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Trip Monitor Geschwindigkeiten

Noch 7 Tage und ich bin auch ein Besitzer eines Model S.

Zum Trip Monitor hätte ich fogende Frage:

Welche Geschwindigkeiten sind bei der Berechnung der Restreichweite/verbleibende Energie berücksichtig? Ortsgebiet 50? Freilandstraße 100? Autobahn 130?? Weiß das wer?

Zur Effizienz hätt ich da noch eine Frage.

Abgesehen vom Reifenverschleiß ist es eigentlich besser oder ist es egal wie man auf die erlaubte Geschwindigkeit beschleunigt. Wenn man das Ortsgebiet mit 50km/h verläßt und dann sehr zügig auf 100km/h beschleunigt, kommt da das selbe heraus was den Energieverbrauch auf 100km betrifft, als wenn man ziemlich gemächlich auf die 100km/h beschleunigt?

Hohe Leistungen abrufen bleibt nicht ohne Folgen. Die Reifen halten entsprechend weniger.
Und hohe Ströme im Akku führen dazu, dass mehr Wärme im Akku entsteht. Der altert dadurch geringfügig schneller und es kommt weniger Energie im Motor an, kostet also Reichweite.

Der Motor wird ineffizienter bei hoher Leistung bzw Drehmoment.

Die Fragen zum Tripmonitor wurden eigentlich hier schon angesprochen: Google Map HPCs

So weit die Theorie. In der Praxis ist es so, dass es für Deinen Verbrauch ziemlich egal ist, ob Du stark (und dafür kürzer) beschleunigst, oder sanft (und dafür länger). Entscheidend ist in jedem Fall, dass Du vorausschauend fährst, um nicht wieder abbremsen zu müssen. Also nur auf eine Geschwindigkeit beschleunigen, die Du danach auch halten kannst und willst. Beim Abbremsen hingegen ist es ganz und gar nicht egal, wie schnell Du zum stehen kommst:

Optimal: Im Leerlauf („N“) ausrollen lassen. Statt in den Leerlauf zu schalten, kannst Du auch das Spaßpedal so ausbalancieren, dass nur eine dünne orangene Linie zu sehen ist. Welche Variante man bevorzugt, liegt vielleicht ein bisschen an den Verkehrsverhältnissen und ist im Übrigen Geschmackssache.

Suboptimal: Abbremsen durch Rekuperieren. Zwar gewinnt man damit Strom zurück, aber jeder Durchgang Akku -> Straße oder Straße -> Akku ist nur gut 90% effizient, d.h., nach einem Rekuperationsdurchgang kommen nur noch gut 70% der ursprünglich im Akku gespeicherten Energie auf der Straße an. Daher besser die kinetische Energie maximal ausnutzen (d.h., rollen lassen) und nur wenn es nicht anders geht kinetische Energie wieder in elektrische Energie und schließlich in chemische Energie zurück umwandeln („rekuperieren“).

Ganz schlecht: Friktionsbremse nutzen (Bremspedal). Die Friktionsbremse macht aus dem schönen Vortrieb in null komma nix ganz viel heiße Luft – und die ist dann weg und kommt nicht wieder.

Sehr schön beschrieben, Volker :exclamation: :smiley:

Im prinzip stimme ich zu, dass Auf leerlauf zu schalten besser ist als zu rekuperieren.
Aber wie sieht ihr folgenden fall:
Man fährt ein gefälle im leerlauf runter und der wagen beschleunigt auf 120 km/h (= gleichgewicht mit luftwiderstand).
Wenn man nun das gleiche gefälle mit tempomat 100 km/h runterfährt, dann gewinnt man aber energie zurück.
Im ersten (120 km/h) fall hat man aber nix zurückbekommen.

Also müsste energetisch betrachtet der zweite fall günstiger sein,oder?

