[Umfrage] Lasst ihr die AHK dran, mit entfernter Klappe?

Lasst ihr die AHK dran, mit entfernter Klappe?

  • Ja
  • Nein
  • Nur wenn es trocken ist
  • Hab meine Klappe angepasst

0 Teilnehmer

Moin, nur mal zur Uebersicht eine kleine Umfrage, ich wuerde meine AHK einfach dran lassen, da dort, selbst wenn Wasser reinlaeuft nichts passiert, da das Heck aus Aluminium besteht. Einzig Waschanlage und Unterbodenwaesche wird schwierig.

Solltest du keinesfalls tun!
Hast du eine abnehmbare AHK und machst sie nach Gebrauch nicht wieder ab, bekommst du bei einem Auffahrunfall eine erhöhte Teilschuld. Das kann sogar dazu führen das du dem Unfallverursacher seinen Schaden teilfinanzierst!

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… bei nem Auffahrunfall hast Du mit montierter AHK nicht nur eine defekte hintere Stoßstange, sondern die AHK bündelt die gesamte Kraft auf einen winzigen Punkt, was schnell zum Totalschaden führt.

Ich kenne einen Auffahrunfall mit Schritttempo, bei dem der Auffahrende nur eine beschädigte Front mit einfach austauschbaren Teilen hatte. Durch die AHK am Vorderen Fahrzeug war dieses jedoch so verzogen, dass die Heckklappe nicht mehr geschlossen hielt.

Es ist zwar nicht verboten mit AHK zu fahren aber es sieht nicht schön aus. Deshalb entferne ich sie immer. Verboten ist es nur wenn dadurch das Nummernschild oder ähnliches verdeckt wird.
Wenn ich allerdings dreimal in der Woche die Kupplung an- und abbauen müsste würde ich sie dranlassen.

Ich bin zwar kein Rechtsanwalt, habe aber beruflich und privat rechtlich viel Erfahrung, aber das bezweifle ich doch stark an! Dann müsste ja auch jeder Unfallbeteiligte mit einer starren AHK auch zur Kasse gebeten werden, da er sich ja auch eine Abnehmbare hätte kaufen können, sodass der Schaden dann geringer ausgefallen wäre! Klar könnte man immer über den Umweg die grundsätzliche Mithaftung im Straßenverkehr argumentierten! Sprich, wenn ich nicht am Verkehr teilgenommen hätte, wäre der andere mir nicht aufgefahren, jedoch habe ich das bei zig selbst erlebten Rechtsstreitigkeiten noch nie erlebt.

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Richtig ist das du bei JEDEM Unfall -aus genanntem Grund- in Mithaftung (bis zu 10%) genommen werden kannst. Hängt von der Qualität der Gegenseite ab.

Die abnehmbare AHK ist jedoch -im Gegensatz zu einer Starren- ein vermeidbarer Schadenvergrößerer und wird dir definitiv eine Teilschuld einbringen. Und bei dem gleich guten Anwalt wie oben deutlich über den 10% liegen.

War im Übrigen die 1.Frage der gegnerischen Versicherung nachdem mir einer auf meine starre AHK gehämmert ist und wurde sogar durch einen Gutachter untersucht. Hintergrund war lediglich weil mein damaliger Wagen auch mit abnehmbarer verkauft wurde aber von mir eine starre bekam.

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Du hast ja im Verkehr die Pflicht zur Schadenminimierung. Und mit AHK vergrössert sich der Schaden automatisch. Nicht nur bei dem der hinten drauf fährt, auch bei dir, da dein Rahmen auch viel schneller kaputt geht. Nur weil man zu faul ist das abzunehmen heisst das nicht dass die Versicherung sowas einfach so locker zahlt. Und da in D ja selbst beim kleinsten Kratzer gleich nach dem Anwalt gerufen wird sollte man sich selber was Gutes tun und das Ding abnehmen wenn man es nicht braucht.

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Dann fragen wir doch mal einen Rechtsanwalt:

Eine gesetztliche Vorschrift, wonach eine abnehmbare Anhängerkupplung bei Nichtbenutzung demontiert werden muss, existiert nicht.
[…]
Bei einem Unfall könnte die Anhängerkupplung jedoch dazu führen, dass der Schaden am gegnerischen Fahrzeug höher ausfällt, weil die Anhängerkupplung nicht abgenommen wurde. Dies könnte zu einer Erhöhung der Betriebsgefahr führen mit der Folge, dass bei einem Auffahrunfall den vorderen Fahrteugführen ein Mitverschulden auferlegt wird.

