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Vortrag E2A, Schiffstransport so schlecht wie 1,5 Mio km

Dieselbe Rechnung gilt natürlich auch für VW Exporte nach China, oder Reis von dort zu uns. Für Bananen aus Südamerika und Äpfel aus Neuseeland. Nicht zu vergessen Erdöl aus Canada, USA, Russland…Kohle aus Australien. Das könnte man beliebig fortsetzen.
LGH

Hat schon einen Grund, weshalb die auf der Website genannt wird: EnergieEffizienzAgentur Rhein-Neckar gGmbH in Liquidation. Wenn die in allen Projekten so rechnete wie beim Schiffstransport, entdeckte sie wohl überall gigantische Einsparpotentiale, die sich bei der Projektumsetzung dann wider Erwarten nicht realisierten.

:laughing: YMMD - und der (day) fängt ja quasi gerade erst an… Frohe Weihnachten!

CO2 nicht - das sind ~ 12 g pro Tonne und km Aber Luftschadstoffe insgesamt das kommt hin.

Denn die sind insgesamt bedingt durch die in der Schifffahrt verwendete Treibstoffe die in vielen Bereichen zig tausend mal schlechter sein dürfen als LKW und PKW Diesel

Überschlagsmässig hat 1 grosses Schiff hat einen Gesamt-Schadstoffausstoss wie mindestens 1.000.000 PKW auf der gleichen Strecke. Und das ist wirklich schon ein Idealwert für den Schifftransport - der Naturschutzbund z.B. rechnet mit einem 5-fach höheren Wert für grosse Schiffe also 1 km Schiff erzeugen so viele Luftschadstoffe wie 5.000.000 km mit dem PKW.

Auf ein sehr sehr grosses Autotransportschiff passen ~ 5.000 Teslas und dann ist man schon im obersten Segment der Transportschiffe, denn ein Tesla wiegt im Schnitt etwas > 2 to.

Bei 7.500 km Seeweg kommt man auf ~ 1,5 Mio PKW km pro transportiertem Fahrzeug wenn man günstig für die Schifffahrt rechnet - der Naturschutzbund käme bei der Rechnung nach seinen Zahlen auf 7,5 Mio km - wie gesagt Gesamtbetrachtung.

Umso wichtiger wäre es, wenn die europäischen Autobauer endlich anfangen würden, ernsthaft das Thema Elektromobilität anzugehen.
Tesla leistet einen wesentlichen Beitrag dies voranzutreiben. Dafür nehme ich diesen Nachteil in Kauf.

Und man gleichzeitig die Treibstoffe für den Schiffsverkehr etwas schadstoffärmer macht.

Das Hauptproblem dieser schlechten Werte ist nur, dass die Schiffstreibstoffe in vielen Bereichen mehere tausend mal(!) schlechter sein dürfen als LKW Diesel und dass Wasser einfach eine sehr hohe Dichte hat - aber daran kann man natürlich wenig ändern - jedenfalls in den Weltmeeren :smiley:

Das ja auch ein Grund weshalb viele Unternehmen unabhängig der Branche vornehmlich die CO2 Zahlen in den Ökobilanzen nennen - die sind nämlich ok, aber wenn man mal anfängt Ökobilanzen darüber hinauszumachen dürfte jedem Unernehmen das viel mit Schiffen importiert erst mal die Kinnlade runterklappen - und bei der CO2 Bilanz bleiben…

Muss man natürlich berücksichtigen - würde es nur anders rechnen. Woher kommen die Carbon Chassis des i3 ? M-Klasse kommt woher ? Naja - gilt irgendwie für jedes japanische Auto…
Klar ist das nicht gut - Dinge in China bauen und dann nach Europa transportieren…nahezu jedes smartphone…

Kann man mal drüber nachdenken - mit Tesla hat es nur bedingt zu tun…

Mit Schweröl betriebene Schiffe stoßen tatsächlich ein Vielfaches der Luftschadstoffe aus, die Dieselmotoren in Pkw ausstoßen – egal ob die Papierwerte eingehalten werden oder der „Motorschutz“ aktiviert wird.

Aber man muss bei Schadstoffen immer die Schadwirkung und die Verteilung der Schadstoffe in der Atmosphäre berücksichtigen.

CO2 ist da anders zu beurteilen als etwa NOx. So pauschal macht die Betrachtung keinen Sinn, die muss für die unterschiedlichen Schadstoffgruppen getrennt erfolgen.

