Unterschied Ladung 100% SuC oder 100% AC

Da mein letzter Versuch diese Frage zu klären sofort wegmoderiert wurde hier noch einmal anders ausgedrückt. Die Suche hilft mir hier auch nicht weiter:

Was sagen die Akku-Experten zu folgender Frage:

Eine Ladung von leer auf 100% an AC dauert wesentlich länger als am SuC. Außerdem ist der Akku idR kälter. Am SuC wird auch die CV-Phase länger ausfallen und es wird naturgemäß weniger balanciert.

Heißt das nun, dass am SuC auf 100% laden schlechter ist als an AC?

(Bitte keine Diskussionen über die Sinnhaftigkeit von 100%-Ladungen, denn deswegen wurde die Frage im letzten Thread nicht geklärt)

„Heißt das nun, dass am SuC auf 100% laden schlechter ist als an AC?“

Ich würde sagen: Ja.

Wenn ich auf 100% lade, dann zuhause bevor ich eine längere Fahrt antrete. Dann plane ich den Ladevorgang auch so, dass noch eine gewisse Zeit zum Balancieren bleibt, bevor ich losfahre.
Das mache ich ca. alle 6 Monate so…

Unterwegs am Supercharger lade ich nur selten, bzw. per Zufall, wenn die P-Pause oder die Essensaufnahme mal länger ausfällt.

Die „Akku-Experten“ werden das aber noch mit Fakten untermauern können…

  1. das ist schlichtweg falsch, denn da hattest du es einfach in dieser Form/ Formulierung wie jetzt nicht geäußert und es entwickelte sich zur allgemeinen Diskussion zum Thema :100:% laden. Das gibt es hier aber schon zig fach.

  2. hier ist deine eigentliche Frage richtig formuliert!

Sollte sich auch dieses Thema zum üblichen :100:% pro contra entwickeln, werde ich auch dieses Thema wieder schließen.

Bitte also genau die gestellte Frage beantworten von @pschwed

„Heißt das nun, dass am SuC auf 100% laden schlechter ist als an AC?“

:pray::wink::gift_heart:

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Disclaimer: kein Experte :smiley:

Von dem was ich bisher so gelesen habe, müsste das AC laden für die Langlebigkeit des Akkus „gesünder“ sein. Vermutlich spielt die Häufigkeit eine große Rolle.
Zumindest würde mit das mein logischer Verstand sagen… :joy::crazy_face:

Aber Grundsätzlich Schnellladen den Akku mehr stresst wie AC laden beantwortet sich schon darüber die Frage. Am AC Lader wirst auch die letzten 5% schonender laden wie am DC Lader, wobei ich hier jetzt aber keine Zahlen habe.

Die letzten paar kWh lädt auch der Supercharger nur mit 3kW, also „Haushaltsgeschwindigkeit“ von da her sollte das Thema „bis 100% am SuC oder zu Hause“ irrelevant sein. Was ich aber auch bestätigen kann ist dass zu Hause an der Wallbox (in meinem Fall 9kW) beim Laden auf 100% das DEUTLICH länger dauern kann als am Supercharger (Balancing). Ob aber das immer so oder so abläuft, ist schwer zu sagen. Balancing findet soweit ich weiß zu Hause auch ab etwa 85% SoC statt.

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Im Prinzip ist das laden oberhalb von 95% ziemlich gleich (langsam) am SuC und bei AC. Insofern könnte man die Frage auch reduzieren auf:
„was ist besser: Schnellladen oder AC auf 100%“. In der Praxis kann es so z.B. vorkommen dass man sich fragt, was ist besser für den Akku - mit 100% losfahren oder ein zusätzlicher Ladestopp am Supercharger?
Bjørn Nyland hat da einmal die Degradation eines M3 getestet, der sehr oft auf 100% (AC) geladen wurde und mit seinem MC Hammer verglichen:

für die Ungeduldigen zu Minute 7 springen.
Quintessenz: besser 100% laden als DC.
Disclaimer: natürlich ist das keine repräsentative Statistik und die Akkus und deren Chemie ändern sich ständig

Tja, danke schonmal für die Antworten!

Mein Gedanke war, dass an DC die Ladeleistung ja auch deswegen reduziert wird, weil die Ladeendspannung (4,2V/Zelle) schneller erreicht wird. Damit hält ein DC-Lader die Zellen wesentlich länger im kritischen Bereich. Außerdem sind die Zellen vom vorangegangenen Laden ordentlich heiß, was jetzt positiv (bessere Ladefähigkeit) oder negativ (mehr Degradation) sein könnte.

