Wall Connector 3 interner FI Schalter

Liebe Tesla-Gemeinde!
In Kürze erwarten wir unseren Modell 3. Damit wir gleich daheim laden können, haben wir über den Shop einen Wall Connector 3 gekauft. Die Installation wurde selbstverständlich durch einen Elektromeister durchgeführt. Wirklich alles ist mit der Box in Ordnung, nur der Test für den intern verbauten Fehlerstromschutzschalter besteht die Box nicht. Statt bei 6 mA auszulösen (so steht es in der entsprechenden Dokumentation von Tesla), löst die Box erst bei 17 mA aus. Somit keine Abnahme durch den Elektromeister.
Hat schon einmal jemand ein solches Problem gehabt?
Vom Tesla Shop erhalte ich null Rückmeldung zu diesem Problem.
Der Tesla Service hat, obwohl ich den ausführlichen Bericht des Elektromeisters geschickt habe verlangt, dass dieser sich noch einmal bei mir daheim einfindet und mit einem Servicetechniker von Tesla während der nochmaligen Messung aller Parameter telefoniert. Das Ergebnis war abermals das gleiche. Doch statt der Tesla Techniker am Telefon dieses Ergebnis annimmt, wird am Telefon die Kompetenz meines Elektrikers in Frage gestellt. Aus Fernwartungssicht sein alles in Ordnung.
Erklärung des Ablesewertes auf dem Gerät vor Ort, Abhilfe oder Austausch … nichts.
Naja! Hat also jemand aus der Tesla Gemeinde ebenfalls mal dieses Problem mit dem Wall Connector 3 gehabt?

Lieben Dank!
Grüße Sven

Hi, ich würde hier auch eher die Kompetenz des Elektrikers in Frage stellen

Leider ist es manchmal so, dass es auch sehr darauf ankommt mit welchem Messgerät er misst.

Es wäre ein wenig viel das zu erklären, kann dir aber aus eigener Erfahrung mitteilen, dass man gewisse Dinge nicht mit den üblichen Messgeräten prüfen kann

Ich hatte den Elektriker gebeten mit eben seinem Fluke (so heißt der glaube ich von der Marker her) Tester die Wallbox von den beiden Nachbarn zu messen. Das ist einmal eine VW und die andere weiß ich den Hersteller gerade nicht. Bei beiden hat das Gerät die 6 mA messen können.

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das heisst nichts….
du weisst nicht welche rcmu (allstromsensitiver „fi“) jeweils verbaut wurde.

vor zwei jahren hatte ich mit metrel installationstestern das problem dass abb, schrack und ähnliche FI typ A richtige messwerte heraus kamen, aber bei eaton Fi waren die messwerte über 40ms (40 war die grenze)…
nach vielem hin und her mit allen herstellern und metrel hat sich herausgestellt, dass metrel in der messkurve falsch verfahren ist und somit FI die vollständig in Ordnung waren als fehlerhaft angezeigt hat….
es hat über 1 jahr gedauert bis dieser fehler korrigiert wurde.

noch dazu würde ich mit dem fluke keine rcmu messen … aber das ist eine persönliche einstellung

Nun, das ist doch schon einmal ein Anhaltspunkt! Wenn es vorkommen kann, dass sich also Box und Tester warum auch immer nicht „gut verstehen“, wäre die Lösung noch mit einem anderen Tester daran zu gehen.
Vielen Dank!

Dennoch nehme ich gern noch Erfahrungen an, wenn noch jemand welche machen konnte.

rcmu ist nicht gleich FI

ich würde nicht auf die idee kommen eine rcmu zu testen, da - zumindest in den systemen die ich kenne (pv wechselrichter, aber auch ladestationen) - die rcmu sich quasi selbst testet, wenn sie was hat, geht das gerät nicht ……

oder eine andere tesla wallbox messen

Andere Tesla Box suche ich gerade in der Umgebung.
Werde die Hinweise mal mitnehmen zum Elektriker.
Danke schön!

kein problem

als tipp - ohne deinen elektriker schlecht zu reden - frag ihn ob er weiss wie das fluke eine rcmu misst … welche messkurve mit welchen werten…

viele wissen das gar nicht
können sie auch nicht da dass genau messverfahren nicht in den beschreibungen steht !
kannst mal googeln wie man einen allstromsensitivem fi misst … hat aber nicht unbedingt was mit der rcmu zu tun !
deswegen mein hinweis , ich würde keine rcmu testen

Schau mal hier. War genau das gleiche. Mit den richtigen Einstellungen hat es dann geklappt:

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Wie hoch ist der Erdungswiderstand?
Und er sollte mal die Auslösezeit messen. Ich denke nicht das es an der Wallbox liegt sondern an deren Installation.

