Nö, wenn gefragt wird, wie weit man aktuell investiert ist, stimmt es ja.
Für mich macht es keinen Unterschied, ob ich mit investiertem Kapital „zocke“ oder mit meinen Gewinnen. Beides ist in dem Moment mein Depotwert. Ich könnte es mir auszahlen lassen, wenn der Kurs fällt ist es weg. Ob das Geld vom Verrechnungskonto kam oder nicht ist dann auch schon egal. Ich weiß aber, dass viele so denken.
Ist dann aber halt Quatsch.
Sunk cost fallacy gilt auch umgekehrt und es gibt wenige Dinge, wegen denen Leute noch schlechtere Investitionsentscheidungen treffen. Verlorenem Geld nachzutrauern ist genauso falsch wie gewonnenes als wertlos anzusehen.
Den Fehler machen aber schon viele bei Tesla. Die Performance der letzten 3 Jahre wird ignoriert, weil die davor ja so toll war.
Nur war davor Tesla halt ein Startup an das anfangs niemand glaubte, jetzt sind sie ein großer Hersteller, der an seiner tatsächlichen Performance gemessen werden muss und der vor allem ganz andere Wachstumsaussichten hat.
Das Problem war eher, dass die keine Sonderrabatte gekriegt haben. Gut am Ende läuft das auch drauf hinaus, dass die Gebrauchtwagenpreise (für die Mietwagenfirmen) zu niedrig waren. Tesla hätte denen halt 20-30% Rabatt geben müssen. Ich verstehe bis heute nicht ganz, wer bei Herz oder Sixt das ausgerechnet hat. Sich dann im Nachhinein Medienwirksam über diese Umstände aufzuregen, finde ich bewundernswert. Irgend ein hohes Tier bei Hertz (CEO sogar?) ist deswegen ja auch rausgeflogen.
Die Probleme sind einfach die Reparaturkosten(Arbeit, Teile und Verdienstausfall weil das Fahrzeug einfach steht weil man auf Teile wartet), die Reparaturdauer und eben auch die Wertverluste.
Da geht’s doch Null um Sonderrabatte, die sie nicht bekommen haben, sondern dass einfach die Marktpreise komplett eingebrochen sind.
Der CEO musste auch den Hut nehmen aufgrund der gesamten Struktur und dem Marketing sowie den Regeln bzgl Nachladen der Fahrzeuge vor der Rückgabe, was halt einfach bei einem Mietwagen lästiger ist als kurz zur Tanke zu fahren.
Stephen Scherr, der CEO der gefeuert wurde, war es übrigens auch nicht, der den Kauf der BEVs beauftragt hat, das war sein Vorgänger.
Hertz als gesamtes ist eine reine Katastrophe und CEO-Rauswürfe sind da quasi an der Tagesordnung… Während COVID bankrott gegangen und wieder gekommen, ich glaub die sind jetzt in den letzten 6 Jahren bei 5 CEOs oder so, mussten knapp 170Mio Dollar zahlen weil sie über Jahre Kunden bei der Polizei zu Unrechts wegen Diebstahls angezeigt hatten etc…
Edit: die Aussagen von Scherr bzgl Kosten und Wertverlust waren auch nicht Tesla -spezifisch, sondern auf alle Hersteller bezogen.
Das ist ja am Ende das Geschäftsmodel dieser ganzen Firmen. Die Autos werden mit großen Rabatten gekauft, ne Zeit lang runtergenudelt und können wegen dieser Herstellerrabatte mit deutlich weniger oder garkeinem Verlust weiterverkauft werden. Die Mieteinnahmen sind der Gewinn bzw. deckt man damit seine Fixkosten.
Wenn ich aber nun mit dem Fahrzeugverkauf nach der Nutzung genauso Verlust mache wie jeder Privatkäufer, geht das Geschäftsmodell hinten und vorne nicht mehr auf.
Die Preissenkungen von Tesla haben dann wohl ihr übriges getan.
Ich denke nicht das BMW oder sonst wer mit den Autos die an Sixt verkauft werden Gewinn machen. Ich denke das ist in erster Linie „Marketing“ damit die Leute mal in einem BMW sitzen und sich dann (hoffentlich) einen kaufen. Die Rabatte werden wohl so ziemlich den ganzen Gewinn auffressen.
Mag auch alles eine Rolle spielen. Ich denke aber diese (fehlenden) Rabatte haben auch ziemlich reingehauen.
Die werden am Anfang - da war ja gerade der große Tesla-Hype - gedacht haben, Teslas sind so attraktiv, dass das die fehlenden Rabatte kompensiert.
