Vernünftige beschichtete Pfannen & Pfannen neu beschichten

Ich persönlich bin ja ein Fan von geschmiedeten Pfannen ohne jedliche Beschichtung. Wenn diese anfänglich richtig eingebrannt werden, dann legt sich kaum was an und falls doch, einfach ausbrennen und wieder einölen. Wichtig ist nur die richtige „Pflege“ oder besser gesagt ja nicht abwaschen!
Überkühlen lassen, auswischen, (wenn noch was drinnen klebt, dann mit einem Messer abschaben), heiß machen, etwas Öl rein und mit einem Stück Küchenpapier verreiben (Außen und Unten nicht vergessen, da sie sonst rosten), fertig.

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Ich kann hier ebenfalls Schmiedeeisenpfannen empfehlen, persönlich habe ich mehrere von De Buyer, aber auch Turk soll gut sein.
Sind nicht leicht aber deutlich leichter als Gusseisen und halten ein (bzw. mehrere) Leben lang.

Mit einer beschichteten Pfanne bringst du einfach keine gescheite Maillard-Reaktion hin. Also nur vom Geschmack her nicht zu empfehlen finde ich.

ich gehöre zur fraktion die weder die zeit noch die lust haben sich großartig mit dem thema zu befassen. eine pfanne muss einfach funktionieren. und nach mehreren ausflügen in die keramikwelt, vom Discounter bis zu Silit, bin ich jetzt wieder bei Teflonpfannen. Wenn man da den grundsatz „nur mit Kunststoff oder Holz rein“ einhält, halten die auch extrem lange.

preis-leistungstechnisch kann man hier ruhig zum discounter greifen, ich nutze aktuell die Jamie Oliver Serie von Tefal, weil ich die günstig erstehen konnte.

Ich benutze gerne meine

DeBuyer Mineral B Element Pro 5680.28 Bratpfanne, Eisenpfanne, silber, Ø 28cm

Ist eine Schmiedeeiserne Pfanne. Eine Beschichtung hat die nicht. Sie wird mit Öl eingebrannt um eine Antihaft-Beschichtung zu bekommen, die sogenannte Patina.
Ist die Patina kaputt, kann man die Pfanne einfach nochmal einbrennen oder ggf. vorher abschleifen.
Also quasi eine Pfanne fürs Leben.

Ich bin sehr zufrieden damit.
Es gibt aber bei der Pflege einiges zu beachten (kein Spüli zum sauber machen), keine sauren Lebensmittel wie z.B. Tomaten braten, …

Die Antihaftwirkung ist auch nicht so gut wie bei beschichteten Pfannen. Man brauch generell etwas Übung und auch mehr Öl.

Ich will trotzdem nicht mehr zurück zu beschichteten Pfannen.

Kannst es dir ja mal anschaun :slight_smile:

Tipp: entscheidest dich für eine DeBuyer, nimm ne Pro! Die hat nen gescheiten Griff und nicht nur so ein flaches Blechdingens!

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Ich vermute, dass folgende Gründe dafür verantwortlich sind:

Vor ca. 4 Jahren hatte ich bereits schon einmal eine Induktionspfanne von AMT. Diese bestand aus einer modifizierten Aluminiumgusspfanne (Nichtinduktion) der man ein dünnes, gefiedertes Stahlblech in den Boden gepresst hatte. Dieses Blech löste sich mit der Zeit und führte zu einer Verletzungsgefahr und Minderung der Brateigenschaften. Diesen Sachvehalt hatte ich beim Neukauf der jetzigen Pfanne mit dem Verkäufer diskutiert. Dabei wurde mit erklärt, dass dies eine bekannte Schwachstelle war, die durch ein geändertes Gussverfahren beseitigt wurde. Man hat mir den Preis der alten Pfanne beim Kauf der neuen gutgeschrieben.

Die neue Pfanne weist diesen Schwachpunkt nicht mehr auf. Zu erkennen ist dies an dem glatten Unterboden, der wie aus einem Guss ist.

