Umstieg von "deutscher Oberklasse" zu Model 3

Guten Abend,

entschuldigt den etwas reißerischen Titel, ich wollte niemanden triggern (oder vielleicht doch, wer weiß :grin:). Ich beschäftige mich schon länger mit der E-Mobilität, aber auf Grund der Lade- und bisherigen Familiensituation fahre ich aktuell noch einen Benziner. Ganz konkret einen 2018er BMW 540i Touring (komplett volle Hütte, wie man so schön sagt).

Mittlerweile hat sich unsere Familiensituation verändert (wir brauchen keinen Kinderwagen und tausend Taschen mehr mitschleppen) und es steht ein Umzug ins eigene Haus (mit der Möglichkeit einer eigenen Wallbox und raus aus der Münchenhölle, ins grüne Allgäu) an. Durch Corona muss ich generell auch nicht mehr so viel Fahren, da mein Arbeitgeber auf flexibles Arbeiten umgestellt hat und ich nur noch sporadisch ins Büro muss - und das dann zukünftig mit der Bahn. Das riesen Schiff wird eigentlich nicht mehr benötigt und die Möglichkeiten für ein E-Auto wären jetzt eigentlich gegeben.

Jetzt die konkrete Frage:
Wer von Euch ist denn von einem der deutschen Premiumhersteller aus dem Segment aktueller 5er, A6 oder E-Klasse etc. erfolgreich auf einen Tesla umgestiegen? Der Unterschied wird vermutlich gewaltig sein, vom deutschen „hei-ti-tei alles drin Schiff“ zum sehr puristischen Tesla Model 3 - oder ist das eigentlich gar nicht so wild wie man am Anfang meint?

Ich fände den Schritt eigentlich konsequent, jetzt auch auf ein Elektroauto zu wechseln, da wir beim Hausbau auch sehr auf Nachhaltigkeit geachtet haben (Effizienz, Holzmassivbau, Dachbegrünung, etc. pp.) und so ein Verbrenner eigentlich nicht mehr in unsere Zeit passt. Aber der Mensch ist ein Gewohnheitstier, liebt bekannten und über Jahre angelernten Komfort und starke Veränderungen sind nicht immer einfach. Mich würde daher mal Eure Erfahrung interessieren. War es für Euch ein Problem, von „Vollausstattung zum Purismus“ zu wechseln? Hat es Euch vielleicht sogar gut getan?

Danke und viele Grüße :metal:t2:

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Bin zwar selbst keine deutsche Oberklasse gefahren, aber öfter mitgefahren. Wir haben uns vorher mit einem Mazda begnügt :sweat_smile:

Von der Ausstattung her, ist Tesla doch eigentlich gar nicht schlecht. Mir würden jetzt spontan nur Head-up Display, beheizbaren Lenkrad (gibt es jetzt auch im Tesla) und Massagesitze als fehlende Features einfallen😅

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Ich. Die gesamte letzte Dekade immer den jeweils aktuellen 530d… seit Juni auf Model 3… zu vermissen gibt es für mich genau 2 Dinge: Einstellbare Ambientebeleuchtung in den verschiedenen Farben und (zeitweise) ein HUD… ansonsten - ein zurück würde ich nicht mehr wollen, alles ist soviel einfacher, auch wenn die Verarbeitung bzw. das Oberflächenfinish im Innenraum eben ganz klar nicht auf dem vorherigen Niveau ist, für mich jedoch verschmerzbar, denn der Komfort amerikanischer Couch-Sitze war mir vorher sooo nicht bekannt. :smiley:

Ich wäre eigentlich gern bei BMW geblieben, finde aber Verbrenner tatsächlich nicht mehr zeitgemäss und da dort nichts annähernd vergleichbares im Portfolio ist, blieb (für mich) nur Tesla übrig, das sind die einzigen Autos deren Form mir gefällt und der Rest ist obligatorischer Standard (Ladenetz etc.), ich brauche etwas einfaches, was funktioniert und wo ich mich nicht mit rumärgern muss - das war bei BMW der Fall (zumindest solange bis AdBlue kam) und wird hier sicher auch so sein.

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Ja, OK. Ambientebeleuchtung :+1: die fehlt einem evtl. auch.

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Hallo,

also ich selbst bin von einem 2018 E-Coupe auf ein Tesla Model 3 SR+ gewechselt. Klar einige Features sind beim M3 nicht dabei welche mir persönlich aber nicht fehlen. Das einzige was mir gut gefallen hat war die Ambiente Beleuchtung, dafür gibt es einige Features im M3 die besonders sind und die E-Klasse nicht hatte.