Nach derzeitigem Kenntnisstand ist eine solche Konstellation aber gerichtlich noch nicht entschieden worden.

oder die ARAG Rechtsschutzversicherung:

Tipp: Um beim unvorsichtigen Rückwärtsfahren nicht selbst einen gravierenden Eigen- und Fremdschaden zu verursachen, sollte eine abnehmbare Anhängerkupplung außerhalb des Gespannbetriebes – trotz fehlender gesetzlicher Verpflichtung – entfernt werden.

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Klingt für mich nach extrem viel Juristen Bullshit. Auch wenn ich 5 Anhängerkupplungen aus reinem Gold hinten dran schraube, bin ich nicht Schuld wenn mir einer drauf fährt. Und ich bin auch nicht zum Teil Schuld.

Wenn man das weiter spinnt, hätte ja jeder mit einem teuren Auto automatisch Teilschuld. Man hätte sich ja auch einen gebrauchten Fiat 500 kaufen können um so die Schadenssumme zu minimieren

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Sollte, könnte, hätte! Wichtig erscheint mir hier „ Nach derzeitigem Kenntnisstand ist eine solche Konstellation aber gerichtlich noch nicht entschieden worden.
Somit gehört dieses Thema, wie so viele andere auch, in den Bereich der unbegrenzten Möglichkeiten, die aber augenscheinlich noch nie zu Ungünsten des Geschädigten ausgegangen sind :man_shrugging:

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@Teslarator: Schuld bist Du nicht, wenn Dir einer hinten drauf fährt. Aber Du trägst einen Teil Deines Schadens selber. Ich hatte mal einen Unfall mit Totalschaden, nachdem ich über ein grüne Ampel mit 38 km/h gefahren bin und aus der Seitenstraße einer bei Rot anfuhr und ich ihn frontal erwischte. Das Urteil: Ich habe keine Schuld am Unfall und hätte ihn mit noch mehr Sorgfalt auch nicht verhindern können. Deshlab bekam ich 90 % meines Schadens (damals 33.000 DM) ersetzt. 10% musste ich selber stemmen. Sobald Du am Straßenverkehr teilnimmst, gehst Du ein Risiko ein und das kann Dir eine Mithaftung von bis zu 10% an den Schadenskosten einbringen. Schuld bist Du deshalb nicht. Aber Du bis in der Mithaftung.

Das ist aber schon extrem seltsam. Schlechter Anwalt?
Ich bin vor Jahren über eine Ampelkreuzung gefahren (nicht mit 38 sondern mit den erlaubten 50 km/h) und ein Opel meinte, er dürfte vor mir fahren wenn er (von ihm aus gesehen) links abbiegt.
Da gab es keine zwei Meinungen und ich bekam alles ersetzt.

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in verschiedenen Foren und YT-Kommentaren wurde diese Aussage als „urban legend“ eingestuft.
Ich jedenfalls fahre den Sommer über mit montierter AHK

Ist mir gelinde gesagt… Scheißegal!
Ich hab es erlebt und das ist für mich das was zählt!
Macht eure eigene Erfahrung!

ich fahre seit 20 Jahren Autos mit abnehmbaren AHKs, habe die IMMER dran, hatte schon 4x einen Auffahrunfall, bei dem mir einer mal mehr oder weniger schnell reingesemmelt ist, und ich hatte noch NIE eine Teilschuld. Wurde immer vom Unfallverursacher bzw. seiner Versicherung anstandslos reguliert.

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…so nebenbei…AHK sieht schei*e aus und kommt nur dran, wenn es sein muss :wink:

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Den hohen Schaden am eigenen Fahrzeug hat man bei einem Heckunfall so oder so, egal ob der Haken montiert ist. Statt flexiblen Pralldämpfer gibt’s in der Stoßstange harten Stahl, der direkt mit mit der Karosserie verbunden ist.
Unterschied macht es wenn, dann nur am gegnerischen Wagen.

@Super-constellation: Nein, das ist gar nicht seltsam. Das entspricht der deutschen Rechtsauffassung: Wer am öffentlichen Verkehr teilnimmt muss immer damit rechnen, dass er einen Unfall hat. Das nennt man Gefährdungshaftung. Solche Urteile sind normal und werden oft gefällt. Das sind auch keine zwei Meinungen. Gottlob sehen das Versicherungen meistens anders. Aber Gerichte entscheiden so wie oben.
Siehe: Gefährdungshaftung – Wikipedia