Der Unterschied zu den alten Pfannen (die vielleicht noch vereinzelt im Umlauf sind) liegt schon deutlich sichtbar im Preis:

  • Nichtduktionspfannen liegen liegen etwa unter 50€
  • Alugusspfannen mit eingepressten, gefiederten Blechen (sichtbar und fühlbar am Unterboden, vielleicht vereinzelt im Umlauf) lagen im Preis um die 69€.

Warum nur noch 3 Jahre Garantie für Induktion?
Ich vermute, dass die Induktionspfannen bei Überhitzung extrem heiss werden und somit die Beschichtung in Mitleidenschaft gezogen werden kann.

Ich nutze die Pfanne wie folgt:

  • 5 Minuten Vorwärmen während anderer Kochtätigkeiten auf 1/3 der Maximalstufe (3 von 9).
  • Zum Braten maximal auf Stufe 7 von 9.

Dies ist die erste Pfanne, die nach 2 Jahren wie neu aussieht und an der nichts anklebt.

Es gilt jedoch immer:

  • Kein Metall in die Pfanne
  • nur mit weichem Lappen oder weicher Bürste reinigen
  • nie in die Spülmaschine.

Gruß
Herbert

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Meine jüngst Pfanne ist ca. 10 Jahre alt, die älteste um die 30. Alle günstige Mitnahmeartikel aus dem Supermarkt. Alle haben noch eine unversehrte Beschichtung und liegen plan auf. Was ich nie mache:

  • nie mit Metallbesteck in die Pfanne, auch keine Kochlöffel, Schneebesen oder Pfannenwender aus Metall sondern nur Kunststoff oder Holz. Niemals schneide ich etwas in der Pfanne.

  • Nie die Pfanne nach der Nutzung abschrecken und auch nicht verkantet in die Spüle legen. Ich stelle sie immer auf einen Korkuntersetzer, damit sie langsam auskühlen kann. Wasser kommt erst nach dem Abkühlen in die Pfanne.

  • Nie mit einem Scheuerschwamm reinigen, auch nicht mit der rauen Seiten eines Spülschwamms, immer nur mit der feinen Seite. Ist mal etwas sehr festgebrannt, erhitze ich einen Spülmaschinentab mit etwas Wasser in der Pfanne, das löst dann die Verkrustungen.

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Hui, hätte nie gedacht, dass das Thema Pfannen ein so emotionale Thema ist.

Erstmal danke für Euer Feedback.
Ich habe heute nochmal über das Thema nachgedacht und bin zu folgenden Schlüssen gekommen:

1.) Ich werde mir keine neue 24cm Pfanne kaufen. Die paar Male wo ich das Ding genutzt habe hätte ich auch einen Topf oder eine kleinere Pfanne (ich habe noch eine 20cm-Pfanne die wunderbare Wärmeleiteigenschaften hat) nutzen können. Meine alte kipplige 24cm-Pfanne habe ich gestern noch entsorgt.
2.) Nachdem ich gestern über meine Topf- und Pfannen-Kollektion geschaut habe: Die beiden emaillierten Grillpfannen von Rösle fliegen raus, weil ich die in 4 Jahren je 1x benutzt habe. Wenn er Interesse hat. :smiley:
3.) Meine beiden schönen, schweren Edelstahlpfannen von Fissler mit 28cm Auflagefläche behalte ich. Weniger für Fleisch mehr für Gemüse. Die sind der Überraschungshit aus einer Edeka-Aktion. :heart_eyes:
4.) Ich habe noch eine Tefal-Pfanne, dort beginnt langsam die Beschichtung das Zeitliche zu segnen. Sie hat aber klasse Wärmeleiteigenschaften. Die werde ich so lange benutzen, bis die Beschichtung weg ist.
5.) Von meinen beiden Billig-Pfannen habe ich eine direkt gestern entsorgt, weil die nach deutlich unter einem Jahr sehr viel an Beschichtung verloren hat. Die andere ist jetzt gerade dabei Beschichtung zu verlieren. Beiden gemeisam ist, dass sie absolut schlechte Wärmeleiteingeschaften haben. Deswegen wird auch die zweite Pfanne kurzfristig rausfliegen.

