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Umstieg von Model S auf Model 3

Nachdem ich nun beinahe 6 Jahre mit meinem geliebten Model S 85 unterwegs bin, trage ich mich mit dem Gedanken auf ein Model 3 zu wechseln.
Das einzige, was mich am Model S ab und zu gestört hat, war die Grösse. Da wäre ich mit dem Model 3 sicher besser bedient. Anderseits ist das Model 3 doch eine etwas andere Liga.
Wer hat diesen Umstieg hinter sich und welche Erfahrungen wurden im Vergleich zum Model S gemacht.
Mir ist klar, dass die einzelnen Kriterien (zentraler Bildschirm, Hecklappe, Platzangebot etc.) schon zur Genüge diskutiert wurden.
Mich interessiert nur die Erfahrung von ehemaligen Model S Fahrern. Was wurde beim Umstieg positiv erlebt, was negativ.
Danke für entsprechende Erfahrungsberichte.

Ich habe zwar nicht die ganz große Erfahrung, aber ich hatte im Frühjahr Gelegenheit einen S 100 über mehr als vier Wochen mehrere tausend km zu nutzen.
Pro S 100, neben dem oben geschilderten: alles wertiger, bessere Haptik, alles eine Klasse besser, komfortabler.
Pro Model 3: Ladegeschwindigkeit, ansonsten fällt mir eigentlich nichts ein, alles billiger und klappriger.
Wäre der enorme Aufpreis nicht und würde das Model S schneller laden, dann würde ich den S eindeutig bevorzugen.
Bitte nicht falsch verstehen, das Model 3 ist ein Superauto, aber eben ein 50 t€ Auto und kein 100 t€ Auto.

Es sind definitiv sehr gute Autos. Das Model 3 ist sicher auch das modernere. Aber der wirklich grosse Vorteil des Model S ist die Grösse. Für mich zum Beispiel ist es das wichtigste Kriterium. Von daher käme der Umstieg auf ein M3 gar nicht in Frage.

Ja, es ist eine andere Liga.
Der Vergleich zwischen einem 2016’er Model S90D und einem 2019’er Model 3 LR AWD hinkt bestimmt etwas, aber meine Gründe sind:

  1. Das Model S war (damals!) für den Preis grottig verarbeitet.

  2. Es war schlicht riesig, fuhr sich aber auch dank der Luftfederung einfach geil.

  3. Ich habe es nie in den gut 28000 km geschafft, den Verbrauch unter die 20 kwH/100 km zu bekommen

  4. Das Model 3 ist einfach das modernere und europäischere Auto (es hat sogar einen CCS Ladeanschluss!)

Ob meine Rechnung aufgeht, werde ich noch sehen, da ich das Model 3 blind bestellt habe (am 03.10).

Du wirst es nicht bereuen. Ich kann mich bezüglich der Qualität nicht beschweren. Habe jetzt >9000 km in 3 Monaten runter und muss auf dem Weg zur Arbeit des öfteren über eine Kopfsteinpflasterbuckelpiste. Alles noch wunderbar. :smiley:

„Earlian“ hat auch gewechselt, der kann sicherlich einiges dazu sagen.

Meine persönliche Meinung (habe schon einige km Model S und X gefahren):

das Model 3 ist das moderne Auto, es verführt aber vom Fahrwerk und Fahrverhalten
zu einer schnelleren Fahrweise als S und X.

Hallo Parhelia,

Ich habe bisher zweimal in meinem Leben ein Model S gefahren. Einmal, bevor ich mein Model 3 bekommen habe, und einmal, als mein Model 3 wegen eines Sprungs in der Windschutzscheibe in der Werkstatt stand.

Die Trivialitäten bzgl. Raumangebot will ich hier wunschgemäß gerne überspringen.

Meine Erewartungshaltung war die, dass ein wesentlich teureres Auto eine Reihe von Vorteilen haben muss. Diese Erwartung wurde teilweise auch erfüllt. Was mir am Model S besser gefallen hat, war ganz klar die Federung. Das Model 3 ist härter gefedert und hat keine Luftfederung. Vielleicht hat es auch nur am höheren Fahrzeuggewicht gelegen, aber aber das Model S fährt sich hier schon komfortabler als das Model 3. Das ist aber Jammern auf hohem Niveau. Es ist durchaus nicht so, dass das Model 3 auf langen Strecken eine Tortur wäre.

Was mir am Model S weniger gefallen hat, war die Bedienung. Ich habe mich sehr schnell daran gewöhnt, dass bei meinem Model 3 so ziemlich alles über den Touchscreen angezeigt bzw. eingestellt wird. Insbesondere der Tempomat ist im Model 3 nicht irgendwo hinter dem Lenkrad versteckt und es hat eine Weile gedauert, bis ich die Scheibenwischerbedienung im Model S verstanden hatte. Nach einem Jahr im Model 3 kann ich mich einfach nicht mehr damit anfreunden, dass Bedienungselemente über das ganze Auto verstreut sind. Das ist zugegebenermaßen eine Frage des Geschmacks bzw. der Gewöhnung. Wer einen digitalen Tacho hat, mag keinen analogen und umgekehrt. Keiner ist objektiv besser, das sind halt Präferenzen.