Die RCD/FIs Typ B, B+ (.) oder Typ S B, B+ (. G) sind eigentlich zwei
RCD/FIs, von denen sich einer wie Typ A/AC und einer wie Typ B verhält.Der
FI-Schalter des Typs B kann nur über eine Prüfung des Auslösestroms
ordnungsgemäß getestet werden (Rampentest). Bei Auslösezeitmessungen ist
es möglich, dass der AC-Teil des RCD/FI, auch bei ausgewähltem Typ B,
aufgrund der ersten Stufe des Prüfstroms die Auslösung verursacht. Fluke
empfiehlt daher, eine Auslösestromprüfung mit der Prüfstrom-Wellenform
Typ B und eine mit Typ A/AC vorzunehmen

Link Steht auf der Seite 51
Von daher bin ich mir nicht sicher ob der Fluke in der Lage ist die RCD Prüfung für Typ B oder Typ B+ korrekt auszuführen.

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richtig… hab ich auch schon geschrieben

Ich finde es schade, dass man den Fehler beim Elektriker sucht. Das Meßgerät ist zur Prüfung von Wallboxen geeignet:

aber nur wenn der Elektriker es richtig einstellt !!

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Hallo in die Runde.
Ich bin kurz davor mir einen Wallconnector Typ 3 von Tesla zu bestellen. Ich warte nur noch auf die Zusage der Förderung 441 durch die KfW.
Ich habe diese Box auch deshalb im Auge, weil sie meiner Meinung nach eine der günstigsten ist auf dem Markt ist (auch weil Kabel inklusive und fest verbaut ist) bei gleichzeitig guter Qualität.
Ist das korrekt, dass ich bei dieser Wallbox keinen FI Typ B benötige, das dieser bereits im Gerät verbaut ist?
Mein Elektriker meinte, er muss mal das Datenblatt lesen, weil er gehört hätte die habe nur einen Überspannungsschutz DC also in Richtung Fahrzeug…?
Stimmt das? Kann mir jemand einen Link schicken, wo das vernünftig dargestellt ist…? Ich kann kein richtiges Datenblatt dazu finden! 1000 Dank im Voraus!

Ist korrekt :+1: ….wie bei fast jeder Wallbox

Gibt es überhaupt noch irgendwelche Wallboxen auf dem Markt, die einen Typ B verlangen?!

https://www.tesla.com/sites/default/files/support/charging/Gen_3_Wall_Connector_Manual_German.pdf

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Ich habe jetzt genau die Situation von svhartmann78 im Jahr 21: der Elektriker misst Auslösung des FI Schalters bei 17mA. Nicht weniger, nicht mehr. Genau der gleiche Messwert. Er sagt: FI Schalter die lt. Datenblatt bei 6mA auslösen sollten, müssen nach den geltenden Vorschriften zwischen 3 und 12 tatsächlich auslösen. Er will die Wallbox nicht freigeben. Das ist genau die Ausgangsposition von svhartmann78.

Ich bin nun nicht mal Elektriker.
Ich habe aus dem Thread nicht einmal im kleinsten Ansatz verstehen können, warum nun gerade dieser Messwert scheinbar zuverlässig immer wieder bei Tesla Wallboxen von Messgeräten gemessen wird, die bei zig anderen Wallboxen sinnvolle Ergebnisse liefern.

Mir ist ja völlig egal, ob Tesla oder irgendein Threadmitgestalter hier schlau, dumm, für den Fehler verantwortlich ist oder was auch immer.

Die Preisfragen sind für mich, und ich wäre wirklich dankbar für eine Antwort:

a) wie erklärt sich dieser Messwert einer scheinbar einwandfrei funktionierenden Tesla-Wallbox Gen 3 (denn die können ja nicht alle den gleichen Knack haben), v.a. im Kontrast zu Messwerten anderer Wallboxen, mit denen dieser Elektriker reichlich Erfahrung hat
b) wie kann der Elektriker verstehen und daher (vor den bestehenden Vorschriften) rechtfertigen, dass er die Wallbox mit diesem Messwert abnimmt

Die Lösung steht hier:

Es gibt verschiedene Fehlerstromschutzschalter mit verschiedenen Auslösecharakteristiken bezüglich AC und DC Anteil.

Ist vergleichbar mit FI Typ A EV und FI Typ B. Beide erkennen DC Fehlerströme aber mit unterschiedlichem Charakter (Signalform, Schwellwert, Auslösezeit). Wenn beim Test die falschen Test-Parameter gewählt werden, misst man Mist.

Vielen Dank für die rasche Antwort! Ich verstehe sie leider überhaupt nicht, :flushed: aber das mag an meiner generellen Laienhaftigkeit liegen. Ich schicke den Thread mal an meinen Elektriker.