Vorkonditionierung der Batterie: Sinnvoll oder Energieverschwendung?

Für mich ist das noch nicht abschliessend geklärt worden:

Hier eine Fahrt vom 3. Februar diesen Jahres: 196 km, 2:42 Stunden, 286 Wh/km. Wie man anhand der grünen Linie sehen kann, hatten wir dabei auch ca. 1 Stunde Stau-Fahrt mit dabei. Die blaue Linie ist für die Vorkonditionierung.

Eigentlich wurde bis zum Stau hin die ganze Zeit vorkonditioniert. Die obere gestrichelte Linie ist die maximale Geschwindigkeit von 130 km/h.

Der SOC ging von 87% auf 10% runter:

Wie man auch schön sehen kann, wurde während des Staus weiter vorkonditioniert. Ich hatte dann die Vorkonditionierung ausgeschaltet, da ich angst hatte den SuC gar nicht mehr zu erreichen. Die Vorkonditionierung wurde erst wieder von mir aktiviert, als der Stau vorbei war…

Noch als Referenzwert die Aussentemperatur:

Und so sah dann die Ladekurve an eine V2-SuC (Brinkum) aus:

Die blaue Kurve ebenfalls wieder die Batterie-Heizung und nur 120 kW am Anfang, die Stellenweise auf 130 kW anstiegen.

Und dafür eine Batterie-Heizung von insgesamt >2 Stunden? Ich wage mal zu behaupten, dass das deutlich mehr Energie gekostet hat. Und zudem auch noch zusätzlich meine Reichweite deutlich reduziert hat.

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Das deckt sich zumindest auch mit meinem Eindruck des massiven Reichweitenverfalls, wenn er mal wieder länger vorkonditioniert und öfter neu ansetzt. Weil man z. B. wegen der Verkehrssituation nicht rechtzeitig innerhalb der geschätzten Ankunftszeit eintrifft.

Die Zeitersparnis für die fehlenden Grad Celsius in der Batterie ist, wenn man nicht gerade eisekistekalt und ratzeleer von Zuhause / Arbeit oder Hotel zu Beginn der Fahrt laden muss, als eher marginal einzustufen. Ich denke wir reden da über 1-3/4 Minuten für eine bessere Ladekurve.

Im LFP merkt man die Temperaturen bereits jetzt kolossal. Morgens und kalter Nacht kaum Reku und Start bei 43 KW. Bis die Batterie durch die DC Ladung/Konditionierung während der Ladung warm genug ist und 90 KW nimmt, ist man dann schon lange an der Säule und fällt schnell ab.
Hier würde ich schon aus Gründen der Effizienz eher früher wie später bzw. statt garnicht immer die Vorkonditionierung wählen.

Mir schleierhaft warum die dafür keinen einfachen zusätzlichen Button im Menü oder der App unterbringen. Wahrscheinlich haben sie wegen irgendwas Angst. Das da einer dummfug macht und einen Haufen Kilowattstunden durchhaut. Gibt ja genug Verrückte für alles. :rofl:

Interessant wäre die Differenz beim Verbrauch dort, zwischen Vorkonditionierung oder Konditionierung während dem Ladevorgang.

Versteht mich nicht falsch, ich bin weder geizig noch sparsam. Aber ich möchte schon eine gewisse belastbare Zahl hinsichtlich des Verbrauchs. Den bei den aufgerufenen Ladepreisen muss man schon überlegen, spende ich z. B. 3 KW oder mehr für ein paar Minuten oder gehe ich für die gesparten Euros Energie bei längerer Wartezeit z. B. einen Kaffee trinken. :sunglasses:

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Ich bin auch total verwundert. Bin am WE eine Strecke von 200km zum Supercharger gefahren, nach 50km hat er schon angefangen vorzukonditionieren. Insgesamt so an die 2 Std also.

Rückweg musste ich nach 120km an den Supercharger, da hatte er direkt beim Losfahren schon angefangen vorzukonditionieren!

Das hat jedes Mal 7-8% Akku gekostet (sieht man ja jetzt ganz genau). Er hat schon schneller geladen aber er muss ja auch 8% mehr laden als sonst.
Viel mehr als 2-3min spart man da bestimmt nicht.
Und das sind ja locker jedes mal 2-3€…

Ich kann es mir nur so erklären dass es besser für die Batterie ist. Zeittechnisch macht das kaum Sinn.

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Hier wieder eine aktuelle Ladekurve, Ionity Fulda, 6,5 °C. Von 0 auf 180 kW in 40 sek. natürlich ohne „Konditionierung“. Wenn die Ladung schädlich für die Batterie wäre gehe ich davon aus, dass der Ladestrom länger stark gedrosselt werden würde. Wird er aber nur 40 sek.

