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Vortrag E2A, Schiffstransport so schlecht wie 1,5 Mio km

Im gleichen Wikipediaartikel steht aber auch, dass die gesamte Maschinenkombination der Emma Maersk mit Abwärmeverwertung einen Wirkungsgrad von 55 % hat.

Was ist ein 14t-Container? Tippfehler und Du meinst einen 20’-Container (TEU), der brutto bis zu 24 t wiegen kann?

Da passen aber, eine geeignete Tragkonstruktion vorausgesetzt, lediglich 2 Model S rein, wenn man keine plastischen Verformungen zur Ausnutzung der zulässigen Masse in Kauf nehmen will :wink:

Gruß Mathie

Ich find den Ansatz, Batterypacks auszunutzen, richtig gut. Selbst wenn das Schiff damit nicht rein elektrisch fahren kann, spart es Schweröl ein. Soweit ich weiß, kommen die Batterypacks immer noch separat und aus den Autos ausgebaut, um Zoll zu sparen. Man muss an Bord also nicht 1000 Container mit je 2 Kabeln anschließen, sondern vielleicht nur 50 Container mit einem Kabel.

Ich hab das mal an Elon Musk und Bored Elon Musk (in der Hoffnung, dass die das retweeten und Elon Musk den Channel abonniert hat) getwittert, wenngleich die Wahrscheinlichkeit, dass er den Tweet sieht, gering ist. Aber wer Vakuumröhren für Überschallpersonentransport kreiert, plant vielleicht auch ein Hybrid Containerschiff. Irgendwann werden ihm Tesla und SpaceX schon langweilig werden…

Bei dem Transportvolumen, was Tesla über den Atlantik schleust, würde sich evtl auch ein eigenes Schiff lohnen. Da könnte man die Batterypacks wie bei Kühlcontainern in den Ladebuchten anschließen.

Airbus macht den Transport für den A380 auch mit eigenem Schiff: m.flugrevue.de/zivilluftfahrt/fl … urg/495639

Leute Ihr habt echt Vorstellungen :open_mouth:
Die Nutzung der Akkupacks halte ich einfach nur für absurd. Tesla nutzt doch ganz normale Containerschiffe bzw. Fahrzeugtransporter und keine exklusiv für den Elektroautotransport gebauten Schiffe. Sollen alle Schiffe dafür ausgelegt werden weil jede 20te Fahrt mal ein paar Teslas drauf stehen. Soll jeder Akkupack im Container angeschlossen werden und dann der Container am Schiff? Habt Ihr schon mal gesehen wie es beim Laden/Entladen von einem Schiff abgeht? Da wird sich keine Reederei auf solche Spielchen einlassen. Ich höre auch schon das rumgeheule von einem Teil der Kunden was sich Tesla überhaupt erlaubt den neuen Akku einfach zu benutzen. Der gehört doch dem Kunden. Usw. Ich hoffe nur dass Elon Musk mit dem Gedanken keine Zeit verschwendet. Bin da aber optimistisch.

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte:
klaeuiblog.ch/uploads/2011/ … saufen.png

Gruß

Bernhard

Man kann dem armen Herrn Dr. Meinzer auch mal sein Beileid aussprechen, dass er so einen zweifelhaften Laden liquidieren muss, das ist sicher auch kein schöner Job:

Aber schon lustig was sich die Industrie alles einfallen lässt zur Rechtfertigung ihrer rückständigen, erdölvorratsvernichtenden Massentötungsmaschinen.

Du meinst, wenn die 1000 Kühlcontainer mit einem Kabel am Schiff angeschlossen werden? Nein, hab ich noch nie gesehen. Aber ich kann mir vorstellen, dass das so ähnlich liefe wie beim Anschluss von 1000 Batterie-Containern. Irgendwer muss den Anfang machen und wer wäre besser dafür geeignet als ein Unternehmen, dass sich der Energetisierung des Verkehrs verschrieben hat und schon 100.000kWh elektrische Energie pro Frachtladung mitbringt?

