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Überschussladen bei einphasiger PV mit dreiphasiger Wallbox

Hallo zusammen,

ein Freund/Kollege/Chef warf gerade eine interessante Frage auf, auf die ich so direkt keine Antwort wusste: Er hat eine PV, die nur auf einer Phase Strom einspeist, maximal knapp 4KW.

Nun hätte er gerne eine 11KW-Wallbox in der Garage um einerseits langsames Überschussladen zu ermöglichen, andererseits aber auch mal schneller zu laden, wenn nötig.

Nun fragten wir uns, was in diesem Fall eigentlich passiert: Wenn er 4KW auf Phase 1 einspeist, aber 4KW über drei Phasen ins Auto lädt, was macht in diesem Fall ein Stromzähler?

Müsste er die Wallbox nur auf einer Phase anschließen, damit Überschussladen funktioniert? Oder alternativ eine Wallbox installieren, bei der Phasen per Konfiguration abgeschaltet werden können?

Vielen Dank für eure Hilfe!

Das Zauberwort heisst hier „Saldierender Stromzähler“:

Bei saldierenden Zählern werden Verbräuche und Erträge aller drei Phasen noch vor der Anzeige auf dem Stromzähler miteinander verrechnet. Man sieht also nicht, wie viel auf den jeweiligen Phasen verbraucht oder erzeugt wurde, man sieht nur das Ergebnis der Verrechnung.

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Und nicht zuviel davon versprechen, was so eine Anlage einspeisen kann.
Im Winter fast gar nicht, und im Sommer auch nur für wenige Stunden.
Wer mag kann gerne meine fast 20 Jahre Messwerte anschauen…
Ist eine 2,9 kWp Anlage, also Werte entsprechend multiplizieren.
www.bleckwehl.de

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Noch ein Ergänzungstipp:
Eine Wallbox, die die automatische Umschaltung (1 auf 3 Phasen) beherrscht (openWB, Zappy z.B.) kostet weit über 1000 Euro. Ich habe mir stattdessen einen manuellen Schalter in den Sicherungskasten einbauen lassen, mit dem ich 2 Phasen wegschalten kann. Aber Vorsicht: Nie schalten, während das Auto angesteckt ist oder gar geladen wird.
Wenn ich mal mit 11KW laden will, schalte ich halt die 2 Phasen zu. Im Winter bleibt es meistens gleich auf 3 Phasen, da da sowieso kaum etwas vom Dach kommt und das Wenige dann in den Hausspeicher geht.

Kann es sein, daß Du einem Mißverständnis aufgesessen bist? Ja, es gibt eine Begrenzung auf 70%, aber nur für die Einspeisung, nicht für die Erzeugung. Deshalb kann Deine Anlage mit 6 kWp, Wenn die Einstrahlung es ermöglicht, eben bis zu 6 kW zur Verfügung stellen, wenn vor dem Zähler eine entsprechende Leistungsanforderung besteht.
Ich habe eine ähnliche Konstellation: die Anlage hat 5,49 kWp Leistung und erzeugt ohne Leistungsanforderung 3.850 W (=70%). Sobald Leistung angefordert wird, erhöht sich die Leistung der PV-Anlage entsprechend, bis die Maximalleistung der Anlage von 5.490 W erreicht ist. Der Wechselrichter zeigt das sehr schön an. Das sollte auch bei Deiner Anlage funktionieren, wenn Du einen Speicher lädst.

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Du hast Recht, das klingt viel logischer, was Du sagst. Ich muss das mal kontrollieren, wenn es wieder mal Sonne gibt. :wink:
Danke!

Ich habe meinen ersten Beitrag geändert, um nicht zu verwirren.

Vielen Dank für eure Hilfe, wir konnten verifizieren, dass der Zähler ein saldierender Zähler ist :+1: Dann kann er sich also vom Elektriker eine ganz normale Drehstrom-Wallbox installieren lassen.

Ich lade immer 3-phasig:
Im Sommer da lade ich mit (3x)5A - das sind dann ca. 3,5kW.
Und im Winter dann genauso - weils egal ist - mit mehr.

5A bedeuten aber wohl rund 10% Verlust. Das ist schon viel.
Da lade ich lieber im Winter mit einer Phase und dann mit 6-20 Ampere.
Bei mir ist es auch so, dass es besser für den Hausspeicher ist: Morgens ist er leer und wenn die erste Sonne kommt dann wird er geladen. Dann reicht es irgendwann am späten Vormittag für das Auto und bei drei Phasen mit 6A würde ich mit reiner PV nicht auskommen. Damit wird der zusätzliche Strom aber leider statt aus dem Netz aus dem Akku gezogen und der Akku hat dann zu viele Zyklen und ist zu schnell kaputt. Wenn ich gleich morgens mit ca .1600Watt laden kann, dann ist im Speicher noch kaum etwas angekommen. Wenn dann das Auto genug geladen wurde, bekommt dann der Rest der Hausakku.
Alles ganz schön kompliziert. :slight_smile:

Warum wird das BMS nicht anders eingestellt? Hast dann zwar weniger nutzbare Kapazität, dafür höhere Zyklen und mehr Lebensdauer

Wüsste nicht wie das gehen soll. Wo kann nan das einstellen?
Auf unter 10% entlädt er schon standardmäßig nicht.

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Da ich keine Wallbox hatte (frühere Wohnstatt) und habe, bedeutet einphasiges Laden für mich das Laden über eine Schukosteckdose (dreiphasig lade ich zu Hause über eine CEEE 16-Steckdose). Die Schukosteckdose ist zwar mit 16 A abgesichert, aber einen so hohen Strom verkraftet sie nicht. Bei 8 Ampére wird sie merklich warm, und schon bei 9 Ampére habe ich beim Anfassen Angst bekommen, sie könnte sich verflüssigen (und den Ladestrom reduziert).

Was für ein System/Hersteller/akku hast Du denn? Man kann das BMS anpassen oder auch den Ladenregler, sodass der akku von z.b. 10-90% Lithium oder z.b. 40-100% Bleiakku genutzt wird. Abhängig von der akku Chemie sollte man das feintunen.

LG Chem Resu6.5
Der Speicher hängt direkt am SolarEdge Wechselrichter und wird von diesem gesteuert.
Leider kann man weder WE noch Speicher anpassen. Das kann nur der Solateur. Leider.

Was ist der/die/das WE, das Du anpassen möchtest? Wärmeeinheit? Wochenende? Ich konnte leider nichts passendes finden.

Also kann man es doch anpassen, nur nicht als Nicht-Fachmann.

WE ist die übliche Abkürzung für Wechselrichter im PV Umfeld.

Ja, der Solateur kann wohl die maximale Leistung anpassen. Das hilft aber nicht wirklich.
Trotzdem Danke.

Die übliche Bezeichnung ist WR, nicht WE (Wochenende)

Upps! :flushed:Mein Fehler. Hast natürlich absolut Recht!

Danke; das hatte ich auch so in Erinnerung. Aber man rutscht ja leicht mal eine Taste weiter.
Alles gut! :slight_smile:

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