Ein Effekt, der mir außerdem störend aufgefallen ist ist der, dass das Model S beim plötzlichen Gasgeben nicht sofort die volle Leistung bereitgestellt hat, sondern in ca. 300 ms die Antriebsleistung hochgefahren hat. Das macht das Model 3 nicht so, da steht sofort die volle Leistung an. Das ist aber wahrscheinlich nichts grundsätzliches beim Model S. Ich habe auch nach einer Einstellung „Normal Mode“ vs. „Chill Mode“ geguckt, die gab es in jenem Model S aber nicht. Vielleicht lag das daran, dass dieses Fahrzeug ein Leihwagen war und man die Kunden nicht mit „wahnsinniger Beschleunigung“ überfordern will. Das würde ich also nicht als relevant ansehen, zumal Du Dein Model S selbst am besten kennst und weisst, was es kann.

Ein weiterer Pluspunkt für das Model S ist zweifelsohne das Schiebedach, das es im Model 3 nicht gibt.

Das Model S, das ich gefahren habe, war ein S 85. Kein P, kein D, daher war es gut mit meinem Model 3 LR RWD vergleichbar.

Mein rein subjektiver Gesamteindruck ist der, dass Tesla mit dem Model 3 zumindest bedientechnisch vieles verbessert hat. Dass der Komfort und das Raumangebot beim Model 3 nicht mit dem Model S mithalten können, ist klar. Gleichwohl hat sich der Unterschied fast so angefühlt wie zwischen meinem Vorgängerfahrzeug (Prius 3) und dem Model 3. Wie heisst es so schön: Das Bessere ist der Feind des Guten.

Bin auch nach 2,5 Jahren vom Model S auf das Model 3 umgestiegen. Muss sagen ich bin total begeistert vom Model 3. Die Qualität ist, meiner Meinung nach, kein bisschen schlechter als im Model S, eher besser. Es klappert nichts, alles fühlt sich wertig an. Preis, Leistung stimmt absolut. Auch die Zugluftdichtheit ist besser. Meine Frau friert auch auf der Rücksitzbank nicht mehr was beim Model S öfters der Fall war.
Das Model 3 ist zudem sparsamer, moderner und viel agiler. Wer es sportlich mag wird das Model 3 Performance lieben.
Ich bereue den Umstieg überhaupt nicht.

Meine er"fahr"ung : 2 Jahre und 80 TKM im S75D. Dann parallel im Mai dazu das M3 (Black Betty) gekauft . Die Idee war: nach spätestens 6 Monaten bleibt das passendere Auto. Mittlerweile mit M3 LR RWD 14.000 km

Verkauft habe ich das S. Neben meinen persönlichen Gründen (Kinder aus dem Haus, weniger Job KM) waren die höheren Betriebskosten (Versicherung, Verbrauch, Reparaturen) und der grundsätzlich höhere Wertverlust die betriebswirtschaftlichen Argumente.

Vom Fahrspass her ist das M3 eindeutig besser (meine Meinung). Ich finde es „knuffig“, sehr wendig und viel passender in den Parkhausern. Und das Platzangebot (also Laden von Gepäck) ist wirklich erstaunlich. Das hat mich positiv überrascht (hab ich aber erst bemerkt als ich den Umzug meiner studierenden Tochter zu managen hatte)

Die größere Reichweite , Laden mit CCS, niedriger Verbrauch, endlich Ablagen wo man sie braucht, eine schicke Silhouette und - sorry für alle die anderes erlebt haben - die aus meiner Sicht gute Verarbeitung . Alles Pluspunkte fürs M3. Unterm Strich sage ich heute: Das Model 3 ist der modernere und bessere Tesla . Das einzige was ich vermisse ist der Spurwechselassi des AP 2, denn FSD war mir eindeutig beim M3 das geld nicht wert.

Der einzige Wermutstropfen : Meine langjährige Beifahrerin fand das Model S toll, aber auch sehr unhandlich groß - und saß gerne rechts. Seit „Black Betty“ teil unserer Familie ist, fährt Sie mit Vorliebe das M3 (sie ist BEGEISTERT und liebt „ihr“ Model 3) und ich sitze (wenn überhaupt) rechts. Das finde ich etwas doof…

Gruss aus der Pfalz
Markus

Vielen Dank für die interessanten Berichte.
Ich glaube mittlerweile auch, dass ich mit dem Model 3 gut bedient wäre.
Ich tue mich aber noch schwer, mich von meinem langjährigen, treuen Gefährten zu trennen. Insbesondere die ersten „Pionier“-Jahre waren unvergesslich.
Ich werde erst mal ein bisschen sondieren, wieviel ich für den gut gepflegten Oldtimer noch bekomme.

Wir sind auch 1 Jahr lang Model S gefahren und jetzt fahren wir seit einen 1/2 Jahr Model 3 und haben es nicht bereut. Nun fährt meine Frau auch gern wieder Auto, denn das Model S war ihr einfach zu groß.