Die Nutzung von Akkupacks halte ich einfach nur für absurd. Tesla nutzt doch ganz normale Autos und keine exklusiv für Strom gebauten Autos. Sollen alle Tankstellen dafür ausgelegt werden weil jedes 20te Auto mal ein bisschen Strom will? Soll jedes Auto an der Tankstelle angeschlossen werden und dann die Steckdose am Stromnetz? Habt Ihr schon mal gesehen wie es beim Tanken von einem Auto abgeht? Da wird sich kein Autofahrer auf solche Spielchen einlassen. Ich hoffe nur dass Elon Musk mit dem Gedanken an ein Elektroauto keine Zeit verschwendet. Bin da aber optimistisch.

Waaaas? 7000 Notebookakkus in einen Roadster einbauen? SIEBENTAUSEND??? Und dann auch noch einzeln verschalten, was? Wer macht denn so einen Quatsch? Und am Ende müssen die Dinger auch noch irgendwo aufgeladen werden. Sollen dafür jetzt etwa auch noch Ladestationen gebaut werden? Nee, nee, nee, auf solche Spielchen wird sich kein Autofahrer einlassen :mrgreen:

14t = 14 Tonnen

Die passende Raum-Gewichtsnutzung ist sicherlich separat zu betrachten. Das habe ich absichtlich außen vor gelassen.

Ok, vielleicht reicht ja einfach meine Vorstellungskraft nicht aus dass so ein rumgestöpsel irgendwie sinnvoll funktionieren kann. Lassen wir uns überraschen ob da irgendwann was draus wird.

Das Thema elektrifizierung der Seeschiffahrt halte ich grundsätzlich für durchaus machbar. Im PV-Forum habe ich da vor 2 Jahren eine Diskussion angestoßen.
photovoltaikforum.com/elektr … 04836.html

Eine Berechnung wie es theoretisch funktionieren könnte gibt es in diesem Beitrag.
photovoltaikforum.com/elektr … l#p1197142

Gruß

Bernhard

Prima. Der einzige Punkt, der ROT ist, ist der Preis der Akkus für das Elektroschiff. Und hier hilft die Ladung. Sie bringt die teuren Akkus mit.

Was 14 t bedeutet war mir klar. Was ich nicht kenne ist ein „Vierzehn-Tonnen-Container“.

Deshalb meine Frage ob das ein Tippfehler war und Du evtl. einen 24t-Container meinst. Das entspräche dem Bruttogewicht eines voll beladenen 20’-Container.

Das Fassungsvermögen von Containerschiffen wird üblicherweise in TEUs (Twenty-Foot Equivalent Units) angegeben. Deswegen dacht ich, dass Du diese gemeint haben könntest.

Gruß Mathie

Wikipedia Emma-Mærsk-Klasse suchen.
Man rechnet mit 14t pro Container.


Dies ergibt 2,7 l Schweröl pro Container mit 14 t und 100 km Transportweg. Der relativ geringe Verbrauch des Dieselmotors hängt mit seinem hohen Wirkungsgrad von 49,0 Prozent zusammen

Kannst Du Dir gerne einreden. Ob man auf den Kundenakku einen Zyklus draufmacht oder ob man auf den im Schiff eingebauten Akku einen Zyklus drauf macht ergibt welchen Unterschied? Richtig! Keinen.
Ob der Kunde jetzt 25 EUR zahlt weil sein Akku genutzt wird oder ob er 25 EUR zahlt weil der Transport mit dem Elektroschiff mehr kostet ist wurscht. Die Mehrzahl der Kunden ist dafür nicht bereit. Man könnte heute auch Erdgasschiffe einsetzen. Macht man aber nicht - kostet nämlich Geld.
Elon Musk zeichnet es aus dass er umweltfreundliche Maßnahmen immer in ein Geschäftsmodell verpackt. Die Kombination Umwelt + Geld verdienen funktioniert hervorragend. Aber wenn Umweltschutz Geld kostet dann steigen 80% der Leute eben aus. Und dieses pseudomäßige „ich rette die Welt und betreibe das Schiff mit Autoakkus“ ergibt kein Geschäftsmodell. Das ist hingefrickeltes Stückwerk. Langfristig werden die Akkus eh nicht um die Welt gefahren - da gibt es lokale Gigafactories.

Gruß

Bernhard

Bis die GFs überall stehen, hat sich ein Container Schiff längs amortisiert .

Der Image Gewinn kommt dazu.

Kritisch ist die Neuentwicklung. Hier werden Kräfte gebunden.