Nein! du bist in diesem Fall langsamer und kommst nicht mehr so weit mit 100km/h… hast dabei zwar etwas Energie gewonnen aber x0.3 Verlust gemacht.
siehe:

Um es einfach und kurz zu sagen:

Es ist u.U. effizienter die kinetische (Bewegungs-)Energie in der (Fahrzeug-)Masse zu belassen als Sie mit 10-15% Verlust in elektrische umzuwandeln.
Diese dann gewonnene elektrische Energie dann mit 10-15% Verlust wieder in kinetische Energie umzuwandeln.

Dies hat aber Grenzen, das die Geschwindigkeit in dritter Potenz in den Luftwiderstand eingeht.
Ich denke bis 130-140 „segeln“ ist unter dem Strich effizienter. Wenn erlaubt und der Verkehr es zulässt.
Darüber hinaus bis auf diese Geschwindigkeiten rekupieren.

Genau deswegen wünsche ich mir einen automatischen „Segelmodus“, den es bei Porsche ja auch gibt (jaja ich weiß „Verbrenner“, über den Zaun sehen lohnt sich trotzdem immer mal…)

Oder noch besser: das MS weiß ja anhand der GPS Koordinaten, ob es gerade bergauf oder bergab fährt --> je nach dem was vorteilhafter ist soll es dann Segeln oder rekuperieren

Sorry für OT, gehört eigentlich nach „Wünsche für zukünftige Updates“

Bei hoher Leistung sind die ohmschen Verluste deutlich hoeher (doppelter Strom = 4-facher Verlust). Es ist also effizienter wenn man langsam beschleunigt. Langsamer beschleunigen bedeutet aber auch das man insgesammt langsamer faeht, was ebenfalls besser fuer den Energieverbrauch ist. Meine Erfahrung aus der Praxis bestaetigt das auch.

Ja, meine auch.

Zuerst mal tschuldigung für die schlechte Qualität.
Hab das MS erst seit 2 Tagen.
Hab einmal schon das navi mit Tripmonitor verwendet.
Heute hab ich ein neues Ziel eingegeben und der Tripmonitor hat folgendes angezeigt.
Grüne Linie oben, graue unten.
Was bedeutet die graue Linie. Ich bin noch gar nicht weggefahren. Ich hab aber gestern vor dem Laden das Navi schon programmiert.

Graue Linie: Kalkulation zum Programmierzeitpunkt.
Andere: Kalkulation zum aktuellen Zeitpunkt bzw. tatsächlicher Verbrauch während der Fahrt.
Da Du vor Fahrbeginn geladen hast ist jetzt die aktuelle Kalkulation höher :smiley:

Hallo und danke an alle die sich bei der Fragestellung eingebracht haben.

Ich wollte jetzt mal nach 2000km meine Erfahrungen mit dem Trip Monitor niederschreiben.

Zuallererst ist mir aufgefallen, daß es keinen Zusammenhang hat, wie man die letzten 50,100,…km gefahren ist. Er rechnet anscheinend immer nach dem selben Muster.

Meine Erfahrungen zwecks Einhaltung der errechneten Verbrauchslinie (bei ca. 0-5°+) ist wie folgt.

Autobahn: max. 110km/h

Freilandstraße: 100km/h

Ortsgebiet: 50km/h

Ein wenig vorausschauendes hilft auch ist aber nicht zwingend notwendig. Beim Beschleunigen habe ich immer darauf geachtet, daß ich nicht mehr als 80kw Motorleistung in Anspruch nehme. Das ist aber kein wirkliches Problem, da man damit noch immer fast alle Verbrenner (sofern sie nicht auf ein Rennen aus sind) stehen läßt.
Was den Durchschnittlichen Verbrauch angeht, da komme ich wegen unserer Topografie nicht unter 220w/km.

Vielleicht hilft es wem, wenn nicht auch recht.
Das sind halt momentan meine Erfahrungen und das Teslagrinsen geht nicht weg.