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Unterdrückung von Tesla in den Medien?

Es wurde in anderen Themenbereichen immer wieder einmal angemerkt, aber nie gesammelt. Wir erleben ein Phänomen, das einer Erklärung bedarf.

In vielen Berichten über Elektroautos wird Tesla nicht oder nur am Rande erwähnt, gerade auch bei der Besprechung von Themen, in denen Tesla eine herausragende Rolle spielt und der Vollständigkeit und Ehrlichkeit halber unbedingt besprochen werden müsste.

Das heißt, manche Artikel reden ausführlich über Elektroautos und fallen zumindest mir dadurch krass auf, dass ein Hersteller abwesend ist: Tesla.

Hier ist ein aktuelles Beispiel, ein Podcast, veröffentlicht von t-online.de: Klartext von Experten: Was am Elektroauto so richtig nervt. (14:43 min)

In diesem Podcast werden mehrere Teilthemen erörtert, bei denen Elektroauto-Fahrer Probleme haben, insbesondere die Lade-Infrastruktur, aber auch andere Problemzonen.

Tesla wird zwar am Rande erwähnt, aber nur sehr nebenbei. Tesla wird nicht erwähnt, wenn es eigentlich ganz besonders als Vorreiter und herausragendes Beispiel genannt werden müsste.

Was insbesondere in diesem Beispiel unterdrückt wird, ist, dass Tesla-Fahrer alle genannten Probleme nicht haben.

Als einzige Ausnahme könnte man die Kritik an der fehlenden Überdachung der Ladestationen ansehen, da auch Tesla-Supercharger meist nicht überdacht sind. Aber selbst in diesem Punkt steht Tesla viel besser da, denn man muss zwar bei Regen hinaus, aber nur für wenige Sekunden zum Anstecken des Ladekabels, nicht zum zusätzlichen und eher zeitraubenden Aktivieren der Ladesäule per App oder Karte.

Es ist schwer vorstellbar, dass die Journalisten das nicht wissen, wenn sie sich mit der Elektromobilität auseinandersetzen. Welcher Fach-Journalist ist denn noch nie in einem Tesla gefahren und wagt sich trotzdem an Publikationen?

Der Podcast erweckt insgesamt den Eindruck, dass „das Elektroauto-Zeitalter noch in der Kinderstube steckt“ und noch nicht geeignet für ernsthafte Autofahrer ist.

Für mich sieht es so aus, als würde das in voller Absicht so gemacht und als steckte ein Motiv dahinter. Mögliche Motive wären:

  • Man möchte sich bei den Lesern oder Hörern anbiedern, die eigentlich nur nach einer Ausrede suchen, sich nicht mit Elektroautos auseinandersetzen zu müssen, also der Mehrheit, die noch immer Angst vor Elektroautos hat. Daher liefert man diesem Publikum die gewünschten Argumente. Die Besprechung von Tesla würde diese Absicht unterwandern.
  • Populärer Nationalismus. Tesla ist kein deutsches Produkt. Es ist peinlich, uns zeigen zu lassen, dass wir es nicht können.
  • Furcht vor Protesten der deutschen Autoindustrie. Hängt vielleicht damit zusammen, dass von dieser Werbung geschaltet und bezahlt wird. Tesla tut das nicht.

Kennt jemand weitere Motive und insbesondere weitere Beispiele?

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Tesla wird nichts zahlen???

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Oh, Mann. Wo wollen wir anfangen? Es gibt viele Bereiche, in denen diese Art der Berichterstattung so abläuft. Finanzpolitik, Gesellschaftspolitik, Parteiengehabe… etc. Und solange die deutsche Automobilindustrie solche Lobbyarbeit leistet, wird sich da auch nicht viel ändern. Um im Verkehrsbereich zu bleiben, was meinst du, warum sich solche Schmalspurpropheten, wie z.B. Herr Dudenhöfer, öffentlich äußern dürfen??? Genau, die erzählen, was der deutsche Michel glauben soll (Tesla doof und geht bald unter, VAG, Mercedes etc. alles lauter und gut). Und der deutsche Michel glaubt`s… das ist das Traurige

Trotzdem allen ein Schönes Wochenende

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Wenn du dem entgegenwirken möchtest, mach selber einen Podcast, schreibe Zeitungsartikel usw. :slight_smile:

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Ganz einfach: Tesla zahlt keine Werbung, Anzeigen, PR-Artikel. Bei uns in den Salzburger Nachrichten gab es auch gerade eine umfangreiche Motor-Beilage, wo so ziemlich alle e-Autos vorkommen, nur Tesla nicht. Von allen diesen Marken gibt es aber auch in der Beilage schöne halbseitige und ganzseitige Inserate, von Tesla natürlich nicht.
Inseratenabteilung und Redaktion komplett unabhängig - nur so gibt es seriösen Journalismus? Selig, wer das glaubt…

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Ich weiß nicht, weshalb Du den Eindruck hast, dass Tesla in den Medien „unterdrückt“ werde.

Mir fallen viel mehr Berichte über Tesla als über andere Elektroautos auf. Kann natürlich ein Aufmerksamkeits-Bias sein, weil ich seit sechs Jahren Tesla fahre.

