Und ganz plötzlich wird's ein Tesla

So, bevor es morgen wieder auf Strecke geht (knapp 700km über die A7 hin/zurück), noch etwas, was ich kurz los werden muss.
Ein Freund von mir will dieses Jahr ein neues Auto kaufen und überlegt, ob es ein elektrisches wird. Angefixt durch eine Probefahrt mit meinem Tesla will er sich auch die anderen Hersteller ansehen, da er gern mehr ein „herkömmliches“ Auto mit Knöpfen haben möchte und einer Werkstatt vor Ort.
So haben wir uns für heute Nachmittag verabredet, um die ansässigen Hersteller zu besuchen und uns zu informieren.
Auf dem Plan standen: Mercedes, BMW, Volkswagen, Skoda, Renault.

Zuerst zu Mercedes: Sie haben hier einen neuen großen Glaspalast gebaut, sehr modern und gut ausgeleuchtet. Im Innenraum dann das Erlebnis was ich schon kenne, wenn ich Fahrzeuge für die Firma suche. Da wir beide nicht im Anzug erscheinen (oder warum auch immer) werden wir erst einmal völlig ignoriert. Im Verkaufsraum steht als E-Fahrzeug lediglich ein EQC 400 4matic AMGline für einen Bruttopreis von 88.790,-€.
Ansonsten gab es nur noch einen Hybrid, der uns aber nicht interessierte.
Auf Nachfrage bekamen wir von einem gelangweilten Verkäufer den Prospekt in die Hand gedrückt. Lieferzeit konnte er nicht so genau sagen, hänge von der Ausstattung ab. Aber mindestens 9 Monate, wenn nicht länger. Kein Angebot einer Probefahrt etc., nichts.

Nächster Händler: BMW: Mit dem ortsansässigen BMW-Händler hatte ich bisher gute Erfahrungen gemacht. Leider hatte er kein einziges E-Auto im Ausstellungsraum. Der Verkäufer war bemüht und will sich melden sobald ein i4 als Probefahrzeug verfügbar wäre. Soll wohl Anfang Februar der Fall sein. Preislich interessanter ab 56.500,-€ aufwärts. So waren wir da auch wieder nach kurzer Zeit weg.

Als nächstes lag Skoda auf dem Weg:
Hier wiederholte sich das Spiel, Verkaufsraum voller Fahrzeuge, aber kein Enyaq. Sie hätten momentan Lieferprobleme, ob er nicht ein anderes Fahrzeug nehmen wolle.
Zumindest bot er an, dass wir den Firmenwagen des Geschäftsführers Probe fahren könnten. Da dieser nicht da war, haben wir die Probefahrt auf kommende Woche verlegt. Preis eines iV80 ab 48.900,-€.

Weiter zu Volkswagen:
Endlich, iD3 und iD4 im Verkaufsraum. Sogar 2 Jahreswagen auf dem Parkplatz. Und wir wurden fast (10 min.) sofort angesprochen. iD3 ist zu klein, mein Freund sucht was größeres. iD4 angesehen … naja, Begeisterung sah anders aus. Wir haben trotzdem eine Probefahrt vereinbart. Preis in der Basis-Variante ab 46.335,-€.

Renault haben wir noch nicht geschafft. Außerdem haben wir gesehen, dass wir Audi völlig vergessen haben. Da wollen wir auch noch hin.

Fragen zu den Fahrzeugen und technischen Daten konnte allenfalls der Verkäufer bei Volkswagen beantworten. Bei allen anderen ist man meist vorher schon erheblich besser informiert.

Fazit dieses Tages: Fast keine Fahrzeuge zum Ansehen, wenig Informationen seitens der Verkäufer, keine Möglichkeit zur Probefahrt.
Wir sind echt enttäuscht und aufgrund der negativen Erfahrung stark unterhopft, was wir nun mit etwas Bier ausgleichen werden.
Und nebenbei schauen wir auf der Tesla-Seite Fahrzeuge an. Vielleicht wird es ja doch noch was mit Tesla bei ihm…

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Bei mir war es im Mai genau gleich. Ich kann alles nachvollziehen, inklusive dem Ignorieren bei Mercedes.

Keine Autos im Showroom, desinteressierte Verkäufer (auch bei Kia), positiv waren nur Audi und der örtliche Ford/Polestar/Volvo Händler.

Habt ihr an den Ford Mustang Mach.E, Jaguar und den Volvo gedacht?