Ich habe mich als Austauschpfanne für eine 28cm-Pfanne von Hoffmann entschieden.
Gründe:

  • Nur 15 Euro für eine Neubeschichtung einer Hoffmann-Pfanne
  • Lebenslange Garantie auf Verzugsfreiheit
  • Die Firma ist bei uns in der (relativen) Nähe

Wir haben uns mit dem Thema fast wissenschaftlich beschäftigt, unzählige Foren durchforstet auf der Suche nach DER Pfanne, weil wir eben auch immer unzufrieden waren. Nach langer Recherche war es dann soweit.
Wir haben wir uns aufgemacht und sind nach Bad Hindelang in Bayern gefahren um die beiden Hammerschmieden von Franz Schroll und Konrad Neßler zu besuchen.
Mal ganz abgesehen davon, dass diese Schmieden an und für sich schon einen Ausflug wert sind, ja dort wurden wir fündig.
Man braucht anfangs ein wenig Geduld mit der Eisenpfanne, aber wenn sie mal eingebrannt ist, ein Traum und die beste Pfannen die wir je hatten und dekorativ sind sie nebenbei.
Nein die sind nicht beschichtet, das muss man eben selbst mit der Benutzung herstellen und ja sie sind schwer, manchen vielleicht zu schwer. Aber verziehen tut sich da dafür im Leben nichts.

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Interessanter Bericht.

Ich bin ein ausgewiesener Hobbykoch. Ich verwende mehrere beschichtete Pfannen, derzeit meist von Woll.
Dazu eine eiserne, für das echte Braten von Kartoffeln oder auch Fleisch.
Ich warte momentan auf zwei Onyx-Pfannen. Die habe ich bei Steffen Henssler gesehen. Diese scheinen eine Symbiose zwischen beschichteter und Eisenpfanne zu sein. Die 28er und die 26er sind derzeit mit der Beschichtung am Ende der Lebenszeit. Diesmal wollte ich sie einschicken,damit sie neu beschichtet werden. Ich werde sie mal aufheben und abwarten, wie sich die Onyx machen.

Ich kenne die Beiträge von dem Herren auf SPON.
Gerade bei Küchen-Utensilien die deutlich austauschbarer sind als jetzt die Pfannen, habe ich aber den Eindruck, dass die Artikel eher ein Verkaufstext denn ein journalistischer Artikel ist.
Dennoch danke. Ein paar gute Tipps hatte der Artikel ja.

Teflonpfannen sind ja bekanntlich hitzeempfindlich, meine Lösung dazu: Da die Oberfläche ja schwarz ist lässt sich diese beim Kochen perfekt mit einem IR-Thermometer prüfen. Die gibt es inzwischen ja für unter 20€, und daher habe ich auch eins in der Küche liegen.

Ablösende Beschichtungen hatte ich noch nie.

Grüße,
Christian

Wir können Gastrolux-Pfannen sehr empfehlen, wir nutzen seit über 20 Jahren keine anderen mehr. Wenn die – sehr gute und im Gegensatz zu manch anderen auch hoch erhitzbare – Beschichtung irgendwann mal nachlässt, kann man die Pfanne einschicken und bekommt sie nach ein bis zwei Wochen neu beschichtet etwa zum halben Neupreis zurück. Wenn man darauf verzichtet, mit Metall- oder harten Plastikwerkzeugen darin herumzukratzen sondern stattdessen gute Pfannenwender und Löffel aus Silikon verwendet, hält die Beschichtung auch einige Jahre. Griffe und Glasdeckel sind ofenfest, wenn man die Pfannen aber öfter mal im Backofen nutzt, sind die abnehmbaren Griffe nicht ganz unpraktisch.

