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Unfall mit Autopilot

Bad Publicity is better than no Publicity: jetzt kennt wirklich der letzte Tesla und viele die Tesla zwar kannten, aber nicht den Autopiloten, wissen jetzt dass Tesla einen Autopiloten hat.

Ich wurde schon von vielen angesprochen wie ich denn jetzt mit dem (bei mir gar nicht vorhandenen) Autopiloten umgehen würde. Und ich bin mir ziemlich sicher: viele von denen wussten vor diesen Presseartikeln nicht dass es die Autopilotfunktion bei Tesla gibt. Tesla wird damit extrem fortschrittlich wahrgenommen. Und zumindest ein Teil wusste schon dass der Fahrer vermutlich Harry Potter gesehen hat.

Jetzt ermittelt die US-Börsenaufsicht gegen Tesla, ob die den Unfall zu spät public gemacht haben. Was dieser eine Unfall einer technikgläubigen Person ohne einen Funken Verstand und Verantwortung für Wellen schlägt ist rational nicht mehr erklärbar, es wird immer absurder! Hier geht es allein nur noch darum, Tesla den größtmöglichen Schaden zuzufügen! :angry:

Dieser Unfall ist mit genau zwei Sätzen erschöpfend erklärt:

LKW-Fahrer missachtet Vorfahrt beim Linksabbiegen. Tesla-Fahrer fährt zu schnell, missachtet Teslas Warnung den Autopiloten ständig zu beaufsichtigen und missachtet den Straßenverkehr, weil er ein Video während der Fahrt schaut.

Mehr war nicht! Juristisch muss man dann die höhere Betriebsgefahr des Sattelschleppers gegen über dem KfZ, sowie den Grad der Fahrlässigkeit des LKW-Fahrers mit der groben Fahrlässigkeit des Teslafahrers abwägen. Je nachdem, wie schnell der Tesla war, kommt er z.B. herangerast und war beim Abbiegen kaum erkennbar, bestimmt dies die Schuld (keine, leichte, mittlere oder grobe Fahrlässigkeit) des LKW-Fahrers.

Damit wäre dieser Fall erschöpfend erklärt gewesen, wenn man nicht sein mieses Spielchen gegen Tesla hätte spielen wollen. Ich bin im Forum weit davon entfernt als Fanboy zu gelten und hab Tesla wegen verschiedener Dinge oft genug kritisiert, aber in diesem Fall wird die Firma grund- und schuldlos mit möglichst viel Dreck beworfen. Und das wegen eines Deppen, der während der Fahrt lieber Harry Potter schaut statt auf die Straße! Unglaublich und extrem ärgerlich.

+1000
Tesla kommt der etablierten Auto- und Ölindustrie gefährlich nahe. Ich fürchte, das ist erst der Anfang der Schmutzkampagne und das Ende noch nicht erreicht.
Es geht um zig Milliarden für die betroffnen Industriezweige, die mit einem breiten Erfolg von Tesla auf dem Spiel stehen.
Da ist eine Schmutzkampagne noch das harmloseste fürchte ich.

Hast Du irgendwo eine Quelle dafür, dass Joshua Brown - oder wie es offenbar bevorzugst ihn zu nennen „der Depp“ - tatsächlich während des Unfalls Harry Potter geschaut hat?

Der LKW-Fahrer will Harry Potter gehört(!) haben, als er zum Wrack kam, andere sagten dass sie am wrack nichts dergleichen gehört hätten. Zeugen sind unzuverlässig. es wurde ein Videoabspielgerät im Auto gefunden, ob Herr Brown damit während des Unfalls Harry Potter gesehen hat ist laut Polizei unbekannt. Bei mir im Auto würdest Du auch ein Tablet finden, nutze ich regelmäßig in den Ladepausen. Es kann sein, dass er Video geschaut hat, vielleicht war er aus anderen Gründen abgelenkt, aber ich finde es unpassend jetzt schon als Tatsche zu verbreiten, dass Herr Brown Harry Potter geschaut hat, falls es nicht verlässliche Quellen dafür gibt, die mir nicht bekannt sind.