Das ist jetzt nicht mehr so und da gelten halt für Vermietungen die gleichen Regeln wie für alle anderen Autos und dann kaufen die halt nicht ohne Rabatt.
Aus dem gleichen Grund gibt es ja Tesla nach wie vor in vielen Dienstwagenflotten nicht, auch wenn es da nicht nur an den Restwerten liegt, sondern auch daran, dass die Einkäufer Rabattziel-Vorgaben haben. Die natürlich wiederum was mit Restwerten zu tun haben, aber idR auch einfach mit Historie.
Weil die meisten von uns nicht für 12 Monate kaufen sondern für 10+ Jahre, warum sollte ich schlecht drauf sein das ich nun seit geraumer Zeit TSLA im Angebot kaufen kann wenn ich weis das ich in 10 Jahren in Pension gehn kann mit dem Geld was ich jetzt investiere?
Problematisch ist es nur für Menschen die nicht mit Weitsicht investieren sondern versuchen von Heut auf Morgen Reich zu werden.
Was bringen mir 4% ein Jahr lang wenn ich auf mehrere Jahre mehrere 100% gemacht habe oder mache?
Das Tesla und Elon in vielen Bereichen weit voraus sind ist ja bekannt, vieles wird sich erst ergeben, vieles ist jetzt schon vorbereitet wird aber erst in einigen Jahren Früchte tragen.
Und viele Investoren werden in einigen Jahren vorm TSLA Chart sitzen und in den Jahren zurück scrollen und leise in sich reinreden „hätte ich 2024 gekauft hätte ich jetz ausgesorgt“, wir kennen das alle, später fragt man sich immer warum man dies oder jenes nicht gekauft hat.
TSLA ist das beste „Sparbuch“ das es gibt, wer für seine Pension vorsorgen will kommt an TSLA nicht vorbei, das Potential ist zu enorm auch wenn es viele jetz nicht sehen wollen!
Wenn es an fehlenden Rabatten liegen würde, dann wären die Autos so gar nicht erst bestellt worden.
Wie schon von mir oben geschrieben liegt es an mehreren Dingen und ist NICHT Tesla-spezifisch. Hertz hat nämlich in der gleichen Zeit auch beträchtliche Mengen an BEVs bei GM und Polestar geordert(gesamt ca 175k, von denen aber nur ca 1/3 auch wirklich übernommen wurden bevor man ausgestiegen ist).
Der Marktpreis für BEVs allgemein ist nicht wirklich gut und gerade bzgl Vermietung hat Hertz eben mit seinen Bedingungen bzgl Ladestand sich selbst brutal ins Knie geschossen.
Mich würde mal interessieren, welche Unternehmensbewertung ihr in 10 Jahren erwartet. Ausgehend von den derzeitigen 0,589 Bio. Muss ja wissen, ob ich mit meinen mitte 30 Jahren ausreichend investiert bin um tatsächlich davon in Rente gehen zu können.![]()
Vielleicht kann da jemand eine Umfrage erstellen. Klappt bei mir mit Safari irgendwie nicht.
Wenn FSD, Robotaxi, Optimus nur halbwegs so funktionieren wie man erwartet oder wie Elon das erwartet dann werden aus den 0,6B warscheinlich 3 - 10T.
Ob das wirklich passiert weis natürlich keiner aber die Weichen sind gestellt, spannend wird es!
Das ist zwar nicht Tesla Spezifisch aber so eine Studie ist wichtig. Ich hoffe das spricht sich rum und hat positiven Einfluss auf die Aktie:
Für die Rente bräuchte ich derzeit eher 20 Bio, das wird nicht so schnell was
Aber selbst wenn vieles schiefgeht, sehe ich den Unternehmenswert in 10 Jahren jedenfalls über den derzeitigen 0,5. Die sind so innovativ und so breit und gut aufgestellt, dass ich mir beim besten Willen langfristig keine sinkende Bewertung vorstellen kann. Außer sie würdens irgendwo übertreiben und in eine Insolvenz rutschen.
Insofern bin ich da recht schmerzbefreit was meine Investmenthöhe angeht. Nur die täglichen Schwankungen sind teilweise für meine Psyche herausfordernd ![]()
Du kannst auch stand heute mit 500 Aktien in Rente gehen wenn du Optionen auf diese Aktien verkaufst.
