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Unfall, Fahrerflucht, Sentry

Wenn ein LKW gegen das Rad gefahren ist und die Radkappe verbeult ist würde ich mal jemanden auf die Achse und Spur schauen lassen.

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Persönlich würde ich direkt einen Anwalt nehmen. Eigentlich steht er Dir als Unfallgeschädigter zu. „Eigentlich“ deswegen, weil ich mal davon ausgehe, dass der Verursacher durch die Faherflucht ja schon Kund getan hat, dass er nicht für den Schaden gerade stehen möchte.
Da man auf hoher See und vor deutschen Gerichten bekanntlich in Gottes Hand ist, würde ich parallel dazu die Vollkasko-Versicherung informieren, damit die im Falle der Fälle rechtzeitig informiert wurden und auch zahlen. Parallel dazu würde ich - wenn vorhanden - die Verkehrsrechtschutz informieren und um Kostenübernahme bitten, dass Du im Fall der Fälle nicht auf den Anwaltskosten hängen bleibst.

Und der außerdem könntest Du mal beim User „teslaundrecht“ ganz freundlich anfragen was der Dir empflehlt, weil der ist ja wohl Rechtsanwalt. Es gibt da auch einen eigenen Thread zu.

Und: Viel Glück und starke Nerven.

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Wenn du das Kennzeichen des Verursachers hast ist auch eine direkte Meldung über den Zentralruf der Autoversicherer möglich. Dort ist zu jedem in Deutschland zugelassenen Fahrzeug der zugehörige KFZ-Haftpflichtversicherer hinterlegt und die Schadenbearbeitung kann in vielen Fällen direkt mit der Versicherung besprochen werden.
In Deutschland muss die KFZ-Haftpflicht auch bei Fahrerflucht zahlen.

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Es war nur ein kleinerer Lieferwagen, aber der Werkstattmensch hat mir das auch empfohlen und wird es vor der Reparatur machen.

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Schon geschehen. Mein Nachbar ist Rechtsanwalt und auf Straßenverkehr spezialisiert. Das passt doch gut, oder?

Er hat mir auch gleich gesagt, dass ich mir vor der Reparatur ein Gutachten anfertigen lassen soll.

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Das Kennzeichen des Verursachers ist in den Videos in Großformat zu sehen. Also kein Problem.

Danke für den Tipp, dass die Haftpflicht zahlen muss. Das ist gut, wenn man’s braucht.

Bin immer noch sehr froh über Teslas Sentry. Bei einem anderen Auto wäre das nicht so gut gelaufen.

Ich hatte so über den Daumen geschätzt, dass die Reparatur ca. €2.000 kosten könnte, aber das war eine Unterschätzung. Es wird über €4.000 kosten, und wenn der Schaden noch ein bisschen größer gewesen wäre, dann hätte man das große obere, hintere Seitenteil ganz auswechseln müssen, und das hätte eher €8.000 gekostet.

Der Grund hierfür ist, dass mehrere Teile der Tesla-Karosserie komplexe Verbund-Systeme aus Stahl und Aluminium sind, die auch tragende Funktion haben und schwer zu demontieren und zu montieren sind.

Übrigens ist die Felge auch beschädigt und wird gewechselt. Weil dafür zwangsläufig ein Reifen demontiert und wieder montiert werden muss, werde ich bei dieser Gelegenheit einen neuen Ganzjahresreifen montieren lassen. So brauche ich diese Montage nicht zu bezahlen, sondern nur die anderen drei. Das spart ein kleines bisschen.

Was sagt denn die Polizei zu den Aufnahmen bzw. wie gehst Du damit um das Du Aufnahmen hast. Es ist ja noch nicht wirklich glasklar ob solche Aufnahmen rechtlich OK sind (für mich sind sie es, aber Juristen ticken anders).

Doch, die Aufnahme ist anlassbezogen und wurde durch die Kollision getriggert. (So muss man es im Zweifel immer angeben)
Ich wundere mich auch wieso die Polizei den Unfallgegner nicht schon ermittelt hat…?

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Vielleicht wurde er schon ermittelt. Die Polizei muss mir das vielleicht nicht mitteilen. Ich oder mein Anwalt kann ja mal nachfragen.

Weiß denn die Polizei überhaupt von den Aufnahmen? Über eine Kopie der Sequenz, in welcher der Fahrer zu erkennen ist, und wie er die Trümmer einsammelt, würden die sich sicher freuen.
Bei dem Schaden wird der Flüchtige erst einmal für längere Zeit Fußgänger sein.

