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Überspannungsschutz

möchtest Du vor oder zurückreisen? :sunglasses:

Danke noch einmal von uns allen für den leckeren Kuchen. Haben wir heute immer noch genießen können :slight_smile: :slight_smile:
da müssen wir uns einfach revanchieren.

Die Sicherung schützt nur gegen Ueberstrom.

Für Ueberspannungsschutz braucht es einen Grobschutz einen Mittelschutz & einen Feinschutz. Ein Feinschutz allein wie z.B. geschützte Steckdosenverteiler können gegen kA Ströme nicht schützen.
In der Industie & im höheren Segment des Gewerbes sind Ueberspannungschutzmassnahmen gebräuchlich. Im Privat bereich sind diese unüblich, da die Schäden weniger Geld kosten als flächendeckende Ueberspspannungsmassnahmem.

Ich kläre das mal mit der Versicherung. Schließlich umfasst die enthaltene Teilkaskoversicherung auch Blitzschlag. Allerdings vermute ich, dass hier nur der direkte Treffer versichert ist - dann mit allen Folgen. Eine Überspannung könnte ausgeschlossen sein. Später mehr hier im Forum.

Blitzschlag wird als der direkte Einschlag ins Fahrzeug definiert. Also gute Blitzschutzsicherung einbauen oder Stecker ab bei Gewitter. Die Versicherung (jedenfalls meine) zahlt nicht. Bin noch am Verhandeln. Die bezahlen nun doch, weil sie kaum ein Risiko für sich sehen, denn der Tesla ist ja dreifach abgesichert gegen Überspannungsschäden.

Ich habe zum Thema „Blitzschaden“ auch bei meiner Versicherung nachgefragt. Hier die Antwort zu den drei denkbaren Szenarien:

  1. Blitz schlägt ins Hausnetz ein. Nimmt der Tesla in dem Fall wg. Überspannung Schaden, ist dieser nicht versichert
  2. Blitz schlägt in öffentliche Ladesäule ein. Dieses würde als „direkter Einschlag“ gewertet, d.h. ist über KFZ-Versicherung abgedeckt
  3. Blitz schlägt direkt in Tesla ein. Auch dieses ist ein „direkter Einschlag“ und somit versichert

Da Fall 1 für mich am realistischsten ist, frage ich mich, wie ich mich wirkungsvoll davor schützen kann, ohne riesige Summen auszugeben. Hat einer der E-Technik-Experten einen Vorschlag?

Grüße
Thorsten

das ist in der tat eine rel. häufige schadensursache, i.d.r. wird das überspannungsrisiko durch eine spez. elektronikversicherung abgedeckt. im homebereich sind die vebraucher normalerweise deutlich unter 100k€ bepreist, weshalb angezweifelt werden kann dass die deckungssumme für den roadster ausreichen würde :wink:

erfahrungsgemäss wird sich die versicherungprämie bei installation eines „geeigneten“ überspannungsschutzes ermäsigen - oder aber er ist bei manchen policen obligatorisch.

zur technik: um den schutzbereich auszuweiten ist eine überspannungskombi also Typ I und Typ II alias Kombiableiter sowie eine fachgerechte installation nach VDE mit entsprechender wiederkehrender überprüfung notwendig. die üss-kombi sollte möglichst nahe am netzverknüpfungspunkt / gebäudeeinführung installiert werden. weitere el. versorgungsleitungen wie telefon, kabel, etc. sollten ebenfalls in das schutzkonzept mit einbezogen werden.

hersteller gibt es für solche produkte viele, DEHN, Phoenix, OBO, etc.

elg
michael

Hallo Michael,

vielen Dank für die Infos zum Überspannungsschutz.

Stellt sich für mich die Frage, was kostet so eine Installation grog geschätzt?

Grüße
Thorsten

je nach aufwand und ausführung so ab 600€ aufwärts

elg
michael

Würde es nicht reichen, nur die Zuleitung für den Tesla entsprechend abzusichern?

Der Rest des Hausrats ist ja über die Überspannungsversicherung bereits abgedeckt.

Grüße
Thorsten

geht schon - falls du immer die selbe dose verwendest und die installation überhaupt technisch/wirtschaftlich sinn macht

i.d.r ist es aber sinnvoller alles nach dem HAK noch vor - aber spätestens nach der messung zu schützen.
je früher die pot. überspannung abgeleitet wird, desto besser …

die kosten sind m.e. im verhältniss zum risiko pillepalle - vorallem wenn dir dein roadster abraucht und du keinen mehr bekommen kannst :mrgreen:

elgmi

was sagt tesla eigentlich nochmal dazu weil es doch in den letzten 2 jahren bestimmt zu prezedenzfällen gekommen sein könnte?

wenn haus/hof und garage ausreichende blizableiter instaliert haben ist dieser schutz dan noch nötig?
wenn ja kann man nicht einfach das laden wärend des gewitters unterlassen?
wenn ich zb. eine betong garage habe die frei steht zähler und schüko im innern hat und alles blitzableiter hat bzw nicht nötig ist weil rundherum 20-50m höhere gebäude mit ableiter stehn kan doch zu 99,99% nix pasieren und wie gesagt im zeifel stecker raus und ferig. Hbae jah übung drin tage lang nicht laden zu können, nach dem gewitter einfach wieder zum Sebastian fahren ^,^

gruß Manu

Ich habe heute nochmal eine neue Info von meiner Versicherung erhalten. Demnach wäre entgegen der ersten Aussage auch Fall 1 (Blitz schlägt ins Hausnetz ein) abgedeckt, da der Tesla fest mit dem Hausanschluss verbunden ist und somit auch dann von einem „direkten Einschlag“ auszugehen ist.

