Ungewollt Batterie auf 96% geladen

Die Zyklen sind kein Problem, das kann man ja relativ einfach testen, ein Test der Alterung dauert eben viele Jahre…

Ich habe gerade auch interessantes Phänomen.
Im Auto sind 90% eingestellt. Beendet wurden mit 90,3% (laut scanMyTesla) auf dem Display und in der App wurden 439km angezeigt.
Die Tesla Schnittstelle liefert auch 90% (über Teslalogger)

ca. 30 Min nach Ladestopp bei 90% werden aber in der App abwechselnd 453/454km angezeigt und auch „über“ 90% Limit. Auf Display steht 92% bzw. 454km.
Die Schnittstelle liefert immer noch 90% (kann am Server liegen). scanMyTesla sagt 92,4%. Das Auto hängt immer noch an der Säule, die nicht abschaltet.
Seit 90% wurden aus der Säule 0 kWh gezogen. D.h. mein BMS ist nicht kalibriert.

Habe sehr ähnliches Phänomen. Lade auf 60% auf. TR Anzeige im Auto 293km (und gerundet auch in TeslaFi). Stecke den Ladestecker aus und lasse das Auto stehen. Nach 45min zeigt er nur noch TR 279km an. 14km TR , also 2,1kWh in nur 45min im Stillstand??? Fahre dann zur Arbeit stelle den Wagen mit 250km TR auf der Arbeit ab. Nach weiteren 45km Stillstand zeigt der Wagen 258km an. 8km hinzugewonnen??? Klares Anzeichen, dass das BMS nicht kalibriert ist.

Das „Problem“ ist doch so einfach lösbar…

Akku hat 75kWh, also 100%=75kWh
Vor dem abendlichen anstöpseln zum laden Anzeige auf %…z.B. 40% Rest
Also 75kWh*0,6 = 45kWh
45kWh/ 10,8kWh effektiv (11KW Wallbox AC) = 4,166 Std Ladezeit
Abfahrt 7:00 Uhr
Ladestartzeitpunkt im Auto auf 2:30 Uhr stellen und mit 99/100% losfahren können. Selbst 2 Uhr wäre unproblematisch oder 1 Uhr.

Verschiebt sich ein Termin, weiss ich das ne Stunde eher und breche halt den Ladevorgang ab.

Somit sind schadlose 100% Ladungen auf Dauer möglich, zumindest wenn man danach ca. 70-100km fährt, dann sind 10-15kW aus dem Akku entnommen und er kann parken ohne das hohe Ströme, die zwischen 100-90% vorherrschen, dem Akku schaden.

Leider ist der Akku nicht 75, zumindest 75kWh nutzbar. Und das, was du aus Wallbox bekommst, geht nicht alles in den Akku rein. Ich habe gestern 95% ermittelt: Ladewirkungsgrad bei 3 oder 1 Phasen - #7 by Eugenius

Somit ergibt sich (grob), dass ein Prozent im Akku ca. 790-800 Wh aus der AC Ladesäule entspricht.

Wo siehst Du „hohe“ Ströme über 90% SoC??

Davon abgesehen: Warum Tesla nicht in die App eine Option einbaut, die es erlaubt zu sagen: „2.10. 7:30 95% max. 11kW“ versteht keiner. Dann stellt man abends die Karre ab, stöpselt das Kabel rein, Auto fängt an zu laden, kuckt, ob die 11kW auch zuverlässig ankommen, rechnet nach und stoppt die Ladung. Und fängt dann rechtzeitig wieder an. Ggf. Pushnachricht, falls Leistung nicht kommt oder der Zeitraum zu kurz ist.
DAS fände ich Komfort.

Ich habe mittlerweile viele Model S und X Batterien ausgelesen.

Die höchsten Degradation hatten Batterien die häufig auf 100% geladen wurden selbst wenn der DC-Anteil gering war. Bisher schwankte die Degradation zwischen 2,2-12% wenn wir die 25% der 85-ziger Batterien mal außen vor lassen.

Die konkrete Empfehlung von Elon Musk zur Model 3 Batterie ist. Täglich auf 90% laden ist ok und einmal im Monat auf 100%.

Ich wäre somit nicht so leichtfertig häufig auf 100% zu laden und würde nur wenn ich es wirklich muss DC laden. Alles andere reduziert über die Degradation die Reichweite bis zu 30%, danach greift ja dann die Garantie beim Model 3 und Tesla versucht dann diese bei 70% bis zum Garantieende zu halten.

Viele Grüße Dirk vom E-Auto-Vlog

Sehe ich genau so und orientiere mich an den Aussagen von Jeff Dahn. Hohe Ladestände/SoC in Verbindung mit der Sommerhitze über längere Zeit stehen lassen ist der Todfeind jeder Batterie im Tesla.

Also lasse ich meinen SoC über Nacht bzw. bei längerem Nichtgebrauch immer um die 40% bis 65% und lade immer geplant nach Bedarf mit vollen 11kW, so dass das Laden erst dann beendet wird, wenn ich losfahre. Über 70% bis 100% lade ich nur wenn ich vorher weiss dass ich weiter weg fahren werde. So bleiben die hohen SoC pro Nutzung nur 1-3h bestehen wenn überhaupt…

Und das Auto soll bei Nichtbenutzung schlafen. Denn ständiges Strom nuckeln am Akku begünstigt die parasitären Begleiterscheinungen genauso wie sehr langsames Laden und ständige hohe SoC wenn ich Jeff Dahn richtig verstanden habe.

Anbei eines seiner (älteren) Videos. Es ist sehr lang und interessant, doch am Ende gibt es ziemlich klare Aussagen.
youtu.be/9qi03QawZEk?t=4023

Zum Glück ist es mir noch nie passiert, dass ein falscher Ladestand konfiguriert wurde. Wenn mein Tesla über lange Zeit auf so hohem SoC rumstehen würde ohne dass ich das wollte, würde mich das schon auch nerven. Aber meistens ist es ein Layer 8 Problem.

Und um die Kirche im Dorf zu lassen: Dem Akku machen solche Ausrutscher gar nichts. Da muss mann schon sehr viele Stunden auf hohen SoC absolvieren oder häufig nen heissen Akku haben bevor die Degeneration merklich zunimmt. Und die Hitze ist ja im Model 3 dank exzellenter Kühlung kein Problem mehr.