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Kann ich nur mit Navigation vorkonditionieren (kostet Zeit die jedesmal rauszusuchen wenn ich schon weiß wo ich hin muss bei Stammladern) oder auch manuell den Akku irgendwie vorheizen lassen?

Ja, Vorkonditionierung läuft nur wenn ein entsprechend kompatibler Lader angesteuert wird, i.d.R. sind das die unter dem Punkt Aufladen in der Navigation.

Für solche kurze Fragen, auch wenn sie hier zum Thema passen bieten sich noch folgende Threads an:

Sonst heißt es wieder, wir sind zu Off Topic :slight_smile:

Du kannst dir „deinen Stammlader“ aus der Liste der Lader aussuchen und als Favorit speichern.
Beim navigieren an diesen Favoriten wird dann vorkonditioniert.
Wichtig ist, dass du ihn zum speichern wirklich aus der Tesla Liste auswählst und nicht manuell eingibst.

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Ich hätte nur mal ne kleine Verständnisfrage zur Vorkonditionierung:

Bei den aktuellen Temperaturen, so von 25-33°C, ist es ja normal dass mein M3 auf der Autobahn nicht vorkonditioniert zum SuC?
Ist mir jetzt am Wochenende aufgefallen. SuC war immer im Navi als Ziel eingestellt aber die Batterie wurde nie vorkonditioniert. Sei es an einem SuC der nur 30min vom Start entfernt war oder einer welcher 2h entfernt war. Ich bin mal davon ausgegangen dass bei den aktuellen Aussentemperaturen die Batterie warm genug wäre. Beim Laden meldet die App mir dann aber seltsamerweise dass die Batterie kalt wäre und somit die Ladeleistung niedriger wäre. Bei 15% SoC hatte ich jedoch sofort am Anfang mit 209kW gezogen.

Das BMS meldet immer wenn es die Ladeleistung reduziert hat, auch wenn es nur wenige kW sind. Der Batterie macht es nichts aus, und oft sind es nur wenige Sekunden, die das Laden länger dauert. Ich praktiziere es inzwischen seit über einem Jahr, dass ich mir das Vorkonditionieren durch Angabe eines leicht anderen Zielortes schenke und habe dadurch spürbar weniger Verbrauch und deutlich mehr Reichweite. Da die Batterie beim Schnellladen sich ohnehin erwärmt, entsteht außer im Winter bei sehr kaltem Wetter auch nur geringer Zeitverlust (ein paar s bis maximal wenige Minuten), der den Mehrverbrauch durch Konditionierung nicht rechtfertigt. Ist es sehr kalt, gebe ich den Supercharger z. B. 10km vorher an, dann hat er ein paar Minuten Zeit zum Konditionieren. Das verhindert zu langsames Laden, hält aber den Mehrverbrauch noch in Grenzen, weil die Batterie dann nur von vielleicht 5 Grad auf 20 Grad und nicht 50 Grad vorgeheizt wird. Das reicht, um mit über 100kW anzufangen, und nach ein paar Minuten lädt er dann auch mit über 200kW.

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Da habe ich gegenteilige Erfahrung gemacht! Wählt man den Supercharger spät, heizt er mit allem was geht. Ich wähle den Supercharger immer schon bei der Abfahrt aus. Da hat er zwei Stunden Zeit, die Abwärme aus dem Antrieb und AC nicht nach draußen zu blasen, sondern langsam die Batterie zu erwärmen. Zusätzlicher Energiebedarf, keiner.

Auf meinen letzten Fahrten ging die Vorkond. Anzeige entweder gar nicht an, oder erst ein paar km vor dem Charger. (CATL LFP)

Im Gegensatz bin ich die Woche in Pforzheim nach einem kurzen Termin los und wollte in Karlsruhe laden. Da hat die Wärmepumpe die ganze Zeit das Auto vibrieren lassen und der Verbrauch war wirklich sehr hoch.

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Ist bei mir auch so schon 80km vorher angefangen mit der Vorkondi. verbrauch war bei 10Grad bei 28kwh. Also immer vor der Fahrt aufwärmen lassen? Wie kann ich in der App speziell nur den Akku aufwärmen lassen?

Hallo,

Ich will hier mal was schreiben.

Ich nutze Scan my Tesla und kann die Akku Temperatur die ganze Fahrt beobachten. Fahre ein M3 SR also LFP von CATL.

Es ist so.

Aktive Navigation an einen Charger, der Akku wir immer sofort auf 25Grad aufgeheizt, im Anschluss fährt man (200km) dann heizt er den Akku bis auf 45Grad auf (das ist wohl die beste Ladetemparatur. Der Verbrauch beim fahren wird wohl mit einem 25Grad akku besser wie mit einem 3Grad Akku sein. (Peukert Effekt) Deswegen macht er das so, die 45Grad will er ja so oder so erreichen.