3 Villen und 2 Porsches kannst dir davon nicht hinstellen, aber gut normal leben.
Mit meiner „mickrigen“ 45k Position hab ich dadurch meistens etwas über 1.000€ „Nebenverdienst“ im Monat was natürlich reinvestiert wird. Das steigt relativ gleich mit der Aktie. Also wenn wir mal wieder bei 400 sind, hab ich quasi 2k im Monat. Ich hoffe vor dem großen Schub noch auf 60-70k zu kommen, dann schmeckt das richtig ![]()
Falls die Firma nochmal ein 10x hinlegt und ich davor irgendwie auf 400 Aktien komme, sind das ganz grob gerechnet 20.000€ im Monat.
Ich definiere „Rente“ dadurch, dass ich irgendwann alles auf eine risikoarmen ETF umschichte und dann von einem Entnahmeplan lebe. Dafür bräuchte man dann aber wahrscheinlich auch knapp eine Mio wenn man vernünftig leben will. Aber hey, vielleicht werden die von Elon genannten 30 Bio wirklich was.
So, genug geträumt für heute ![]()
1.000€ monatlich bei 45k Invest entspricht ca. 27% Rendite pro Jahr…
Wie groß ist denn das Risiko des Verkaufs von Optionen?
Ja nee, is klar. Mal eben das halbe Bruttoinlandsprodukt der USA, weil die Leute wollen ja nix anderes mehr machen im Leben als sich von ihrem selbstfahrenden Auto durch die Gegend fahren zu lassen und von ihrem Roboter bedienen lassen.
Wer braucht denn Essen oder Wohnung, wenn er Optimus haben kann.
Und ja, ich weiß, dass der Vergleich hinkt und warum, aber trotzdem, die Größenordnung ist halt zu große Phantasterei, Tesla wird keinen Faktor 2000 mehr hinlegen, die Zeiten sind vorbei. Also… in 100 Jahren vielleicht, aber nicht in 10
Wer ernsthaft wegen solcher Schätzungen investiert, braucht IMHO Hilfe, vor allem bei großen Summen.
Das Hauptrisiko besteht darin, dass du potentielle Kursgewinne der Aktien nicht bzw. nur sehr eingeschränkt wahrnehmen kannst. Du Verkaufst quasi dein Gewinnpotential. Je nach Strategie und Vorliebe verkauft man im 1 bis 4 Wochen Takt neue Optionen und kann sich so dem Aktienkurs angleichen. Solange keine wilden Ausbrüche nach oben stattfinden, ist das eine Gelddruckmaschine. Ich positioniere mich idR. alle 1-2 Wochen neu und „schwimme“ so mit dem Aktienkurs mit. Wenn Tesla in diesen 1-2 Wochen um 50$ steigt, habe ich ein „Problem“. Man kann zwar reagieren und seine Aktien behalten, aber grad wenn die Position schon ziemlich unter Wasser ist, ist das mit recht hohen Verlusten verbunden. Dafür macht man mehr bzw. schneller Gewinn, wenn die Aktie fällt. Da kanns auch sein, dass man mal 2k im Monat macht. Wenn man z.B. 200 Aktien hat, kann man das Spiel auch nur mit 100 Aktien treiben, damit man die anderen 100 immer safe hat egal was passiert.
Bei Tesla ist es durch die hohe Volatilität recht lohnenswert, weil dadurch die Optionen relativ teuer sind. Das hat natürlich auch seinen Grund und ist mit o.g. Risiko verbunden. Um das gröbste also Earnings und solche Events wie den 8.8. mache ich eben deswegen einen Bogen. Dieselbe Strategie bei einem wenig volatilen ETF oder Aktie würde wahrscheinlich „nur“ 5-10% p.A. bringen.
Das ganze heißt Covered call bzw. Cash Secured Put, da gibts haufenweise Sachen dazu im Netz.
Man würde z.B. gerade ~190$ bekommen, wenn man sein Gewinnpotential über 195$ Aktienpreis bis nächsten Freitag verkauft. Macht bei 200 Aktien also 37.000$ Invest ca. 1400$ im Monat. Wenn man vom Preis her höher geht also z.B. die Gewinne bis 205$ behalten will, sinken die Einnahmen auf ca. 700$. Wenn mans auf die Spitze treibt und genau am aktuellen Kurs verkauft, wären es 3700$ im Monat. Dann muss man halt damit rechnen, gefühlt bei jedem kleinsten Sprung im Kurs nach oben rauszufliegen und sich wieder neu einkaufen zu müssen, was u.U. unangenehm werden kann. Das verträgt sich halt eigentlich absolut nicht mit einem langfristigen Investmenthorizont.