Beim Schiffstransport liegt da vieles im Argen und es ist gut auf die Probleme hinzuweisen und Lösungen voranzutreiben, Die Luftqualität in Hafenstädten kann etwa durch Shorepower messbar verbessert werden, durch den Einsatz von weniger schwefelhaltigen Treibstoffen kann der Schwefeleintrag in die Atmosphäre verringert werden.

Die Situation bei Binnenschiffen in der EU sieht viel besser aus, als bei Hochseeschiffen, die teilweise den im wörtlichen Sinne letzten Dreck, der beim Raffinieren übrig bleibt, verbrennen.

Der Vergleich, dass 10 Mm Schiffstransport 1,5 Gm Strecke auf eigenen Rädern entspricht, ist jedenfalls in meinen Aussagen genauso unsinnig wie die Behauptung, dass eine Flasche Schnaps so schädlich sei wie 12 Zigaretten.

In diesem Sinne werden wir uns heute Abend en famille gepflegt mit heimischen Reberzeugnissen betrinken und auf eingeschifften Überseerum verzichten :wink:

Gruß Mathie

Selbst dann wäre die Aussage dieser Energieagentur in Liquidation falsch. Der Vergleichsmaßstab wäre dann kein konventionelles Fahrzeug, sondern ein konventionelles Fahrzeug aus europäischer Produktion, bei der ausschließlich in Europa gewonnene Rohstoffe eingesetzt werden. Ein Mercedes ML fällt dann schonmal aus, der wird in den USA gebaut. Auch aus Südamerika bezogenes Erz darf nicht genutzt werden. Es macht schließlich keinen Unterschied, ob man das Erz oder das fertige Fahrzeug mit dem Schiff transportiert. Man sollte besser auch kein autolebenslang benötigtes Flüssiggas aus Norwegen oder Erdöl aus Saudi Arabien verwenden, sondern auf rein europäisch gewonnenes Erdöl an der Tankstelle bestehen.

Ist eben alles nicht so leicht, wie es Zweizahlvergleiche der Energieagentur in Liquidation oder Bananenbrote suggerieren. Mathies Einführung des Emissionsorts kommt noch dazu.

Und wer sagt eigentlich, dass Tesla sich nicht eine Reederei aussuchte, die freiwillig Marinedieselöl oder gar Erdgas statt Schweröl einsetzt?

Edit: Fand nichts zum genutzten Treibstoff der verwendeten Schiffe. Wird also wohl Schweröl sein.

Von Mercedes und Co erwartet keiner dass die Umweltengel sind - aber von Tesla erwartet man eben dass die ihren eigenne ANsüroche an eine bessrre Umweltfreundlichket gerecht werden

Wer wirklich was für die Umwelt tun will dürfte z.B. als Deutscher mit einer ein Deutschland hergestellten E-oder S-Klasse oder als Japaner mit dem Kauf einens Lexus LS in der Gesamtbetrachtung nicht soviel schlechter sein.

Nun ich glaube mal der Nabu der seit Jahren eigene Messungen durchführt und mit zahlreichen Organistaionen und Unis weltweit in dieser Frage zusammenarbeitet dürfte wohl die Kompetenz von allen hier deutlich in der Frage übertreffen. Und auf dessen Untersuchungsergebnisse geht sicher die Eingangssaussage zurück - aber die Ergebnisse des Nabus gibt es ja völlig unabhängig ähnlich auch in anderen Ländern.

Exakt. Kauft weiter Verbrenner, solange sie reindeutsch hergestellt wurden mit mundgewaschenem Rhein-Erz und handgepumptem Erdöl aus Niedersachsen.

Erinnert mich fatal an die letzte Manipulationsversuche der Zigarettenindustrie. Unglaublich auf was für Ideen die kommen :unamused:

Mein Fazit ist dass die Zahlen im Vortrag wohl stimmen, es für andere Fahrzeuge aber evtl auch nicht besser ist. Schade dass genau dieses Thema beim Tesla so herausgestellt wird ohne Vergleich zu anderen Fahrzeugen. Fatal ist eben wenn Teile kreuz und quer durch die Welt gehen. Ich denke an die Teile aus Europa vom Tesla die in Freemont montiert werden und wieder zurück im Fahrzeug nach Europa gehen.

Bei anderen Fahrzeugen kommt dafür die Abgasanlage aus Mexiko, die Elektronik aus China. Der Joghurt hat eine Europareise hinter sich, das Jackett eine Weltreise… Wenn es schlaurere Produktionsmaschinen gibt, können vielleicht mehr Teile am Verwendungsort produziert werden. Wir drucken die Fahrzeuge am besten…

Annahme mehr als 1000 Model S/X befinden sich auf einem Schiff von Tesla entworfen. Das Schiff hat keinen Dieseltank, keinen Dieselmotor.