Aktive Navigation auf eine Lange strecke (150km) ohne Charger, auch hier wird der Akku auf 20grad langsam temperiert, nur ohne das es angezeigt wird, jedoch ist der Batterie inlet bis 20gard immer höher wie die Batterie Temperatur.

AC aufladen im Winter, wenn der Akku dreiphasig geladen wird (3AC) wir er immer bis auf 10Grad geheizt. Wie es sich bei 1AC verhält weiß ich noch nicht (nicht getestet).

Geplante Abfahrt, Akku wird auf 20Grad vorgeheizt.

Winter/Sommer

Im Sommer schafft es das Auto auf 45 grad zu bringen dann hört er auf vorzukonditionieren. Ab 50Grad fängt das Auto beim Laden an den Akku zu kühlen.

Im Winter 0Grad Außentemperatur hat es mein M3 nicht geschafft den Akku auf über 37grad zu bringen. Hat dann auch nach dem anstecken angezeigt das der Akku weiter aktiv geheizt wird.

Ach ja, zwischen zwei Charger, lässt das Auto den Akku nicht mehr unter 30 grad fallen, um nicht zu viel aufheizen zu müssen.
Ist kein Charger mehr drin(zuhause) fällt die Temperatur auf 20 grad ab.

Das alles zählt nur für den M3 LFP (nicht Highland) mit aktueller Software.

Ich hoffe es ist verständlich,

Grüße

Peter

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Absolut richtig, kann alles so bestätigen. In SMT kann man auch schön sehen, was die Zieltemperatur in welchem Zustand erreicht werden soll.

Hallo Peter.

Hast du eventuell auch schon beobachtet, ob der Akku geheizt wird, wenn man Langstrecke ohne aktive Navigation fährt?

Gruss

Wenn keine charger auf der Route eingeplant ist, dann wird auch nicht aktiv konditioniert. Was trotzdem stattfindet ist passives Aufwärmen durch die Abwärme von Motoren etc, wenn genug Wärme vorhanden ist und nicht für den Innenraum verbraten wird.

Nein, Langstrecke ohne aktive Navigation gibt es bei mir nicht, weil ich ja einen eventuellen Stau umfahren möchte. Aber auch hier gehe ich davon das das der Akku, einfach durch die Abwärme von inverter und Motor mit geheizt wird. Da es einfach besser für den Akku ist bei 20 grad betrieben zu werden wie bei 0. Letztlich das gleiche wie bei Langstrecke ohne Charger Navigation, „würde ich vermuten“.

Was ich vergessen hab zu erwähnen, neben einen Charger zu navigieren um die Akku beabsichtigt nicht zu konditionieren macht eingentlich keinen Sinn. Denn beim Laden wird dann halt der Akku aktiv geheizt. Durch Strom aus dem Suc.

Ja vermutlich etwas weniger da der Akku ja auch durch das laden selbst etwas warm wird. Und ja es dadurch ist der Ladezyklus auf dem Akku etwas geringer.

Aber dafür läd man den Akku „schnell“ bei seiner nicht ideal Temperatur. Was wiederum nicht so gut für den Akku ist.

Also zusammengefasst steht man dadurch sicher länger (weil man langsamer läd) und der Rest ist wohl erbsenzählereei was besser ist. Nahe zu gleich gut.

Fazit: lass das Auto machen, hier haben sich gut bezahlte Ingenieure die sich mit der Materie auskennen Gedanken gemacht. Glaub nicht das du es besser weißt. Am Ende ist es Auto und nicht dein Kind.

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SMT? Was ist das? Im Service Mode sehe ich ja nur die aktuelle Min/Max Temperatur des Akkus?

Einfach mal die Suche oder Google verwenden.

Smt = Scan my tesla

Den LFP lädt er ja unter 10° überhaupt nicht, oder?
Entsprechend muss er ihn da wohl erst hin heizen, auch beim einphasigen Laden.

Während des Ladevorgangs selbst entsteht auch beim langsamen Laden genug Abwärme. Hab gerade mal meinen Akku (allerdings NCA) angeschaut, der jetzt seit 11 Stunden 1-phasig mit 7A lädt. Außentemperatur 7°, Akku ist auf 17, der Rest des Kreislaufs auf 16,5, der Akku wird also eher gekühlt, wenn auch wohl nicht aktiv, denke mal, die haben einfach den Kühlkreislauf laufen, damit im Pack im Zweifel keine Hotspots entstehen.

Wenn ich Reichweite zum nächsten Supercharger benötige, lasse ich das Vorheizen weg. Habe ich reichlich im Akku, heize ich vor.
So mache ich es, lese gern bessere Vorschläge.
Grüße
Josef

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