Ja. Zu der Verarbeitung - ich würde die im direkten Vergleich gar nicht in gut oder schlecht unterteilen wollen (Innenraum), Tesla ist anders, BMW packt halt einen 5cm Teppich rein, wirkt etwas massiver und der von Tesla hat eben nur 3 cm und dafür etwas filigraner… aber es wirkt insgesamt nicht billig oder so, nicht dass das jemand falsch versteht, das wollte ich damit nicht ausdrücken (habe den weißen „Premium-Innenraum“)…

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Und die kann man auch nachrüsten. Weiß aber nicht, wie ordentlich die Lichterketten aus dem Zubehörmarkt funktionieren/wirken.

Bin vom g12 umgestiegen.
Keine Probleme - bis auf die fehlende Sitzbelüftung, wenn ich ehrlich bin.
Gut getan hat’s definitiv. Der 3er macht Spaß.
Der 7er ist und war praktisch, aber in der Stand als Long überdimensioniert. Man fährt oft einfach nur Luft.
Massage war am Anfang ok, zuletzt habe ich sie kaum benutzt.
Vermissen tue ich den Dicken gar nicht, wenn ich ehrlich bin.

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Ich leider auch nicht darum lass ich erstmal die Finger davon :grinning_face_with_smiling_eyes:

Ja… nee… :smiley:
Wenn dann mit Bedienung über Touch und von vornherein dabei, auf so Bastelkram stehe ich überhaupt nicht, da mache ich lieber einen Haken mehr bei der Bestellung und fertig. :wink:

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Haken musstest du bei der Bestellung vom Tesla ja kaum noch machen :wink:

BTT: wir sind nur von einem 2009er Golf Variant umgestiegen. Vorletztes Jahr sogar mit Dachbox gefahren, damit der große Kinderwagen mit konnte. Mit jetzt etwas größeren Kindern problemlos im M3. Geht super! An besten ist das kreischen der Kinder wenn es Mal auf der Landstraße einen Lastwagen zu überholen gibt!

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Ist ja nicht alles Bastelkram. Gibt auch richtig gute Zubehör-Lösungen. Zum Beispiel der elektrische Frunk. Aber bei den Lichterketten kannst du Recht haben.

Ich finde es eigentlich schön, dass man sich bei Tesla nicht durch mehrere Seiten konfigurieren muss, aber ein paar Optionen sollten Sie irgendwann Mal aufnehmen…

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Zählt auch ein Mercedes GLC 250d? Von dem komme ich. Hatte erst nur eine Stunde Probefahrt in einem Tesla Model 3 gebucht, weil ich moderat neugierig war was das eigentlich ist und eine Tesla-Niederlassung ganz in der Nähe war. Ich war schockiert, wie anders und wie viel besser sich dieses Auto fuhr im Vergleich zu den Audis, BMW und Mercedes die ich vorher hatte (alle vier Jahre ein neues Modell durch Dienstwagenleasing).

Habe dann ein Model 3 für ein Wochenende geliehen (kannte da den Spruch „Probefahrten sind teuer“ noch nicht) und danach bestellt. Ich bekam in das Model 3 sogar mehr Koffer hinein. Einige Zeit hatte ich beide Fahrzeuge und empfand es als Strafe, wenn ich noch mal den Mercedes fahren musste. Das war vor zwei Jahren.

Natürlich ist ein Model 3 etwas ganz anderes als ein Mercedes SUV von der Bauform her, aber Fahrverhalten, Bedienung etc. empfinde ich im Tesla wesentlich angenehmer.

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Das ist sehr individuell, mach vorher unbedingt eine Probefahrt aus oder such dir jemanden hier im Forum. Ich hatte die selben Bedenken, fehlt mir der Tacho, Haptik, Optik?

Nein, ich war völlig abgelenkt von der Stille und dem Ansprechverhalten. Ich finde nicht schlimm das es „leer“ aussieht, eher schön aufgeräumt. Ein Tacho oder HUD wäre schön gewesen, sonst gewöhnt man sich aber sehr schnell an den Bildschirm.

Ansonsten würde ich mir den BMW i4 mal ansehen, da ist der Umstieg nicht ganz so wild. Ich finde aber das Model 3 ist unschlagbar in Sachen Preis/Leistung.

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Ich habe es aktuell genau andersrum. Habe vor wenigen Wochen mein Model 3 LR nach Finnland verkauft und das neue Model 3 Performance kommt nächste Woche Donnerstag.

In der Übergangszeit habe ich für ca einen Monat einen Audi A5 Sportback mit Dieselmotor

Positiv aufgefallen ist mir beim Audi die Verarbeitung, schwere Türen, Ambiente Beleuchtung und das Schiebedach.