Nach etwas über 14 Tagen im Einsatz hier nun mein erstes Fazit zur beschichteten Pfanne von Hoffmann:

  • Das Teil ist schwer. Richtig schwer. Einen Pfannkuchen in die Luft werfen zum Wenden könnte ich damit definitiv nicht
  • Der Griff ist abnehmbar, hat aber - zumindest bei mir - leichtes piel. Nicht tragisch, niht wirklich störend aber merkbar
  • Die Wärmeleitfähigkeit empfinde ich als sehr gut. Sie braucht zwar etwas länger als meine Tefal-Pfanne um heiss zu werden aber das legt primär dran, dass die Tefal 1/4 bis maximal 1/3 so dick ist wie die Hoffmann-Pfanne.

Jetzt die wichtigten Punkte:

  • Das Bratergebnis ist hervorragend. Etwas Bratfett rein, scharf anbraten und man hat wunderbare Röstaromen. Auf mittlerer Leistungsstufe, kann man dann wunderbar garen
  • Die Beschichtung ist bisher über jeden Zweifel erhaben. Das Fleisch setzt nicht an. Ist nach 14 Tagen jetzt noch nicht das Alleinstellungsmerkmal, aber ich hatte schon Pfannen, da begann nach 14 Tagen die Beschichtung damit abzubauen
  • Fett und Bratrückstände lassen sich wunderbar mit einem weichen Tuch auswaschen, wenn man die Pfanne 2 Minuten in Pril-Wasser einweicht.

Geht uns genauso: Selbst wenn darin etwas anbrennt, es geht alles einfach mit Spüli und warmem Wasser ab - ohne schrubben oder einweichen; Einfach mit der Abwaschbürste. Selbst wenn die Beschichtung mechanisch bescädigt ist, funktioniert sie noch. Kein Vergleich zu empfindlichen Teflon Pfannen! Auch Bratkartoffeln und Fleisch werden knusprig und man braucht nur wenig Öl.
Diese Pfannen sind perfekt: Unempfindlich, leicht zu reinigen und gutes Bratergebnis. Nie wieder etwas anderes. :slight_smile:

@Jott333 : Auf deinen Post hin, habe ich mir auch einfach mal eine der Hoffmann-Pfannen bestellt, da unsere alte Rösle nach 4 Jahren durch ist. Und ich muss sagen, ich bin begeistert. :star_struck:Durch den massiven Aufbau bleiben Speisen auch noch länger warm, als in den dünnwandigen Pfannen! Demnächst teste ich sie noch im Ofen.

Wenn die Beschichtung dann mal durch ist, schicke ich sie zum Erneuern hin. So stelle ich mir Nachhaltigkeit vor. :smiley:
@Dringi: Danke an Dich fürs Aufgreifen des Themas!

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Danke für den Tipp mit den Hoffmann Pfannen. Genau auf sowas mit dem Neubeschichtungsservice habe ich gewartet. Ich bin es leid regelmäßig Pfannen wegzuwerfen. Gerade eine 28er mit Deckel bestellt :upside_down_face:

Meine Frau so: „hat sich mal gelohnt dass Du dauernd im Tesla Forum rumhängst“. Manchmal finde ich sie… ein wenig unsachlich… :joy::innocent:

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So unterschiedlich sind die Geschmäcker: Ich habe meine Pfanne jetzt über 10 Jahre und die Beschichtung funktioniert wie am ersten Tag. Ich habe lieber eine Pfanne bei der die Beschichtung dauerhaft ist. :wink:

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Gute Antwort. Ich natürlich auch :joy::joy::joy:

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Naja, ich gehe davon aus, dass die Beschichtung der Hoffmann-Pfanne jahrelang hält.
Nur, weil Hoffmann eine Neubeschichtung anbietet heisst das ja auch nicht, dass die Beschichtung schlecht ist.
Ich vermute ganz einfach mal, dass 15 Euro für die Neubeschichtung inkl. Rückversand die Hoffmann haben möchte nicht kostendeckend sein kann. Von daher vermute ich, dass die genau wissen, dass das Angebot nicht oft in Anspruch genommen wird.

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