Was hingegen sicher ist, ist, dass Joshua Brown nicht mit der nötigen Sorgfalt den AP überwacht hat, sonst hätte er den LKW bemerken müssen. Der LKW-Fahrer hätte bei herannahendem Gegenverkehr wohl auch nicht nicht abbiegen dürfen, kenne zwar die konkrete Situation nicht genau, wäre aber sehr überrascht, wenn der LKW sich regelgerecht verhalten hätte.

Gruß Mathie

Mal ganz unabhängig davon, ob der Unfallfahrer Harry Potter geschaut hat oder nicht: Wenn er es nicht gemacht hat, dann hat er trotzdem nicht ausreichend auf den Verkehr geachtet. Wenn er auch nur halbwegs hingeschaut hätte, dann hätte er noch einen Bremsversuch unternommen. Da aber gar nicht gebremst wurde, muss er wirklich völlig unaufmerksam gewesen sein. Und das mit ziemlicher Sicherheit über viele Sekunden hinweg.

Für ihn tut es mir sehr leid - aber ich hoffe, dass jetzt ganz viele andere Fahrer das ganze System ernster nehmen und die Warnhinweise beachten.

Ciao,
Gerhard

Das mit dem Potter-Video ist ein sehr guter Beweis dafür, wie stark die Medien unterschwellig die eigene Wahrnehmung prägen. Obwohl man überall liest, dass „möglicherweise“ das Video gelaufen ist (also überhaupt kein Beweis dafür erbracht ist), hat sich diese These bereits fest in die Argumentationskette einiger Diskutanten eingeschlichen. :astonished:

Was mich jedoch am meisten wundert ist der Umstand, dass die Medien (bislang) keinen Wind über den Unfall in Montana gemacht haben, bei dem ebenfalls der Autopilot im Spiel gewesen sein soll:


electrek.co/2016/07/11/tesla-mod … autopilot/

Im TMS wird dies bereits sehr leidenschaftlich diskutiert und auch die eine oder andere Verschwörungstheorie aufgestellt:
teslamotorsclub.com/tmc/threads … 308/page-3

Da stimme ich völlig zu - ist für mich aber etwas völlig anderes als der Depp, der Harry Potter geschaut hat!

Gruß Mathie

Ich fürchte ja, dass dies dazu führen wird, dass Tesla demnächst den AP nur noch auf Autobahnen zulassen wird.

Ciao,
Gerhard

Ich muss Dir gar nichts beweisen. Du siehst auch offensichtliche Dinge nicht, so wie bei dem Münchner Unfall, bei dem für jeden völlig klar war, dass die 18-jährige für diesen Crash gerast sein muss. Nur für Dich nicht, bis dann ein Insasse mit den 160 km/h kam.

Schau Dir mal das Video des Herrn Brown an, wo er den AP vor dem Kleinlaster mit der Leiter ausweichen lässt. Das reicht mir schon. Jeder vorausschauende Autofahrer hätte erkannt, dass der LKW rechts rüber kommt und wär nicht in den rechten toten Winkel gefahren. Und jeder mit ausreichend Verstand hätte die Hände am Lenkrad gehabt und sich nicht auf einen Computer in der Situation verlassen.

Beim tödlichen Unfall jetzt auf einer absolut gerade Strecke ohne Sichthindernisse muss er völlig gepennt haben, egal was er gemacht hat, dass er den LKW nicht erkannt hat. Wer so Auto fährt, bei dem ist es nur eine Frage der Zeit, bis es zum Unfall kommt. Meist trifft es dann die Falschen, die nichts dafür können, dass da eine Schnarchnase unterwegs ist. Er hat mit seinem verantwortungslosen Treiben jedenfalls für Tesla einen maximal möglichen Schaden produziert.