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Da zu dem Zeitpunkt das Model3 als Firmenwagen leider zu hoch im Preis stand, hat mein Sohn seinen Ford Mustang MachE (Kassenmodell) nach 18 Monaten geliefert bekommen. :scream:

Nein, Mustang Mach E findet er für das gebotene zu teuer. Jaguar und Volvo/Polestar wäre noch ne Möglichkeit. Hyundai und Kia sind auch noch offen. Er ist aber eher ein Verfechter deutscher Premiumfahrzeuge, da weiss man was man hat …

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Und Nicht hat :face_with_peeking_eye:

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Mhmm, 2 Packungen S3XY Buttons kaufen und dem Freund erklären, dass er die Werkstatt (vermutlich) nicht braucht, weil im Zweifel der Ranger „vor Ort“ erscheint?
Nicht ganz ernst gemeinte Überlegung :innocent: (von jemanden, der keine Knöpfe in seinem Tesla vermisst und daher S3XY Buttons nur vom Hörensagen kennt)

Ansonsten Prost (und danke für deine Berichte)!

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Kleiner Bericht über die heutige Fahrt.
Habe mir gestern extra 1-2h Zeit genommen, die Strecke genau zu planen.
Quatsch, das Einzige, was ich gemacht habe, ist, den Tesla zur Abfahrt heute morgen auf 100% zu laden und das Ziel per App an den Tesla zu senden. Laut Navi schaffe ich die 327km und komme mit 5% SoC am Ziel an (und das bei -4°C Außentemperatur). Unter 110km/h fahren mag ich allerdings nicht. Mal sehen wie es auf der Strecke wird.


Da alles über die A7 geht und diese sich oberhalb von Kassel durch sehr viele Baustellen auszeichnet (der Rest ist meist Geschwindigkeitsbeschränkt), noch dazu das Wetter extrem besch… ist, werde ich wahrscheinlich sowieso nicht schnell fahren können.
Auf der Strecke zeigte sich dann, dass die Prognose sich verbesserte, obwohl ich nach Schildern meist mindestens 120 fahre und nicht unter 110. Anfänglich war das Wetter auch noch ganz ok und der Durchschnittsverbrauch bei 204Wh/km. Das sollte allerdings nicht so bleiben …

Auf Höhe Bispingen war dann der erste Stop fällig (nach ca. 260km). Das lag allerdings nicht am Tesla sondern an meiner Blase. Glücklicherweise hatte sich gesehen, dass bei dem SkiDome ein SuC ist. Also hin, angeschlossen und rüber zur Toilette.
Dabei wäre ich noch fast gestürzt, da es mittlerweile angefangen hatte zu regnen. Der Regen wurde dann zu einer schönen Eisfläche.

Sind „nur“ V1-Charger, geladen habe ich dort 32kWh für 15,04€.
Nach insgesamt 4 Stunden inkl. Pinkelpause und 336km bin ich am Ziel angekommen. Der Durchschnittsverbrauch lag nun bei 226Wh/km, da es im Norden immer windiger wurde und anfing zu regnen. Die meiste Zeit habe ich in den Städten verloren. Gerade in Hamburg (musste durch den Elbtunnel) ging es nur schleppend voran. Aber grundsätzlich hätte ich auf der Strecke auch mit einem Verbrenner keine Zeit gespart.

Auf dem Rückweg habe ich in Hamburg 50kWh nachgeladen, was 23,50€ gekostet hat.
Bei Abfahrt war der SoC bei 85%, was laut Navi gereicht hätte, um heim zu kommen. Da wäre ich dann mit 3% angekommen.
Auf der Strecke wurde das Wetter immer schlechter. Der Tesla hat irgendwann selbst einen Supercharger bei 20% SoC eingeplant. Diesen habe ich manuell auf Nörten-Hardenberg umgeplant, wo ich mit 8% SoC ankommen sollte (ich bin wo es ging 140-150 km/h gefahren).

Nörten-Hardenberg hat den Supercharger an einem Hotel. Bei Ankunft stand ein MYP dort, ansonsten alles leer. Ich habe dann nochmal 55kWh für 28,60€ geladen und im Hotel einen Kaffee getrunken. Das Hotel ist sehr zu empfehlen (zumindest für Ladepausen).

Nette Ladegeschwindigkeit …

Weiter ging es.
Zu Hause:

Ich habe 155kWh verbraucht und 67,14€ fürs Laden bezahlt. Dabei fehlt noch etwas, da ich mit 100% los gefahren bin und mit 62% wieder angekommen.
Passt für mich. Und vor Allem: Die Fahrt war sehr entspannt und macht nach 15tkm immer noch mega Spass. Wenn ich so weiter fahre, bin ich kommendes Jahr um dieselbe Zeit bei 80tkm :scream: Bin gespannt wie sich mein Tesla schlägt.

PS: In Hamburg war die gefühlte Tesla-Dichte sehr hoch, dafür scheinen die Leute dort nicht grüßen zu können. Macht dort irgendwie keiner.

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