Scheint aber wirklich so, als gäbe es keine wirklich fundierte Antwort auf die Frage, außer dass fast alle hier das Gefühl haben, es wäre eher schlechter an DC.

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ich vermute, das „eher schlechter“ sich im minimalen + langzeit Bereich befindet. Vor allem dann auch nur bei → 100% Ladung.
Wenn man so liest, welche Touren die User hier machen und sehr viel am SuC laden, dann kann das frühestens mittelfristig irgendwie spürbar sein.

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Den Satz versteh ich nicht. Beim SuC biste vllt 10 Minuten im kritischen Bereich und bei AC zwei Stunden.

Der SuC hat wesentlich mehr Power, geht also vermutlich ab 80% oder so in den CV-Bereich und drosselt, weil die Zellspannung bei 4,2V liegt. Der AC-Lader macht das erst ab vielleicht 95%. Du hast doch SmT, oder? Da könnte man das doch sicher auslesen…

Der SoC des Akkus wird doch über die einzelnen Zellspannungen definiert. Da ist es egal wie viel Power der Lader hat, 100% sind 4,2 Volt und 90% halt 4,0 (angenommene Werte). Ob die jetzt an einem 11kW Lader 1h brauchen um von den 4 auf die 4,2 zu kommen oder an einem SuC nur 5 Minuten. Da ist es doch am AC Lader länger in dem Bereich in dem balanciert wird

AC oder DC bei gleicher Laderate ist das Gleiche !!!
Schnelladen ist der Knackpunkt.

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Das ist vollkommen richtig denn auch AC wird zum Laden des Akkus in DC gewandelt. Aber hier wird ja explizit nach dem Unterschied von SuC, also DC mit viel Leistung und AC mit also maximal 11Kw gesprochen. Somit kann man in diesem Thread bei DC von viel Leistung ausgehen. Zumindest hab ich es so verstanden

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Ich fürchte, dass es dabei bleiben wird. Denn die Antwort ist von Details abhängig, die nur Tesla selbst kennt. Einige Forenoffizielle haben m.W. manchmal die Gelegenheit, direkt mit Tesla zu sprechen. Ich halte dies für eine sehr interessante Fragestellung für ein solches Gespräch - vielleicht kommt es ja dazu?

Das Ganze bezieht sich natürlich nicht auf LFP-Akkus, die man ja ohnehin gem. Anleitung und auch Anzeige in App & Auto immer gerne auf 100% laden darf.

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Die letzten paar kWh lädt auch der Supercharger nur mit 3kW,

Beim letzten laden am SuC hatte ich bei 100% noch ca 12-15 KWh

Also „normalerweise“ lädt man einen Lithiumionenakku nach CC/CV-Methode:

  1. CC: Constant Current (soviel Strom wie der Lader hergibt, oder das BMS für sicher hält. Das wird gemacht bis
  2. CV: Constant Voltage eintritt. Die Zellen werden nur so stark bestromt, dass sie (unter Ladestrom) nie die 4,2V überschreiten. Deshalb dauern die letzten paar Prozent auch so ewig lang.

Knackpunkt ist, dass ein HPC-Lader die CV-Phase wesentlich früher erreicht, da mehr Ladestrom auch mehr Zellspannung bedeutet.

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Ob AC oder DC kann man nicht beantworten, da der relevante Faktor nicht das Laden, sondern der Innenwiderstand. Je niedriger dieser ist, desto weniger Druck auf den Elektronen (Spannung) brauchst Du, um auf 100% zu kommen.

Der Innenwiderstand ist (bei konstantem SOC) nur von der Zelltemperatur abhängig. Da gilt je höher desto besser, wobei die Unterschiede ab 40 Grad nur mehr marginal sind und die anderen Nachteile der steigenden Temperatur dann wieder überproportional steigen.

Also ist nur wichtig mit welchem Ladevorgang Du die ideale Zelltemperatur erreichst. Bei einem konditionierten Akku (wie bei Tesla) heizt oder kühlt er gleichermassen, es ist also nur aus Sicht der sagen wir mal 99 auf 100% Ladung irrelevant ob Du AC oder DC ladest.

Abhängig von der Startbedingung (Außentemperatur) kann es aber je nach Ladestrom (und damit AC oder DC) einen Unterschied geben, welche Zelltemperatur der Akku bei 99% hat.

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Variiert eben von Batterie zu batterie, Balancing, Temperatur usw.