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Vortrag E2A, Schiffstransport so schlecht wie 1,5 Mio km

Kommt auf die intendierte Reichweite des Schiffs an. Für eine Kurzstreckenfähre vielleicht energetisch machbar (aber wer packt Container auf eine Fähre) für einen Transatlantiktransport ohne das entsprechende Marine SuC-Netz allerdings untauglich.

Gruß Mathie

Das Transportproblemargument ist sowieso völlig lächerlich. Das Öl für den Verbrenner kommt auch mit dem Schiff und ob eine Tonne Öl oder eine Tonne Auto verschifft wird, ist völlig egal. Der Unterschied ist aber der, dass die 2.5 Tonnen Öl im Verbrenner nach wenigen zehntausend Kilometer verbrannt sind, während die 2.5 Tonnen des Tesla immernoch prima fahren.

Der Schifftransport ist in der Tat nur gering klimaschädlich. Viele auf hoher See ausgestossene Schadstoffe sind völlig unproblematisch und erreichen die Küste gar nie.
Die Schifffahrt wird immer sauberer und die Abgasvorschriften werden vielerorts immer strenger. Das einzige was nicht immer sauberer wird und sogar Rückschritte macht, sind deutsche Dieselmotoren.

Habe mal überschlagen: Ein Model S Akku müsste mindestens 150 kWh aufbringen für eine 7000 km Überfahrt mit den größten Containerschiffen.

Da sind wir noch nicht. NOCH nicht :wink:

Mal überschlägig im Kopf nachgerechnet:
Moderne Containerschiffe emittieren 15g CO2 pro Tonnenkilometer.
Bei 7000km und 2,5t macht das anteilig rund 250kg CO2. Hierfür müssen ca. 100Liter Kraftstoff eingesetzt werden mit je 10kWh die bei 40-50% Wirkungsgrad in Antriebsenergie umgesetzt werden.
Somit liegt der Nettoenergiebedarf für den Transport bei 500kWh.

Die grosse Frage. Selbst wenn die Energie der transportierten Batteriepacks bis Rotterdam oder Tilburg reichen würde, wie käme das Schiff wieder zurück :wink:

Doch gäbe es eine Lösung: Audi, Mercedes und BMW packen das Schiff mit Hybrids voll und das Schiff tritt die Rückreise an mit gleichem Prinzip.
(Huch, Hybrids haben einen zu kleinen Akku und die Ladung wird dann bei den Kanaren angeschwemmt,) :mrgreen:

Das ist in der Tat eine der zwei entscheidenden Fragen.

Die andere lautet: Warum ist es in Ordnung, die Umwelt mit dem Transport von Bio-Bananen zu verpesten, aber nicht mit dem Transport von Elektroautos?

Aus meiner Sicht lautet die Antwort auf beide Fragen: Alle Verkehrsmittel mit fossilem Antrieb in der Atmosphäre sind schlecht.
Es wäre aber in die falsche Richtung gedacht, das Tesla anzulasten.

Das ist genauso in die falsche Richtung gedacht, wie das Argument, Elektroautos sind schlecht, weil ein Teil des Stroms aus Kohlekraftwerken kommt.
Nicht das Elektroauto ist das Problem, sondern das Kohlekraftwerk!
Löst man das eigentliche Problem (Stromerzeugung aus nicht-regenerativen Quellen), verschwindet das scheinbare Problem gleich mit.

Auf die Eingangsfrage angewandt bedeutet das: Auch Schiffsantriebe müssen elektrisch werden.
Allerdings mit ihren eigenen Akkus, nicht mit den Akkus der transportieren Tesla-Teile.
Solange sie das nicht sind, ist jeglicher Überseetransport von Waren umweltschädlich, nicht nur der Transport von Tesla-Teilen.
Das spricht dafür, schnell Elektroschiffe und lokale Fabriken zu bauen. Das ist realistisch.
Es spricht aus meiner Sicht NICHT dafür, jeglichen Überseetransport von Waren sofort einzustellen. Das ist unrealistisch.

Der letzte Satz von mir war mehr als Scherz aufzufassen und natürlich betrifft das Thema nicht nur Autos sondern genauso auch z.B. Biobananen.