Unabhängig davon werde ich aber ein Angebot für einen wirksamen Überspannungsschutz (z.B. FLASHTRAB) einholen. Was bringt mir im Zweifel die Erstattung der Versicherung, wenn ich dafür keinen Tesla Roadster kaufen kann.

@ManuaX: Meiner Meinung nach ist ein Blitzableiter im eigenen Haus keine Garantie. Schlägt der Blitz im Nachbarhaus ein, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit auch in Deinem Haus von Schäden auszugehen. Und einfach Ladekabel abziehen klappt nur, wenn man zu Hause ist. Bpsw. im Urlaub lasse ich den Roadster aber eingesteckt.

Grüße
Thorsten

definition: blitzschutzanlagen sollen schäden durch blitzeinschlag oder einkopplung abwenden.

dabei wird zwischen äußerem und innerem blitzschutz unterschieden.

der äußere blitzschutz dient dazu, blitze einzufangen und ins erdreich abzuleiten. gebäude und zu schützende anlagen werden so vor den auswirkungen eines direkten blitzeinschlages bewahrt. der äußere blitzschutz besteht aus fangeinrichtungen, ableitungen und der dazugehörigen erdungsanlage.

der innere blitzschutz stellt einen potenzialausgleich zwischen metallenen installationen und leitungen innerhalb der anlage her. spannungsführende leitungen wie netzanschluss oder telefonleitungen werden indirekt mittels überspannungsschutzgerät an die erdungsanlage angeschlossen. der überspannungsschutz dient dazu, schäden an elektrischen und elektronischen geräten durch zu hohe spannungen zu verhindern. überspannungsschutzgeräte erzeugen im belastungsfall einen potenzialausgleich zwischen den angeschlossenen leitern. dadurch wird verhindert, dass spannungsspitzen angeschlossene geräte zerstören.

wenn es mehr sein soll dehn.de/

elgmg

Meiner Meinung nach geht die Hauptgefahr von elektrische Wanderwellen aus, die sich über die Stromzuleitungen ausbreiten können. Diese können von Blitzen stammen, die auch in weiterer Entfernung eingeschlagen sind. Hier bietet der Trafo in der Einspeisestation einen gewissen Schutz. Dann gibt es noch die Brandschäden bei direktem Einschlag und Schäden durch elektromagnetische Strahlung bei einem Blitzeinschlag in der Nähe, hier wären vermutlich Messwandler und kleine Drosselspulen im PEM gefährdet, der Motorstator sollte die Spannung abkönnen.

Ich glaube, in der Betriebsanleitung steht nicht drin, dass man bei Gewitter den Wagen ausstöpseln soll => bei Schaden innerhalb der ersten 2 Jahre => Gewährleistung

mit wanderwellen meinst du vermutlich die induzierte einkopplung, diese erfolgt aber nicht zwingend nur auf der mittelspannugsseite sondern je nach netztopologie eben gerade auf der niederspannungsseite also nach dem trafo des vnb …

elgmg

offizielles von PM und oder TM allgemein dazu?

mfg ManuaX

Ich habe mir jetzt einen Phoenix Contact Überspannungsschutz Typ 1/2 bestellt. Muss nur noch einen Termin mit meinem Elektriker zwecks Einbau machen.

Ich würde den Überspannungsschutz gerne direkt hinter den Zähler (oder geht auch vor dem Zähler?) einbauen lassen, so dass er nicht nur den Roadster, sondern alle elektrischen Geräte im Haus schützt. Macht das aus Eurer Sicht Sinn?

Grüße
Thorsten

So, der Überspannungsschutz Typ 1/2 von Phoenix Contact ist seit heute installiert. Dann kann das nächste Gewitter kommen…

Phoenix_Contact.jpg
Grüße
Thorsten

Passend zu diesem Thema habe ich heute das gefunden:
br.de/nachrichten/elektroaut … g-100.html

„Der Elektrowagen der Marke Tesla von Karsten Ziems aus der Nähe von Hamburg ist seit über einem dreiviertel Jahr kaputt. Seine Kaskoversicherung weigert sich den Schaden zu begleichen. Im Mai 2014 schlug der Blitz direkt im Haus ein, während das Auto in der Garage geladen wurde.“

Kannst Du den aktuellen Stand aus Deiner Sicht nochmal für uns Versicherungslaien zusammenfassen?