Schrecklich fand ich jedoch den Verbrauch. Fahre extrem viel Kurzstrecke und da schluckt der mal schön 9-11 Liter. Auf der Autobahn dann jedoch nur noch etwa 7. Hier geht ein klarer Pluspunkt an meinen Tesla.

Auch wenn ich bei Freunden oft belächelt werde. Der Audi hat 280 PS und bewegt sich keinen Meter wenn ich aufs Gas drück. Fühlt sie wie mein VW Polo aus dem Jahr 2015 an. Bin halt einfach die über 400 PS vom Elektromotor gewohnt.

Ich war die ersten Tage auch etwas überwältigt von den ganzen Knöpfen im Audi. Beim Tesla hab ich mein Tablet und da finde ich zielsicher was ich suche.

Fazit: Es ist interessant mal für einen Monat die „alte Luft“ zu schnuppern aber ich freu mich wie ein Kind auf Weihnachten, wenn mein neuer Tesla wieder vor der Türe steht. Das ganze Bling Bling am Audi ist mir nicht wichtig, ich steh mit meinen 29 Jahren einfach auf die Fahrleistung und den technischen Fortschritt beim Tesla.

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Oberklasse war das ja nun nicht wirklich gewesen.
Aber mit so einem Model 3 geht es dann wohl eindeutig Berg ab.
Ich habe nach 2,5 Jahren und über 100.000 km mein Model X verkauft und bin froh das ich wieder tanken kann und nicht mehr laden muss.
Überlege es Dir gut und fahre auf jeden Fall ein Model 3 zur Probe.

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Für mich ist alles, was ich am Auto machen muss und das über das Nachfüllen von dem Waschmittel für die Scheiben hinausgeht „Bastelkram“. :smiley:

Bei meinem letzten BMW hat die letzten 3 Monate diese kleine Aladin-Lampe geleuchtet (in Orange, nicht in rot) als das AdBlue mal leer war, hab ich aufgefüllt (hat mich schon genervt), ging aber trotzdem nicht wieder aus. Bin dann einfach weitergefahren (Orange ist ja noch ok hab ich mal gelesen) und hab bei der Rückgabe gesagt die Lampe ist kaputt, war dann tatsächlich ein Kulanzfall mit irgendeinem Sensor, whatever… :smiley:

Kommt ganz auf das Fahrprofil an. Ich bin froh nicht mehr Abends zur Tanke fahren zu müssen :sweat_smile:

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A6 3.0 TDI Avant. Auch voll.
25-30‘km im Jahr.

Ich vermisse Matrix LED und gelegentlich das HUD. Vor allem bei Navigation in fremden Gefilden.

Wir haben noch einen vollen 530i G31.

Könnte ich mir ein neues Auto aussuchen, dann wieder das Model 3. ich möchte kein anderes. Ja, es ist auf der Autobahn lauter, aber es macht mir soviel Spaß und Freude.

Den G31 vermeide ich wo es nur geht.

Aktuell bin ich zwei Wochen im Ferienhaus. Zu viert. Ohne Dachbox. Fahrrad hinten drauf.

Super angenehme Reise.

Gruß S.

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@kpnet
Hi Chris
Ich komme vom 530D X Touring (volle Hütte :wink:) als letzten Dienstwagen vor dem Model3 LR
Der Grund: Ich wollte unbedingt elektrisch fahren!

Und alles was elektrisch fahren ausmacht, kann Tesla wie kein anderer Hersteller.

Hab ne PV auf dem Dach und das ist dann für mich einfach am nachhaltigsten.

Ich hab lange genug für amerikanische Firmen gearbeitet und in den USA entsprechende Mietwagen gefahren.
Von daher hab ich vom Tesla nicht zu viel erwartet (meiner kommt aus Fremont).

Meine Erkenntnis nach 5 Monaten:
Die Qualität ist OK und besser als erwartet (halt Ami 80% reicht).
Der Platz ist überraschend großzügig, nur die große Heckklappe fehlt manchmal.
Das Raumgefühl finde ich klasse.

Das Konzept mit den zentralen Display fand ich schwierig, aber die Bedienung ist wirklich intuitiv und in der Regel auch gut.

Fahrwerk ist nicht top, aber auch bei weiten nicht so schlimm, wie manche schreiben.
Man kann auch problemlos mal 235 km/h fahren (Topspeed LR) und die Beschleunigung ist eh der Hammer!
Lange Strecken sind entspannt möglich.

Natürlich ist bei Tesla vieles anders, als man das gewohnt war. Das ist erstmal eine Umstellung.

Ich kann mir nicht vorstellen, wieder einen Verbrenner zu fahren und genieße es elektrisch zu fahren.

Viele Grüße und hoffentlich bald willkommen im BEV Club

Knut

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