Ich habe jedoch manchmal das Gefühl, dass unter uns Teslafahrenden einige sind, die im Zuge der derzeit beliebten Identitätsdebatten auch mal zu einer unterdrückten Minderheit gehören wollen. Hier sind ja wohlhabende ältere weiße CIS-Manner überdurchschnittlich oft vertreten, die unter Identitätsgesichtspunkten seltener mit Unterdrückungserfahrungen punkten können. :wink:

Ernsthaft, ich denke es gibt genug echte Opfer von Unterdrückung, da erscheint mir das Wort für die Diskussion, ob es möglicherweise einen gewissen Bias gegen Tesla in der deutschen Medienöffentlichkeit geben könnte deutlich übertrieben.

Vielleicht willst Du den Titel des Threads in irgendwas wie „Bias gegen Tesla …“ oder „Voreingenommenheit gegen Tesla …“ ändern. Wäre einer sachlichen Diskussion bestimmt zuträglich.

Gruß Mathie

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Heute war im Spiegel ein Artikel nur über das Model 3:

In dem oben genannten Podcast wird Tesla auch direkt als positives Beispiel erwähnt.

Mein Eindruck ist genau das Gegenteil:
Tesla und zum Teil auch Volkswagen erhalten besonders viel Aufmerksamkeit. Nahezu ignoriert wird aber Renault, obwohl sie mit dem Zoe seit Jahren das erfolgreichste Elektroauto in Deutschland verkaufen.

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Tesla ist mittlerweile, gemessen an den Verkaufszahlen, einfach ein Anbieter unter vielen. Da gibt es keine Sonderbehandlung mehr.

Dazu haben sie keine Pressestelle, d.h., die Berichterstattung kann nicht validiert werden, da ist es dann einfacher, Telsa wegzulassen. Ich seh da kein Problem, da Tesla wie alle anderen behandelt wird.

Ja! Gemessen an den Verkaufszahlen müsste Renault viel präsenter sein.

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Ich glaube kaum, dass objektive Artikel in dieser Hinsicht überhaupt von den großen Zeitungen Faz, Zeit, Bild Spiegel welt… entlohnt oder überhapt abgenommen werden. Von T-Online schon garnicht.
Würde mir auch mal Artikel zum Autopilot fahren wünschen mit vor nachteilen stand der techniken. Regulatorische unterschiede in den Nationen. Nix. meist nur polarisierende Angstmache

Habe mich manchmal hinter die Playwall gekauft. Beim Thema Auto da ist kein unabhängiger Journalismus dahinter.
Auch die Parteiprogramme der Lokalpolitik sind Schwerpunkt mit Wassersoff Agenda. 12x Wasserstoff 2x Elektroauto.

Einige haben regelrecht Angst vorm Tesla. Diejenigen die Nachfragen mal zu fahren sind von den Socken. Ich dränge es niemand auf.
Autopilot sei illegal in Deutschland, Autos gehen in Flammen auf und sind nicht löschbar, Kinderarbeit Reichweite? Recycling unmöglich oder viel zu teuer …

Ausnahmen bilden Junge Leute die halt YouTube gucken. Das ist jetzt nicht objektiver und weniger polarisierend aber man bekommt halt mehr mit was läuft.

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Von diesem Anbieter und dann noch wegen eines podcasts auf die Medien zu schließen, hinkt bis zum Beinbruch. Wahr ist aus meiner Erfahrung, dass Tesla halt ein USanbieter ist und in D mit sehr spitzen Finger behandelt wird. Jeder hat die Folgen erfolgreicher Neunkonkurrenten in anderen Branchen ja miterlebt. Uhren. Hifi. Solar. Ich bin gespannt, wie sich Mobilität entwickelt. In Phoenix kann man es schon sehen.

Ich habe nicht den Eindruck, dass Tesla systematisch in den Medien unterdrückt wird. Man kann halt nicht erwarten das Tesla in jedem Bericht vorkommt.
Dazu steht Elon mMn grundsätzlich etwas auf Kriegsfuß mit der Presse. Nicht umsonst hat er vor nicht allzu langer Zeit die Presseabteilung aufgelöst. Interessierte Journalisten haben schlicht keinen Ansprechpartner…

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Artikel? Das Video hat für mich nur eine Message: BORING

Dazu kommen noch die über Jahre gewachsenen persönlichen Beziehungen der Motor-„journalisten“ zu den Presseabteilungen der Hersteller. Es ist ja bekannt, daß da keine Mühen gescheut werden, um gute Presse zu bekommen (bezahlte Tests in sonnigem Gefilde etc.)
Das gibt es wie schon gesagt wurde bei Tesla nicht.

Bei der FAZ kann man z.B. gut den Unterschied zwischen der Technikredaktion sehen, die ganz klar Petrolheads sind (V8, besser ist nur noch W12 und solcher Bullshit) und der Wirtschaftsredaktion, die hin- und wieder auch mal Autotests schreiben. Letztere sind meinem subjektivem Empfinden nach weit objektiver bzw. weniger voreingenommen.