Die Karossen sind wie üblich in Container verpackt.
Die Auto-Batterien sind bei Abfahrt bereits aufgeladen und werden in einer großen Matrix an Bord verschaltet und geben Energie für die E-Motoren des Schiffs.

Das wäre doch mal was?

Frohe Weihnachten.

Geniale Idee :bulb:

Das Thema Schiffsverkehr, wie übrigens auch der Luftverkehr ist höchst problematisch, denn die Vorschriften sind so lasch, dass der grösste Dreck verbrennt werden kann. Hauptsache günstig.
Dies gilt sowohl für Fracht- als auch Personentransport.

Man muss den Leuten also auch aufzeigen, dass es nicht unbedingt ein gottgegebenes Menschenrecht ist, 2x pro Jahr mit dem Flieger an die Wärme zu reisen.
Und auch die ach so günstige Kreuzfahrt auf dem Mittelmeer ist in Tat und Wahrheit eine üble Dreckschleuder, da ohne vernünftige Abgasnachbehandlung gefahren wird. Wäre zwar inzwischen technisch überhaupt kein Problem, aber würde sich halt negativ auf die Marge auswirken, ebenso wie die Verwendung von saubere(re)m Schiffsdiesel.

Von daher: ja, das ganze ist definitiv ein Thema.
Dies aber jetzt spezifisch Tesla anlasten zu wollen, find ich hingegen ziemlich gesucht.
Denn ausser dem Tesla werden ja bekanntlich 100% der anderen Güter, die wir tagtäglich nutzen und konsumieren, zu 100% in DACH hergestellt. Yeah right!

Wie schon geschrieben, sehe ich das anders. Die Zahlen „stimmem“ auch nicht, denn die Umrechnung der „Schädlichkeit“ ist genauso sinnlos, wie die Aussage, dass eine Flasche Snaps genauso schädlich ist, wie 12 (oder auch 214) filterlose Gitanes oder auch andersherum?

Der große Vorteil von Elektroautos ist, dass die Schadstoffemissionen nicht direkt da erfolgen, wo Menschen dicht geballt zusammenleben. Dies ist bei Schadstoffen, die in der Atmosphäre abgebaut werden und unmittelbar toxische Wirkung haben (etwa bei Stickoxiden) sehr relevant. Bei Schadstoffen, die langlebig und mobil sind, deren Schadwirkung aber nicht akut toxisch ist, dagegen weniger.

Also CO2-Emissionen (in nicht toxischer Quantität) können sinnvollerweise global verglichen und verrechnet werden. Bei NOxen ist solch eine globale Verrechnung unsinnig. Das sind jetzt nur zwei Schadstoffe von unzähligen, die bei der Produktion, dem Transport und der Verwendung bzw. dem Konsom von Produkten entstehen.

Deswegen sind die Zahlen 1 Schiffstransport ist genausoschlecht wie 1,5Gm auf eigener Achse in meinen Augen absoluter Blödsinn und die Zahlen „stimmen“ eben nicht.

Dass bei Schiffstransporten vieles im Argen liegt, ist dabei unbestritten, aber die Aufrechnerei ist halt absoluter Blödsinn und je nach Kontext entweder einfach dumm oder eine bewusste Täuschung!

Gruß Mathie

Kommt auf die intendierte Reichweite des Schiffs an. Für eine Kurzstreckenfähre vielleicht energetisch machbar (aber wer packt Container auf eine Fähre) für einen Transatlantiktransport ohne das entsprechende Marine SuC-Netz allerdings untauglich.

Gruß Mathie

Das Transportproblemargument ist sowieso völlig lächerlich. Das Öl für den Verbrenner kommt auch mit dem Schiff und ob eine Tonne Öl oder eine Tonne Auto verschifft wird, ist völlig egal. Der Unterschied ist aber der, dass die 2.5 Tonnen Öl im Verbrenner nach wenigen zehntausend Kilometer verbrannt sind, während die 2.5 Tonnen des Tesla immernoch prima fahren.

Der Schifftransport ist in der Tat nur gering klimaschädlich. Viele auf hoher See ausgestossene Schadstoffe sind völlig unproblematisch und erreichen die Küste gar nie.
Die Schifffahrt wird immer sauberer und die Abgasvorschriften werden vielerorts immer strenger. Das einzige was nicht immer sauberer wird und sogar Rückschritte macht, sind deutsche Dieselmotoren.

Habe mal überschlagen: Ein Model S Akku müsste mindestens 150 kWh aufbringen für eine 7000 km Überfahrt mit den größten Containerschiffen.

Da sind wir noch nicht. NOCH nicht :wink: