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Verarbeitungsqualität

Aber lieber ein mittelmäßig verarbeitetes Auto als eine gut verarbeitete Pferdekutsche :wink:
Muss ja noch Luft nach oben sein, und es gibt vom Antrieb her aktuell keine wirkliche Alternative.
Sorgen mache ich mir um den Werterhalt wenn auch andere Marken ihre Modelle elektrifiziert anbieten.
Vorsprung hin oder her, nicht jeder Käufer legt Wert auf Autopilot, SuC oder Internetradio. Wenn es solide E-Fahrzeuge auch ohne all das in günstig gibt wird das sicher auch gekauft.
Wenn dann die eher „Wohlhabenden“ auf Benz, Bentley und die üblichen Marken zurückkehren, die günstigen Stromer bei Dacia, Skoda oder den Chinesen vom Band rollen… wer nimmt sich der gebrauchten Tesla MS oder MX an? ich fürchte fast ähnliche Abstürze wie bei alten S-Klassen, 7er BMW etc, die nach wenigen Jahren bereits den Wiederverkaufswert hatten, den man mal als Aufpreis fürs „große Navipaket“ draufgezahlt hat…

Die müssen aber erstmal in ausreichenden Stückzahlen am Markt sein und bis dahin dürfte es noch ein paar Jahre dauern.

Gruß Mathie

Ununterbrochen? :open_mouth:

Aus dieser Diskussion nehme ich für mich mit, dass die individuelle Wahrnehmung von Qualität auch stark vom Markenimage abhängig ist, und nicht nur von der jeweiligen Erfahrung mit konkreten Fahrzeugen. So steht die Aussage, dass Porsche eine Top-Qualität liefert, in völligem Gegensatz zu Gesprächen mit verantwortlichen Porsche-Mitarbeitern, die berichten, dass man Probleme mit der Macan-Qualität hat: Nicht weil die schlechter sei als bei den anderen Fahrzeugen, aber die Käuferschicht, die meist von anderen VW-Marken „aufgestiegen“ ist, lässt sich den „Sch…“ (wörtlich!), den man den Enthusiasten andrehen kann (insb. 911!), nicht gefallen…

Also musste der Macan auf VW-Qualität „gehoben“ (!) werden…

Es besteht ein sehr großer Unterschied zwischen der wahrgenommenen Qualität und der tatsächlichen Qualität. Das habe ich ja versucht zu beschreiben mit dem Satz: Unter dem Kleid ist die Qualität von Tesla gut. Um beim VAG zu bleiben: Unter dem Kleid baut VW Schrott. Der ist aber super verarbeitet. Das fängt schon bei den Motoren an, mit denen der Konzern fast übergreifend auf alle Baureihen große Probleme hat. Auch bei den Anbauteilen und Lenkungen hat der Konzern schon seit Ewigkeiten Probleme. Aktuell gibt es massive Probleme mit Parkbremsen. Als ich in einem anderen Thread schrieb dass ich da ganz gute Kontakte habe, wurde mir von Naheris über den Mund gefahren.

Um sich von der tatsächlichen Qualität von VAG zu überzeugen muss man nur google bemühen. Ich muss das nicht, ich bekomme das auch so sehr gut mit. Tesla ist oberflächlich nicht so gut verarbeitet wie Autos aus Deutschland, das ist aber auch schon alles. Von daher bin ich zufrieden. Wer lieber im Schein lebt, die Spaltmaße sind ein Indikator für Qualität, der muss einen VW oder Audi kaufen.

… auch wenn es sich wie von einem „Jünger“ anhört;

  • keine Lackbeanstandungen
  • keine versetzten Chromleisten
  • keine (noch?) Falten im Kunstleder
  • Armaturenbrett gerade!

Verarbeitung für mich, auch für meinen Schwiegersohn (ein „Autospinner“ der Oberklasse - Audi + Porsche Chayenne + MB), absolut OK.

LG Elmar

Ich hab insgesamt nicht besonders viel Ahnung von Autos. Bevor ich zum Tesla Enthusiast wurde, habe ich einfach einen Renault Megane (wenn auch mit gehobener Ausstattung) nach dem anderen geleast, das ganze über fast 15 Jahre hinweg. Also eher pragmatisch.

Dennoch fallen mir Dinge auf, über die ich bisher bei anderen Fahrzeugen nicht nachdenken musste. Beim Fahren durch die Waschanlage zum Beispiel landen im Fahrzeuginneren Wassertropfen am vorderen Ende der Fahrerscheibe. War beim ersten Mal ein komisches Gefühl, wenn man grad über 100k finanziert hat und dann die Tropfen daher kommen sieht. Die Leiste hinten am Trunk hat sich mal auf einer Seite gelöst. Wurde vom SeC wieder befestigt.
Momentan höre ich ein Knarzen beim Centerscreen auf unebener Fahrbahn. Manchmal Knackgeräusche während der Fahrt aus der Gegend der hinteren fahrerseitigen Scheibe. Solche Dinge eben. Und bezüglich der Qualität der Lackierung habe ich dieses Forum schon genug belastet.

Wohlmeinende Freunde kommentieren das, wenn ich davon erzähle, übrigens primär mit eher allgemeinen Kommentaren wie „Hast Dir von einem Ami was anderes erwartet?“ :wink:

Ein Beispiel welches für mich nicht gut ist:

  • Beim Model X die wirklich schäbige AHK. Manuell zu demontieren, wirklich mühsam.
    Schaut mal im Vergleich einen popeligen neuen Passat an, wie es da gelöst wurde. So soll es sein (einklappbar in 5 Sekunden ohne Werkzeug).

Dies und einige andere, zugegeben kleine Dinge, sind bei Tesla und seinem Preisniveau einfach ungenügend.

Das kann und soll doch auch angesprochen werden und hat mit dem Gesamtkonzept auch nichts zu tun, welches uns hier alle so fasziniert.

Aktuell fahre ich ein fahrzeug einer deutschen Premium-Marke, habe aber im gegensatz zu deren Versprechen keine Freude am Fahren. erst wurden regelmäßg die Zündspulen getauscht, dann war der DVD-Spieler kaputt, inzwischen habe ich schon den dritten NOx-Sensor und bekomme schon wieder Fehlermeldungen, einen Monat nach dem Tausch der Bremsen meldet der Wagen verschlissenen Bremsbeläge,… Und der Service in der Vertagswerkstatt (die ich zwischenzeitlich meide) ist unterirdisch. Leihwagen? Hoffenlich brachen Sie keinen, wir haben nämlcih gerade keinen hier am Standort.

Und auch von anderen deutschen Premium-Marken weiß ich aus zuverlässiger Quelle, wie da herunteroptimiert wird. Außen hui innnen pfui trifft es wohl ziemlich gut.

Ich für mich habe nun entschieden, dass mir ein BEV mit einer etablierten Ladeinfrastruktur michtiger ist, als eine auf den Mikrometer genau verlaufende Chromleiste. Ich kenne aber auch Menschen, denen ist die Optik und das Chrom-Paket wichtiger. Das darf zum Glück jeder für sich selbst entscheiden.

Hab mich verrechnet - sind doch nur vier. Aber ja , ununterbrochen.

Was bedeutet denn „Qualität“?
Exakte kleine Spaltmaße?
Auf den Millimeter genau ausgerichtete Chromleisten?
Perfekte „Haptik“ im Innenraum? (lasse ich jetzt mal so stehen obwohl ich mich frage wer eigentlich definiert was „perfekt“ ist. Jedenfalls kann ich das Geläster über „Hartplastik“ nicht mehr hören)
Unzählige, meist unnütze Gimmicks?

Oder:

Einsteigen, fahren, nicht liegen bleiben, Platz, keine zeitraubenden Werkstattbesuche, ein einmaliges Antriebskonzept…

Ich fahre seit über 20 Jahren Amis. Die Spaltmaße waren immer unterirdisch. Da konnte man schon mal einen Handschuh durchwerfen. Das interessiert drüben halt niemanden. Aber liegengeblieben bin ich auch bis 450.000km Laufleistung nie. Das ist zwar nicht repräsentativ, aber die Amis haben schon eine andere Philosophie. Und auf mich passt das. Wers überhaupt nicht mag sollte vielleicht keinen Ami kaufen. Ist bei Verbrennern ja auch nicht ganz so schlimm, aber bei Elektro verpasst man schon richtig was wenn man sich einen Mercedes statt eines Tesla kauft.

Der TO sprach von 4 Jahren (Also Ende 2021). Da sollte es schon etwas in Stückzahlen geben … obwohl: Wahrscheinlich gehen die alle in den asiatischen Raum :slight_smile:

Bye Thomas

Gute Frage. Qualität ist eben für mich auch die der Software (Navi unterirdisch, über den MediaPlayer traue ich mich nicht reden, Homelink gerade kastriert, AP2 noch nicht auf AP1 Niveau und niemals versprochene L5, jedes OTA scheint derzeit einen Schritt vor zwei zurück…). Es ist das knarze und klappern in der B Säule weil die Gurte nicht geeignet verankert sind, wackelnde Sitze, knarzende Pano Dächer, etc. etc. Spaltmaße sind bei meinem z.B. O.K.

Klar kann einem das alles egal sein. Klar kann man auch problematische Autos beim deutschen OEM erwischen. Aber zumindest meine Erfahrung: Das ist sehr selten, bei Tesla ist es die Regel.

Das ist Verarbeitungsqualität:

  • Blutende Hände, weil man im Kofferraum an nicht entgratetes Metall hängengeblieben ist.
  • Ein elektr. Fensterheber, der nach max. 10maligem Betätigen den Geist aufgegeben hat und nicht repariert werden konnte - die Komponente bestand nur noch aus billigen Plastikteilen, die nicht repariert werden können, sondern nur noch als Gesamtes getauscht werden konnte.
  • Fenster, die sich beim Komfortschließen wie von Geisterhand wieder zur Hälfte öffnen und erst schließen lassen, wenn man im Innern des Fahrzeugs alle Fensterheber manuell nach unten fährt und dann nach oben (tricky!).

Ja, das ist Qualität eines Premiumanbieters: Mercedes W211 - nach 20 Jahren Mercedes (vorher SL und SEC) endgültig mein letzter (allerletzer!) - dazu noch eine arrogante Bedienung bei der Reparaturannahme.

Oder Range Rover (gilt der auch als Premium?): Von Anfang an eine Automatik, die beim Rückwärtsfahren (wenn der Wagen kalt war) sich selber ausgeknockt hat. D.h. wenn man wieder in D geschaltet hat, drehte sich das ganz Ding minutenlang leer ohne den Gang zu fassen - man hat auf der Straße gestanden, wie ein Bekloppter und ist nicht weggekommen. Wagen war dutzende Male deswegen in der Werkstatt - final dann 4 Monate (in einem Stück) um das Getriebe zu wechseln.

Ersatzwagen in den oben geschilderten Fällten: Fehlanzeige! Entschädigung: Fehlanzeige!

Da lobe ich mir die Verarbeitungsqualität eines Teslas - und bei den Kleinigkeiten, die ich bislang zu bemängeln hatte, bekam ich wie selbstverständlich einen Ersatzwagen - wurde bestens und freundlich bedient und die Mängel wurden behoben. Mein Wagen wurde gereinigt und aufgeladen. Keine Diskussion um Kosten, die ich zu tragen hätte o.Ä. !

Und wenn man sich das laufende Lamentieren über die Spaltmasse antut, ein kleiner Tipp: Vergleicht nicht den schlechtesten Tesla mit dem besten „Premiumprodukt“, sondern schaut mal, was auf der Straße so rumfährt. Ihr entdeckt in großer Menge, Autos mit furchtbaren Spaltmaßen, die den Stern, ein Pferdchen, einen Propeller oder Ringe tragen. Mein Tesla ist sogar ein echtes Sonntagsauto - Spaltmaße wie sie sein müssen - ich müsste schon mit der Schublehre rangehen, um Differenzen festzustellen.

… and while we speak - seit 30 Minuten steht meiner wieder auf dem Hof !

Ich werde nachher berichten …

Das kann ich zumindest für due Niederlassung nachvollziehen. Die anderen Punkte nur schwer mit den Mercedes Fahrzeugen (AMG zugegeben) die wir bisher im Haushalt hatten. Ich gebe natürlich gerne zu, bei der Probefahrt eines neuen Fahrzeuges kann man kaum beurteilen wie das über die nächsten Jahre aussieht. Und ich muss auch dazu sagen, ich hatte noch nie ein Neufahrzeug mehr als 3 Jahre. Das mag auch meinen Eindruck ändern. Ich habe alle Fehler beim Tesla innerhalb dieser 3 Jahre erlebt. Bei meinen Audis, Volvos, Lexus, etc. vorher nicht einen! Bis auf eine Ausnahme, das war die Benzinpumpe des A3 3,2 quattro DSG und da hat mich Audi für 6 Jahre als Kunde verloren um mich mit dem RS5 wieder mit einem perfekten Fahrzeug zurückzugewinnen.

Beim 85D Auslieferung 12/2015 => nur Kleinigkeiten; störende Klapper- und Knarzgeräusche wurden weitestgehend behoben.

Beim 60D Auslieferung 03/2017

  • Außenspiegel schwergängig, einmal getauscht, einmal nachbearbeitet => funktioniert jetzt
  • Luftfederung Beifahrerseite vorne undicht, getauscht
  • Panoramadach verzogen, weshalb es beim öffnen/schließen hin- und herwackelt => steht noch zum Tausch aus
  • Knacken aus dem vorderen Bereich => Vorderachse unter zuviel Spannung eingebaut => behoben
  • Kofferraumverkleidung lose => behoben
  • Sitzheizung Beifahrersitz (Rückenteil) funktioniert nicht => Sitz muss getauscht werden
  • stark verknautschtes Leder auf beiden Sitzen nach 6 Monaten
  • Nerviges schnarren aus dem Bereich der B-Säule Beifahrerseite
  • Türgriff knarzt beim einziehen => behoben
  • AP2 unglaublich schlecht => Radar justiert, Spur eingestellt => nach kurzer Fahrt scheint es deutlich besser zu sein

Du gehst von der falschen Prämisse aus, Tesla hätte mit Autopilot und Internetradio Wettbewerbsvorsprünge. Das ist aber nicht so. Bei BMW kann ich aus diversen Internetradios das für mich passende auswählen und bei Hyundai ist ein mit AP2 durchaus vergleichbarer Autopilot im Premiumpaket serienmäßig. Auf meiner 1200km Probefahrt mit dem Hyundai kam mir der nicht besser oder schlechter vor als der AP2. Er ist ab 60km/h automatisch an, hält das Auto besser in der Spur als AP2, Spurwechsel sind einfacher, er folgt seltener Phantomspuren und macht auch seltener Vollbremsungen bei freier Spur, dafür erkennt das Auto schlechter die Hand am Lenkrad. Gibts in der Topausstattung gut verhandelt ab 28.000 Euro - inklusive Auto und gut funktionierender Sitzlüftung (was Tesla bis heute nicht hinkriegt).

Die Supercharger sind aktuell noch ein kleiner Wettbewerbsvorsprung, der aber täglich kleiner wird. Das Ladenetz außerhalb der Supercharger wächst rapide und schon heute kann man mit 2 RFIDs vom Nordkapp nach Spanien fahren. Noch nicht so bequem wie mit den Superchargern, noch nicht so sicher, aber die Fortschritte in den letzten 12 Monaten sind wirklich erstaunlich.

Die Gefahr für Tesla besteht also nicht darin, dass andere Hersteller Autos billiger und schlechter produzieren, sondern billiger und besser. Ich jedenfalls habe Model 3 vollständig abgehakt und freue mich auf Hyundai Kona 64 und 80kWh sowie Nissan Leaf 60kWh, die 2018 und 2019 kommen.

Ich habe das M III noch nicht ganz aufgegeben. Das passiert erst nach Probefahrt, auch real existierender Konkurenten. Solche Entscheidungen treffe ich nicht rein akademisch.

Wir haben jetzt den 5. Tesla gekauft. Vier Neue und einen Gebrauchten.
Wenn Du perfekte Spaltmaße suchst, wie bei VW, dann lasse es sein.
Wenn Du einen Tesla gefahren bist, ist Dir das aber spätestens dann egal.
Wenn mein Wagen rappelt und knarzt, wie hier einige schreiben, dann geht der Wagen in das Service-Center und gut ist.

Aktuell sind die Fahrzeuge alternativlos!

Grüße SuCseeker