brennbaren Materialien, z.B. Holz, unbedingt vermieden werden. Wärmegedämmte Fassaden müssen seit Anfang 2016 sog.
Brandriegel enthalten, d.h. die Dämmung darf nicht durchgehend aus brennbaren Materialien hergestellt worden sein, z.B. nur aus Styropor.
Gemäß den anerkannten Regeln muss die Dämmung an bestimmten Stellen aus nicht-brennbaren Materialien hergestellt werden, z.B. Steinwolle. Dies soll einen großflächigen Brand der Fassadendämmung vermeiden.

Auch sollte die Gebäudeversicherung über die Montage der Wallbox informiert werden.

Da Zweifel an der Brandsicherheit bestehen, wäre die Montage der Wallbox an einer Metallstange o.ä. ggf. vorzuziehen, d.h. nicht direkt auf bzw.
an der Fassade.

Bitte verstehen Sie diese Hinweise nicht als einen Indiz dafür, dass es in Verbindung mit Wallboxen zu einer erhöhten Anzahl an Gebäudebränden kommt. Jedoch sollten - wie bei jeder anderen Elektroinstallation auch - alle Risiken so weit als möglich minimiert werden.
…"

Es geht ja auch darum, dass er es mir in seinen Augen unsicher - Regeln hin oder her - nicht anschließt. Was ja prinzipiell vernünftig ist. Nun in der Situation unbefriedigend.
Und fürs Anschließen brauchste nun mal nen Profi.

Drandübeln das Ding.
Die WB wird nicht wärmer oder ist nicht feuergefährlicher als ne Lampe. Die wird ja auch einfach drangedübelt.

wir haben uns extra eine Säule für die Wallbox zugelegt, wollten nicht in die Wand bohren

Heute haben wir den 01.04.22 richtig ?

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Gemäß Brandschutz kann man zudem kaum ein Urteil bilden ohne die Details zu kennen . Was für ein Dämmaterial ist es den ? Die Dämmungen sind in unterschiedlichen Brandklassen unterteilt. Desweiteren werden im Sockelbereich andere Materialien verwendet , welche bis zu 1,50m hoch sein können. Wo soll die Wallbox hängen ? Welcher Putz ist drauf ?Soviele Aspekte… Was für ein Haus ist es ? etc… Wenn das Auto brennt ist das Stromkabel inaktiv und du hast halt ein brennendes Kabel…

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Den Brandschutz muss man da schon ernst nehmen, am besten mal die Gebäudebrandversicherung dazu befragen. Am Ende des Tages sollen die ja auch zahlen, wenn die Butze abfackelt. An die Einfach-randübeln-Fraktion: Brände entstehen eben nicht im Normalbetrieb, sondern in Störfällen. Es bringt nichts, da über Wahrscheinlichkeiten zu diskutieren. Wenn es passiert, hat man ein Problem.

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Blankes Styropor wird es nicht sein . Ein Blech bringt gar nichts weil Styropor brennt nicht wegen der Flamme sondern von der Hitze welches ein Blech genauso übertragt .

Das ist keine Vorschrift, sondern nur ein allgemeiner Hinweis eines Energieversorgers. Nicht vergessen: Energieversorger haben kein Interesse an privaten Wallboxen, die verdienen besseres Geld, wenn öffentliche Ladesäulen genutzt werden.

Der Elektriker soll einfach unter Berücksichtigung gültiger Vorschriften seinen Job machen.

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Tja, gefährliches Halbwissen der Elektriker und Co KG. Sehe ich in meiner Branche leider viel zu häufig. Das meiste resultiert aus den unzähligen Regulierungen, Vorschriften, Richtlinien, etc., ein Mensch allein kann die jeweiligen aktuellen Version niemals für alle baurelevanten Themen beherrschen. Beim Bau einer Fassaden gibt es verschiedene brandschutztechnische Anforderungen, die z.B. durch Brandriegel und ähnliches eingehalten werden und nur zum erstellen der Fassade notwendig sind.
In dem hier geschilderten Fall verbaut man auf eine nicht brennbaren Außenschicht (angenommer Bestand=Putz) eine elektrische Einheit (Wallbox) mit hohen Energie strömen und perforiert dabei teilweise die nicht brennbare Schicht Putz. Darunter befindet sich mal angenommen ein Material der Brandklasse B2. Möchte man nun die Perforierung vor einer Kurzschluss Temperatur schützen, kann man eine Brandschutzplatte (Aestuver oder ähnliche) zwischen Putz und Wallbox verbauen. Einen Brandüberschlag mit sehr hohen Temperaturen beim abbrennen der Wallbox verhindert man dadurch nicht. Die Wallbox dürfte aber auch nicht anfangen zu brennen, da die selbige die VDE einhalten müsste.
Hast du schon mal den Hersteller der Wallbox angeschrieben und um seine Einbauempfehlung gebeten?

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Und der Elektriker muss nach VDE verkabeln , Ergo kann die Wallbox und die Verkabelung eigentlich nie anfangen zu brennen. Falls doch , muss vorher die Sicherung der WB und der Automat im Schrank den Strom trennen.

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Ich möchte eine Easee-Wallbox installieren, die Montageanleitung des Herstellers sagt dazu sinngemäß: „Mach sie so fest, dass sie nicht runterfällt.“

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