Dem stimme ich zu. Aber lasst uns erstmal forciert mit Autos anfangen. Mit der einsetzenden Preisdeflation wird sich Batterietechnik automatisch auf andere Bereiche ausweiten.

Meine Rechnung muss nicht stimmen, aber 200kWh pro Tonne Nutzlast bei einer Atlantiküberquerung würde bei aktuellem Stand der Technik gleichermaßen bedeuten, mindestens eine Tonne Batterien mitzführen.

Ist bei den 15g/tkt das Tara für die Container berücksichtigt?

In einen 20’ Container passen vielleicht 2 MS der Container wiegt leer ungefähr so viel wie ein Tesla, dann noch eine Konstruktion die die beiden Teslas während des Transports an Ort und Stelle hält, da hat man schnell 40% Tara.

Dann wären auch die 500kWh noch zu optimistisch abgeschätzt. Ohne marine SuCs wird das leider nix…

Gruß Mathie

Gar nicht mal so dumm diese Idee muss dir Recht geben!

Aber halt: das Schiff könnte ja nur von USA hierher kommen und nicht wieder zurück, Dies habe ich gar nicht berücksichtigt!

Wenn ein Schiff 200Tonnen Kraftstoff am Tag verbraucht und von der Ostküste ca. 8 Tage unterwegs ist so braucht das Schiff ca. 1600 Tonnen Kraftstoff. Also ein Brennwert von ca. 18.000.000kWh bei einem Wirkungsgrad von ca. 30% sosmit sind das dann 5.400.000kWh Antriebsenergie. Somit braucht man rund 80.000 Teslas an Bord um das Schiff damit zu betreiben.

Schiffsdiesel liegen bei 40 - 50% Wirkungsgrad.

I know wollte es aber nicht schön rechnen und bei der Fahrt in den Hafen etc wird bei nur 8Tagen auch noch was verbraucht.

Dann wären es halt 70.000 Tesla und nicht nur 1000

Dann muss man es doch nur noch schaffen 4Teslas in einen 20’-Container zu packen, und die aktuellen Container-Giganten mit einer Kapazität von 19.000 TEU könnten elektrisch über den Ozean fahren :wink:

Gruß Mathie

Oder man fährt das Schiff mit halber Entwurfsgeschwindigkeit, das hilft enorm.

War zu Zeiten der hohen Bunkerpreise und niedrigen Frachtraten Standardprozedur.

Es gibt ohne Zweifel viele Möglichkeiten den ökologischen Impact der Güterbeförderung auf See zu verringern. Manche davon sind so wie Du schreibst recht simpel umzusetzen.

Die Nutzung der Energie aus den Akkupacks der Ladung gehört wohl eher nicht zu den vielversprechendsten Ansätzen :wink:

Gruß Mathie

Keine Ahnung wo ihr eure Daten her bekommt, aber wiki sagt zu dem effizientesten Maersk Container Schiff:

2,7 l Öl pro 100 km und 14t Container.

Ich komne da auf 150kWh für eine 7000km Überfährt.
Annahmen:

  1. Ich habe nicht mit maximalen Wirkungsgrad 49 % gerechnet sondern moderat mit 40 %.
  2. In einem 14 t Container passen 5 Autos

Das neue Schiff, das ja erst noch gebaut wird, wird mit Sicherheit nicht weniger effizient sein als die bekannten Vorgänger.

Und jetzt spiele ich den Joker aus:

Zusatzladung sind tausende Tesla Powerwalls. :mrgreen:

Aerodynamisch günstig ist das Schiff, da keine Turmaufbauten für Personal benötigt wird. Es sind genug Autopiloten an Bord. :bulb:

Ach wie schön. Die gesamte Deckfläche ist plan. Das komplette Deck belegen wir mit ca 10000 Solarmodulen und ergänzen die Energie auf der Überfahrt.

Hee, hat Tesla nicht bald diese Solarschindel auch für Europa anzubieten?
Dann ist ja klar was passiert: Das ganze Deck wird ein Tesla Roof, welches in Europa ausgeliefert wird.

Also, rechnerisch könnte es jetzt passen. Zumindest wenn man mit einer Ladung P100D + PW2 + PVschindel kombiniert.

Statt von der US Küste, kann man auch Von Canada starten. Dann funktionieren auch Beimischungen mit 90/75 Akkus.