@Klaus B: Es gibt immer noch die Möglichkeit der Ohnmacht oder anderer körperlicher Gebrechen. Mir selbst passiert das bei starken Hustenanfällen. Dreimal stark gehustet und ich hab für 5s einen Blackout. Und so gut wie nie kann ich vorher das Auto anhalten. Ob sowas bei einer hälftigen Teilung des Körpers noch bei einer Obduktion feststellbar ist, weiß ich aber nicht.

Dann gehe ich davon aus, dass Du auch keine Beweise oder auch nur Anhaltspunkte hast.

Ich erschieße Leute einfach nicht gerne auf Verdacht, Du offenbar schon. Da haben wir wohl einfach unterschiedliche Auffassungen, kann ich mit umgehen.

Gruß Mathie

Gibt es eigtl. überhaupt keine Unfälle mit Assistenzsystemen von Mercedes, Bmw VW etc ?

volkswagenag.com/content/vwc … Pilot.html

VWs Planung des Autopiloten.

Nur bis max. 130 km/h, kein Spurwechselassistent.
Dafür aber

Rechts überholen ist aber in bestimmten Situationen erlaubt: Innerhalb geschlossener Ortschaften bzw. auf Autobahnen, wenn links nicht schneller als 60 km/h gefahren wird.
Die Verkehrszeichenerkennung bei VW war (zumindest in meinem damaligen Touran) sehr zuverlässig, jedoch hatte auch die ihre Probleme mit Tempo 60 Schildern, die für die BAB-Ausfahrt gelten.
Das kann ja lustig werden, wenn der TAP dann mal eben bei freier Strecke von 130 auf 60 abbremst, weil er das Schild an der Ausfahrt erkannt hat.

Leider steht rechts auf der Seite folgender Hinweis:

Hier ist in D der Tempolimit-Trichter „120“ - „100“ - „80“ - „60“ vorgeschrieben. Ein „60“ alleine kann so disambiguiert werden.

Das würde heissen, dass der Wagen das Tempo 80 Schild verwerfen soll, wenn das Tempo 100 Schild verdeckt war oder wie soll ich Deinen Einwand verstehen?

Gruß Mathie

Interessant, das die Stimmung in den Kommentaren zu heise oder golem mittlerweile gewechselt hat. Weg vom Teslabashing ala „Tesla ist schuld. Warum nennen sie es Autopilot“ hin zum „Geht uns nicht mit den täglichen Teslanachrichten auf den Sack. Wenn jemand meint, er müsste seine Hände vom Lenkrad nehmen, ist er selber schuld“.
Entweder haben einige durch die Diskussion dazugelernt (das hoffe ich zumindest) oder die Leute haben genug vom Teslabashing und suchen sich andere Themen zum trollen.

Sagt mal, findet Ihr das nicht auch merkwürdig: Da haben wir seit ca. 10 Monaten den Autopiloten in den USA. Bisher gab es nur sehr wenige Unfälle, wo man den Autopiloten beschuldigt.

Jetzt sind das schon 3 weitere Unfälle, wenn ich richtig gezählt habe, in kurzer Zeit, genauer 11 Tage nach Bekanntwerden des tödlichen Unfalls (geschehen im Mai 2016, veröffentlicht 01.07.2016).
All die anderen Unfälle sind Bagetellen wo jemand wogegen gefahren ist. Hat der Herr Koch etwa die sinnvolle Investition seiner 10 Millionen US$ gefunden, die er gegen die E-Mobilität aufwendet?

Overconfidence grows over time, würde da keine Verschwörung sehen…

Und natürlich der „me too“ Effekt: blöd gegen eine Wand gefahren? Dann behaupte ich doch das war der Autopilot, dann kann in den USA der Anwalt gegen Tesla auf Schadensersatz klagen.

Cheers Frank