:unamused:
Bei den derzeitigen Frachtraten amortisiert sich wohl nicht einmal ein ganz normales Containerschiff auch wenn es 20 Jahre sind.

Danke, ich glaube so langsam verstehe ich worauf Du hinaus willst. Du redest von einem mittleren Gewicht je Container von 14t, von dem Maersk bei der Berechnung der Kapazität der Emma Maersk auf 11000 TEU laut Wikipedia angeblich ausgeht. Da muss man erstmal drauf kommen…

Nach konventioneller Berechnung hat die Emma Maersk wohl etwa 15.000 TEU. Du könntest, da die mit Teslas beladenen Container recht leicht sind, nicht nur 11.000 TEU laden, sondern etwa 15.000 TEU. Macht etwa 30.000 Batteriepacks mit einer mittleren nutzbaren Kapazität von nehmen wir mal optimistisch an 80kWh. Das ergäbe 15 * 80 MWh also etwa 1,2 GWh.

Abgesehen, dass 30k Fahrzeuge derzeit wohl deutlich mehr als der Jahresabsatz von Teslas in Europa sein dürften, benötigt die Emma Maersk nach der von Dir genannten Quelle doch ganz ordentlich Brennstoff: „Bei voller Leistung (Brake Specific Fuel Consumption) liegt sein Treibstoffverbrauch bei 0,171 kg/kWh, was rund 14.380 l Brennstoff pro Stunde entspricht.“

0,171 kg/kWh entsprechen etwa 5,8Wh/g. Schweröl hat eine Dichte von etwa 1kg/l , also entspricht der Verbrauch von 14.380l etwa 83MWh die 1,2GWh in den Akkupacks reichen also keinen Tag lang. Da liegt noch eine ganze Größenordnung zwischen dem Energiegehalt der Akkus in der Ladung und dem Energiebedarf für eine Atlantiküberfahrt.

Die Akkus der Fracht für die Energieversorgung mit gespeicherter Shorepower bei Überseefahrten zu nutzen wird so nicht funktionieren - unabhängig von der technischen Umsetzbarkeit.

Gruß Mathie

Vorsicht wenn Du mt der Höchstleistung rechnest. Bei den Berechnungen die ich mit der Tripel E-Klasse durchgeführt habe (das ist der nachfolger der Emma Maersk Klasse und noch ein Stück größer) gehe ich nur von etwa 20 MW Wellenleistung aus. Von Märsk hab ich irgendwo gefunden dass die im Durchschnitt nicht mit Höchstgeschwindigkeit (ca. 25 Knoten) sondern nur mit 17 Knoten unterwegs sind. Da die Leistung „Hoch 3“ mit der Geschwindigkeit steigt ist das ein enormer Unterschied.

Gruß

Bernhard

Pass aber auf, dass Du Dich nicht von der extremen Abnahme des Energieverbrauchs pro Stunde täuschen lässt bei geringerer Geschwindigkeit. Das wird durch die Längere Reisezeit teilweise wieder relativiert.

Selbst wenn man die Geschwindigkeit so weit reduzieren würde, dass der Verbrauch für die Atlantikquerung halbiert würde, sehe ich da keine Chance für den Ersatz fossiler Energieträger durch regenerativ generierte Shore-Power, die in Batterien der Fracht gespeichert wird. Ich vermute mal, dass man den Atlantik allein mit der Nutzung von Windkraft überqueren könnte. Das mit einem autonomen Schiff, das dann halt länger braucht zusammen mit Akkus für das Manövrieren in Hafennähe. Da könnte man vielleicht von Fossilen Energieträgern für die Seeschifffahrt wegkommen. Batterien in der Ladung werden glaube ich nicht die Lösung sein.

Um aber wieder auf den Ausgang des Threads zurück zu kommen. Wünschenswerte Verbesserungen beim ökologischen Fussabdruck der Seeschifffahrt machen den unsinnigen Vergleich vom Anfang des Threads nicht sinnvoller!

Gruß Mathie

Die benötigte Leistung steigt „Hoch 3“ und der Verbrauch/km „Hoch 2“ Einde Geschwindigkeitsreduzierung senk den Verbrauch je km also sehr deutlich.

Da sind wir beide uns ja 100% einig. Das Anzapfen der Frachtakkus ist eine… - ähm - ist nur die zweitbeste Idee :wink:

Gruß

Bernhard