Interessante Berichte, ich hatte auch schon das Model S im Blick und habe mich trotzdem für das M3 entschieden. Die Ladeleistung und CCS waren die Gründe. Das M3 ist gut verarbeitet und fährt sich genial. Trotzdem finde ich das Model S weiterhin erstrebenswert und wenn irgendwann mal ohne Adapter am CCS geladen werden kann und die Ladeleistung sich erhöht, dann kann ich vermutlich nicht mehr nein sagen…

Ich hab das Vergnügen sowhl ein Model S90D FL aus 2016 als auch mein Model 3 AWD LR fahren zu dürfen. Das Model 3 ist super und fährt sich vor allem in der Stadt und auf Landstraßen viel agiler und handlicher. Den Größenunterschied zum S merkt man dann besonders deutlich. Platzangebot ist im M3 im Vergleich nicht wirklich schlechter, wenn man mal vom Kofferraum absieht.
Für mich ist das Hauptproblem des M3 im Vergleich zum Model S die mangelnde Dämmung und das unkomfortable / laute Abrollen. Ich bin nicht sicher ob es nur an den Reifen liegt (S Michelin / 3 Hankook) oder am Luftfahrwerk - aber das Model S ist auf langen Autobahnstrecken einfach viel leiser und komfortabler zu fahren. Für mich wäre das M3 mit dem Komfort / Lautstärke des Model S die optimale Wahl…

Dass das Model 3 generell lauter ist lese ich so zum ersten mal. Kann das jemand, der beide Modelle gut kennt, bestätigen?

Ja, es ist so. Wir haben auch beide Fahrzeuge. Es ist aber auch nicht dramatisch.
LGH

Kann ich nicht bestätigen.
Im Vergleich zum 2015er P85D ist das M3P:
Keineswegs „billiger und klappriger“, eher das Gegenteil. Im Innenraum passt alles, wackelt nix, Verarbeitung ist sehr gut, sogar im Vergleich zur deutschen Konkurrenz.
Komfort ist gut, Bedienung 1 A, Fahrwerk etwas straffer, was aber whs. an 20-Zoll-Reifen und dem möglicherweise etwas kürzeren Radstand liegt.
Das Fahrgefühl, auch in Kurven und bei höheren Geschwindigkeiten: Deutlich besser, als beim alten Luftfahrwerk des Model S. Das M3P geht auch in Kurven und schnell richtig gut, wie ein GoKArt. das Model S ist kein Kurvenräuber (gewesen, Raven kenne ich nicht), sondern ein Cruiser. Beim Model 3 P werden whs. auch die Kurvenfreaks glücklich.

Was ich (noch) nicht beurteilen kann ist der Federungskomfort bei Vollbeladung: Da ist das Model S Spitze, da die Luftfederung alle Niveauunterschiede ja ausgleicht.

Ansonsten : Subjektiv empfinde ich die Model-3-Sitze als bequemer, mehr Beinfreiheit vorne für den Fahrer/Beifahrer:
Und: Verbrauch! Deutlich besser. Ich brauche im Moment auf meiner täglichen Arbeitsstrecke teils bis zu 50 Wh/km weniger ! Irre.

Wenn man den Platz nicht braucht, ist das Model 3 eine sehr gute Alternative zum Model S, ich vermisse nichts. Berücksichtig man den Preisunterschied… Ich bin mir sicher, daß Du bei einem Pre-Facelift/pre-Autopilot-Fahrzeug aus 2013 (Model S) ein Model 3 BJ 2019 mit Sicherheit nicht als Rückschritt empfindest.

Hatte vor meinem M3P für knapp ein Jahr ein S75D Facelift.
Bereue den Umstieg auf keinen Fall. Für mich gibt es beim Model S drei Vorteile und das sind die Kofferraumklappe, das etwas tiefere Geräuschniveau (20“ im M3, 19“ im MS) sowie die bessere Sicht nach hinten.
Bei allem anderen sehe ich für mich beim Model 3 nur Vorteile: Agilität, Fahrspass, Übersichtlichkeit (v.a. nach vorne), Bedienung, Grösse, Praktikabilität, Innenraumdesign, Verbrauch etc. Würde jedes Model S direkt wieder gegen ein Model 3 umtauschen.

Wo hast du das denn gelesen?

Ich bin vor 3 Wochen von einem 2017er Model S 75 auf ein Model 3 Performance umgestiegen. Mir persönlich gefällt das Model 3 viieeel besser. Wie schon viele schon sagten: man merkt dass es das modernere Auto ist und die geringere Breite ist in Autobahnbaustellen und beim Parken ein Segen.

Zwei Dinge die noch nicht erwähnt wurden sind mir aufgefallen:

Die Sitze im Model S haben einen besseren Seitenhalt und sind etwas breiter.

Bei mir ist Verbrauch/Reichweite Model S/3 nahezu identisch. Klar ist das S 75 RWD das sparsamste Model S, hätte beim Model 3 aber mehr erwartet. Wenn das eine Rolle spielt dann besser kein Model 3 Performance wählen.

Model S war ein Schreibfehler. Ich meinte natürlich Model 3 und habe es im Beitrag geändert.

Danke für den Hinweis.