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Anwaltlicher Beistand ist sehr gut.
Leider musste ich es in der Vergangenheit erleben, dass es Versicherungen gibt, die trotz 100%ig eindeutiger Schuldfrage Unfallschadenzahlungen verzögerten und dann unberechtigt kürzten.
Da ist nicht nur der Unfallversursacher Dein Feind, sondern auch seine Versicherung. Und dort sitzt dann ein Sachbearbeiter, des einziger Job es ist zu kürzen und der emotionslos um 17h die Fallakte zuklappt und ganz unbeschwert nach Hause geht.
Du hingegen machst Dir Gedanken und es zerrt an Deinen Nerven, weil es für Dich aufgrund der höheren Schadensumme um deutlich mehr geht.
Von daher: Direkt Waffengleichheit bei größeren Fällen schaffen und die Gefechte einem Anwalt überlassen, der ähnlich emotionslos daran geht wie die generische Versicherung.

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Kann ich nur unterschreiben. Wenn die Schuldfrage zu 100% zu Lasten des Unfallgegners zu sehen ist braucht man sich damit nicht selbst zu belasten und sollte sowieso besser einen Profi beauftragen.

Ich hatte auch mal so einen Fall und habe direkt einen auf Unfallregulierung spezialisierte Anwaltskanzlei aus Düsseldorf - per onlineformular - beauftragt. Die hat der mauernden gegnerischen Versicherung genug Druck gemacht, dass die dann doch eingeknickt ist. Und Druck hat sie nicht zuletzt schon deshalb gemacht, weil auch sie ihre Rechnung von der Versicherung bezahlt bekommen will.

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Unterschreibe ich. Was ich in meinem Fall bis heute nicht verstehe ist, dass klar war, dass das Ganze von Anfang an mit einem Rechtsanwalt abgewickelt wird, die gegnerische Versicherung aber 3 Monate und trotz ettlicher Rechtsanwaltsbriefe rumgezickt hat.
Mein Anwalt muss so ein Heidengeld an mir verdient haben, der hat sich noch Jahre später an mich erinnert und mich mit Handschlag begegrüsst.

War jetzt war leicht OT, aber ich wollte nochmal ganz deutlich klar stellen: NIE OHNE ANWALT bei was Größerem ( ich glaube die Grenze war >1.000 Euro).

Die Polizei möchte verständlicherweise eine genaue Beschreibung des Hergangs. Wenn ich dann genau erzähle, was passiert ist, obwohl ich gar nicht zugegen war, dann ist die Frage unvermeidlich, woher ich denn das alles weiß. Dann muss ich zugeben, dass das Auto videoüberwacht war und dass ich die Videos habe. Die wollten sie selbstverständlich auch haben, und ich habe sie ihnen gegeben.

Die Rechtslage ist wohl nicht kritisch. Man darf nicht anlasslos seine Umgebung videoüberwachen. Aber in diesem Falle gab es ja einen krassen Anlass, nämlich einen Schlag mit 0,64 g auf das Auto (sagt der Sensor im Tesla). Da darf man schon mal die Kamera-Aufnahmen auswerten.

Es gibt auch schon mehrere Beispiele, wo Videoaufnahmen von DashCams in Gerichtsprozessen als verwertbar aufgenommen wurden, und zwar sogar ausdrücklich unabhängig davon, ob sie auf legale oder illegale Weise entstanden sind.

Es gibt also vermutlich sogar die Situation, dass jemand illegal ein Video von einem Unfall dreht, dass dieses als Beweismittel vor Gericht angenommen wird, der Urheber aber trotzdem für das illegale Filmen bestraft wird. Ich nehme an, dass so eine Strafe nicht sehr hoch ist. Aber, wie gesagt, Tesla-Videos werden wohl eher nicht als illegal angesehen. Die Empfehlung ist, den Anlass für das Video immer anzugeben.

Jetzt hast du mich neugierig gemacht, ich denke dass ich ziemlich tief „im Auto stecke“, aber ich habe bisher nirgendwo einen Indikator für die Triggerung des Sentry-Modus gefunden. Wo hast du den Wert von 0,64g auf das Auto entnommen?

event.json ?

Genau. Diese Datei findet sich bei den Videodateien. Hier ist meine. Die Programmierer unter uns erkennen das JSON-Objekt-Format:

{
„timestamp“:„2020-08-05T11:00:07“,
„city“:„Altstadt“,
„est_lat“:„48.1359“,
„est_lon“:„11.5648“,
„reason“:„sentry_aware_accel_0.642553“
}

„accel“ steht wohl für acceleration, also Beschleunigung. Nach der Heftigkeit des Aufpralls, beurteilt nach dem recht heftigen Wackeln des Autos im Video, schätze ich, dass das 0,64 g bedeutet, zwei Drittel der Erdbeschleunigung (Erdanziehungskraft). Zum Vergleich, der Autopilot fährt in Europa mit höchstens 0,2 g seitlicher Beschleunigung (wegen der Anti-Tesla-EU-Regeln).

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Da wurde die Straße ihrem sonnigen Namen aber so gar nicht gerecht! :sunglasses:

Hehe, ja, kann man so sagen.

Die Polizei hat inzwischen anhand der Sentry-Videos den Fahrer ausfindig gemacht.

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