Aber es tut sich was. Zum Beispiel mußte jetzt in einem Artikel über irgendeinen Ferrari mehrfach erwähnt werden, wie viel besser dieses Apothekenpreis-Auto als Tesla sei. Man merkt, Tesla tut diesen verbohrten Leuten schon weh.

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Dein Glaube in allen Ehren, aber hast Du Dir mal die Mühe gemacht, zu quantifizieren, was in der Presse steht?

Bei der Zeit erscheinen öfters Artikel von Christoph M. Schwarzer, der auch hier im Forum vor Jahren schon zu Tesla recherchiert hat. Ich halte seine Artikel für journalistisch sauber recherchiert und gut geschrieben.

Hendrik hat gerade oben einen Videobeitrag auf Spiegel verlinkt, habe zwar nur die ersten Takes des Videos angeschaut, weil mich Videotests eher langweilen, aber ich glaube nach dem Aufmacher nicht, dass da ein unfaires Bashing erfolgt (wobei Glauben natürlich kein Wissen ist).

ich habe Zeit und Tagesspiegel als E-Paper abonniert, beide berichten eher oft und mit eher positiver, zumindest aber offener Grundhaltung über Tesla als Auto und die Elektromobilität. Auch die Berichterstattung zur GF 4 ist in beiden Medien fair, die Argumente der Gegner werden erwähnt, aber auch kritisch hinterfragt und auf Nimbytum auch deutlich hingewiesen, genauso wie Verquickungen der Gegner mit teilweise extremistischen „Heimatschützern“ aus dem AfD-Umfeld.

Dass der Aktienkurs von Tesla auch mal kritisch betrachtet wird, genauso wie über Klagen gegen Musk wegen des Einflusses seiner Tweets auf den Aktienkurs berichtet wird, erwarte ich von einer seriösen Zeitung.

Von Bild und Welt erwarte ich nix, weil ich da meine ererbten Vorurteile gegen die Springerpresse, die durch die Lektüre durch Böll und Wallraff in der Schulzeit gefestigt wurden, gerne auch heute als alter weißer Mann gerne weiter pflege :wink:

Die FAZ ist bis auf den Wirtschaftsteil auch nicht so meins, da schreiben im Autoteil gefühlt noch ältere Männer als ich, irgendwas über die Statussymbole ihrer Kindheit …

Aber wahrscheinlich bewegen wir uns einfach in sehr unterschiedlichen Blasen gefangen, jedenfalls höre ich in meinem Bekanntenkreis nichts zu illegalem Autopilot, Kinderarbeit, unmöglichem Recycling und Feuergefahr.

Gruß Mathie

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Um gottes willen nein das ist nur mein aktuelle bubble Analyse. Danke für jeden konkreten link zu guten Artikeln.

Ich habe weder die Zeit noch die Fähigkeit alles über tesla bei spiegel, zeit faz und welt zu lesen.
Man liest was man klickt und was man sucht.

Das spiegel video naja Tesla ist boring Schnipsel.
Und teuer… Schweigen…

Tesla hat in Deutschland ca. 80 SuCs, Ionity alleine aber schon ca. 100 Standorte. Tesla ist da nicht mehr der Vorreiter. Du hast du vielleicht falsche Vorstellungen?

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Tesla ist ein Mini Autohersteller, der keinen E-Volkspolo verkauft, die „großen“ Medien erhalten keine Werbeeinnahmen…

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Probier es doch einfach mal aus, statt schon vorher zu sagen, dass das nicht veröffentlicht werden würde.
Im Zweifelsfalle kann man auch bloggen.
Wichtig ist halt, dass man auch nicht wie ein Tesla-Fan rüberkommt, also gesund kritisch bleibt.

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Also bei mir steht da sowohl Tesla als auch die 150.000 Kameras weltweit und die Krankenhäuser, Gefängnisse sind ebenfalls erwähnt:

Das Tesla da als in Deutschland bekannteste betroffene Institution vorne genannt wird, halte ich für völlig üblich. Interessiert sicherlich mehr Leute, als wenn irgendein County-Hospital im Mittelwesten betroffen ist …

Ich sehe darin keine Diskriminierung, Unterdrückung oder Manipulation oder was auch immer. Wenn immer wieder ohne echten Anlass gerufen wird, dass der Wolf komme, nimmt es niemand mehr ernst, auch wenn der Wolf wirklich mal kommen sollte. Ich hebe mir meine Empörung deshalb für mir wichtiger erscheinende Gelegenheiten auf. :wink:

Gruß Mathie

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Viele lesen nurnoch überschriften. Gab da mal eine große Überschrift zu.
Naja unterdrücken ist wohl nicht so treffend wie dein Vorschlag „Voreingenommenheit“

Die kommt auch gut im spiegel video rüber, von wegen visuellen AP können andere auch, das Model 3 sei aufgrund der Leistungsdaten alles andere als Nachhaltig. Teuer und naja zum kröndenden Abschluss nochmal gequält furzen lassen, als ob es seit 2018 keine besseren Spiele gibt.

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